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Verfolgt, „arisiert“, wiedergutgemacht? Wie aus dem Warenhauskonzern Hermann Tietz Hertie wurde

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38,50 €

inkl. gesetzl. MwSt., Versandkostenfrei


Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.12.2023

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Siedler

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/14,8/3,5 cm

Gewicht

620 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8275-0180-6

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

06.12.2023

Abbildungen

schwarz-weiss Illustrationen

Verlag

Siedler

Seitenzahl

432

Maße (L/B/H)

21,8/14,8/3,5 cm

Gewicht

620 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8275-0180-6

Herstelleradresse

Siedler Verlag
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Moralische Verantwortung

Bewertung aus Attenhofen am 24.10.2024

Bewertungsnummer: 2324306

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch erzählt die Geschichte zweier Familien: der Familie Tietz und der Familie Karg. Während die eine Familie jahrelang Mühe und Ideenreichtum investierte, wurde der anderen Familie ein großes Unternehmen mehr oder weniger in den Schoß gelegt. Die umfassende Studie zur Geschichte der Hertie-Warenhäuser beginnt mit der Gründung des Unternehmens, das damals eine außergewöhnliche Idee verwirklichte: ein umfangreiches Warenangebot unter einem Dach anzubieten. Der rasante Erfolg hielt bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 an. Obwohl die Besitzer genügend Rücklagen hatten, um die schwierigen Jahre zu überstehen, begann kurz darauf die Naziherrschaft. Spätestens ab 1933/1934 wurden die Eigentümer immer mehr unter Druck gesetzt. Neue Gesetze und Auflagen machten den jüdischen Besitzern das Leben schwer, sie mussten Sonderabgaben leisten und konnten keine Kredite mehr bekommen. Der Unternehmer Georg Karg, unterstützt durch die damalige Gesetzgebung, die arischen Unternehmern viele Anreize bot, konnte das Kaufhaus günstig erwerben. Die eigentlichen Besitzer verloren auf diese Weise alles. Der genaue Hergang der Enteignung wird in diesem Buch detailliert dargestellt. Die Judenpolitik des Dritten Reiches ließ den jüdischen Unternehmern keine Chance. Anhand von Quellen wird die Situation klar und überzeugend dargelegt und bewiesen. Der Stil dieser Studie ist sehr wissenschaftlich. Alles ist gut dokumentiert, und zahlreiche Quellen und Fußnoten machen die Darstellung nachvollziehbar. Die Anmerkungen umfassen allein schon fünfzig Seiten. Der Text wird durch mehrere Bilder und Tabellen aufgelockert. Besonders interessant sind die Fotos aus dieser längst vergangenen Zeit. Abgerundet wird das Buch mit einem Literatur- und Personenverzeichnis. Fazit: Dieser Bericht über das Schicksal erfolgreicher jüdischer Geschäftsleute im Dritten Reich zeigt deutlich, welches Unrecht sie erleiden mussten und wie sich die Täter auch in den Folgejahren nie wirklich ihrer moralischen Verantwortung stellten. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die sich für tiefgehende Informationen über dieses Unrecht interessieren.

Moralische Verantwortung

Bewertung aus Attenhofen am 24.10.2024
Bewertungsnummer: 2324306
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Dieses Buch erzählt die Geschichte zweier Familien: der Familie Tietz und der Familie Karg. Während die eine Familie jahrelang Mühe und Ideenreichtum investierte, wurde der anderen Familie ein großes Unternehmen mehr oder weniger in den Schoß gelegt. Die umfassende Studie zur Geschichte der Hertie-Warenhäuser beginnt mit der Gründung des Unternehmens, das damals eine außergewöhnliche Idee verwirklichte: ein umfangreiches Warenangebot unter einem Dach anzubieten. Der rasante Erfolg hielt bis zur Weltwirtschaftskrise 1929 an. Obwohl die Besitzer genügend Rücklagen hatten, um die schwierigen Jahre zu überstehen, begann kurz darauf die Naziherrschaft. Spätestens ab 1933/1934 wurden die Eigentümer immer mehr unter Druck gesetzt. Neue Gesetze und Auflagen machten den jüdischen Besitzern das Leben schwer, sie mussten Sonderabgaben leisten und konnten keine Kredite mehr bekommen. Der Unternehmer Georg Karg, unterstützt durch die damalige Gesetzgebung, die arischen Unternehmern viele Anreize bot, konnte das Kaufhaus günstig erwerben. Die eigentlichen Besitzer verloren auf diese Weise alles. Der genaue Hergang der Enteignung wird in diesem Buch detailliert dargestellt. Die Judenpolitik des Dritten Reiches ließ den jüdischen Unternehmern keine Chance. Anhand von Quellen wird die Situation klar und überzeugend dargelegt und bewiesen. Der Stil dieser Studie ist sehr wissenschaftlich. Alles ist gut dokumentiert, und zahlreiche Quellen und Fußnoten machen die Darstellung nachvollziehbar. Die Anmerkungen umfassen allein schon fünfzig Seiten. Der Text wird durch mehrere Bilder und Tabellen aufgelockert. Besonders interessant sind die Fotos aus dieser längst vergangenen Zeit. Abgerundet wird das Buch mit einem Literatur- und Personenverzeichnis. Fazit: Dieser Bericht über das Schicksal erfolgreicher jüdischer Geschäftsleute im Dritten Reich zeigt deutlich, welches Unrecht sie erleiden mussten und wie sich die Täter auch in den Folgejahren nie wirklich ihrer moralischen Verantwortung stellten. Sehr empfehlenswert, vor allem für Menschen, die sich für tiefgehende Informationen über dieses Unrecht interessieren.

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Verfolgt, „arisiert“, wiedergutgemacht?

von Johannes Bähr, Ingo Köhler

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