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Gekränkte Freiheit Aspekte des libertären Autoritarismus | Der SPIEGEL-Bestseller jetzt im Taschenbuch

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19,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

19/12/3 cm

Gewicht

333 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47363-4

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

21.11.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

478

Maße (L/B/H)

19/12/3 cm

Gewicht

333 g

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-47363-4

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

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  • Bewertung

    5/5

    25.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die "normative Unordnung" endlich verstanden

    Es ist ein Fachbuch, das es in sich hat. Allein 100 Seiten Fußnoten und Literaturangaben - und eben darum ist es ein Buch, bei dem wir Leser:innen uns darauf verlassen können, dass alle Quellen und Einlassungen miteingeflossen sind, die notwendig sind, die auch nach Coronapandemie sichtbare Diskursverschiebung zu erklären. Zugegeben, auch mit meinem Politikstudium im Hinterkopf habe ich es langsam lesen müssen, um alle "Aspekte des libertären Autoritarismus " zu verstehen. Dank des Buches wollte ich es aber auch. Denn es ist kein Buch, wiewohl aus Sicht der Wissenschaft geschrieben, das kalt und nüchtern ist. Es strahlt auch eine gewisse Wärme für die Nöte der Menschen aus, die idR irgendwann seit 2015 einen Pfad verlassen haben, um sich nun an der Dialektik eines demokratischen Staates aufzureiben/abzuarbeiten oder gar abzuwenden, der Freiheit verspricht und zugleich beschränkt. Ein Buch, das mir hilft, zu verstehen und auch meiner inneren Ratlosigkeit etwas entgegensetzt, die bisweilen in Ekel oder Wut übergeht, da ich selbst den Begriff Gemeinwohl zentral für lebendige Demokratie haltend, das Treiben einfach nur egozentrisch, narzisstisch oder bösartig finde. Nachdem ich es nun 1 Mal gelesen habe, um die neue kritische Theorie - für mich ist es eine solche - zu verstehen, werde ich es nun ein zweites Mal lesen, um die zentralen Aussagen und Referenzen nachzuvollziehen. Damit ich es richtig weitergebe. Denn dieses Buch braucht Publikum. Eine leichtere Fassung für Nicht-Akademiker wäre ein ehrenwertes Unterfangen.

  • Bewertung

    5/5

    31.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Globale Bedeutung

    Das Buch zeichnet eine weltweite Bewegung nach die in Folge der Neoliberalisierung aller Gesellschaftsbereich Staaten zersetzt und die Demokratie allerorts gefährdet. Eine sehr detailierte Analyse bedeutender gesellschaftlicher Veränderungen die eine gute Grundlage für eine Argumentation gegen einen falsch verstandenen Freiheitsbegriff liefert.

  • Bewertung

    5/5

    27.10.2022

    eBook (ePUB)

    ich bin begeistert

    sich heute mit den Hauptwerken der kritischen Theorie zu beschäftigen, fällt einem nicht leicht. Ein ständiger Begleiter ist die Frage, wie das ganze aus heutiger Sicht zu bewerten ist. Immerhin sind da diese autoritären Diktatoren die sich um Entnazifizierung bemühen. Ein Deutscher Staat, der den wirtschaftlichen Totalschaden im Sinne der Gesundheit riskiert. Bei der ganzen Grübelei kann es dann auch schon mal passieren, dass "linke" und rechte gemeinsam demonstrieren. Zum Glück gibt es da ja jetzt dieses Buch. Das sorgt im kritischen Teil des Gehirnes wieder für wohltuende Klarheit, aber nicht ohne dabei auf überraschende Ergebnisse zu kommen.

  • Winnie

    1/5

    30.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Diffamierungsbuch. Das wird…

    Diffamierungsbuch. Das wird ein Klassiker: So lauten zwei Bewertungen bei Amazon (wo ich nicht bewerten darf, weil die Krake dies nur mit 50€ Umsatz erlaubt, ich sie aber seit langem boykottiere), die erste mit einem Stern, die anderen mit fünfen. In Kombination mit der Ersten könnte die Zweite sich erfüllen … Suhrkamp selbst schreibt dazu: „Der libertäre Autoritarismus, so Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey, ist eine Folge der Freiheitsversprechen der Spätmoderne: Mündig soll er sein, der Einzelne, dazu noch authentisch und hochgradig eigenverantwortlich. Gleichzeitig erlebt er sich als zunehmend macht- und einflusslos gegenüber einer komplexer werdenden Welt. Das wird als Kränkung erfahren und äußert sich in Ressentiment und Demokratiefeindlichkeit. [… Die Autoren] verleihen dieser Sozialfigur Kontur. Sie erläutern die sozialen Gründe, die zu einem Wandel des autoritären Charakters führten, wie ihn noch die Kritische Theorie sich dachte. Die Spätmoderne bringt einen Protesttypus hervor, dessen Ruf nach individueller Souveränität eine Bedrohung ist für eine Gesellschaft der Freien und Gleichen: die Verleugnung einer geteilten Realität.“ Damit weisen Verlag wie Autoren zurecht auf eine Bedrohung hin, nämlich die der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“ durch Phänomene der „Spätmoderne“ – nur stellen sie dabei Ursache und Wirkung komplett auf den Kopf! Sie machen Opfer zu Tätern und verbrämen ihr offensichtliches Mitläuftertum, also die Ursache, hinter der waghalsigen Tatsachenverdrehung, Proteste gegen die Aushöhlung und für den Erhalt der „Gesellschaft der Freien und Gleichen“, also die Wirkung, seien die Bedrohung. Es scheint, als blickten sie in einem psychotischen Spiegel auf sich selbst. Mit anderen Worten: der falsche Ansatz macht das Werk für klar denkende Menschen nicht nur wertlos, es ist ein weiterer Angriff auf sie. Eben dies könnte es auch zu einem Klassiker machen, und zwar im Schlechten, sollten sich die für die Demokratie schweren, nach meine Empfinden bedrohlichen Zeiten dereinst doch wieder zum Guten wenden …

