Die hier vorliegenden Lebensgeschichten spielen sich vom 17. bis ins beginnende 20. Jahrhundert ab. Es ist eine Zeit der Armut und der Aussichtslosigkeit, besonders für Frauen. Aber sie wissen sich gegen widrige Zeitumstände, unerwünschte Kinder und lästige Männer zu wehren. Damals war Arsen ja noch leicht zu bekommen ... und auch sonst war man nicht besonders zimperlich. Nur einen Fehler machten diese berühmt-berüchtigten Frauen: Ab einem bestimmten Moment fing ihnen ihr Tun oft zu gefallen an und sie konnten nicht aufhören. Allerdings gab es schon Exhumierungen und kriminologisch präzise Untersuchungen. Und für viele den Tod durch den Strang.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
Ilses Lesetipps
aus Wien
5/5
17.04.2026
Buch (Taschenbuch)
Still und heimtückisch
In „Mörderische Frauenzimmer“ präsentiert Mirella Kuchling dreizehn historische Kriminalgeschichten.
Bereits das Cover wirkt etwas gruselig und stimmt gut auf das ein, was einen erwartet. Für das 2023 erschienene Buch recherchierte die Autorin nicht nur in Europa sondern sogar in Übersee. Die Sammlung befasst sich mit Serienmörderinnen des 17. bis frühen 20. Jahrhunderts aus Österreich, Deutschland, Ungarn, England, Frankreich, Belgien, Italien und sogar aus den Vereinigten Staaten.
Die Fälle sind exzellent recherchiert und am Ende jeder Geschichte gibt es eine Zusammenfassung der Fakten. Der Autorin gelingt es hervorragend, diesen Frauen Lebendigkeit zu verleihen. Mit gutem Gespür für das damalige Gesellschaftsbild, das jeweilige Milieu und die Lebenssituation von Frauen beschreibt sie mit den raren Fakten als Skelett die Aktionen dieser Mörderinnen so anschaulich, dass man je nachdem von Grauen erfasst wird oder bis zu einem gewissen Grad sogar – es mag vielleicht verwunderlich klingen – sogar Mitleid und Verständnis für ihre Taten aufbringt. Denn nicht alle morden aus schierer Lust am Töten, aus Gier oder Triebhaftigkeit, sondern – wenn man sich die Lebensumstände von Frauen in früheren Jahrhunderten vergegenwärtigt – auch einfach aus Verzweiflung und Not. Sie morden still und heimtückisch. Es ist faszinierend, wie „einfach“ es damals war, Ehemänner und Kinder zu vergiften, sich der Toten zu entledigen, Ärzte und Mitmenschen hinters Licht zu führen. Die spektakulärsten Fälle kamen letztlich vor Gericht, die Täterinnen wurden inhaftiert, meist zum Tode verurteilt. Doch wie viele Mörderinnen blieben wohl unentdeckt?
Diese dreizehn Frauenschicksale, so erschütternd und beklemmend manche Geschichte auch ist, sind locker und leicht zu lesen, sind interessant aufbereitet, wirken lebendig und geben ein anschauliches Gesellschaftsbild wieder.
Sehr lesenswert. 5 Sterne.
Gabriela
aus Leopoldshöhe
5/5
09.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Mordende Frauen in vier Jahrhunderten
Dies ist ein Buch, das man nicht einfach beiseite legen kann, wenn man einmal mit dem lesen begonnen hat. Es handelt sich in 13 Kapiteln darum, wie böse und skrupellos Frauen aus verschiedenen Schichten, unterschiedlichen Alters und gründen (ihre) Kinder, Verwandte und (mehrere) Ehemänner umgebracht haben. Viele dieser Morde geschahen aus Habgier, um sich ein sorgenfreies Leben zu ermöglichen. Die Kinder waren zu viel und zu lästig für ein freies und unabhängiges Leben. Auch wollte man für einen jungen Liebhaber frei sein oder ein Leben in Saus und Braus genießen. Die Autorin hat hier authentische Mörderinnen vorgestellt, beginnend ab dem 17. Jahrhundert bis hin ins 20. Jahrhundert hinein. Doch keine der Frauen hat am Ende überlebt. Sie wurden dann entweder durch das Schafott oder durch den Strang hingerichtet und fanden somit selber den Tod, nachdem sie jahrelang gemordet haben. Diese Damen mordeten so raffiniert und deklarierten dn Tod als Krankheit, was von den Ärzten dann auch meistens so bestätigt wurde. Doch auch damals gab es schon Exhumierungen und Autopsien, wo Arsen nachgewiesen werden konnte. Auch den einen oder anderen kleinen Fehler wurden ihnen schlußendlich zum Verhängnis.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, da es mir unmöglich war, es aus der Hand zu legen. Mein Gefühl beim lesen bewegte sich zwischen Faszination, Erschrecken und Entsetzen. Da alle Fälle Authentisch sind, gibt es eine Gänsehautgarantie!
