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Produktbild: Ein Hof und elf Geschwister

Ein Hof und elf Geschwister Der stille Abschied vom bäuerlichen Leben

18

9,49 €

inkl. gesetzl. MwSt.

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

16.02.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

Dateigröße

1165 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406797187

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

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Ja

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Ja

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Barrierefreiheit

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Erscheinungsdatum

16.02.2023

Verlag

C.H.Beck Digital

Seitenzahl

191 (Printausgabe)

Dateigröße

1165 KB

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

EAN

9783406797187

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Persönliche Familiengeschichte als Tor zu einer Geschichte der Bundesrepublik

Bewertung am 15.06.2023

Bewertungsnummer: 1961459

Bewertet: eBook (ePUB)

Der Tübinger Geschichtsprofessor Ewald Frie erzählt vom Wandel der bäuerlichen Gesellschaft, einem zugleich schleichenden und rasant schnellen Prozess anhand Zeitzeugeninterviews mit seinen zehn Geschwistern, die er während August 2020 durchführte. Es ist eine Geschichte, in die er selbst verstrickt ist und damit zu einem gewissen Teil voreingenommen, zu der er jedoch als Historiker durch wissenschaftliche Techniken Distanz zu halten sucht, was ihm auf geniale Weise gelingt. Das Buch lebt in und von diesem Spannungsfeld von Wissenschaft und Familiensinn. Es ist in warmherziger Form geschrieben, unterhaltsam, lehrreich und wissenschaftlich fundiert und verdient zu Recht den Deutschen Sachbuchpreis 2023. Frie zeigt anhand seiner im Zeitraum von 25 Jahren geborenen Geschwister auf, wie der Wandel von Normen und Gewohnheiten im bäuerlichen Leben vonstatten ging und wie sich dieser Wandel, je nach Geburtsjahrgang und Geschlechterzugehörigkeit unterschiedlich darstellte. Er berichtet vom Aufstieg über Bildung, für die älteren Geschwister nur über Umwege (den zweiten Bildungsweg) zu erreichen, bis hin zu Frie, der auf dem direkten Weg (im übertragenen Sinne: direkt von der Grundschule, im wörtlichen Sinne: mit dem Bus) zum Gymnasium fuhr. Er zeigt die Dualität zwischen dem Hof der Eltern und den Einwohnern des Dorfes auf. Sowohl für die älteren Geschwister wie auch für die jüngeren waren dies zwei getrennte Welten, die sie jedoch verschiedenen beurteilten. Durch ein Überlegenheitsgefühl, begründet durch den elterlichen Landbesitz, schätzten die älteren Geschwister die Dörfler nicht als so frei wie die Bauern ein und verbrachten wenig Zeit im Dorf, während für die jüngeren der Dorfalltag mit seinen sozialen Strukturen eine wichtige Rolle spielte, in dem die Dörfler durch ihre modernere Lebensweise eine neue Form von Freiheit verkörperten. Frie berichtet von der Rolle der Mutter als einer Frau, die das Beschränktsein auf das Haus als Teil einer privilegierten hohen sozialen Stellung ansah, da sie sich nicht "krumm arbeiten" musste, hin zu den Töchtern, die den für sie (ein-)engen(-den) Umkreis des Hauses verließen, um in die Welt hinauszuziehen. Nebenbei lernt man, wie der Erfolg der künstlichen Besamung die Bullenzucht zugunsten der Milchkühe verdrängte, was die Einführung von Bafög 1971 bedeutete und wie Gerüche, Kuhstall!, den sozialen Status von Jungen und Mädchen unterschiedlich beeinflussten, bzw. wie die Geschwister unterschiedlicher Geburtsjahrgänge den Mangel an Geld verschieden beurteilen. Lesenswert für alle, die sich für fundierte Familiengeschichte und den Wandel der Bundesrepublik interessieren.

