In Berlin werden in einem alten Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg die Leichen einer Familie gefunden. Parallel dazu werden in Norddeutschland Menschen brutal in ihrem Zuhause ermordet, gefesselt an einen Sessel und mit einer blutenden toten Taube auf dem Schoß.
Lykke Teit wird aus Kopenhagen nach Flensburg geholt, um Rudi Lehmanns Team bei den Ermittlungen zu helfen und die länderübergreifende Polizeiarbeit zu stärken. Wie hängen der Leichenfund und die Mordserie zusammen? Dieser Frage geht das Ermittlerduo auf den Grund. Der Fall entpuppt sich als überraschend persönlich für Rudi. Es beginnt ein Wettlauf mit der Zeit, denn der Täter ist noch auf freiem Fuß und hat bereits sein nächstes Opfer im Visier.
Während Rudi und Lykke ihre Freundschaft weiter vertiefen, hat Lykke immer noch mit dem Verlust ihrer Tochter Gry zu kämpfen. Auch Rudi muss sich seiner Vergangenheit stellen. Hochspannend und voller Wendungen, zieht auch der zweite Band seine Leserinnen und Leser sofort in den Bann.
Kundinnen und Kunden meinen
4.4/5.0
175 Bewertungen
5 Sterne
4 Sterne
3 Sterne
2 Sterne
1 Sterne
(0)
„Teit und Lehmann. Das famose…
sleepwalker am 26.08.2024
Bewertungsnummer: 3010923
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
„Teit und Lehmann. Das famose dänisch-deutsche Gespann und gute Beispiel für grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit.“ Das könnte die Überschrift für „Taubenschlag“ sein, den zweite Krimi des dänischen Autors Dennis Jürgensen aus der Reihe „Teit und Lehmann ermitteln“. Zwar fand ich das Buch nicht so spannend wie sein Vorgänger „Gezeitenmord“, für mich war viel zu früh klar, wer hinter den Morden steckt. Aber die Geschichte ist vielschichtig, gut ausgearbeitet und wartet mit zwei sehr unterschiedlichen Ermittlern auf, die hervorragend miteinander harmonieren. Aber von vorn. „Irgendwo über uns stand die Mauer. Wir sind im alten Ostberlin runtergegangen, jetzt sind wir in Westberlin.“ Beim Kartieren eines bis dahin unbekannten unterirdischen Bunkers finden zwei Mitarbeiter von Bunker Protocol die Leichen eines Ehepaars und dessen kleiner Tochter. Die drei Toten lagen schätzungsweise rund 40 Jahre im Bunker, vermutlich waren sie auf der Flucht in den Westen. Kurze Zeit später wird in Norddeutschland eine alte Frau erschossen aufgefunden. Sie wurde vor ihrem Tod gefoltert und an den Sessel gefesselt erschossen Es findet sich noch ein weiteres makabres Detail am Tatort: auf ihrem Schoß liegt eine tote Taube. Der Fall wird Rudi Lehmann übertragen, im Rahmen von CEPOL (Collège européen de police, diese fördert die europäische Polizeizusammenarbeit durch Ausbildung über die Landesgrenzen hinweg) wird die Kopenhagener Kriminalassistentin Lykke Teit vier Monate nach ihrer ersten Zusammenarbeit wieder an ihn „ausgeliehen“. Kurz darauf wird ein älterer Mann ebenfalls erschossen an einen Sessel gefesselt aufgefunden. Auch bei ihm liegt eine Taube. Als Lykke bei ihren eigenmächtigen Ermittlungen spät abends in einem der Opfer-Häuser beinahe zu Tode kommt, wird der Fall „doppelt so ernst“ und den Ermittlern droht die Zeit davon zu laufen. Hängen die Morde zusammen und handelt es sich beim Täter um einen Serienmörder? Der Schreibstil von Dennis Jürgensen ist flüssig und nah am Leser. Einige handwerkliche Fehler in der Übersetzung fielen mir (berufsbedingt) auf, so ist die Mehrzahl von Schublade zum Beispiel ganz sicher nicht Schubläden und das/dass-Fehler finde ich schlicht ärgerlich. Fertig gemeckert, denn abgesehen davon gibt es keine Kritikpunkte. Inhaltlich kann der Krimi bei mir vor allem durch Komplexität auf mehreren Ebenen punkten. (DDR-) Vergangenheit trifft auf aktuelle Morde, wobei natürlich eine Verstrickung der Stasi nicht auszuschließen ist. Lykke Teit kämpft mit ihrer eigenen Vergangenheit, da sie schwer mit dem Verlust ihrer Tochter Gry zu kämpfen hat, die vor fünf Jahren durch den Angriff eines Kampfhundes zu Tode kam. Jetzt glaubt ihr ex Mann Thomas den Halter des Pitbull Terriers gesehen zu haben und reißt alte Wunden wieder auf. Und auch Rudi Lehmann sieht sich plötzlich mit seiner eigenen familiären Vergangenheit konfrontiert. Die Charaktere und auch die Schauplätze sind sehr gut und anschaulich beschrieben. Lykke und Rudi sind ein interessantes Ermittler-Paar, das, nicht zuletzt wegen des großen Altersunterschiedes, der kulturellen Unterschiede und ihrer eigenen familiären Hintergründe eine ganz spezielle zwischenmenschliche Dynamik hat. Als erfahrener und langjähriger Krimileser wusste ich zwar schon sehr früh, wer der Mörder ist und der Autor verzichtet dahingehend auch weitgehend auf Überraschungen. Die Ermittlungen fand ich dennoch sehr spannend, vor allem, da das Motiv hinter den Taten lange unklar ist. Dadurch fand ich den Krimi überaus unterhaltsam und lesenswert. Da es erst der zweite Teil der Reihe ist, kann man das Buch problemlos ohne Vorkenntnisse lesen. Ich kann den ersten Band „Gezeitenmord“ aber allen ans Herz legen, die gerne vielschichtige und gut erzählte Krimis mit menschlichen und nahbaren Ermittlern mögen. Diesen empfehle ich natürlich auch „Taubenschlag“, ich habe das Buch sehr gern gelesen und vergebe fünf Sterne.
