Frankfurt 1946. Beim Fotografieren der Frankfurter Trümmer wird Helga von einem Kommissar gefragt, ob sie Polizeifotografin werden will. Unversehens gerät die junge Frau in eine abenteuerliche Mordermittlung, in der sie den verschwundenen Peter aus dem Odeon-Club wiedersieht – und seine jüdische Mutter, die den Holocaust überlebt hat. Aus dem Frauenheld ist ein ernster junger Mann geworden. Sie hilft Peter, seine Unschuld zu beweisen, und kommt ihm dabei immer näher. Als Helgas Freund Walther endlich aus der russischen Gefangenschaft zurückkehrt und einen neuen Jazzclub gründet, ist Helga hin- und her gerissen. Doch dann deckt sie ein Geheimnis auf, das alles verändert.
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Berührend, emotional und unvergesslich
Büchertanz.de aus Freiburg am 29.07.2025
Bewertungsnummer: 2553236
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Der Roman „Wir fangen das Glück“ von Juliane Michel ist der zweite Band der „Palmengarten-Saga“, spielt vorwiegend in der Nachkriegszeit in Frankfurt am Main und zeigt die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die die Menschen in dieser Zeit erlebt haben.
Frankfurt am Main 1946: Der jungen Helga wird ein Jura-Studium verwehrt. Sie bekommt eine Arbeit als Polizeifotografin und wird in eine Mordermittlung verwickelt. Dabei trifft sie auf Peter, einen jungen Mann, den sie aus dem Odeon-Club kennt. Peter ist in Schwierigkeiten und Helga hilft ihm, seine Unschuld zu beweisen.
Währenddessen muss Helga auch ihre eigenen Beziehungen zu Walther, ihrem Freund, der aus der russischen Gefangenschaft zurückkehrt, und Peter, den sie immer näher kommt, neu überdenken.
Doch sie alle tragen die offenen Wunden der Vergangenheit.
Vor Kurzem habe ich mit großer Begeisterung den Reihenauftakt „Wir tanzen in die Freiheit“ gelesen. Diese packende und emotionale Geschichte mit authentischen Charakteren hat mich von Anfang an in ihren Bann gezogen und ich war schon sehr gespannt auf den zweiten Band der Reihe.
Die aussagekräftigen Cover der beiden Bände passen wunderbar zusammen und sie sind damit perfekt als Buchreihe zu erkennen.
Da die Handlungen des ersten Bandes weiter erzählt werden, empfehle ich es sehr, dass ihr den ersten Band bereits vor der Lektüre des zweiten Bandes gelesen haben solltet – nur so kann man das Verhalten der Figuren richtig verstehen und deren Entwicklung gut folgen.
Ich war ab der ersten Seite wieder völlig in der Geschichte angekommen und wurde von dem bildhaften und wunderschönen Sprachstil der Autorin mitgenommen. Stellenweise mochte ich das Buch gar nicht mehr aus den Händen legen – die fast 500 Seiten flogen nur so dahin.
Helga ist eine sympathische und authentische Figur, die sich lebensecht entwickelt und mit Rückschlägen und auch ihren eigenen Fehlern zu kämpfen hat. Sie ist eine junge Frau, die sich in einer schwierigen Zeit zurechtfinden muss und ihre eigenen Ziele und Träume verfolgt. Ihre Beziehung zu Peter und Walther ist komplex und vielschichtig und Juliane Michel zeigt die Schwierigkeiten und Herausforderungen, die Helga in ihren Beziehungen erlebt.
Auch die Geschichten und Hintergründe von Peter und Walther selbst sind sehr ergreifend dargestellt.
Die Autorin hat die historische Kulisse hervorragend eingefangen und zeigt die Schwierigkeiten und Herausforderungen der Nachkriegszeit. Ruinen prägen das Stadtbild, die Bevölkerung ist arm und die Prozesse gegen Nazis rollen an.
Die Rückblenden in die Zeit des Dritten Reiches und des Zweiten Weltkriegs helfen, die Charaktere und ihre Erfahrungen und Geschichten besser zu verstehen. Die Autorin zeigt die Verfolgung und Ausgrenzung der Juden, aber auch die Jugend im Dritten Reich, die durch Verbote und Einschränkungen ihrer Freiheit beraubt wurde.
Juliane Michel hat eine großartige Atmosphäre geschaffen, die mich in die Welt der Nachkriegszeit mitgenommen hat: Die Beschreibung der Stadt Frankfurt, der Menschen und der Zeit ist sehr detailliert und authentisch. Die Geschichte hält die Spannung bis zum Ende und ist voller Emotionen.
Danke für dieses gelungene und emotionale Leseerlebnis. Da bleibt nur noch ein Wunsch offen: Ein drittes Wiedersehen mit Elfie, Klaus, Helga, Peter und Walther.
Fazit: Insgesamt ist das Buch „Wir fangen das Glück“ von Juliane Michel ein großartiger Roman, der mich in die Zeit der Nachkriegszeit in Frankfurt am Main mitgenommen hat und mich nicht mehr losgelassen hat. Es ist unvergessliche Geschichte, die mich emotional berührt hat und mit Sicherheit noch lange nachklingen wird. Sehr lesenswert!
Ein ganz toller Roman!
MeineKleineBuecherecke am 19.05.2025
Bewertungsnummer: 2494319
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Nachdem mir Band 1 so gut gefallen hat, habe ich voller Vorfreude auf den 2. Band der „Palmengarten-Saga“ von Juliane Michel gewartet!
Diesmal steht die 20-jährige Helga im Mittelpunkt des Geschehens. Diese möchte gerne Rechtswissenschaften studieren, wird aber aufgrund der Tatsache, dass sie eine Frau ist, abgelehnt. Gerade noch zutiefst enttäuscht von der Absage der Universität, überredet Elfie – ihre beste Freundin – sie zu einem Spaziergang durch die Stadt, um sie auf andere Gedanken zu bringen.
Noch ist die Stadt von Trümmern übersehen – Nachwehen des Krieges – doch gleichzeitig hört man inzwischen auch wieder das fröhliche Lachen spielender Kinder. Ein Moment, den Helga mit ihrer Kamera festhalten möchte. Und auch der Moment, wo ein Kommissar sie dabei beobachtet und ihr daraufhin einen Job als Polizeifotografin anbietet. Eine Chance, die die junge Frau sofort ergreift!
Doch bereits ihr erster Fall bringt Helga an ihre Grenzen und wird zu einer großen emotionalen Herausforderung, denn es geht um einen Mord und ihr Freund Peter – ein Junge aus dem Odeon-Club – ist der Hauptverdächtige!
Als wäre das nicht schon genug, kommt plötzlich auch Walther- ihr Freund – aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Doch er ist nicht mehr der, der er vor dem Krieg war und Helgas Leben gerät immer mehr aus den Fugen…
Wie wird die junge Frau mit all diesen Herausforderungen umgehen? Kann sie die Unschuld von Peter beweisen? Was bedeutet das für ihren gerade neu gewonnenen Job, indem sie es sowieso schon schwer genug hat, als Frau in einer absoluten Männer Domäne? Und dann ist da ja noch die große Frage, ob die Liebe zu Walther überhaupt noch eine Chance hat?
Fragen über Fragen, doch um die Antworten zu bekommen, müsst ihr das Buch schon selber lesen!
Mich hat die Geschichte jedenfalls wieder gefesselt und ich bin nur so durch die Seiten geflogen! Spannend, mitreißend und einfach toll geschrieben!
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