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Maniac Roman | Werden die Maschinen uns abschaffen? | Für alle Fans des preisgekrönten Films »Oppenheimer«

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

395

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,5 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The MANIAC

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43117-7

Beschreibung

Rezension

»Benjamín Labatut erzählt von Hochbegabten, die sich daranmachen, künstliches digitales Leben zu erschaffen ... In einer Hinsicht jedoch sorgt Labatut für Entwarnung: Einen so intelligenten Roman wie seinen hätte die Maschine nicht hingekriegt ...« ("wochentaz")
»Hochfaszinierend.« ("Literarisches Quartett")
»Ich war von Anfang an völlig begeistert.« ("Literarisches Quartett")
»Ich finde dieses Buch endlos faszinierend. Es ist ein reiches Buch … voll dunkler Schönheit und sprachlicher Eleganz.« ("Literarisches Quartett")
»… eines der spannendsten Erzählexperimente dieses Jahres.« ("Literarisches Quartett")
»Das menschliche Unbehagen, das die Begegnung mit künstlicher Intelligenz auslöst, wenn ChatGPT wie von Geisterhand ganze Gedichte schreibt oder Dall-E fotorealistische Bilder in Sekundenschnelle erzeugt, fängt Labatut hervorragend ein.« ("ZEIT ONLINE")
»Kein Autor erzählt Wissensgeschichte so einzigartig spannend wie der chilenische Schriftsteller Benjamin Labatut.« ("Landshuter Zeitung")
»Benjamín Labatut ist ein kluges, aspektereiches Buch gelungen, das hinter die Benutzeroberfläche unserer von immer mehr Informationstechnologie bestimmten Welt schaut.« ("SWR2")
»Labatut ist ein solch überragender Erzähler, als verstünde er das Wesen, das unsere Welt zusammenhält, als könne er in die Vergangenheit und Zukunft schauen – das Buch zur Stunde.« ("Musikexpress")
»Ein elektrisierendes Stelldichein von Triumph und Tragik, Erleuchtung und Erschütterung, Goethes Faust und den Flaschengeistern des Fortschritts: Faszinierender und furioser geht's kaum. Große Literatur!« ("büchermenschen")

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

26.09.2023

Verlag

Suhrkamp

Seitenzahl

395

Maße (L/B/H)

20,7/13,2/3,5 cm

Gewicht

504 g

Farbe

Anthrazit / Beige

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

The MANIAC

Übersetzt von

Thomas Brovot

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-518-43117-7

Herstelleradresse

Suhrkamp Verlag
Torstraße 44
10119 Berlin
DE

Email: info@suhrkamp.de

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  • Bewertung

    5/5

    10.12.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der menschliche Geist in der Maschine

    Labatut entfaltet in fiktiven Szenarien und Dialogen, die Geschichte der Physik und Mathematik des 20sten und 21sten Jahrhunderts. Im Zentrum das Genie John von Neumann, dessen Arbeiten die Informatik mitbegründeten und letztendlich den Weg zur künstlichen Intelligenz ebneten. In einer intelligenten Verschränkung der Begegnungen von Charakteren wie Gödel, Feynmann, Oppenheimer, Wigner und vielen anderen Größen der Wissenschaft, erzählen diese ihre Sicht auf die Entwicklungen ihrer und unserer Zeit. Das Buch endet mit dem Triumph der künstlichen Intelligenz AlphaGo über den koreanischen Großmeister des Go, Lee Sedol. Dieses Buch wirft eine der großen Fragen unserer Zeit auf und überlässt es dem Leser eigenen Schlüsse zu ziehen. Das Buch ist der Hammer.

  • Bewertung

    aus Vaihingen

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der Mensch - genial und teuflisch

    Benjamin Labatut ist es in in seinem "Roman" gelungen, auf sehr persönlicher Ebene (subjektiv sprechende Persönlichkeiten) und daher sehr eindringlich, die Entwicklung physikalischer Phänomene und Umsetzungen der letzten 100 Jahre darzustellen. Der menschliche Geist und Erfindungsdrang stellt die Menschheit zunehmend vor Herausforderungen. Bei allen möglichen positiven Seiten der KI ist zu befürchten, dass - ähnlich wie bei der Atombombe - auch die negativen Seiten nicht rechtzeitig erkannt werden.