  • Bewertung

    1/5

    23.10.2022

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eher ein Buch über die Probleme Deutschlands

    Aus Schweizer Sicht sträuben sich einem die Nackenhaare bei der Lektüre dieses Buchs. Das Buch will wissenschaftlich sein, der eine Autor ist sogar Professor in Basel. Man "untersuchte" mittels 60 (!) Interviews mit "Querdenkern" (nicht wirklich definiert, geht da hauptsächlich um "Corona-Skeptiker") und "AfD Wählern" (wohlgemerkt, die Studie hat u.a. Schweizer interviewt ) das steigende Misstrauen gegenüber Staat und Institutionen. Obwohl die Autoren kaum rechte Tendenzen bei den "Querdenkern" feststellen konnten, werden sie mit AfD-Wählern in den gleichen Topf geworfen. Dieser "Topf" wird von den Autoren auch gleich selber kreiert, er wird mit "libertäre Autoritarismus" gelabelt und die Menschen entsprechend pathologisiert. Die Autoren setzen voraus, dass es ein "richtiges Denken" gibt, und wer von diesem abweicht, erhält dieses Label. Für mich zeigt dies die Probleme in Deutschland sehr deutlich auf. Für wirkliche Demokratie ist man nicht bereit, man kann und will sich mit anderen Meinungen nicht auseinandersetzen und schon gar nicht betrachtet man die historischen politischen Entwicklungen (zB. Agenda 2010) die m.E. notwendig wären um diesem Misstrauen auf den Grund zu gehen. Schuld sind die Menschen selber, die sich "undemokratisch" verhalten. Ein Widerspruch in sich. Für mich ein gutes Abbild der gegenwärtigen politischen Lage in Deutschland. Aber auch nur deshalb halbwegs interessant.

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  • Einleitung
    Freiheitskonflikte
    Libertärer Autoritarismus
    Zum Aufbau des Buches
    Aporien der Aufklärung: Kritische Theorie der Freiheit
    Kritik der Freiheit
    Freiheit in der Kritischen Theorie
    Liberalismus und Autoritarismus
    Freiheit in Abhängigkeit: Dialektik der Individualisierung
    Geburt des Individuums
    Negative Individualisierung
    Paradoxien der Emanzipation
    Verdinglichte Freiheit
    Ordnung der Unordnung: Gesellschaftlicher Wandel und regressive Modernisierung
    Die Tücken des normativen Fortschritts
    Wissenskränkungen
    Demokratie und Gegen-Demokratie
    Gegen-Epistemologie
    Paternalistische Gouvernementalität
    Soziale Kränkung: Zum sozialen Charakter aversiver Gefühle
    Konturen sozialer Kränkung
    Phänomenologie aversiver Gefühle
    Ausweitung der Kränkungszone
    Imaginäre Anwesenheit des Narzissmus
    Libertärer Autoritarismus: Eine Bewegung der verdinglichten Freiheit
    Libertär-autoritäre Charakterstruktur
    Figuren des libertären Autoritarismus
    Soziale Räume verletzter Selbstbehauptung
    Anstöße zum Driften
    Sturz der Wahrheitssuchenden: Gefallene Intellektuelle
    Bröckelnde Fundamente
    Verdrehte Freiheitskämpfe
    Exkurs: Sloterdijks Meditationen
    Intellektuelle Querfronten
    Überschießender Zweifel
    Nostalgischer Aktivismus
    Partisanen der Zeichen
    Register der Kritik
    Wiederverzauberung der Welt: Coronaproteste
    Pandemische Freiheitskonflikte und die Geburt einer Bewegung
    Die Gestalt der Querdenken-Bewegung
    Epistemischer Widerstand
    Verschwörungsspiritualität
    Libertär-autoritäre Gegengemeinschaften
    Subversion als destruktives Prinzip: Regressive Rebellen
    Engagement und Entfremdung
    Moralische Verurteilung und exkludierende Kritik
    Autoritäre Innovatoren
    Regressive Rebellen
    Schluss
    Staatskritik und die Paradoxien des Fortschritts
    Die kommenden Wahrheitskonflikte
    Soziale Freiheit und Demokratie