Colorado-Territorium, 1862: Der Start in ihr neues Leben im Wilden Westen ist gründlich missglückt: Nach einem Überfall auf ihre Postkutsche steht Greta Nilsson mit ihrer kleinen Schwester Astrid völlig mittellos da. Zu allem Überfluss stellt sich auch noch heraus, dass der wohlhabende ältere Herr, den Greta über eine Heiratsannonce kennengelernt hatte, auf tragische Weise ums Leben gekommen ist. Was soll sie nun tun - ohne Geld, ohne Ehemann, mit ihrer kranken Schwester -, im unzivilisierten Goldgräberstädtchen Fairplay?
Zu Gretas Überraschung bietet der gutaussehende Rancher Wyatt McQuaid ihr einen Ausweg aus ihrer misslichen Lage an, der mehr als fair zu sein scheint: Er heiratet sie und gibt ihr und Astrid ein sicheres Zuhause inmitten der Weiten der Prärie. Dafür unterstützt sie ihn bei der Arbeit auf der Farm. Was er Greta allerdings verschweigt: Der Bürgermeister des Ortes hat Wyatt zu einem Handel gedrängt: Wenn er Greta heiratet und hilft, Fairplay zu einem familienfreundlichen Ort zu machen, erhält er finanzielle Unterstützung beim Aufbau seiner Rinderzucht. Ist ein glücklicher Neuanfang unter diesen Umständen wirklich möglich?
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Leise, romantische Liebesgeschichte über eine Vernunftehe
smillas_bookworld aus Rheinland Pfalz am 17.06.2023
Bewertungsnummer: 1963062
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
Jody Hedlund gehört schon seit vielen Jahren zu einer meiner Lieblingsautorinnen und hat mich mit „Damit mein Leben neu beginnt“ ins Colorado-Territorium um 1862 mitgenommen. Ich begleitete Greta und ihre sehr viel jüngere und altkluge Schwester Astrid, die an einem schweren Lungenleiden erkrankt ist. Die Sorge um das Mädchen ist nicht der einzige Grund, der Greta bewogen hat, die weite Reise in ein milderes Klima auf sich zu nehmen, in der Hoffnung, dass es den Husten bessert. In ihrem Gepäck befindet sich außerdem die Zusage eines Herrn, sie nach ihrer Ankunft in Fairplay zu heiraten. Doch dieser ist zwischenzeitlich verstorben. Rancher Wyatt McQuaid lässt sich dazu überreden, Greta das Ja-Wort und ein Dach über dem Kopf zu geben.
Wie die beiden ihr Leben auf der abseits gelegenen Ranch bestreiten – Wyatt mit seiner Rinderzucht und Greta mit dem Haushalt, dem Versorgen von Astrid und dem Erzielen von Einnahmen durch den Verkauf von Marmelade sowie Gebäck – klingt zwar wenig aufregend, dennoch hat mich ihr kleiner Mikrokosmos fesseln können. Denn es läuft nicht alles reibungslos ab und beide sehen sich mit verschiedenen Herausforderungen und unverhofften Überraschungen konfrontiert, die ihrem Leben eine neue Wendung geben (könnte). Beide müssen irgendwie zusammenfinden und lernen, die Entscheidung, die sie füreinander getroffen haben, zu akzeptieren und Gott zu vertrauen – was gar nicht so leicht ist. Ich hätte noch ewig weiterlesen können, vor allem, weil die Autorin mit dem letzten Kapitel des Romans den Weg für Band zwei ebnet. Ein gelungener Schachzug, denn den erwarte ich nun umso neugieriger.
