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Produktbild: Keine gute Geschichte
Artikelbild von Keine gute Geschichte
Lisa Roy

1. Keine gute Geschichte

Keine gute Geschichte

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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

7 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

109

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426734

Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Lisa Hrdina

Spieldauer

7 Stunden und 8 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

16.03.2023

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

109

Verlag

Der Audio Verlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783742426734

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  • Bewertung

    Thalia Book Circle Community

    5/5

    29.11.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine gute Geschichte, aber ein großartiges Buch

    Zum Glück habe ich diese Perle in den Massen der Neuveröffentlichungen entdeckt. “Keine gute Geschichte” ist ein interessanter Titel, der auf jeden Fall Aufmerksamkeit erreg. Das Cover finde ich ganz okay, auch ein Hingucker in gewisser Weise. Die Geschichte hat mich von Anfang gepackt. Lisa Roy beschreibt die Geschichte von Arielle, die in einem sogenannten Problembezirk aufgewachsen ist und im Leben schon so einiges mitgemacht hat. Inzwischen erfolgreich, wird sie erneut von Problemen gebeutelt. Als zwei Mädchen verschwinden, erinnert sie dies an das Verschwinden ihrer Mutter in der Kindheit. Lisa Roy hat eine sehr angenehme Art zu schreiben. Ihr Debütroman hat mir wahnsinnig gut gefallen und ich bin sehr gespannt, was man von dieser interessanten Autorin noch hören wird. - Für mich eines der absoluten Highlights in diesem Lesejahr! Unbedingt lesen!

  • Wortwandeln

    5/5

    17.03.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine wirklich gute Geschichte

    Arielle Freytag hat es schon deshalb geschafft, weil sie aus Katernberg raus ist. Den prekär geprägten Essener Stadtteil hat sie gegen ein Leben in der Landeshauptstadt eingetauscht, fernab von Fastfood, Plüsch und Pink. Aus ihr ist ein "beigefarbenes" Mädchen geworden, dass den Chic gepflegten Understatements beherrscht und als Social Media Managerin in Düsseldorf unanständig viel Geld verdient. Als der Notruf einer Sozialarbeiterin aus Katernberg eingeht, erholt sich Arielle gerade von einem Burnout samt Klinikaufenthalt. Ihrer Großmutter gehe es schlecht, drängt die Sozialarbeiterin, ob sie kommen könne. Widerwillig macht sich Arielle auf den Weg. Als dann auch noch zwei Mädchen verschwinden, kommt das Schicksal der lange verschollenen Mutter, das lieblose Aufwachsen bei der exzentrischen Großmutter wieder hoch, Wunden aus der Kindheit brechen auf. Kaum zurück im Milieu, fällt Arielle in alte Verhaltensmuster zurück. Stopft Fastfood in sich hinein, macht den erstbesten Typen an der heruntergekommenen Tischtennisplatte klar, buhlt um Anerkennung und Akzeptanz derer, denen sie einst voller Verachtung entkam. Und sie weiß das. Unerbittlich, scharfzüngig, entlarvend analysiert sie alles und jeden in ihrer neuen alten Umgebung, inklusive sich selbst. Das liest sich bitter und sehr witzig zugleich. Erfrischend tabufrei nimmt die Autorin mittels Arielles sezierendem Blick die real existierende Klassengesellschaft nach Strich und Faden auseinander. Geschickt verknüpft sie dabei Milieuschilderung und Krimihandlung, ihr Schreibstil ist federnd leicht und dennoch tiefgründig, die Dialoge sind pointiert und erzeugen bei aller thematischen Tragik auch jede Menge Situationskomik. Vor allem jedoch steckt diese Geschichte voller Wärme. Die Figuren schließt man schnell ins Herz, vielleicht gerade wegen all der Ecken und Kanten, die ihre Charaktere ausmachen. Am Ende werden Geheimnisse gelüftet, Bündnisse geschlossen. Verlassenheit findet ein Zuhause, niemand ist mehr wie vorher und dennoch näher bei sich selbst. Große Leseempfehlung!

  • Anne

    aus Berlin

    5/5

    13.06.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein eindringlicher Roman

    Die Geschichte mag nicht gut sein, der Roman ist es aber auf alle Fälle. Mit klarer und direkter Sprache, die teils krass und aggressiv wird, zeichnet die Autorin ein schonungsloses Bild der Protagonistin Arielle in einer schwierigen Lebenslage. Sie kehrt nach einer stationären Behandlung gegen ihre Depression zu ihrer Großmutter nach Essen-Katernberg zurück. Dort ist Arielle unter prekären Umständen nach dem Verschwinden ihrer Mutter bei ihrer Großmutter aufgewachsen und so schnell abgehauen, wie möglich. Nun holt sie ihr altes Leben wieder ein. Die Geschichte gibt tiefe Einblicke in Arielles Psyche und ihre Probleme. Die Protagonistin, aber auch viele der skurrilen Nebenfiguren werden spannend und schonungslos beschrieben, sodass der Roman trotz der überschaubaren Handlung mitreißt. Ein bewegendes Lese-Erlebnis!

