Produktbild: Konservatives Manifest

Konservatives Manifest

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16670

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2023

Verlag

Fontis

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

19,8/12,2/1,3 cm

Gewicht

177 g

Farbe

Schwarz / Karotte

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-242-0

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

16670

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

01.03.2023

Verlag

Fontis

Seitenzahl

88

Maße (L/B/H)

19,8/12,2/1,3 cm

Gewicht

177 g

Farbe

Schwarz / Karotte

Auflage

2. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-03848-242-0

EU-Ansprechpartner

Fontis Media
Baukloh 1
58515 Lüdenscheid
DE
asaphl@asaph.net

Herstelleradresse

Fontis - Brunnen Basel
Steinentorstr. 23
4051 Basel
CH
info@fontis.ch

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  • Marie

    5/5

    21.04.2026

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Lesenwert

    Neue, spannende Impulse und gute Ansätze liefert der Text von Jordan Peterson, insgesamt ist das Buch in leicht verständlicher Sprache geschrieben und gut lesbar. Ganz klare Leseempfehlung.

  • LichtundSchatten

    5/5

    08.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Konservative unterwerfen die…

    Konservative unterwerfen die Menschheit nicht einer universalen Moral und Kultur. Die permanente Beschwörung des Sozialen, Solidarischen und Gemeinschaftlichen liegt ihnen nicht. Konservative wollen diesem auch für sie Erstrebenswerten die Kraft des Realen und die des Individuums mitgeben. Sie bündeln alle Erfahrungen, die uns heute an die Spitze von Fortschritt und Technik gebracht haben. Ihr Skeptizismus ist nicht unsolidarisch oder unmenschlich, sondern innovativ und fortschrittsgetrieben, mit dem andauernden Wissen und Gewissen, dass man falsch liegen kann. Die Bezeichnung "Konservativ" als Gegenpol zu linken Sichtweisen polarisiert heute mehr denn je, sachliche Debatten finden kaum noch statt. Schade, denn es lohnt sich darüber nachzudenken, welche Eigenschaften notwendig sind, um der Welt ein lebenswertes Antlitz zu geben, sie ebenso zu bewahren wie vorsichtig interessenausgleichend nach vorne zu bringen. Peterson umfasst die Dimensionen des Konservativen mit folgenden Kennzeichnungen: Demut, Freiheit, Autonomie, Wahrheit, Handlungsfähigkeit, Identität. Leistung, Verantwortung, Gemeinschaft, Schöpfungsverantwortung, Gerechtigkeit, Tradition und Einigkeit. "Demut ist das Gegenteil jener hochmütigen, autoritären Arroganz, die für sich beansprucht, über umfassende und endgültige Fähigkeiten und Kenntnisse zu verfügen." Wenn man so wirklich versucht, anderen zuzuhören, ihre Ideen zu begreifen, grenzt man niemanden aus, sondern ist der sachlichen Vernunft verpflichtet, immer im Interesse einer guten, nicht ideologischen Lösung. Freiheit wird von Konservativen nicht hedonistisch verstanden, sondern ist eine Grundlage des Erschaffens. „Freiheit ist kostbar, weil sie allen freien und einzigartigen Menschen die Möglichkeit gibt, sich dem Potenzial der Zukunft bestmöglich zu stellen.“ Für Konservative sollte der einzelne Mensch gut sein, nicht aber die ganze Menschheit. Diese Erwartung ist völlig unrealistisch, weil zu viele, oft widersprüchliche Interessen aufeinander prallen. Nach der Abhandlung der wesentlichen Kriterien für Konservatismus vermittelt Peterson seine Sichtweise zur Armut bzw. dem Abfedern derselben (Anhang 1) und die konservativ-bürgerliche Lebensweise in ihren Ausprägungen, Anhang 2: „Über persönliche Veranwortung“. Der gut lesbare, nicht mit Fremdwörtern überfrachtete Text von Peterson wird von drei anderen Autoren aus Deutschland (Norbert Bolz, Birgit Kelle, Alexander Grau) besprochen bzw. diskutiert, höchst spannend und genau so wie man vorgehen sollte, um neue Lösungen zu erhalten. Man erkennt, konservatives Denken ist vor allem das Infragestellen anderer Einstellungen, immer mit dem Ziel, das Gemeinsame weiterzuentwickeln. Möglicherweise erleben wir wir soeben einen Niedergang der nivellierenden Kraft globaler Märkte und eine Renaissance jener Werte, die uns notwendig erscheinen: "In einer heterogenen Welt, die die Vielfalt der Kulturen und Traditionen bewahren und vor einer universellen Buntheit schützen möchte, benötigen wir mehr Kontroversen, mehr Dissens und mehr Mut zum Eigenen." (A. Grau, S. 81) Das Buch könnte ein Auftakt sein zum Diskurs zwischen allen politischen Fronten, alleine mir fehlt der Glaube. Die aktuelle, bunt-grüne Richtung scheint viel zu sehr von sich und ihren hehren moralischen Zielen überzeugt als dass sie erkennen könnte, wie sehr man das hinterfragen bzw. einem konservativen Prozess unterziehen müsste. Schade, denn die Innovationskraft des Konservativen wäre jene Korrektur, die der vermutete, universelle, globale Heilsglaube so dringend nötig hat. Bewahrend nach vorne gehen bei harmonischem Ausgleich aller Interessen und wissend, was wirklich trägt, abseits überforderter Moral, das war und bleibt der unspektakuläre Weg zum Besseren. Viele nennen es soziale Marktwirtschaft und umschreiben damit den Kern eines sich gegenseitig erhaltenden gesellschaftlichen, solidarischen Zusammenlebens bei größtmöglichen Freiheiten des Einzelnen. Der gescheiterte Sozialismus oder Kommunismus, alles kollektiv Einengende bedarf schon lange einer Korrektur durch ein schlüssiges Gegen-Konzept. Der Begriff konservativ ist m.E. missverständlich, die Abgrenzung zu Liberalismus zudem diffus. Die problematische Aufladung des Begriffes erhält jeder, wenn er im Netz danach sucht. Längst wäre es Zeit für ein eigenes Konzept, auch einen neuen Namen. Im Englischen habe ich dazu das Wort „Innovism“ gefunden. Tatsächlich ist die konservative Denkweise heute fortschrittlicher als z.B. grüne Sichtweisen, die uns eher zurück führen wollen in eine Zeit, die mit Fahrrad und Pferden gekennzeichnet war. In jedem Fall ist konservativ-bürgerlich das Gegenteil von radikalen Umbrüchen oder Revolutionen, ihr Kern ist nahe am menschlich-eigenen Gefühl. „Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die der Leute, welche die Welt nie angeschaut haben.“ (A. von Humboldt) Es sind meist jene, die Italo Svevo so umschreibt: „Ideologen sind Leute, die glauben, dass die Menschheit besser ist als der Mensch.“