  • Bewertung

    5/5

    12.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gegen die Forschung ist kein Kraut gewachsen...

    Den Mittelpunkt des vielschichtigen und in drei Teilen gegliederten Romans bildet die Lebensgeschichte von John von Neumann, dessen brillantes Genie durch den Paradigmenwechsel der Mathematik und Physik der 1920er Jahre auf fruchtbare Erde stoßen konnte. Als Kind schon fasziniert vom Lochkarten-Webstuhl des Vaters emigrierte der Lebemann und Egozentriker in den 1930ern in die USA. Die Konsequenzen ignorierend, um sein eigentliches Ziel – die Schaffung des Supercomputers MANIAC - voranzutreiben, war er u.a. am Manhattan Project sowie der Entwicklung der Wasserstoffbombe beteiligt. Der MANIAC sollte sich später noch als wegweisend zur Entwicklung moderner KI erweisen... Labatut hat ein literarisches Panorama des Fortschritts geschaffen. So vieles wird in diesem Roman geboten: wechselnde Perspektiven erzählen vom Untergang alter Weltbilder und von der Besessenheit das Undenkbare zu schaffen. Die Auswirkungen prägen die Politik noch heute. Doch Labatut erzählt auch von den Möglichkeiten, die sich uns heute eröffnen und der Frage, ob Maschinen eines Tages neben dem Menschen stehen können?

  • Bewertung

    5/5

    07.11.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bewertung von mir, einem Literaturkenner.

    Nicht so experimentell und umhauend wie "Das blinde Licht", aber trotzdem genau gleich genial. Wieder zeigt sich, wie unglaublich faszinierend Wissenschaftsgeschichte ist und wie unglaublich schnell sich Technologie entwickeln kann - hier im Fokus die Entstehung der künstlichen Intelligenz. Über die Sorgen der Zukunft der Wissenschaft von Ehrenfest, die wissenschaftlichen Errungenschaften des 20. Jahrhunderts rund um von Neumann und schliesslich die Auswirkungen in Form eines Go-Matches - dem strategisch komplexesten Spiel, dass die Menschheit erdacht hat. Eine schon fast angsteinflössende Perspektive über von Neumann, wenn das Streben nach Wissen und Verständnis keine moralischen Grenzen oder Beschränkungen hat. Ein brillanter Verstand, ständig auf Hochtouren, ständig Grenzen überschreitend. Stilistisch mag ich es sehr, wenn solch beeinflussende Persönlichkeiten nicht selbst zu Wort kommen, sondern sie von den Personen aus ihrem Umfeld beschrieben werden. Selbst die detaillierten Passagen über die Go-Parteien im letzten Teil bleiben spannend und wie niederschlagend es sich anfühlen muss, als weltbester Spieler, jahrelang unbesiegt, von einer Maschine geschlagen zu werden. Es lässt einen selbst nur erahnen welche Leistungen damit in Zukunft fähig sein werden und es lässt einen erstaunen, wie genau die heutigen Leistungen von den Visionären vor Jahrzehnten vorausgeschaut wurden.

  • Bories vom Berg

    aus München

    4/5

    11.01.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Mathematische Exkursionen bis…

