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Meine Schwester »Dieses Buch hat alles, was wir uns von einem Buch wünschen« WDR 4 Bücher

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,4 cm

Gewicht

273 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00521-9

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

17.08.2023

Verlag

Kiepenheuer & Witsch

Seitenzahl

320

Maße (L/B/H)

19/12,5/2,4 cm

Gewicht

273 g

Farbe

Weiß / Grau

Auflage

3. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-462-00521-9

Herstelleradresse

Kiepenheuer & Witsch GmbH
Bahnhofsvorplatz 1
50667 Köln
DE

Email: produktsicherheit@kiwi-verlag.de

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Sehr berührend!

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 12.02.2024

Bewertungsnummer: 2129080

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

MEINE SCHWESTER Bettina Flitner TW: Depression, Suizid „Wir waren zu zweit durch diese Wüste gegangen, meine Schwester und ich. Zu zweit gewandert durch diese erschöpfende Weite. Zu Beginn war der Winkel zwischen unseren Wegen kaum sichtbar, kaum messbar gewesen. Aber er wurde doch größer mit jedem Schritt. Mit jedem Schritt entfernten wir uns mehr voneinander. Meine Schwester wählte die Liebe, ich die Achtung“. (S. 176/177) Abends um 20 Uhr kam der Anruf: Susanne, ihre große Schwester ist tot, sie hat sich im Badezimmer erhängt. Wie kann das sein? Sie hatten sich doch damals, nach dem Freitod der Mutter geschworen, dem anderen Bescheid zu geben, sollte sich irgendwann auch mal einer von ihnen umbringen wollen. Vielleicht hatte Susanne auch Bescheid gegeben? Tinas Telefon hatte ja zuvor geklingelt und sie hatte auch den Namen ihrer Schwester auf dem Display gesehen - nur angenommen hatte sie den Anruf nicht. Sie hatte keine Zeit für ihre Schwester - für ein Gespräch das wieder mindestens eine Stunde über ihre Ängste und Depressionen dauern würde. Und jetzt war es zu spät. In Rückblicken erfahren wir die Familiengeschichte der Autorin. Lernen ihre Eltern kennen, die es mit der Aufsichtspflicht nicht immer so ganz genau nehmen und deren Affären wichtiger sind, als den Mädchen ein Abendessen zu kochen. Treffen die Großeltern, die aus ihren zugewiesenen Rollen der 70er-Jahre nicht ausbrechen können und bei denen man sich entscheiden muss, ob man Liebe oder Achtung bekommen möchte. Doch die Mädchen halten zusammen und sind ein Team, bis sich irgendwas ändert. Die autobiografische Geschichte von Bettina Flitner hat mich sehr berührt. Ich habe das Buch in 1½ Tagen gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Wunderschöne Sätze haben mich durch diese traurige Geschichte getragen, den Vergleich mit den Raben während der Depressionsschübe der Mutter fand ich wunderschön. Diverse Male hatte ich Flashbacks - zu schön sind diese kleinen Beschreibungen von Süßigkeiten, Zeitschriften und den typischen Lebenssituationen in den 70er-Jahren. Fazit: Ein faszinierendes Buch, das man gelesen haben muss. Traurig und wunderschön. 5/ 5

Sehr berührend!

hamburg.lesequeen aus Bargfeld-Stegen am 12.02.2024
Bewertungsnummer: 2129080
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

MEINE SCHWESTER Bettina Flitner TW: Depression, Suizid „Wir waren zu zweit durch diese Wüste gegangen, meine Schwester und ich. Zu zweit gewandert durch diese erschöpfende Weite. Zu Beginn war der Winkel zwischen unseren Wegen kaum sichtbar, kaum messbar gewesen. Aber er wurde doch größer mit jedem Schritt. Mit jedem Schritt entfernten wir uns mehr voneinander. Meine Schwester wählte die Liebe, ich die Achtung“. (S. 176/177) Abends um 20 Uhr kam der Anruf: Susanne, ihre große Schwester ist tot, sie hat sich im Badezimmer erhängt. Wie kann das sein? Sie hatten sich doch damals, nach dem Freitod der Mutter geschworen, dem anderen Bescheid zu geben, sollte sich irgendwann auch mal einer von ihnen umbringen wollen. Vielleicht hatte Susanne auch Bescheid gegeben? Tinas Telefon hatte ja zuvor geklingelt und sie hatte auch den Namen ihrer Schwester auf dem Display gesehen - nur angenommen hatte sie den Anruf nicht. Sie hatte keine Zeit für ihre Schwester - für ein Gespräch das wieder mindestens eine Stunde über ihre Ängste und Depressionen dauern würde. Und jetzt war es zu spät. In Rückblicken erfahren wir die Familiengeschichte der Autorin. Lernen ihre Eltern kennen, die es mit der Aufsichtspflicht nicht immer so ganz genau nehmen und deren Affären wichtiger sind, als den Mädchen ein Abendessen zu kochen. Treffen die Großeltern, die aus ihren zugewiesenen Rollen der 70er-Jahre nicht ausbrechen können und bei denen man sich entscheiden muss, ob man Liebe oder Achtung bekommen möchte. Doch die Mädchen halten zusammen und sind ein Team, bis sich irgendwas ändert. Die autobiografische Geschichte von Bettina Flitner hat mich sehr berührt. Ich habe das Buch in 1½ Tagen gelesen und konnte es kaum zur Seite legen. Wunderschöne Sätze haben mich durch diese traurige Geschichte getragen, den Vergleich mit den Raben während der Depressionsschübe der Mutter fand ich wunderschön. Diverse Male hatte ich Flashbacks - zu schön sind diese kleinen Beschreibungen von Süßigkeiten, Zeitschriften und den typischen Lebenssituationen in den 70er-Jahren. Fazit: Ein faszinierendes Buch, das man gelesen haben muss. Traurig und wunderschön. 5/ 5

Bettina Flitner entrscheidet sich...

Bewertung am 18.09.2023

Bewertungsnummer: 2024788

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bettina Flitner entrscheidet sich nach dem Suizid ihrer Schwester, ihre Trauer in einem Buch zu verarbeiten und ihre Lebengeschichte zu erzählen. Ein einzigartiger Roman, sehr nüchtern erzählt über Schwesternschaft und die Frage: Welche Erinngerungen bleiben wenn man geht?

Bettina Flitner entrscheidet sich...

Bewertung am 18.09.2023
Bewertungsnummer: 2024788
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bettina Flitner entrscheidet sich nach dem Suizid ihrer Schwester, ihre Trauer in einem Buch zu verarbeiten und ihre Lebengeschichte zu erzählen. Ein einzigartiger Roman, sehr nüchtern erzählt über Schwesternschaft und die Frage: Welche Erinngerungen bleiben wenn man geht?

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