Schneeflocken wie Feuer

Schneeflocken wie Feuer

Roman

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Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.06.2023

Verlag

Mikrotext

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,5/12/3,2 cm

Beschreibung

Details

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.06.2023

Verlag

Mikrotext

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

19,5/12/3,2 cm

Gewicht

378 g

Auflage

4

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-948631-33-8

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Zeitzeugnis der Extraklasse

Bewertung am 02.02.2024

Bewertungsnummer: 2121980

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Freude auf das Buch war groß, da ich die Romane von Elf Conrad, veröffentlicht unter ihrem Pseudonym Phil Mira, regelrecht verschlungen habe. Und ich für mich kann sagen: die rückgewandte Geschichte einer Frau, Ende 70, auf ihre Zeit als 17-jährige Schülerin hat mich auf eine spannende, lehrreiche Zeitreise mitgenommen. So konnte ich mir erlesen wie das Leben in den 60iger Jahren in der BRD gewesen sein muss. Aus einer sehr autobiografischen Perspektive taucht man ein in eine Lebensgeschichte, welche immer wieder Gedankenimpulse bei mir als Leser ausgelöst hat. Dora, die 17-jährige Protagonistin im Roman, beschreibt ihr Leben, ihre Gedanken, ihr Aufbegehren und ihre Leidenschaft in einer sehr präzisen und versierten Sprache. Die Themen Feminismus, Selbstbestimmung und Gleichstellung der Frauen sind zentrale Elemente der Botschaften. Die Ausflüge zu Personen wie Josephine Baker, das kritische Betrachten von Goethes Fausts bzgl. Gretchen sowie Goethes Haltung zu Kindstötungen sind lehrreich und entführen die Leserschaft über die Grenzen eines schnöden Konsumieren einer Geschichte. Wer einen Teil „Geschichte" Deutschlands, fernab von Schlachten und Kriegen, erlesen möchte ist hier goldrichtig. Als ich zum letzten Kaptitel kam, wollte ich es einerseits vor Neugier lesen, andererseits nicht, da die Geschichte dann zu Ende ist. Der Ich-Erzählerin könnte ich noch stundenlang nachlesen und wäre wohl damals unsterblich in Dora verliebt gewesen. Meine Freude auf das Buch ist in Begeisterung und Dankbarkeit für dieses Zeitzeugnis aufgegangen.
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Zeitzeugnis der Extraklasse

Bewertung am 02.02.2024
Bewertungsnummer: 2121980
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Meine Freude auf das Buch war groß, da ich die Romane von Elf Conrad, veröffentlicht unter ihrem Pseudonym Phil Mira, regelrecht verschlungen habe. Und ich für mich kann sagen: die rückgewandte Geschichte einer Frau, Ende 70, auf ihre Zeit als 17-jährige Schülerin hat mich auf eine spannende, lehrreiche Zeitreise mitgenommen. So konnte ich mir erlesen wie das Leben in den 60iger Jahren in der BRD gewesen sein muss. Aus einer sehr autobiografischen Perspektive taucht man ein in eine Lebensgeschichte, welche immer wieder Gedankenimpulse bei mir als Leser ausgelöst hat. Dora, die 17-jährige Protagonistin im Roman, beschreibt ihr Leben, ihre Gedanken, ihr Aufbegehren und ihre Leidenschaft in einer sehr präzisen und versierten Sprache. Die Themen Feminismus, Selbstbestimmung und Gleichstellung der Frauen sind zentrale Elemente der Botschaften. Die Ausflüge zu Personen wie Josephine Baker, das kritische Betrachten von Goethes Fausts bzgl. Gretchen sowie Goethes Haltung zu Kindstötungen sind lehrreich und entführen die Leserschaft über die Grenzen eines schnöden Konsumieren einer Geschichte. Wer einen Teil „Geschichte" Deutschlands, fernab von Schlachten und Kriegen, erlesen möchte ist hier goldrichtig. Als ich zum letzten Kaptitel kam, wollte ich es einerseits vor Neugier lesen, andererseits nicht, da die Geschichte dann zu Ende ist. Der Ich-Erzählerin könnte ich noch stundenlang nachlesen und wäre wohl damals unsterblich in Dora verliebt gewesen. Meine Freude auf das Buch ist in Begeisterung und Dankbarkeit für dieses Zeitzeugnis aufgegangen.