    Mathematische Exkursionen bis hin zur KI Der zweite, ins Deutsche übersetzte Roman des chilenischen Schriftstellers Benjamin Labatut deutet mit dem Titel «Maniac» auf einen Super-Computer hin, der darin eine große Rolle spielt, er bedeutet im übertragenen Sinne aber auch Besessenheit. Beginnend mit den allesamt männlichen Koryphäen der Mathematik erzählt der Autor von deren schier unstillbarem Wissensdurst und von den immer neuen wissenschaftlichen Fragestellungen. Ein für Laien partout nicht nachvollziehbarer, geistigen Höhenflug durch mathematisches Neuland, der von Fachbegriffen nur so strotzt. Worauf das aber hinausläuft, das deutet schon der Buchumschlag an, es endet nämlich mit dem neuen Phänomen der KI, der Künstlichen Intelligenz. Der Roman deckt also eine Zeitspanne ab vom Anfang des 20ten Jahrhunderts bis in unsere Tage. Im Mittelpunkt all dessen steht das ungarische Jahrhundertgenie John von Neumann, der Ende der 1920iger Jahre vor den Nazis in die USA emigrierte. Schon als Kind außerordentlich mathematisch begabt, leistete er im Laufe seiner Karriere Aufsehen erregende Arbeiten zur Quanten- und zur Spieltheorie und war später in die großen technischen Innovationen von der Atombombe über die Computer-Technik bis hin zur KI involviert. Der Autor bezeichnet ihn als «Ein Außerirdischer unter uns», und er erzählt sein Leben stilistisch trickreich aus der dokumentarisch anmutenden Ich-Perspektive seiner Familie, von Freunden, Kollegen und Rivalen. Seine Mutter erzählt zum Beispiel, er habe schon bei der Geburt deutlich älter gewirkt als ein normales Baby und später alle verblüfft mit seiner außergewöhnlichen Intelligenz, - sie spöttelt aber auch, er habe sich die Schuhe nicht selbst zubinden können. Im mittleren Teil wird seine Rolle in Los Alamos beim ‹Manhattan Project› thematisiert, wo er als Informatiker an der streng geheimen Entwicklung von Little Boy mitgewirkt hat, der ersten Atombombe. Viele der beteiligten Wissenschaftler waren entsetzt über den tatsächlichen Einsatz dieser furchtbaren Waffe und forderten in einem Memorandum an Präsident Eisenhower zur Einstellung weiterer Arbeiten an Nuklearwaffen auf. Vergebens allerdings, denn die Arbeiten an der Wasserstoffbombe waren unter dem Ungarn Edward Teller schon in vollem Gange. Ethik und Moral blieben auf der Strecke nach dem Motto, wenn wir es nicht machen, machen es die Russen, - das fatale «Gleichgewicht des Schreckens» war heraufbeschworen Weniger martialisch geht es am Ende des Romans zu, eine Art Epilog, der auktorial von der Entwicklung Künstlicher Intelligenz erzählt, für die Neumann wichtige Vorarbeiten geleistet hat, indem er als Informatiker nachts den Supercomputer «Maniac» benutzte, wenn der für die militärischen Arbeiten nicht gebraucht wurde. Nachdem Google von Demis Hassabi «AlphaGo» übernommen und weiterentwickelt hat, setzte der finanzstarke Konzern eine Million Dollar als Preisgeld aus für ein Turnier eines der weltbesten Go-Spieler gegen ihr KI-Programm. AlphaGo gewann vier der auf fünf angesetzten Partien gegen den südkoreanische Großmeister Lee Sedol. Die vierte Partie aber ging verloren, weil Sedol einen völlig unkonventionellen, bei den Experten allseits nur Kopfschütteln auslösenden Zug machte, der AlphaGo erkennbar durcheinander brachte. Spätere Software-Analysen zeigten, dass es die aus hunderttausenden von Spielen resultierende, menschliche Komponente war, die in den Algorithmus integriert war und AlphaGo unrettbar aus dem Konzept gebracht hat. Man eliminierte diese Entscheidungsebene komplett, - seither hat der Computer alle Spiele gewonnen, Menschen haben keine Chance mehr gegen ihn! Ein historischer Roman, der die unaufhaltbare Weiterentwicklung der Technologien durch den Forscherdrang des Menschen auf eindrucksvolle Weise thematisiert, nicht zuletzt wegen der in aller Munde befindlichen KI. Von gelegentlichen Längen und einer für viele Leser mathematisch bedingten Überforderung abgesehen ist dies ein empfehlenswerter Wissenschafts-Roman, der bereichernd wirkt wie ein gutes Sachbuch und spannend bleibt bis zum Schluss!

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