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Cinema Love Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.04.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,9 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage 2025

Übersetzt von

Nicolai Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96607-7

Beschreibung

Rezension

»[Tang beschreibt] die prekären Migrantenleben seiner Figuren als Küchenhilfen oder Lieferboten detailliert und mit viel Sinn für Komik. Tangs Prosa – Nicolai von Schweder-Schreiner hat sie einfühlsam übersetzt – beeindruckt vor allem durch ihre Sinnlichkeit. […] Dass seine gebrochenen, gealterten Protagonisten schließlich erkennen, dass das verlorene Arbeiterkino nicht nur eine Utopie war, sondern auch ein Ort des Betrugs, lässt ›Cinema Love‹ zu etwas Bemerkenswertem werden: zu einem eindringlichen Roman über geteilte Vergangenheit und schmerzliche Erinnerungen. Aber am Ende auch über Erlösung.« Oliver Pfohlmann, SWR Kultur, 22. April 2025 ("SWR Kultur")
»›Cinema Love‹ ist ein herausragendes amerikanisches Debüt, das auf herzergreifende Weise von Liebe, Verlust und Migration erzählt. Zwei Männer, die einander lieben, und ihre Ehefrauen stehen im Mittelpunkt dieser Geschichte, die vom post-sozialistischen China bis ins heutige New York führt. Ihre Leben, die von intimer Verbundenheit geprägt sind, machen dieses Buch zu einem einzigartigen Leseerlebnis.« Dominik Dierich, Queer, 20. Mai 2025 ("Queer")

Produktdetails

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

12.04.2025

Verlag

Klett Cotta

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20,6/12,8/2,9 cm

Gewicht

394 g

Farbe

Anthrazit / Seidengrau

Auflage

1. Auflage 2025

Übersetzt von

Nicolai Schweder-Schreiner

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-608-96607-7

Herstelleradresse

Klett-Cotta Verlag
Rotebühlstr. 77
70178 Stuttgart
DE

Email: produktsicherheit@klett-cotta.de

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3 Sterne

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großartig

Bewertung am 06.07.2025

Bewertungsnummer: 2532447

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein großartiges Debüt! Cinema Love von Jiaming Tang hat mich von Anfang bis Ende tief berührt – ein Roman, der sich nicht nur durch seine bewegende Geschichte, sondern auch durch seine emotionale Tiefe und erzählerische Klarheit auszeichnet. Besonders begeistert hat mich das zentrale Motiv des Kinos: dieser Sehnsuchtsort, in dem nicht nur Filme gezeigt werden, sondern auch große Gefühle gelebt, versteckt oder erträumt werden. Die zarte, verbotene Liebesgeschichte zwischen Old Second und Shun-Er, die sich im Halbdunkel eines kleinen Provinzkinos in Fuzhou entfaltet, war ebenso traurig wie schön. Gleichzeitig fand ich es faszinierend, wie sich ihre Geschichten und die ihrer Ehefrauen mit der Zeit entfalten – voller Schmerz, Hoffnung und unerfüllter Wünsche. Jiaming Tang gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die kulturellen Unterschiede zwischen Asien und Amerika zu beleuchten, ohne dabei zu werten. Vielmehr zeigt er, wie tief Migration, gesellschaftlicher Druck und persönliche Sehnsüchte miteinander verknüpft sind – und wie sehr Liebe in allen Facetten davon beeinflusst wird. Gerade die Gegensätze zwischen dem traditionellen Leben in China und der erhofften Freiheit in Amerika sind klug und einfühlsam dargestellt. Die Figuren sind lebendig, glaubwürdig und alles andere als klischeehaft. Ich habe besonders mit Bao Mei mitgefühlt – ihre Entwicklung von der Kinokassiererin zur mutigen Frau auf der Suche nach einem neuen Leben war für mich einer der stärksten Stränge im Buch. Cinema Love erzählt nicht nur eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, sondern auch von Einsamkeit, Neuanfängen und der Suche nach Identität. Ein zutiefst menschliches Buch, das lange nachwirkt – für mich ganz klar ein Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung.

