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Band 2810

Verdunstung in der Randzone

Die Geschichte eines Bildungsaufsteigers

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Verdunstung in der Randzone

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Beschreibung

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.08.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

238

Beschreibung

Rezension


»[Ilija Matusko] hat in
Verdunstung in der Randzone
die Geschichte seiner Kindheit, sein Fremdeln mit dem eigenen Milieu und sein immerwährendes Gefühl, nirgendwo dazuzugehören zu Papier gebracht – und dies auf eine sehr kluge, anregende wie auch unterhaltende Weise.«
("Badische Zeitung")
»Matusko sucht in einfachen Verhältnissen die Schönheit von Küchendüften und Gastfreundlichkeit und wie sie dem vermeintlich gehobenen Duft bestimmter Parfüms in nichts nachsteht. Im versöhnlichen Blick, mit dem Matusko auf seine Vergangenheit schaut, liegt der Charme dieses Buches. Es ist der eines Aufsteigers, der nicht mit seiner Herkunft gebrochen hat. ... Und so liest man Matuskos fragmentarische Collage sehr gerne ...« ("DIE ZEIT")

»Die Frage, ob es sich bei
Verdunstung in der Randzone
um einen Roman oder ein Sachbuch handelt, ist müßig. Wichtiger ist zu fragen, ob es ein gutes Buch ist. Und das ist es!«
("neues deutschland")
»Aus der Halbdistanz des Bildungsaufsteigers schaut Matusko auf die Erfahrungswelt seiner Eltern und legt die Mechanismen frei, die sein und deren Leben so subtil wie wirkmächtig geprägt haben.« ("Jury-Begründung des Fritz-Hüser-Instituts 2022")
»Muss er das Erbe seiner sozialen Herkunft antreten? Kann er sich diesem überhaupt entziehen? Ilija Matuskos nuancierte Reflexionen darüber finden sich in seinem absolut lesenswerten Debüt.« ("Politik & Kultur")

Details

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

20.08.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

238

Maße (L/B/H)

17,5/10,9/1,6 cm

Gewicht

154 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-12810-7

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Essay

Bewertung am 28.02.2024

Bewertungsnummer: 2142132

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie riecht Klasse, wie riecht Kunst? Und klettern Aufsteiger:innen nach oben oder nur in einen anderen Raum? Können sie sich in dem neuen Raum frei bewegen? Wie verändert sich ihr Blick auf den Alten? Und können sie die Angst und Scham abstreifen, "fehl am Platz zu sein", ertappt oder deplatziert? “Aufsteigern sieht man das Klettern an“, zitiert Matusko den Popstar der Soziologie Bourdieu, der alle Diskurse zu kulturellen Codes und Praktiken bestimmt und paradoxerweise selbst zu einem Code geworden ist. Matusko tastet in seinem räumlich, gegenständlich und sinnlich suchenden Herkunft, Klasse und Aufstieg hinterfragenden Essay dieses Klettern in viele Richtungen ab. Er nimmt seine Eltern, die Mutter bayerische Gastwirtin, der Vater Gastronom, emigriert aus dem ehemaligen Jugoslawien, die bewirtschafteten Wirtshäuser seiner Kindheit, Pommes, Tennis, Lacoste, Quellekatalog und Sperrholz, das Gymnasium, die reicheren Freunde, die Kunst und das Geld. Er baut sich ihm eingebrannte Slogans und Dialoge ein und landet dabei immer wieder bei der sanktionierenden Kraft von Gerüchen und Essen. »Warum ist der Geruch nach Zwiebeln oder Knoblauch oder Pommes denn so schlimm? Sind es wirklich die Gerüche, die so störend sind für die Angewiderten, oder eigentlich die Menschen und Eigenschaften, die jene mit ihnen assoziieren? Und sind nicht eher sie und ihre empfindlichen Riecher das Problem?« |175 »Verdunstung in der Randzone« geht vom Persönlichen auf das Allgemeine zu und beschreibt das Klettern durch gesellschaftliche Grenzräume, mit dem wahrscheinlich nicht nur Aufsteiger:innen eine Menge anfangen können. Die Unbedarftheit, die Beschämung und die internalisierte Scham, die Überkompensation und eine Neuverortung, die immer brüchig bleiben wird, sind nicht so individuell, wie sie scheinen. »Verdunstung in der Randzone« verändert die Blicke auf uns nahegelegte und verlassene Räume. Es erhellt die Selektionen und Hürden derer, die sich in den neuen Räumen zuhause fühlen. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit, auf der Schwelle stehen zu bleiben, oder sich einen dritten Raum zu erschaffen.
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Essay

Bewertung am 28.02.2024
Bewertungsnummer: 2142132
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Wie riecht Klasse, wie riecht Kunst? Und klettern Aufsteiger:innen nach oben oder nur in einen anderen Raum? Können sie sich in dem neuen Raum frei bewegen? Wie verändert sich ihr Blick auf den Alten? Und können sie die Angst und Scham abstreifen, "fehl am Platz zu sein", ertappt oder deplatziert? “Aufsteigern sieht man das Klettern an“, zitiert Matusko den Popstar der Soziologie Bourdieu, der alle Diskurse zu kulturellen Codes und Praktiken bestimmt und paradoxerweise selbst zu einem Code geworden ist. Matusko tastet in seinem räumlich, gegenständlich und sinnlich suchenden Herkunft, Klasse und Aufstieg hinterfragenden Essay dieses Klettern in viele Richtungen ab. Er nimmt seine Eltern, die Mutter bayerische Gastwirtin, der Vater Gastronom, emigriert aus dem ehemaligen Jugoslawien, die bewirtschafteten Wirtshäuser seiner Kindheit, Pommes, Tennis, Lacoste, Quellekatalog und Sperrholz, das Gymnasium, die reicheren Freunde, die Kunst und das Geld. Er baut sich ihm eingebrannte Slogans und Dialoge ein und landet dabei immer wieder bei der sanktionierenden Kraft von Gerüchen und Essen. »Warum ist der Geruch nach Zwiebeln oder Knoblauch oder Pommes denn so schlimm? Sind es wirklich die Gerüche, die so störend sind für die Angewiderten, oder eigentlich die Menschen und Eigenschaften, die jene mit ihnen assoziieren? Und sind nicht eher sie und ihre empfindlichen Riecher das Problem?« |175 »Verdunstung in der Randzone« geht vom Persönlichen auf das Allgemeine zu und beschreibt das Klettern durch gesellschaftliche Grenzräume, mit dem wahrscheinlich nicht nur Aufsteiger:innen eine Menge anfangen können. Die Unbedarftheit, die Beschämung und die internalisierte Scham, die Überkompensation und eine Neuverortung, die immer brüchig bleiben wird, sind nicht so individuell, wie sie scheinen. »Verdunstung in der Randzone« verändert die Blicke auf uns nahegelegte und verlassene Räume. Es erhellt die Selektionen und Hürden derer, die sich in den neuen Räumen zuhause fühlen. Vielleicht ist es auch eine Möglichkeit, auf der Schwelle stehen zu bleiben, oder sich einen dritten Raum zu erschaffen.

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Verdunstung in der Randzone

von Ilija Matusko

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