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Ocean State

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,2/2,3 cm

Gewicht

224 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Thomas Gunkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00757-6

Beschreibung

Rezension

Eine bewegende Tragödie über vier Frauen, für die der American Dream nur Illusion ist. Empathisch, tiefgründig und spannender als mancher Krimi. ("B5 "Neues vom Buchmarkt"")
Lesestoff, den man kaum aus der Hand legen mag. ("Westfalen-Blatt")
Stewart O’Nan fängt die untergründigen und unheimlichen Gefühlslagen und die Stumpfheit der Jugendlichen meisterlich ein. ("Die Rheinpfalz")
"Ocean State" ist ein fesselnder, bewegender Roman, der viel über die gesellschaftlichen Verwerfungen unserer Zeit erzählt. Stewart O’Nan kreiert eine intensive, emotional aufgeladene Atmosphäre. ("NDR Kultur")
Ein Roman über die dunklen und hellen Seiten von Hoffnung, unglaublich nah dran an seinen Figuren. ("Freundin")
Stewart O’Nan fängt die untergründigen und unheimlichen Gefühlslagen und die Stumpfheit der Jugendlichen meisterlich ein. ("Badische Zeitung")
Ein ruhig erzähltes Buch über Schwestern, Mütter und Töchter – und die schrecklichen Dinge, zu denen sie fähig sind. Und sei es aus Liebe. ("Aachener Zeitung")
O’Nan ist ein Meister der Figurenzeichnung. Er führt sie weder vor, noch liefert er sie aus. Er staffiert sie nicht, sondern gibt ihnen ein Gesicht – ein wahres Angesicht. ("Saarbrücker Zeitung")
Zwischen Lähmung und Aufbegehren: Stewart O'Nans Roman "Ocean State" führt eine zerstörte, alltägliche Lebenswelt vor, aus der es kein Entkommen gibt. ("Zeit Online")
O'Nan ist der Seismograph der abstürzenden weißen US-Mittelschicht. ("RBB Kulturradio")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

12.09.2023

Verlag

Rowohlt Taschenbuch

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

18,7/12,2/2,3 cm

Gewicht

224 g

Farbe

Lichtgrau / Anthrazit

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Thomas Gunkel

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-499-00757-6

Herstelleradresse

Rowohlt Taschenbuch
Kirchenallee 19
20099 Hamburg
DE

Email: produktsicherheit@rowohlt.de

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Wenn man nichts zu verlieren hat...

Elke aus Vaihingen an der Enz am 15.05.2022

Bewertungsnummer: 1712515

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rhode Island, der titelgebende „Ocean State“ in New England, kleinster Bundesstaat der USA. An der Küste die Luxusvillen der Superreichen, in den Kleinstädten Häuser, an denen die Farbe abblättert, die Blumen verwelkt sind, das Gras hüfthoch in den Vorgärten steht und die ausrangierten Hummerfallen vor sich hin rosten. Es sind diese Gegensätze, die gesellschaftlichen Verwerfungen, für die Stewart O’Nan ein Auge hat und sie in fast allen seiner Romane zum zugrunde liegenden Thema macht. So auch in seinem neuen Roman, der uns schon mit dem ersten Satz mitten hinein in die Story katapultiert: „Als ich im achten Schuljahr war, half meine Schwester dabei, ein anderes Mädchen zu töten.“ 2009, Ashaway, ein heruntergekommenes Haus nahe der stillgelegten Mühle. Neuer Wohnort der Olivieras. Carol, die alleinerziehende Mutter, arbeitet als Hilfspflegerin in einem Altenheim und lebt mit ihren Teenagertöchtern Angel und Marie in einem heruntergekommenen Haus draußen bei der alten Fabrik. Was ihre Männerbekanntschaften angeht, ist sie nicht sonderlich wählerisch, jeder einzelne stellt sich als Fehlgriff heraus. Auch wenn sie ihnen kein gutes Vorbild ist, liebt sie doch ihre Mädchen und sorgt für sie, würde ihnen gerne mehr bieten. Marie, die dreizehnjährige Erzählerin, fühlt sich als die Außenseiterin der Familie. Zu pummelig, zu unbeholfen, zu unbeliebt. Ganz anders Angel, ihre große Schwester, die sie vergöttert und die all das ist, was sie gern wäre. Groß, hübsch, beliebt und selbstbewusst. Angel wiederum macht sich keine Illusionen über ihre Zukunft. Zu schlecht sind ihre Startbedingungen, da bleibt nach dem Schulabschluss nur ein schlechtbezahlter Job, Mann und Kind. Kein Platz für Träume, ausgeschlossen ein gemeinsames Leben mit ihrem High School Sweetheart, dem Jungen aus reichem Hause, der das College besuchen, eine passende Frau finden und Angel vergessen wird. Myles, der sie bereits jetzt schon mit Birdy betrügt, die einen ähnlichen familiären Hintergrund wie Angel hat und alles daran setzt, Myles für sich zu gewinnen, womit die Tragödie ihren Lauf nimmt und nicht mehr aufzuhalten ist. Mit feinem Gespür für die Lebenssituation der vier Frauen erzählt O’Nan eine Geschichte von großen Erwartungen, enttäuschter Hoffnung, falschen Entscheidungen und der Gewissheit, dass auch in Amerika nicht jede Frau ihres Glückes Schmied ist. Einzig Myles bleibt blass, ist nur ein verwöhnter Schnösel. Es sind die beiden alternierenden Erzählstränge, die das Geschehene so eindringlich wirken lassen. Das Wissen um ein Leben ohne Perspektive, aus dem es kein Entkommen gibt, man nichts zu verlieren hat und deshalb alles riskieren kann. Eine Handlung, die wie der Blick auf einen Zug wirkt, der in hohem Tempo ungebremst auf ein Hindernis zurast, weil eine Weiche falsch gestellt wurde.