Und von mir gibt es außerdem 5 Sterne!
Bewertung
5/5
04.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Gelungenes Meisterwerk über 13 mörderische Frauen
Mörderische Frauenzimmer, geschrieben von einer sehr sympathischen Autorin Namens Mirella Kuchling, erzählt von 13 Serienmörderinnen, die in die Geschichte eingingen und einige davon, fast vergessen wurden.
Jede einzelne Geschichte,beschreibt die Mörderin und ihre Beweggründe/Motivation zu morden. Viele töteten aus Neid, Geldgier und den Wunsch als Frau beweisen zu können, das Leben auch ohne Mannsbilder unabhängig leben zu können. Einige beschreiben auch, dass sie aus Verzweiflung mordeten. Während ich die Geschichten las, fragte ich mich zwischendurch, ob es normal ist, Mitgefühl und Verständnis, für einige Frauen zu entwickeln.
Ja, ist es. Zu recht, wie ich finde und das liegt tatsächlich an der Autorin selbst. Denn Mirella Kuchling, schafft es ihre Leser/- innen trotz der Grausamkeit einiger Frauen, diese so lebendig zu beschreiben, dass man das Gefühl hat, über eine sehr gute Freundin und deren Leid zu erfahren.
Dieses Buch, sollte meiner Meinung in die Reihe, der Klassikromane aufgenommen werden.
Jeder der sich für echte Fälle in der Krimireihe und für die Tiefe der menschlichen Psyche interessiert, sollte es lesen.
Ich jedenfalls, werde nun Ausschau nach weiteren Werken, der Autorin halten und mich über neue Geschichten erfreuen.
Bin schon sehr gespannt
Bewertung
aus Cottbus
5/5
01.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Geschichten die gruseln
Mein Fazit :
Schon allein das Cover ist sehr ausdrucksstark und der Klappentext liest sich sehr spannend . Frauen morden meist leise, benutzen eher Gift und Tabletten. In den seltensten Fällen greifen sie zu " lauten " Mordwerkzeugen oder geraten in einen regelrechten Blutrauch wie ihre männlichen Pendants .
Welchen Einfallsreichtum Frauen doch besitzen , um ihre Männer / Geliebten / Kinder zu ermorden ist erschreckend und zugleich sehr irritierend. Wie kann man es übers Herz bringen, sein eigen Fleisch und Blut grausam zu ermorden? Man sollte seine Kinder doch lieben und schützen........
Die Autorin erzählt in ihren 13 Kurzgeschichten eindrucksvoll von Serienmörderinnen der speziellen Art. Zum Teil bekam ich Gänsehaut zu was Frauen fähig sind und mit welchen Emotionen sie zu kämpfen haben. Beginnent im 17. Jahrhundert, wo eine Mörderin geköpft wird, bis hin zu Frauen die den Tod durch den Strang fanden. Auf jeden Fall kein Buch für Frauen mir einem schwachen Nervenkostüm. Am Ende jeder Geschichte hat die Autorin den Fall mit bekannten Fakten zusammen gefasst, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lebendig , modern und mitreißend .Sie hat Geschichten ausgewählt , die unter die Haut gehen und zum Teil sprachlos machen beim lesen. Sehr aussagekräftig geschrieben und mit einer Prise Herz gespickt, ist es ein ganz tolles Buch was ich gerne weiter empfehle.
Bewertung
5/5
29.05.2023
Buch (Taschenbuch)
Kurzgeschichten die unter die Haut gehen
Das Cover des Buches hat mich sofort fasziniert und neugierig auf die 13 Kurzgeschichten gemacht. Der Titel ist sehr gut gewählt und der Klappentext hat sich sehr interessant gelesen. Die Haptik des Buches gefällt mir auch sehr gut. Das Buch hat ein tolles Vorwort und die Kurzgeschichten sind alle sehr interessant und gut beschrieben. Der Schreibstil hat mir gut gefallen, er war für mich einfach und gut nachvollziehbar zu lesen. 13 Frauen zwischen dem 17. bis Anfang des 20. Jahrhundert werden vorgestellt. Was hat sie zu den Mörderinnen werden lassen? Und wer waren ihre Opfer? Was waren ihre Tatwerkzeuge und wie wurden sie überführt und welche Strafe haben sie bekommen? Manche Geschichten waren grausig und erschreckend, die Tatsachenberichte und Biografien waren sehr gut recherchiert. Ich empfehle das Buch auf jeden Fall weiter.
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