Produktbild: Lese gefährlich

Lese gefährlich Die subversive Kraft von Literatur in unruhigen Zeiten

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.10.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/14/3,7 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Rot / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Read Dangerously

Übersetzt von

Cornelius Reiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77391-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

11.10.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

20,5/14/3,7 cm

Gewicht

370 g

Farbe

Rot / Weiß

Auflage

1. Auflage

Originaltitel

Read Dangerously

Übersetzt von

Cornelius Reiber

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77391-6

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • nil_liest

    aus RheinMain Gebiet

    5/5

    02.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein humanistischer Aufruf aus der literarischen Perspektive

    „Leserinnen und Leser der Welt, vereinigt euch!“ (S. 284) Azar Nafisi ist iranische Literaturprofessorin, die 1981 ein Unterrichtsverbot an der Universität Teheran bekam, weil sie sich weigerten einen Schleier zu tragen. Seit 1997 lebt sie in den USA und ist weiterhin eine wichtige und laute Stimme des Widerstandes. Sie wurde mit ihrem Buch „Lolita lesen in Teheran“ bekannt, in dem sie über ihren Lesekreis in Teheran schrieb in dem verbotenen westlichen Klassiker gelesen wurden. Dieses Buch kenne ich noch nicht. Aber diese Frau machte mich neugierig. Daher griff ich zu „Lese gefährlich“ in dem sie ihrem Baba, ihrem verstorbenen Vater Briefe schreibt über Romane, die er nicht mehr lesen konnte und stellt diese in den Kontext der aktuellen politischen Situation Ein kluger Kniff, macht sie damit schon auf das aufmerksam was Literatur besonders gut kann: Gedanklich eine grüne Wiese zu haben ohne in vorgegebenen Schubladen zu stecken und der Fantasie freien lauf lassen. In der Literatur ist selbst der Tod eine veränderbare Variable. Und das ist die subversive Kraft auf die im Untertitel angespielt wird. Das lösen von einfachen Denkmustern, das aufbrechen von gesetzten Glaubensätzen, die eine Welt in Gute und Böse teilt. Nichts mehr fürchten totalitäre System als Menschen die Fantasie haben und Fragen stellen um den Status Quo zu überwinden. Wer weiterdenkt hat eben die Möglichkeit nicht nur eine Wahrheit anzuerkennen und das ist für Macht bedrohlich in eng gestrickten Systemen. Das Buch ist leicht lesbar und bringt tolle Perspektiven auf verschiedenste Autor:innen die Azar Nafisi hier unter die Lupe nimmt. Es kommen viele Große der Weltliteratur vor: Salman Rushdie, David Grossman, Toni Morrison und viele andere. Fazit: Seine Sie offen und lesen sie. Erweitern Sie ihren Horizont und nutzen Sie das gemeinsame Wissen um eine bessere Welt aktiv in der Gestaltung! Nichts sollte einfach hingenommen werden und die Fantasie in der Literatur ist das beste Mittel eine neue Welt zu skizzieren!

  • nil_liest

    aus Frankfurt

    5/5

    02.01.2024

    Buch (Taschenbuch)