großartig

Bewertung am 06.07.2025
Bewertungsnummer: 2532447
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Was für ein großartiges Debüt! Cinema Love von Jiaming Tang hat mich von Anfang bis Ende tief berührt – ein Roman, der sich nicht nur durch seine bewegende Geschichte, sondern auch durch seine emotionale Tiefe und erzählerische Klarheit auszeichnet. Besonders begeistert hat mich das zentrale Motiv des Kinos: dieser Sehnsuchtsort, in dem nicht nur Filme gezeigt werden, sondern auch große Gefühle gelebt, versteckt oder erträumt werden. Die zarte, verbotene Liebesgeschichte zwischen Old Second und Shun-Er, die sich im Halbdunkel eines kleinen Provinzkinos in Fuzhou entfaltet, war ebenso traurig wie schön. Gleichzeitig fand ich es faszinierend, wie sich ihre Geschichten und die ihrer Ehefrauen mit der Zeit entfalten – voller Schmerz, Hoffnung und unerfüllter Wünsche. Jiaming Tang gelingt es auf eindrucksvolle Weise, die kulturellen Unterschiede zwischen Asien und Amerika zu beleuchten, ohne dabei zu werten. Vielmehr zeigt er, wie tief Migration, gesellschaftlicher Druck und persönliche Sehnsüchte miteinander verknüpft sind – und wie sehr Liebe in allen Facetten davon beeinflusst wird. Gerade die Gegensätze zwischen dem traditionellen Leben in China und der erhofften Freiheit in Amerika sind klug und einfühlsam dargestellt. Die Figuren sind lebendig, glaubwürdig und alles andere als klischeehaft. Ich habe besonders mit Bao Mei mitgefühlt – ihre Entwicklung von der Kinokassiererin zur mutigen Frau auf der Suche nach einem neuen Leben war für mich einer der stärksten Stränge im Buch. Cinema Love erzählt nicht nur eine außergewöhnliche Liebesgeschichte, sondern auch von Einsamkeit, Neuanfängen und der Suche nach Identität. Ein zutiefst menschliches Buch, das lange nachwirkt – für mich ganz klar ein Highlight und eine unbedingte Leseempfehlung.

Queere Migrationsgeschichte.

Bewertung am 08.06.2025

Bewertungsnummer: 2510549

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Keiner von beiden spricht es aus, aber sie wissen, dass ihre Freundschaft nicht normal ist. Würde man sie erwischen, gäbe es Gerüchte. Obwohl sie sich nur still umarmen« (S. 15). Nicht nur das Cover von »Cinema Love« ist düster, auch Stimmung in der Geschichte um Old Second & Shun-Er ist düster, drückend und melancholisch, doch hier und da schimmern die Figuren wie die Leuchtreklame des Kinos auf dem Cover. In der chinesischen Provinz Fuzhou gibt es einen Ort, an dem Old Second und Shun-Er ihre verbotene Liebe ausleben können. In einem heruntergekommenen Arbeiterkino treffen sich homosexuelle Männer, um während der Kinovorführungen intim miteinander zu werden. Hier hat ihre Liebe und die Sehnsucht einen Platz. Außerhalb des Kinos leben Old Second und Shun-Er ein bürgerliches Leben, beide sind mit Frauen verheiratet und führen anständige Leben, wie es um das Jahr 1985 gesellschaftlich erwartet wird. Als Yan Hua, die Ehefrau von Shun-Er, ihren Mann in flagranti mit einem Mann erwischt trifft sie eine Folgenschwere Entscheidung, die auch Auswirkungen auf Old Second und seine Ehefrau Bao Mei hat. Die beiden verlassen ihre Heimat Mawei und wollen in New York den amerikanischen Traum leben… Eindringlich beschreibt der Autor Jiaming Tang die Geschichte rund um Old Second und Shun-Er. Auch die Ehefrauen Yan Hua und Bao Mei spielen in diesem Roman eine tragende Rolle. Die Homosexualität der Männer wird von beiden Seiten beleuchtet. Auf der einen Seite geht der Autor darauf ein, was es für die Männer bedeudeut einen Safer Space wie das Arbeiterkino nutzen können und diesen Treffpunkt zu verlieren. Auf der anderen Seite beinhaltet der Roman auch die Einstellung der Frauen, die mit der verbotenen Liebe ihrer Männer konfrontiert werden. Nebenbei spielen noch duzend Nebencharaktere eine wichtige Rolle und insgesamt bewirken die Entscheidungen einzelner Figuren auch häufig eine Veränderung für das gesamte soziale Gefüge. Diese Auswirkungen bauen eine enorme Spannung auf. Die Lebensverhältnisse der Figuren sind prekär, Armut ihr ständiger Begleiter und das Leben in China Town hart. Hinzu kommen queerfeindliche und rassistische Auseinandersetzungen. »Warum nicht ins Arbeiterkino gehen und sich Erleichterung verschaffen? Ihm [Old Second] ist aber auch klar, dass die Männer sich trotzdem gern ihre Last von der Seele geredet hätten« (S. 51). Der Schreibstil von Jiaming Tang ist rough und lyrisch. Die Figuren leben in einer Welt, die in lebhafte Beschreibungen eingebettet ist. So lässt sich der Roman mit allen Sinnen verfolgen, da an vielen Stellen auch Gerüche und der Geschmäcker beschrieben sind. Die Stimmung ist von Beginn an düster und ändert sich nur kurzzeitig zu hoffnungsvoll. Momente des Glücks erleben die Protagonist:innen nur selten. Insgesamt begleiten wir die Figuren mehrere Jahrzehnte – die Geschichte startet in Mawei, ungefähr 1985 und endet im heutigen New York. »Cinema Love« ist ein intensives Debüt über Liebe, Queerness, Identitätsfindung und Migration (China/USA), welches ich uneingeschränkt empfehlen möchte. Falls Jiaming Tang mit weiteren Büchern nachlegt, dann ist dieses Buch sicher nicht mein letztes von diesem talentierten Autor gewesen.

