„Hat man dir etwas über mich berichtet?“
„Nein, rein gar nichts. Ich kenne nicht einmal Euren Namen, mein Herr.“
„Dante“, erwidert er schlicht. „Ich heiße Dante.“
Von ihrem Onkel verkauft, landet die junge und blinde Sängerin Dana auf dem italienischen Anwesen eines geheimnisvollen Mannes. Obwohl er behauptet, ihr Ehemann zu sein, hält er sie auf Distanz, demütigt sie. Danas Drang, das Geheimnis um seine Person zu lüften, wächst mit jedem Tag. Wer ist Dante in Wahrheit und weshalb hat er sich vom gesellschaftlichen Leben abgewandt? Warum besteht er darauf, sie zu unterrichten, obwohl er sie gleichzeitig zutiefst verachtet? Als Danas Ruhm wächst, fordert Dante alles von ihr. Wird sie sich für ihn aufgeben?
Er hasst mich am Tage und tröstet mich nachts.
Bei diesem Buch handelt es sich um eine Besonderheit: Dank zahlreicher kleiner Filme, die Sie mittels in den Text eingefügter QR-Codes öffnen können, tauchen Sie so tief wie nie zuvor ins Geschehen ein. Gehen Sie auf die Reise mit "Lesen mit allen Sinnen"!
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Dear_Silvershadow
aus Ditzingen
4/5
03.07.2025
Buch (Taschenbuch)
Ein sinnliches Leseerlebnis voller Geheimnisse und Gefühl
„Dante und der Ruf der Nachtigall“ war für mich eine echte Überraschung. Ich wusste vorher gar nicht, was es mit diesem „Lesen mit allen Sinnen“-Konzept auf sich hat – und ehrlich gesagt, war ich erstmal skeptisch. Aber es hat richtig gut funktioniert. Diese eingebauten QR-Codes, die zu Musikstücken oder kurzen Videos führen, haben der Geschichte eine ganz besondere Tiefe gegeben. Gerade die Szenen mit klassischer Musik, wie z. B. Sposa son disprezzata, waren für mich Gänsehaut-Momente. Und es war schön, der Autorin auch mal selbst in einem Video zu begegnen – das macht alles irgendwie persönlicher.
Die Geschichte selbst hat mich direkt gepackt. Dana, eine blinde, junge Frau mit einer wunderbaren Stimme, wird von ihrer eigenen Familie verkauft. Allein das hat mich schon richtig getroffen. Dann landet sie auf dem Anwesen von Dante, einem Mann, der so geheimnisvoll und unnahbar ist, dass man gar nicht weiß, was man von ihm halten soll. Er behauptet, ihr Ehemann zu sein, hält sie aber komplett auf Abstand – keine Berührungen, keine Erklärungen. Gleichzeitig kümmert er sich um sie, unterrichtet sie im Gesang, ist nachts plötzlich zärtlich, wenn sie weint. Ich wusste oft selbst nicht, ob ich ihn mögen oder fürchten soll. Genau das hat die Spannung ausgemacht.
Dana selbst mochte ich sehr. Sie ist unsicher, manchmal ein bisschen naiv, aber man merkt schnell, dass sie einfach traumatisiert ist. Ihre Blindheit sorgt dafür, dass man als Leserin ganz anders durch die Geschichte geht – viel mehr über Geräusche, Gefühle, Stimmungen. Ich konnte mich richtig gut in sie hineinversetzen. Gleichzeitig war ich manchmal auch frustriert, weil sie Dinge nicht erkannt hat, die für mich als Leserin irgendwie klar waren. Aber das macht sie auch realistisch.
Was mich besonders bewegt hat, waren die Flashbacks. Immer wieder hat Dana Erinnerungsfetzen oder Albträume, und man ahnt, dass da etwas ganz Schlimmes passiert sein muss. Diese Szenen haben mich nicht nur neugierig gemacht, sondern auch emotional richtig mitgenommen. Vor allem, weil Dante so sehr darauf fixiert ist, herauszufinden, was sie träumt. Ich hab mich oft gefragt: Will er ihr helfen – oder braucht er diese Wahrheit für sich selbst?
Was mir auch gefallen hat: der Schreibstil. Junia Swan schreibt sehr bildhaft und einfühlsam, ohne kitschig zu werden. Ich konnte mir alles super vorstellen, habe beim Lesen richtig mitgefühlt – und oft auch mitgelitten. Die Geschichte hat eine ruhige, fast melancholische Atmosphäre, die aber nie langweilig wird. Man wird mitgezogen, Seite für Seite.
Natürlich gibt’s auch Dinge, die mich gestört haben. Dante war manchmal so verschlossen, dass ich ihn einfach schütteln wollte. Und Dana hätte manchmal ruhig ein bisschen mehr hinterfragen können. Aber irgendwie passt das auch – sie sind beide schwer gezeichnet von ihrer Vergangenheit, und ihre Entwicklung geschieht langsam, leise, mit viel Gefühl.
Das Ende hat mich sehr bewegt. Ich war so drin in der Geschichte, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte – es hat mich sogar beim Essen begleitet. Als es vorbei war, musste ich erst mal durchatmen. Es war düster, intensiv, emotional – aber auch wunderschön.
Für mich ist es ein Buch, das nicht jeder mögen wird. Es ist speziell, keine leichte Kost, aber eben auch etwas ganz Besonderes. Und deshalb gibt es von mir ganz klar 4 Sterne – mit einem extra Sternchen im Herzen für das Gefühl, das es bei mir hinterlassen hat.
Bewertung
4/5
01.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender historischer Liebesroman
Dana ist eine blinde junge Frau, welche mit einer schönen Stimme für Oper begabt ist. Sie wohnt mit ihrem Onkel und ihrer Tante zusammen, bis sie sie verkaufen für eine Nacht an den Höchstbietenden.
Dante hat eine schlimme Vergangenheit hinter sich und scheint immer so unantastbar und kaltherzig. Jedoch gibt es eine Person, die sein Herz erwärmen kann und er rettet sie. Er nimmt sie mit auf sein Grundstück und unterrichtet sie im Singen.
Der Schreibstil ist sehr anschaulich und mir gefällt auch, dass ich mich in Dana sehr gut hineinversetzen kann. Mir gefällt es sehr aus der Sicht einer blinden zu lesen und zu erfahren, wie eine blinde Person ihr Umfeld wahrnimmt.
Mir gefällt Dana in der Geschichte sehr, jedoch scheint es mir manchmal, als könnte sie 1 und 1 nicht zusammenzählen, was mich manchmal gestört hat. Dante hingegen fand ich manchmal sehr frustrierend, wie sehr er sich vor Dana verschloss. Auch seine Agressionsprobleme haben ihn unsympathisch gemacht.
Mir gefällt vor allem die Originalität der Geschichte und ich finde die Geschichte ist großartig umgesetzt.
Der Einstieg ist flüssig und man taucht direkt in die Geschichte ein und es geht auch direkt spannend los und es bleibt spannend bis zum Schluss.
Es ist eine aufwühlende, emotionale und spannende Geschichte und ich kann sie jedem ans Herz legen.
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