Die Usurpation der Zenobia. Machtergreifung einer palmyrenischen Herrscherin in der Provinz Syria
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Produktdetails
Format
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Nein
Erscheinungsdatum
13.03.2023
Verlag
GRINSeitenzahl
23 (Printausgabe)
Dateigröße
550 KB
Sprache
Deutsch
EAN
9783346831668
Die im Anschluss näher beleuchtete Kontroversität von Quellen wie der Historia Augusta (HA) ist hierbei nur einer von vielen Faktoren, der dem vorliegenden Forschungsthema Bedeutung verleiht. Doch nicht nur Zenobia an sich lenkt immer wieder die Aufmerksamkeit der Forschung auf sich und stahlt damit Bedeutung aus. Sowohl ihr Herrschersitz Palmyra als auch die Provinz Syria, in der sich die Stadt befand, waren einerseits durch ihre Funktion im Fernhandel mit dem Orient und den damit erlangten Reichtum, andererseits durch ihre territorial-politische Bedeutung an der Grenze zwischen den Imperien der Römer und Parther ("inter duo imperia") eine der wichtigsten Regionen der römischen Reichspolitik des 3. Jh.
"Große Frauen aus dem Bereich des politischen Lebens sind im Altertum keine häufige Erscheinung." So lauten die Anfangsworte des Werkes Große Frauen des Altertums von Ernst Kornemann. Und dennoch ist es nicht zu leugnen, dass es sie gab. Eines der wohl prominentesten Beispiele hierfür war und ist die palmyrenische Königin und potenzielle Usurpatorin Septimia Zenobia, die im 3. Jh., nachdem sie die Macht ihres ermordeten Mannes Septimius Odaenathus im Namen ihres noch minderjährigen Sohnes und eigentlichen Thronfolgers Vaballathus vormundschaftlich übernahm, weite Teile Syriens sowie der umliegenden Provinzen durch ihre expansive Politik unter ihre Kontrolle brachte und sogar den Kaisertitel beanspruchte. Durch dieses offensive und aggressive Handeln forderte sie den römischen Kaiser Aurelian gewissermaßen heraus und erntete bald darauf, was sie gesät hatte: Aurelian marschierte mit seinen Truppen gen Osten und setzte der Herrschaft Zenobias zuerst in den eroberten Gebieten und schließlich in ihrer Heimat- und Herrscherstadt Palmyra ein Ende. Doch ist es nicht der Untergang des sog. palmyrenischen Teil- bzw. Sonderreichs, der im Fokus dieser Arbeit stehen soll, sondern dessen Aufstieg.
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