Die Reihe werde ich weiterlesen
PMelittaM aus Köln am 04.01.2024
Bewertungsnummer: 2101861
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
In Berlin finden Mitarbeiter von Berlin Bunker Protocol in einem gerade wieder entdeckten Bunker drei Leichen. Eine dänische Kommissarin wird von ihrem Ex-Ehemann darüber informiert, dass er den Mörder der gemeinsamen Tochter gesehen hat. In der Nähe von Lübeck findet sich ein Mann an einen Stuhl gefesselt vor. In Flensburg wird die Leiche einer alten, offensichtlich ermordeten, Frau gefunden.
Diese vier Szenen eröffnen den Roman. Was sie miteinander zu tun haben, wird man im Laufe des Romans erfahren. Mich haben sie jedenfalls direkt neugierig gemacht, auch, weil der Autor mich direkt in das Geschehen hineinzuziehen konnte. Nicht nur die Situation im Bunker wirkt sehr bedrückend, auch die Gedanken des gefesselten Mannes, die Reaktionen der Kommissarin sowie die Eindrücke der Ermittler in Flensburg werden so gut geschildert, dass ich unbedingt weiterlesen wollte. Das habe ich bei Kriminalromanen nicht mehr allzu oft, weswegen ich meinen Konsum dieses Genres außerhalb des historischen Bereichs auch deutlich verringert habe.
Interessant und mir schnell sympathisch sind auch die beiden Protagonist:innen. Für mich war das der erste Band der Reihe, tatsächlich ist es bereits der zweite, ich hatte deswegen keine Verständnisprobleme, wurde aber natürlich neugierig auf den Vorgängerband. Es handelt sich um ein länderübergreifendes Ermittlerduo. Lykke Teit, die bereits oben erwähnte dänische Kommissarin wird zu dem Fall im Rahmen des CEPOL, eines Programms zur europäischen Zusammenarbeit, hinzugezogen, nachdem sie bereits einmal mit dem leitenden Ermittler in Flensburg, Rudi Lehmann, erfolgreich zusammengearbeitet hat, nämlich in „Gezeitenmord“, dem ersten Band der Reihe. Lykke und Rudi sind einerseits recht verschieden, andererseits passen sie sehr gut zueinander, harmonieren perfekt, was ich erfrischend finde.
Überraschenderweise taucht auch der Täter bereits frühzeitig auf, sogar namentlich, wobei lange nicht sicher ist, ob es sich um seinen echten Namen handelt. Sein Motiv wird dadurch auch relativ schnell klar, allerdings nicht die Hintergründe, die gilt es auch für die Leser:innen noch zu klären. So bleibt es weiterhin spannend, zumal auch nicht alles so glatt läuft, wie es geplant wurde.
Am Ende habe ich den Roman zufrieden zugeklappt, er hat für mich gehalten, was er mir versprochen hat, Band 1 habe ich mir mittlerweile bereits gekauft.
Die dänisch-deutsche Zusammenarbeit des Ermittlerduos hat mir gut gefallen, ebenso wie die beiden selbst, der Fall ist interessant und spannend, und wird zufriedenstellend aufgelöst. Ich freue mich auf weitere Bände der Reihe.
Kurze Frage zu unserer Seite
Vielen Dank für Ihr Feedback
Wir nutzen Ihr Feedback, um unsere Produktseiten zu verbessern. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir Ihnen keine Rückmeldung geben können. Falls Sie Kontakt mit uns aufnehmen möchten, können Sie sich aber gerne an unseren Kund*innenservice wenden.