  • Miro

    aus Wels

    5/5

    28.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Keine gute Geschichte, aber ein großartiger Roman

    Arielle erhält einen überraschenden Anruf und wird aufgefordert ihre Großmutter zu besuchen. Diese sei gestürzt und nicht mehr ganz selbständig. Sie hatte sie seit Jahren nicht besucht, denn obwohl sie bei ihr aufgewachsen sind, war ihr Verhältnis mehr als unterkühlt. Da sie nach einem Aufenthalt in der Psychiatrie derzeit nicht arbeitet, reist sie auf unbestimmte Zeit in ihre frühere Heimat und in ihr Kinderzimmer, dass immer noch so aussieht, wie sie es zurückgelassen hatte. Es sind keine guten Erinnerungen, die Arielle überkommen. Zurück in einem lieblosen Zuhause und wieder konfrontiert mit dem Verlust ihrer Mutter, die verschwunden war, als Arielle noch sehr klein war. Jetzt sind zwei Mädchen verschwunden. Überall hängen Plakate und in der Nachbarschaft gibt es Suchtrupps, denen sie sich anschließt. Sie fragt sich, ob ihre Mutter damals auch gesucht wurde, ob die Polizei allen Spuren gefolgt war und warum ihre Großmutter nicht so gelitten hatte, wie die Mütter, die jetzt ihre Kinder suchen. Vieles bricht auf in Arielle, die an ihrer harten Schale fast erstickt wäre. Sie hatte ihren Verlust unter Arbeit und einem mondänen Lifestyle begraben und wirklich nie jemanden an sich herangelassen. Das Wühlen in der Vergangenheit macht sie verwundbar, ihre Depression zwingt sie tagelang ins Bett, doch alte und neue Freunde lassen nicht locker. So erfährt sie Neues über ihre Mutter, kann weiter Puzzleteile in das Mysterium einfügen und schafft ganz langsam einen Abschluss. Arielle ist keine sympathische Protagonistin, ihre Verhalten ist streckenweise mehr als zweifelhaft, aber Lisa Roy zeigt uns auch, warum sie so handelt und denkt. Mit viel Verständnis für diesen schwierigen Charakter zeigt uns die Autorin, was eine lieblose Kindheit anrichten kann und wie viel schwieriger es ist mit Ungewissheit zu leben, als sich mit einem Tod abzufinden. Arielles Geschichte ist wahrlich keine gute Geschichte. Sie ist zwar erfolgreich ihren Weg gegangen, hat es raus aus dem Prekariat geschafft, aber sie hat viele Opfer dafür gebracht. Indem sie jetzt ihre Wurzeln sucht, macht sie sich auf ihre wahre Identität zu finden, um am Ende festzustellen, dass sie doch nicht so allein ist, wie sie sich immer gefühlt hat. Lisa Roy ist hier ein beeindruckendes Debüt gelungen. Der Roman fesselt ab der ersten Seite, die Protagonistin polarisiert stark, aber ihre Entwicklung spricht für sie. Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen und ich freue mich schon jetzt auf die weiteren Werke der Autorin!

  • Bewertung

    5/5

    16.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    ... mittendrin im sozialen Brennpunkt

    Nach jahrelanger Abwesenheit kehrt Arielle (Anfang 30) zurück in ein Essener Brennpunktviertel - zurück zu ihrer schrägen, ungeliebten Großmutter, zurück in ihr altes und unverändertes Kinderzimmer, zurück zu erinnerten Kindertagen zwischen grauen Nachkriegsbauten und zurück zu alten Bekannten. Schonungslos, offen und in einer derben Sprache wird hier eine Milieustudie ("Trotzdem: Die, die morgens zum Frühstück eine Dose Thunfisch dabeihatten und mit 9 Jahren nicht allein auf Toilette gehen konnten, das waren Calvin und Chantal, das waren Melanie und ich, nicht Emre und Fatima.") vorgelegt, die absolut berührt und zunehmend schockiert. Und trotz der ganzen Tragik gibt es dort ein bemerkenswertes Miteinander - was für ein großartiges Debüt!

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