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Ernaux goes Harz

Bewertung am 20.07.2023

Bewertungsnummer: 1983619

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie betrachtet eine heute 80jährige ihre Erinnerungen eines Mädchens? Wie sieht sie auf die 17jährige, die sie einmal war? Eine 17jährige, die in den 1960er Jahren im westdeutschen Harz aufwuchs, in der tiefsten Provinz. Mit einer schwer gezeichneten Mutter, die aus Schlesien geflüchtet war, der aus ihrer hoffnungsvollen Jugend in der Hitlerzeit nur noch das Hinterhaus, die chronischen Schmerzen und die Verbitterung blieb. Mit einem sich entziehenden Vater, der schrie, Gewalt ausübte und Freundinnen hatte. Mit einer kleinen Schwester, für die sie zuständig war. Mit französischen Filmen voller Sexappeal, verinnerlichten Bildern einer kockettierenden Brigitte Bardot, mit Twist, Rock and Roll, Musik, mit einem sexuellen Erwachen. Mit abwertenden Lehrern, mit faden gleichaltrigen Jungs und dem 15 Jahre älteren Musiklehrer, der eine intime Beziehung mit ihr aufnahm. Oder verführte sie ihn? »Schneeflocken im Feuer« springt in den Zeitebenen zwischen der heutigen Dora, die auf ein Klassentreffen in den Harz fährt und ihren Erinnerungen an ihr früheres Ich. Flüssig las sich die an Ernaux erinnernde Archäologie des Selbsts, in der sich auf Distanz der 17jährigen angenähert wird. Die junge Dora posiert wie Brigitte Bardot, fühlt sich von Lehrern gekränkt, von den Eltern nicht gesehen, da entdeckt sie ihre Macht und Stärke durch männliches Begehren hindurch. Doch der ambivalent schonungslos nüchterne Blick auf sich selbst, der mich am Anfang begeisterte, löst sich auf. Die 80jährige erzählt die Geschichte der jungen Dora zwar weiter, diese spitzt sich auch zu, doch ist sie zunehmend mit sich selbst und ihrem eigenen reaktiven Begehren auf einen ehemaligen Mitschüler beschäftigt. Eine Bewertung, ob es sich mit dem Musiklehrer um eine Missbrauchsgeschichte handelt, bei wem Macht und Verantwortung zu sehen sind, der Mutter, des Vaters und der sich durch den gesamten Text ziehenden Fixierung auf das männliche Begehren müssen wir Lesende selbst vornehmen.
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Ernaux goes Harz

Bewertung am 20.07.2023
Bewertungsnummer: 1983619
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Wie betrachtet eine heute 80jährige ihre Erinnerungen eines Mädchens? Wie sieht sie auf die 17jährige, die sie einmal war? Eine 17jährige, die in den 1960er Jahren im westdeutschen Harz aufwuchs, in der tiefsten Provinz. Mit einer schwer gezeichneten Mutter, die aus Schlesien geflüchtet war, der aus ihrer hoffnungsvollen Jugend in der Hitlerzeit nur noch das Hinterhaus, die chronischen Schmerzen und die Verbitterung blieb. Mit einem sich entziehenden Vater, der schrie, Gewalt ausübte und Freundinnen hatte. Mit einer kleinen Schwester, für die sie zuständig war. Mit französischen Filmen voller Sexappeal, verinnerlichten Bildern einer kockettierenden Brigitte Bardot, mit Twist, Rock and Roll, Musik, mit einem sexuellen Erwachen. Mit abwertenden Lehrern, mit faden gleichaltrigen Jungs und dem 15 Jahre älteren Musiklehrer, der eine intime Beziehung mit ihr aufnahm. Oder verführte sie ihn? »Schneeflocken im Feuer« springt in den Zeitebenen zwischen der heutigen Dora, die auf ein Klassentreffen in den Harz fährt und ihren Erinnerungen an ihr früheres Ich. Flüssig las sich die an Ernaux erinnernde Archäologie des Selbsts, in der sich auf Distanz der 17jährigen angenähert wird. Die junge Dora posiert wie Brigitte Bardot, fühlt sich von Lehrern gekränkt, von den Eltern nicht gesehen, da entdeckt sie ihre Macht und Stärke durch männliches Begehren hindurch. Doch der ambivalent schonungslos nüchterne Blick auf sich selbst, der mich am Anfang begeisterte, löst sich auf. Die 80jährige erzählt die Geschichte der jungen Dora zwar weiter, diese spitzt sich auch zu, doch ist sie zunehmend mit sich selbst und ihrem eigenen reaktiven Begehren auf einen ehemaligen Mitschüler beschäftigt. Eine Bewertung, ob es sich mit dem Musiklehrer um eine Missbrauchsgeschichte handelt, bei wem Macht und Verantwortung zu sehen sind, der Mutter, des Vaters und der sich durch den gesamten Text ziehenden Fixierung auf das männliche Begehren müssen wir Lesende selbst vornehmen.

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Schneeflocken wie Feuer

von Elfi Conrad

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