Queere Migrationsgeschichte.

Bewertung am 08.06.2025
Bewertungsnummer: 2510549
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

»Keiner von beiden spricht es aus, aber sie wissen, dass ihre Freundschaft nicht normal ist. Würde man sie erwischen, gäbe es Gerüchte. Obwohl sie sich nur still umarmen« (S. 15). Nicht nur das Cover von »Cinema Love« ist düster, auch Stimmung in der Geschichte um Old Second & Shun-Er ist düster, drückend und melancholisch, doch hier und da schimmern die Figuren wie die Leuchtreklame des Kinos auf dem Cover. In der chinesischen Provinz Fuzhou gibt es einen Ort, an dem Old Second und Shun-Er ihre verbotene Liebe ausleben können. In einem heruntergekommenen Arbeiterkino treffen sich homosexuelle Männer, um während der Kinovorführungen intim miteinander zu werden. Hier hat ihre Liebe und die Sehnsucht einen Platz. Außerhalb des Kinos leben Old Second und Shun-Er ein bürgerliches Leben, beide sind mit Frauen verheiratet und führen anständige Leben, wie es um das Jahr 1985 gesellschaftlich erwartet wird. Als Yan Hua, die Ehefrau von Shun-Er, ihren Mann in flagranti mit einem Mann erwischt trifft sie eine Folgenschwere Entscheidung, die auch Auswirkungen auf Old Second und seine Ehefrau Bao Mei hat. Die beiden verlassen ihre Heimat Mawei und wollen in New York den amerikanischen Traum leben… Eindringlich beschreibt der Autor Jiaming Tang die Geschichte rund um Old Second und Shun-Er. Auch die Ehefrauen Yan Hua und Bao Mei spielen in diesem Roman eine tragende Rolle. Die Homosexualität der Männer wird von beiden Seiten beleuchtet. Auf der einen Seite geht der Autor darauf ein, was es für die Männer bedeudeut einen Safer Space wie das Arbeiterkino nutzen können und diesen Treffpunkt zu verlieren. Auf der anderen Seite beinhaltet der Roman auch die Einstellung der Frauen, die mit der verbotenen Liebe ihrer Männer konfrontiert werden. Nebenbei spielen noch duzend Nebencharaktere eine wichtige Rolle und insgesamt bewirken die Entscheidungen einzelner Figuren auch häufig eine Veränderung für das gesamte soziale Gefüge. Diese Auswirkungen bauen eine enorme Spannung auf. Die Lebensverhältnisse der Figuren sind prekär, Armut ihr ständiger Begleiter und das Leben in China Town hart. Hinzu kommen queerfeindliche und rassistische Auseinandersetzungen. »Warum nicht ins Arbeiterkino gehen und sich Erleichterung verschaffen? Ihm [Old Second] ist aber auch klar, dass die Männer sich trotzdem gern ihre Last von der Seele geredet hätten« (S. 51). Der Schreibstil von Jiaming Tang ist rough und lyrisch. Die Figuren leben in einer Welt, die in lebhafte Beschreibungen eingebettet ist. So lässt sich der Roman mit allen Sinnen verfolgen, da an vielen Stellen auch Gerüche und der Geschmäcker beschrieben sind. Die Stimmung ist von Beginn an düster und ändert sich nur kurzzeitig zu hoffnungsvoll. Momente des Glücks erleben die Protagonist:innen nur selten. Insgesamt begleiten wir die Figuren mehrere Jahrzehnte – die Geschichte startet in Mawei, ungefähr 1985 und endet im heutigen New York. »Cinema Love« ist ein intensives Debüt über Liebe, Queerness, Identitätsfindung und Migration (China/USA), welches ich uneingeschränkt empfehlen möchte. Falls Jiaming Tang mit weiteren Büchern nachlegt, dann ist dieses Buch sicher nicht mein letztes von diesem talentierten Autor gewesen.

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