Mike Markart erwandert sich Venedig. Er geht von Gespräch zu Gespräch, lauscht in die Schatten und dunklen Gassen, lässt sich in die entferntesten Winkel treiben und trinkt zwischendurch gerne mal ein Glas Wein. In den Lokalen der Einheimischen erfährt er von einem anderen Venedig, in dem man sich verabreden und verlieren kann, wo die Friedhofsinsel mit Angeln an die Stadt herangezogen wird und wo sich Sardinen von selbst in frisches Öl stürzen, um dem echten Venezianer ein mit Zwiebeln vermischter Genuss zu werden.Venedig von einem, der stets die Nuancen hinter dem Sichtbaren wahrnimmt. Das Dahinterliegende hinter dem Dahinterliegenden. Welche Stadt würde sich besser für diese tiefe Schau eignen als Venedig?
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
Sikal
5/5
14.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Gedanken zu Venedig
Der Autor Mike Markart kennt Venedig anders als man es als Tourist erlebt. Er führt uns in eine Welt abseits touristischer Pfade und lässt uns an „seinem“ Venedig teilhaben. 27 Passeggiate (Spaziergänge, Bummeleien) stellt uns der Autor vor und lädt dazu ein, auch die trüben Tage zu genießen.
Diese Gedankenfragmente sind in sprachlicher Poesie verfasst und passen zu den wunderbaren Fotos perfekt. Der Autor sorgt für Bilder, denen man gerne folgt und man schwelgt in Erinnerungen oder Träumen an diese faszinierende Stadt. Nur zu gerne lässt man sich von diesem literarischen Mosaik verzaubern.
Ein nettes Büchlein, das sicherlich auch als Geschenk herzlich willkommen ist. 5 Sterne
Gertie G.
aus Wien
4/5
19.03.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Venedigs letzte Geheimnisse erkunden
Autor Mike Markart lässt seine Leser an seinen "Passeggiate" (Spaziergänge, Bummeleien) teilhaben. Dabei führt er uns durch ein unbekanntes Venedig, das sich den 08/15 Touristen üblicherweise nicht erschließt. Vermutlich kennen auch nicht alle Venezianer die stillen, verborgenen Winkel der Stadt.
In 27 poetischen Spaziergängen zeigt er uns seine Stadt. Die lyrischen Kurzgeschichten laden ein, die Serenissima einmal aus eine ganz anderen Perspektive kennenzulernen.
Doch was ist, wenn viele Menschen dem Autor auf seinen Spaziergängen folgen? Wenn die bislang verborgenen Winkel Allgemeingut wie der Rest von Venedig werden?
Wäre es nicht besser, die letzten Geheimnisse der Stadt für sich zu behalten? Muss man alles miteinander „teilen“?
Fazit:
Für eingefleischte Venedig-Fans, die die Serenissima aus einer ganz anderen Perspektive kennenlernen wollen, sind diese lyrischen Kurzgeschichten mit ihren zahlreichen Schwarz-Weiß-Fotos eine Leseempfehlung. Von mir erhält das Buch 4 Sterne, denn ich muss nicht unbedingt Venedigs letztes Geheimnis erfahren.
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