In "Max und Moritz: Eine Bubengeschichte in sieben Streichen" entführt Wilhelm Busch die Leser in die anarchische Welt zweier Buben, die durch zahlreiche Streiche und ungezogene Abenteuer das Leben ihrer Umgebung erheblich durcheinanderbringen. Der literarische Stil des Werkes ist geprägt von einer humorvollen und zugleich scharfsinnigen Sprache, die in gereimten Versen erzählt wird. Diese innovative Form der Erzählung, kombiniert mit den charakteristischen Illustrationen, verleiht dem Buch einen einzigartigen Platz im literarischen Kontext des 19. Jahrhunderts, wo es sowohl als Kinderbuch als auch als Gesellschaftskritik verstanden werden kann. Die Rebellion der Protagonisten reflektiert subversiv die Zwänge bürgerlicher Normen und moralischer Erwartungen der damaligen Zeit. Wilhelm Busch, geboren 1832 in Wiedensahl, war nicht nur Dichter, sondern auch Zeichner und Maler. Seine frühe Auseinandersetzung mit Kunst und Literatur, sowie seine Erfahrungen mit der bürgerlichen Gesellschaft flossen in seine Werke ein. Die Geschichten von Max und Moritz sind das Resultat seiner Beobachtungen über kindliche Unschuld versus gesellschaftliche Konventionen und zeugen von seinem scharfen Witz sowie seiner Liebe zur Satire, die seine schriftstellerische Identität prägten. Dieses zeitlose Werk ist nicht nur für Kinder eine Quelle des Vergnügens, sondern auch für Erwachsene, die die feinen Nuancen der Gesellschaftskritik erkennen. Busch gelingt es, auf unterhaltsame Weise Themen wie Ungehorsam und die Konsequenzen von Übermut zu beleuchten. Daher ist "Max und Moritz" eine Pflichtlektüre für jeden, der die deutsche Literatur und die Entwicklung der humoristischen Erzählkunst zu schätzen weiß.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Klausi
aus Siegen
5/5
08.06.2024
eBook (ePUB)
Wilhelm Busch ist und bleibt…
Wilhelm Busch ist und bleibt ein Klassiker. Max und Moritz kennt wohl fast jeder und wer doch noch nicht das Vergnügen hatte dem kann ich nur wärmstens empfehlen diese Ausgabe für wenig Geld sich als eBook zu besorgen
NiWa
5/5
21.03.2021
Buch (Gebundene Ausgabe)
Eine Bubengeschichte in sieben Streichen
Max und Moritz sind perfide, weil man sie sonst nicht kennen würde:
Es war einmal als kleines Kind,
da las ich ein Buch geschwind.
Von bösen Buben und ihren Streichen,
als würde das nicht reichen,
habe ich als Erwachsene nicht gekniffen,
und erneut dazu gegriffen.
Die Streiche von Max und Moritz sind den meisten von uns - zumindest in groben Zügen - bekannt. Ich erinnere mich, dass ich mich als Kind ohnehin vor größeren Buben gefürchtet habe, und mich Wilhelm Busch mit seiner bösartigen Knabengeschichte in meiner Furcht bestärkte.
Die Streiche von Max und Moritz sind erstmals 1864 erschienen und angeblich handelt es ich um eines der meistverkauften Kinderbücher aller Zeiten. Ich habe dazu gegriffen, weil Wilhelm Busch nicht nur meine Kindheit prägte, sondern ich auch als Erwachsene bei besonderen Anlässen gerne aus seinen Werken zitiere. Wer rasch einen Spruch oder sogar ein Gedicht für eine Glückwunschkarte braucht, hat mit Wilhelm Buschs Werken einen wahren Schatz für jede Gelegenheit - inklusive Augenzwinkern - parat.
Die Geschichte von Max und Moritz besteht aus einem Prolog, den sieben Lausbubenstreichen und dem Epilog. Dabei sind die Reime von Bildern ergänzt, woraus sich eine Bildgeschichte ergibt.
Max und Moritz sind zwei böse Buben, die in ihrer Stadt fiese Streiche spielen. Dabei ist die Grenze des guten Geschmacks oder der Lausbuben-Verfehlung schnell überschritten, weil die zwei mit richtig harten Bandagen kämpfen: Pfeifen explodieren, Tiere verenden und Kinder werden in den heißen Ofen gesteckt. Daraus ergibt sich ein deutlicher Hang zu Brutalität, der in seiner Grausamkeit überlieferten Märchen und typischen Geschichten vergangener Zeiten entspricht.
Zwar werden diese Geschichten und witzigen Reime meistens jüngeren Lesern präsentiert, doch ich denke, dass sich Wilhelm Busch gleichermaßen an die Erwachsenen richtet. Mit schelmischen Blitzen in den Augen, scharfer Zunge und schwarzem Humor wird von den berüchtigten Streichen des Knaben-Gespanns erzählt, was - zumindest bei mir - zu Dauerschmunzeln führt.
Ich wage nicht zu beurteilen, inwiefern diese schrecklichen Taten und Begebenheiten für junge Leser geeignet sind. Aber als Erwachsene sehe ich „Max und Moritz“ als literarisches Erbe unserer Kultur, mit dem ich mich zwischendurch gern beschäftige.
Wer - wie ich - manchmal gern in literarischen Kindheitserinnerungen schwelgt, hat mit diesem kleinen, feinen Büchlein nostalgische Lektüre für schelmische Momente zur Hand. Ich mochte es jedenfalls gern, auch beim wiederholten Mal.
Bewertung
aus Schwarzach b. Nabburg
5/5
21.03.2021
eBook (ePUB)
Aufruf zur Lynchjustiz *g*
Heutzutage würde sich kein Autor/Zeichner getrauen, so etwas zu Papier zu bringen.
Aber zum Glück ist Busch über alle Zweifeln und für alle Zeiten erhaben...
Ich liebe Busch!
Bewertung
aus Stuttgart
5/5
21.03.2021
eBook (ePUB)
Sehr Gut
Sieht auf dem iPad wie gemalt aus.
Danke
Und das auch noch umsonst.
Schnellt zuschlagen, sonst kost es noch was...
Erich Bruckner
aus Wien
5/5
21.03.2021
eBook (ePUB)
Eine hübsche Wiedergeburt von Max und Moritz
Ein gelungenes, schön gestaltetes Buch, um sich die alten Max und Moritz Geschichten wieder in Erinnerung zu bringen.
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