    Ein humanistischer Aufruf aus…

    Ein humanistischer Aufruf aus der literarischen Perspektive „Leserinnen und Leser der Welt, vereinigt euch!“ (S. 284) Azar Nafisi ist iranische Literaturprofessorin, die 1981 ein Unterrichtsverbot an der Universität Teheran bekam, weil sie sich weigerten einen Schleier zu tragen. Seit 1997 lebt sie in den USA und ist weiterhin eine wichtige und laute Stimme des Widerstandes. Sie wurde mit ihrem Buch „Lolita lesen in Teheran“ bekannt, in dem sie über ihren Lesekreis in Teheran schrieb in dem verbotenen westlichen Klassiker gelesen wurden. Dieses Buch kenne ich noch nicht. Aber diese Frau machte mich neugierig. Daher griff ich zu „Lese gefährlich“ in dem sie ihrem Baba, ihrem verstorbenen Vater Briefe schreibt über Romane, die er nicht mehr lesen konnte und stellt diese in den Kontext der aktuellen politischen Situation Ein kluger Kniff, macht sie damit schon auf das aufmerksam was Literatur besonders gut kann: Gedanklich eine grüne Wiese zu haben ohne in vorgegebenen Schubladen zu stecken und der Fantasie freien lauf lassen. In der Literatur ist selbst der Tod eine veränderbare Variable. Und das ist die subversive Kraft auf die im Untertitel angespielt wird. Das lösen von einfachen Denkmustern, das aufbrechen von gesetzten Glaubensätzen, die eine Welt in Gute und Böse teilt. Nichts mehr fürchten totalitäre System als Menschen die Fantasie haben und Fragen stellen um den Status Quo zu überwinden. Wer weiterdenkt hat eben die Möglichkeit nicht nur eine Wahrheit anzuerkennen und das ist für Macht bedrohlich in eng gestrickten Systemen. Das Buch ist leicht lesbar und bringt tolle Perspektiven auf verschiedenste Autor:innen die Azar Nafisi hier unter die Lupe nimmt. Es kommen viele Große der Weltliteratur vor: Salman Rushdie, David Grossman, Toni Morrison und viele andere. Fazit: Seine Sie offen und lesen sie. Erweitern Sie ihren Horizont und nutzen Sie das gemeinsame Wissen um eine bessere Welt aktiv in der Gestaltung! Nichts sollte einfach hingenommen werden und die Fantasie in der Literatur ist das beste Mittel eine neue Welt zu skizzieren!

  • Bewertung

    4/5

    08.11.2025

    Buch (Taschenbuch)

    Die Macht der Literatur

    Lese gefährlich-Azar Nafisi Die international bekannte Autorin Azar Nafizi, Tochter des ehemaligen Teheraner Bürgermeisters, der als politischer Gefangener im Iran im Gefängnis saß, schreibt in diesem Buch fiktive Briefe an ihren bereits verstorbenen Vater, in denen sie sich mit der Bedeutung von Literatur in „schwierigen“ Zeiten beschäftigt. Sie ist schon als Kind durch ihren Vater in die wunderbare Welt der Literatur geführt worden und ist Literaturwissenschaftlerin geworden. Sie erhielt 1981 ein Lehrverbot an der Universität Teheran, weil sie sich weigerte, den Schleier zu tragen. Seit 1997 lebt und arbeitet sie in den USA. Ihre Briefe an den Vater beginnen Ende 2019. Sie verknüpfen ihr autobiographisches Erleben und ihre Gedanken und Sorgen sowohl der Zeiten im Iran als auch der aktuellen Situation in den USA mit für sie bedeutender Literatur und stellt die Frage nach der Bedeutung der Literatur in Bezug auf die Geschichte und die Freiheit und Gleichheit der Menschen. „So setzen wir der Grausamkeit der Menschen, der Vergänglichkeit des Lebens und der Absolutheit des Todes etwas entgegen. So untergräbt Literatur das totalitäre Denken: indem sie das Recht jedes Einzelnen verteidigt, unabhängig zu denken und zu fühlen.“ Interessant und provokativ vergleicht sie die Lebensumstände der Menschen im Iran mit denen in den USA: „Ich habe mit Shirin darüber gesprochen, was Trump mit den Führern der islamischen Republik gemeinsam hat: Skrupellosigkeit, Inkompetenz und die rücksichtslose Missachtung des Lebens der Bürger seines Landes.“ Und besonders während der Coronaepidemie gerät sie immer mehr ins Grübeln: „(…) die Situation ist in beiden Ländern, die ich meine Heimat nenne, in den letzten Monaten so absurd geworden, (…)“. Sie ist irritiert über Aberglaube und Verschwörungstheorien sowie Absurditäten im Umgang mit Virus und Erkrankung in beiden Ländern. Ein besonderes Anliegen sind ihr die Rechte der Frauen im Iran, aber auch weltweit: Ich erkläre also immer wieder, "(…) dass die Verschleierungspflicht im Iran eben deshalb zu so einem zentralen Thema des Kampfes für Frauenrechte geworden ist, weil die Kontrolle über das Erscheinungsbild von Frauen in der Öffentlichkeit zum Symbol der Staatsmacht und Kontrolle über die Bevölkerung geworden ist.“ Ein spannender Einblick in das Leben der Autorin, die mit diesem Werk ihre autobiographischen Schriften fortsetzt und ein spannender Literaturkanon, den die Autorin hier präsentiert. Mich hat es sehr inspiriert. Erschienen 2022 und nach wie vor oder immer noch politisch hochaktuell. Übersetzt aus dem Englischen von Cornelius Reiber

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