Persönliche Familiengeschichte als Tor zu einer Geschichte der Bundesrepublik

Bewertung am 15.06.2023
Bewertungsnummer: 1961459
Bewertet: eBook (ePUB)

Der Tübinger Geschichtsprofessor Ewald Frie erzählt vom Wandel der bäuerlichen Gesellschaft, einem zugleich schleichenden und rasant schnellen Prozess anhand Zeitzeugeninterviews mit seinen zehn Geschwistern, die er während August 2020 durchführte. Es ist eine Geschichte, in die er selbst verstrickt ist und damit zu einem gewissen Teil voreingenommen, zu der er jedoch als Historiker durch wissenschaftliche Techniken Distanz zu halten sucht, was ihm auf geniale Weise gelingt. Das Buch lebt in und von diesem Spannungsfeld von Wissenschaft und Familiensinn. Es ist in warmherziger Form geschrieben, unterhaltsam, lehrreich und wissenschaftlich fundiert und verdient zu Recht den Deutschen Sachbuchpreis 2023. Frie zeigt anhand seiner im Zeitraum von 25 Jahren geborenen Geschwister auf, wie der Wandel von Normen und Gewohnheiten im bäuerlichen Leben vonstatten ging und wie sich dieser Wandel, je nach Geburtsjahrgang und Geschlechterzugehörigkeit unterschiedlich darstellte. Er berichtet vom Aufstieg über Bildung, für die älteren Geschwister nur über Umwege (den zweiten Bildungsweg) zu erreichen, bis hin zu Frie, der auf dem direkten Weg (im übertragenen Sinne: direkt von der Grundschule, im wörtlichen Sinne: mit dem Bus) zum Gymnasium fuhr. Er zeigt die Dualität zwischen dem Hof der Eltern und den Einwohnern des Dorfes auf. Sowohl für die älteren Geschwister wie auch für die jüngeren waren dies zwei getrennte Welten, die sie jedoch verschiedenen beurteilten. Durch ein Überlegenheitsgefühl, begründet durch den elterlichen Landbesitz, schätzten die älteren Geschwister die Dörfler nicht als so frei wie die Bauern ein und verbrachten wenig Zeit im Dorf, während für die jüngeren der Dorfalltag mit seinen sozialen Strukturen eine wichtige Rolle spielte, in dem die Dörfler durch ihre modernere Lebensweise eine neue Form von Freiheit verkörperten. Frie berichtet von der Rolle der Mutter als einer Frau, die das Beschränktsein auf das Haus als Teil einer privilegierten hohen sozialen Stellung ansah, da sie sich nicht "krumm arbeiten" musste, hin zu den Töchtern, die den für sie (ein-)engen(-den) Umkreis des Hauses verließen, um in die Welt hinauszuziehen. Nebenbei lernt man, wie der Erfolg der künstlichen Besamung die Bullenzucht zugunsten der Milchkühe verdrängte, was die Einführung von Bafög 1971 bedeutete und wie Gerüche, Kuhstall!, den sozialen Status von Jungen und Mädchen unterschiedlich beeinflussten, bzw. wie die Geschwister unterschiedlicher Geburtsjahrgänge den Mangel an Geld verschieden beurteilen. Lesenswert für alle, die sich für fundierte Familiengeschichte und den Wandel der Bundesrepublik interessieren.

Nominiert für den deutschen Sachbuchpreis 2023

Bewertung am 28.05.2023

Bewertungsnummer: 1950283

Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist wieder soweit! Der deutsche Sachbuchpreis wird am 1.Juni vergeben. Und das Buch " Ein Hof und elf Geschwister ist in der Auswahl dabei. Zurecht, wie ich meine, erzählt es doch die Geschichte eines Hofes von Anfang der sechziger Jahre an und zeigt den Verfall und Untergang einer ganzen Gesellschaftsschicht, nämlich der der Bauern. Die sehr persönliche Sicht wird ergänzt durch Interviews mit den Geschwister. So entsteht ein Zeitbild, welches uns das Leben auf dem Lande näherbringt. Mit alles Facetten. Ein lesenswertes Buch.

Nominiert für den deutschen Sachbuchpreis 2023

Bewertung am 28.05.2023
Bewertungsnummer: 1950283
Bewertet: eBook (ePUB)

Es ist wieder soweit! Der deutsche Sachbuchpreis wird am 1.Juni vergeben. Und das Buch " Ein Hof und elf Geschwister ist in der Auswahl dabei. Zurecht, wie ich meine, erzählt es doch die Geschichte eines Hofes von Anfang der sechziger Jahre an und zeigt den Verfall und Untergang einer ganzen Gesellschaftsschicht, nämlich der der Bauern. Die sehr persönliche Sicht wird ergänzt durch Interviews mit den Geschwister. So entsteht ein Zeitbild, welches uns das Leben auf dem Lande näherbringt. Mit alles Facetten. Ein lesenswertes Buch.

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Ein Hof und elf Geschwister

von Ewald Frie

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