Große Veränderungen in unserem Leben können eine zweite Chance sein. (Harrison Ford)
Dreamworx aus Berlin am 11.06.2023
Bewertungsnummer: 1958974
Bewertet: Buch (Taschenbuch)
1862 Colorado. In der Hoffnung, dass die Gesundheit ihrer jüngeren Schwester sich mit einer Luftveränderung bessert, macht sich Greta Nilson mit Astrid auf den Weg in den Westen, wo sie einen Unbekannten heiraten wird. Aber die Reise steht unter keinem guten Stern, denn bei einem Überfall auf ihre Postkutsche verlieren sie all ihr Geld, und dann bekommt Greta auch noch die Information, dass ihr potenzieller Ehemann verstorben ist. Die Hoffnung auf einen Neuanfang rückt in weite Ferne, da die Goldgräberstadt Fairplay Frauen keine Möglichkeit gibt, auf anständige Weise ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Als Greta vom Ranchbesitzer Wyatt McQuaid unerwartet einen Heiratsantrag bekommt, nimmt sie da Angebot an, um sich und ihre Schwester versorgt zu wissen. Wie wird Greta wohl reagieren, wenn sie erfährt, dass Wyatt sie nur aufgrund eines Deals mit dem Bürgermeister geheiratet hat, um seine Rinderaufzucht zu finanzieren? Werden sich die beiden trotzdem näher kommen?
Jody Hedlund hat mit „Damit mein Leben neu beginnt“ einen sehr unterhaltsamen historischen Auftaktband ihrer neuen Colorado-Cowboys-Buchreihe vorgelegt, der den Leser mit einer Zeitreise in den Wilden Westen entführt und einer jungen Frau auf eine abenteuerliche Reise begleitet. Der flüssige und gefühlvolle Erzählstil nimmt den Leser sofort für sich ein, der sich schnell an Gretas Seite wiederfindet und ihr bei ihren Unternehmungen über die Schulter schaut. Greta wagt sich auf unbekanntes Terrain, indem sie sich mit ihrer kleinen Schwester auf die Reise macht, um einen Unbekannten zu ehelichen und ihrer Schwester eine Luftveränderung zur Besserung ihres Leidens zu ermöglichen. Die große Verantwortung, die bereits auf Gretas Schultern lastet, wird durch die gefährliche Reise noch vergrößert, die sie in ihrer Notlage zu schnellen Entscheidungen zwingt. Mit Wyatt hat Greta es eigentlich gut getroffen, wären da nicht die unausgesprochenen Wahrheiten und Geheimnisse, die alles ins Wanken bringen könnten. Wyatts Nachbar ist ein skrupelloser Kerl, dem es egal ist, wen er in Gefahr bringt, Hauptsache, er bekommt seinen Willen. Er macht Wyatt und Greta das Leben schwer, beide lassen sich jedoch nicht davon beirren, ihren Weg weiter zu verfolgen. Etwas mehr Offenheit einander gegenüber hätte beiden gut getan und so manche Situation entschärft. Die farbenfrohen Beschreibungen der Autorin lassen das Kopfkino beim Leser anspringen, während die Spannung innerhalb der Handlung immer weiter steigt, was vor allem an den immer wieder eingestreuten überraschenden Wendungen liegt. Der christliche Aspekt wurde unaufgeregt in die Handlung mit eingeflochten, der Gottvertrauen, Vergebung, Hoffnung und Vertrauen in sich selbst zum Thema macht.
Die Charaktere sind liebevoll ausgestaltet und mit Leben versehen, ihre glaubwürdigen Ecken und Kanten bringen sie dem Leser nahe, der keinen Schritt von deren Seite weicht, um ihr Schicksal zu verfolgen. Greta ist eine verantwortungsvolle und hilfsbereite Frau, die schon einiges erlebt hat. Mutig, mitfühlend und warmherzig packt sie überall mit an und umsorgt ihre kleine Schwester wie eine Mutter. Astrid ist zwar krank, aber trotzdem hat sie ihre Fröhlichkeit nicht verloren, mit denen sie durchs Leben geht. Wyatt ist ein offener, fleißiger Mann mit Verantwortungsgefühl. Er hat zwar seine Geheimisse, jedoch sind ihm Gewalt und Unehrlichkeit ein Gräuel. Für seine Familie würde er alles tun. Wyatts Freund Judd ist ein lieber, angenehmer Kerl, der schon einiges durchleben musste und auf den immer Verlass ist.
„Damit mein Leben neu beginnt“ verzaubert den Leser mit einer ebenso wunderbaren wie unterhaltsamen historischen Wild-West-Story gepaart mit Familiengeschichte und einer aufkommenden Liebesgeschichte. Absolute Leseempfehlung für spannende und gefühlvolle Lesestunden.
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