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Susanne Kerckhoff

1. Berliner Briefe

Berliner Briefe

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Jennipher Antoni

Spieldauer

2 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.12.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

38

Verlag

Hörkultur Verlag AG

Sprache

Deutsch

EAN

9783906935461

Beschreibung

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Ja

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Gesprochen von

Jennipher Antoni

Spieldauer

2 Stunden und 53 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

23.12.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

Downloaddatei

Anzahl Dateien

38

Verlag

Hörkultur Verlag AG

Sprache

Deutsch

EAN

9783906935461

Herstelleradresse

Hörkultur Verlag AG
Benknerstr. 31
8722 Kaltbrunn
Schweiz
Email: kontakt@hoerkultur.com
Url: www.hoerkultur.com
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Briefe einer Berlinerin an einen Juden in den Nachkriegsjahren

Alexandra (Mitglied der Book Circle Community) am 08.07.2024

Bewertungsnummer: 2239922

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin schreibt Briefe an Hans, dem die Flucht aus Hitler-Deutschland nach Paris gelungen ist. Sie schreibt ihm in den Nachkriegsjahren. Auch wenn man nie einen Brief von ihm zu lesen erhält, lässt die Autorin durchblicken, was er ihr geschrieben hat. Denn sie antwortet ihm auf ihre Weise auf seine Briefe und seine Fragen. Dabei ist sie sehr selbstkritisch mit sich, den Alliierten, dem deutschen Volk, den Regierungen und den Parteien. Sie schreibt wortgewaltig, ehrlich, selbstkritisch und schmerzhaft. Unfreiwillig zeigt sie zu ihrer Zeit auf, warum die heutige Deutsche Politik ist wie sie ist und warum es überall wieder zu einem Rechtsruck kommt. Ihr Ermahnen aus den Nachkriegsjahren, sollte sich die heutige Gesellschaft zu Herzen nehmen. Ich bin mir sicher, vieles würde dann anders laufen. Vorwort der Autorin: Irgendeine Berlinerin, deren Schicksal weniger bedeutend ist als das Schicksal Tausender, schreibt Briefe an irgendeinen Emigranten. In diesen Briefen spiegeln sich Ratlosigkeit und Hoffnung. Ein Mensch bemüht sich, innerhalb der gegebenen Situation über das politische Woher und Wohin Rechenschaft abzulegen. Die belletristische Form wurde gewählt, weil dieses Büchlein kein endgültiges, ausgereiftes Credo sein kann. Im Zeitgeschehen verdunkeln und erhellen sich die Erkenntnisse. Jeder Tag bringt neue Entscheidungen. Beständig bleiben nur die Wachheit des Gewissens und der Wille, die Wahrheit unermüdlich zu suchen und ihr zu dienen. Daher ist der vorliegende Versuch fehlerhaft - aber er ist ehrlich. Womit nicht gesagt sein soll, dass andere Versuche unehrlich wären. Ebenso sicher ist es, dass diese Form der politischen Auseinandersetzung mit dem Nachkriegsgeschehen kein privates Spiel einer “Ich-sitze-gern-zwischen-den-Stühlen”-Koketterie ist. Noch um die endgültige Erkenntnis ringen, heisst nicht, der Aktion ausweichen, sondern sich im Gegenteil auf sie vorbereiten.

Briefe einer Berlinerin an einen Juden in den Nachkriegsjahren

Alexandra (Mitglied der Book Circle Community) am 08.07.2024
Bewertungsnummer: 2239922
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Die Autorin schreibt Briefe an Hans, dem die Flucht aus Hitler-Deutschland nach Paris gelungen ist. Sie schreibt ihm in den Nachkriegsjahren. Auch wenn man nie einen Brief von ihm zu lesen erhält, lässt die Autorin durchblicken, was er ihr geschrieben hat. Denn sie antwortet ihm auf ihre Weise auf seine Briefe und seine Fragen. Dabei ist sie sehr selbstkritisch mit sich, den Alliierten, dem deutschen Volk, den Regierungen und den Parteien. Sie schreibt wortgewaltig, ehrlich, selbstkritisch und schmerzhaft. Unfreiwillig zeigt sie zu ihrer Zeit auf, warum die heutige Deutsche Politik ist wie sie ist und warum es überall wieder zu einem Rechtsruck kommt. Ihr Ermahnen aus den Nachkriegsjahren, sollte sich die heutige Gesellschaft zu Herzen nehmen. Ich bin mir sicher, vieles würde dann anders laufen. Vorwort der Autorin: Irgendeine Berlinerin, deren Schicksal weniger bedeutend ist als das Schicksal Tausender, schreibt Briefe an irgendeinen Emigranten. In diesen Briefen spiegeln sich Ratlosigkeit und Hoffnung. Ein Mensch bemüht sich, innerhalb der gegebenen Situation über das politische Woher und Wohin Rechenschaft abzulegen. Die belletristische Form wurde gewählt, weil dieses Büchlein kein endgültiges, ausgereiftes Credo sein kann. Im Zeitgeschehen verdunkeln und erhellen sich die Erkenntnisse. Jeder Tag bringt neue Entscheidungen. Beständig bleiben nur die Wachheit des Gewissens und der Wille, die Wahrheit unermüdlich zu suchen und ihr zu dienen. Daher ist der vorliegende Versuch fehlerhaft - aber er ist ehrlich. Womit nicht gesagt sein soll, dass andere Versuche unehrlich wären. Ebenso sicher ist es, dass diese Form der politischen Auseinandersetzung mit dem Nachkriegsgeschehen kein privates Spiel einer “Ich-sitze-gern-zwischen-den-Stühlen”-Koketterie ist. Noch um die endgültige Erkenntnis ringen, heisst nicht, der Aktion ausweichen, sondern sich im Gegenteil auf sie vorbereiten.