Wenn man nichts zu verlieren hat...

Elke aus Vaihingen an der Enz am 15.05.2022
Bewertungsnummer: 1712515
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Rhode Island, der titelgebende „Ocean State“ in New England, kleinster Bundesstaat der USA. An der Küste die Luxusvillen der Superreichen, in den Kleinstädten Häuser, an denen die Farbe abblättert, die Blumen verwelkt sind, das Gras hüfthoch in den Vorgärten steht und die ausrangierten Hummerfallen vor sich hin rosten. Es sind diese Gegensätze, die gesellschaftlichen Verwerfungen, für die Stewart O’Nan ein Auge hat und sie in fast allen seiner Romane zum zugrunde liegenden Thema macht. So auch in seinem neuen Roman, der uns schon mit dem ersten Satz mitten hinein in die Story katapultiert: „Als ich im achten Schuljahr war, half meine Schwester dabei, ein anderes Mädchen zu töten.“ 2009, Ashaway, ein heruntergekommenes Haus nahe der stillgelegten Mühle. Neuer Wohnort der Olivieras. Carol, die alleinerziehende Mutter, arbeitet als Hilfspflegerin in einem Altenheim und lebt mit ihren Teenagertöchtern Angel und Marie in einem heruntergekommenen Haus draußen bei der alten Fabrik. Was ihre Männerbekanntschaften angeht, ist sie nicht sonderlich wählerisch, jeder einzelne stellt sich als Fehlgriff heraus. Auch wenn sie ihnen kein gutes Vorbild ist, liebt sie doch ihre Mädchen und sorgt für sie, würde ihnen gerne mehr bieten. Marie, die dreizehnjährige Erzählerin, fühlt sich als die Außenseiterin der Familie. Zu pummelig, zu unbeholfen, zu unbeliebt. Ganz anders Angel, ihre große Schwester, die sie vergöttert und die all das ist, was sie gern wäre. Groß, hübsch, beliebt und selbstbewusst. Angel wiederum macht sich keine Illusionen über ihre Zukunft. Zu schlecht sind ihre Startbedingungen, da bleibt nach dem Schulabschluss nur ein schlechtbezahlter Job, Mann und Kind. Kein Platz für Träume, ausgeschlossen ein gemeinsames Leben mit ihrem High School Sweetheart, dem Jungen aus reichem Hause, der das College besuchen, eine passende Frau finden und Angel vergessen wird. Myles, der sie bereits jetzt schon mit Birdy betrügt, die einen ähnlichen familiären Hintergrund wie Angel hat und alles daran setzt, Myles für sich zu gewinnen, womit die Tragödie ihren Lauf nimmt und nicht mehr aufzuhalten ist. Mit feinem Gespür für die Lebenssituation der vier Frauen erzählt O’Nan eine Geschichte von großen Erwartungen, enttäuschter Hoffnung, falschen Entscheidungen und der Gewissheit, dass auch in Amerika nicht jede Frau ihres Glückes Schmied ist. Einzig Myles bleibt blass, ist nur ein verwöhnter Schnösel. Es sind die beiden alternierenden Erzählstränge, die das Geschehene so eindringlich wirken lassen. Das Wissen um ein Leben ohne Perspektive, aus dem es kein Entkommen gibt, man nichts zu verlieren hat und deshalb alles riskieren kann. Eine Handlung, die wie der Blick auf einen Zug wirkt, der in hohem Tempo ungebremst auf ein Hindernis zurast, weil eine Weiche falsch gestellt wurde.

fesselndes Lesevergnügen

Edith Berger am 03.04.2022

Bewertungsnummer: 1688309

Bewertet: eBook (ePUB 3)

Während Angels Freund Myles in wohlhabenden Verhältnissen aufwächst, lebt Angel mit ihrer Schwester Marie bei ihrer alleinerziehenden Mutter in prekären Umständen. Geldknappheit, Zuviel Alkohol und wechselnde Männerbekanntschaften sind für die Mädchen allgegenwärtig. Während sich Angels kleine Schwester mit Junkfood tröstet, findet Angel eine gewisse Stabilität bei ihrem Freund Myles. Als sie dahinter kommt, dass Myles heimlich auch mit Birdy, einer Schulkollegin herummacht, gerät das filigrane Sicherheitsgefühl ins Rutschen.

fesselndes Lesevergnügen

Edith Berger am 03.04.2022
Bewertungsnummer: 1688309
Bewertet: eBook (ePUB 3)

Während Angels Freund Myles in wohlhabenden Verhältnissen aufwächst, lebt Angel mit ihrer Schwester Marie bei ihrer alleinerziehenden Mutter in prekären Umständen. Geldknappheit, Zuviel Alkohol und wechselnde Männerbekanntschaften sind für die Mädchen allgegenwärtig. Während sich Angels kleine Schwester mit Junkfood tröstet, findet Angel eine gewisse Stabilität bei ihrem Freund Myles. Als sie dahinter kommt, dass Myles heimlich auch mit Birdy, einer Schulkollegin herummacht, gerät das filigrane Sicherheitsgefühl ins Rutschen.

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