  • Bewertung

    aus Schaffhausen

    4/5

    05.02.2025

    eBook (ePUB)

    Ist ein neuer Aubruch in Sicht?

    Ein Manifest ist eine Kampfschrift, um eine bestimmte Position oder ein Anliegen klar und deutlich darzulegen, eine klare Darstellung der Werte und Prinzipien, für die eine Bewegung oder Organisation einsteht. So lese ich im Lexikon. Die vorliegende Arbeit ist keine leichte Lektüre. Gewisse Schachtelsätze muss man mehrmals lesen, bis man den Sinn (vielleicht) versteht. Aber das Anliegen des Autors gefällt mir. "Konservativ" steht für einmal nicht am Pranger, wie sonst in den Medien. Er verteidigt den Begriff nicht. Die Selbstverständlichkeit, mit der er "konservativ" braucht und füllt, ist ungewöhnlich. "Das Revolutionäre an diesem Manifest ist nicht der Inhalt, sondern die Unerschrockenheit und die Klarheit, mit der Peterson in das intellektuelle Vakuum der Moderne hineinspricht", schreibt Birgit Kelle in ihrem Nachwort. "Nicht fehlendes Wissen ist das Problem, sondern die Ignoranz gegenüber jenen stabilisierenden Faktoren, die eine Gesellschaft zusammenhalten. Die 'leuchtende Stadt auf dem Berg' hat das Licht ausgeschaltet – allein schon aus Energiespargründen und Klimagerechtigkeit." Sein eigentliches Anliegen nennt der Autor auf der letzten Seite: "Die demoralisierten Menschen im Westen schreien geradezu nach einer Wiederherstellung der aufgegebenen Werte." Ich hoffe, dass er recht hat. Aber ob die mit dem Status quo Unzufriedenen Hilfe wirklich in den traditionellen Werten der Bibel oder in der Kirche suchen, ist alles andere als gesichert. Schön wäre es, denn der Verzicht auf den Gott der Bibel offenbart immer gravierendere Mängel in der Gesellschaft. Sind wir Christen auf die neuesten Entwicklungen vorbereitet? Wir können nicht mit alten Rezepten früherer Generationen die Probleme des 21. Jahrhunderts lösen. Andreas Grau, ein Wissenschaftsjournalist, erwähnt in dem Manifest den kommunistischen Vordenker Antonio Gramsci und sein Rezept für erfolgreiche Veränderungen der Gesellschaft: "Erfolgreiche Revolutionäre müssen zunächst die Deutungshoheit in einer Gesellschaft erringen. Zu diesem Zweck sei es notwendig, Schlüsselpositionen im Kultur-, Wissenschafts- und Medienbetrieb zu besetzen, um so die kulturelle Hegemonie zu erkämpfen." Die 13 Bereiche (eine Art Kampffelder), die Peterson wie eine Perlenkette aufreiht, sind der Versuch, diese "Deutungshoheit" zurückzugewinnen: "Wahrheit" zum Beispiel oder "Autonomie", "Schöpfungsverantwortung" oder "Gerechtigkeit". Christen, die die Bibel noch ernst nehmen, haben es verlernt, Schlüsselpositionen zu besetzen, die heute dran sind. Lässt sich dieser Rückstand bei der offensichtlich verunsicherten jungen Generation noch aufholen? Das sind offene Fragen, die mir beim Lesen dieses Buches geblieben sind. Ein Manifest ist eine Sache, aber für die Umsetzung braucht es überzeugte Multiplikatoren.

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