Mut zur Wahrheit?

Tina Bauer aus Essingen am 07.08.2020

Bewertungsnummer: 1360931

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Susanne Kerckhoff ist mutig. Sie lässt sich auch, zumindest in einem Teil ihres kurzen Lebens, nichts vorschreiben. Im Gegenteil, sie dominiert die damalige Männerwelt der DDR. 1948 veröffentlicht Kerckhoff ihren halbfiktiven Roman. Für damalige Zeiten modern in kurzen Briefen verpackt, erzählt die junge Helene per Post ihrem Jungendfreund Hans ihre Sicht des Krieges. Hans fehlende Antworten als emigrierter Jude aus Paris machen es dem Leser möglich, selbst auf Helenes Briefe zu antworten. Aufrichtig und schonungslos offen berichtet Helene von der Sinnlosigkeit des Krieges und dem besonderen Ton, den die Nachkriegszeit vorgibt. Doch will man das so kurz nach der so schweren Kriegszeit lesen? Kerckhoff beschließt, dass die Zeit reif für die Wahrheit ist. Sie hofft inständig auf den Sinneswandel der Menschen, nichtsahnend, dass sie mit ihrer journalistischen Art, gleichwohl erneut auf Gegenliebe stößt. Sie muss sich wie Helene im Laufe der Zeit eingestehen, das Freiheit nicht wirklich Freiheit bedeutet und das auch in der DDR keineswegs der Feminismus frei gelebt werden kann. Helene schreibt offen über ihre Hilflosigkeit an Hans. Dennoch leuchtet ein Innerer Funke, immer auf der Sehnsucht nach Freiheit und Hoffnung in ihr, der nur schwer zu löschen ist. Helene, wie auch Susanne, gibt es keine Alternative. Während Susanne den Freitod wählt, bleibt Helenes Zukunft für den Leser offen. Man muss sich als Leser, wie auch schon bei Hans fehlenden Schreiben, die „Freiheit“ nehmen, selbst zu antworten. Dank Peter Graf erfahren wir ein wenig mehr über diese mutige Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging.

Mut zur Wahrheit?

Tina Bauer aus Essingen am 07.08.2020
Bewertungsnummer: 1360931
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Susanne Kerckhoff ist mutig. Sie lässt sich auch, zumindest in einem Teil ihres kurzen Lebens, nichts vorschreiben. Im Gegenteil, sie dominiert die damalige Männerwelt der DDR. 1948 veröffentlicht Kerckhoff ihren halbfiktiven Roman. Für damalige Zeiten modern in kurzen Briefen verpackt, erzählt die junge Helene per Post ihrem Jungendfreund Hans ihre Sicht des Krieges. Hans fehlende Antworten als emigrierter Jude aus Paris machen es dem Leser möglich, selbst auf Helenes Briefe zu antworten. Aufrichtig und schonungslos offen berichtet Helene von der Sinnlosigkeit des Krieges und dem besonderen Ton, den die Nachkriegszeit vorgibt. Doch will man das so kurz nach der so schweren Kriegszeit lesen? Kerckhoff beschließt, dass die Zeit reif für die Wahrheit ist. Sie hofft inständig auf den Sinneswandel der Menschen, nichtsahnend, dass sie mit ihrer journalistischen Art, gleichwohl erneut auf Gegenliebe stößt. Sie muss sich wie Helene im Laufe der Zeit eingestehen, das Freiheit nicht wirklich Freiheit bedeutet und das auch in der DDR keineswegs der Feminismus frei gelebt werden kann. Helene schreibt offen über ihre Hilflosigkeit an Hans. Dennoch leuchtet ein Innerer Funke, immer auf der Sehnsucht nach Freiheit und Hoffnung in ihr, der nur schwer zu löschen ist. Helene, wie auch Susanne, gibt es keine Alternative. Während Susanne den Freitod wählt, bleibt Helenes Zukunft für den Leser offen. Man muss sich als Leser, wie auch schon bei Hans fehlenden Schreiben, die „Freiheit“ nehmen, selbst zu antworten. Dank Peter Graf erfahren wir ein wenig mehr über diese mutige Frau, die ihren ganz eigenen Weg ging.

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Berliner Briefe

von Susanne Kerckhoff

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