Produktbild: Torstraße 94

Torstraße 94

Aus der Reihe Berliner Orte
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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.04.2023

Abbildungen

39, 39 Abbildungen

Verlag

Bebra verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,1/12,7/1,9 cm

Gewicht

248 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8148-0277-0

Beschreibung

Rezension

»Spannender als die Geschichten aus der Geschichte können diese nicht sein.«
Journal 55 plus - Berlin-Mitte
»Das spannende Zeitzeugnis einer untergegangenen Welt.«
Märkische Oderzeitung
»Der Autor hat die Geschichte des Hauses recherchiert, in dem er von 1960 bis 1970 seine Kindheit verbrachte, und Erstaunliches heraus bekommen.«
Berliner Woche

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

19.04.2023

Abbildungen

39, 39 Abbildungen

Verlag

Bebra verlag

Seitenzahl

160

Maße (L/B/H)

19,1/12,7/1,9 cm

Gewicht

248 g

Auflage

1. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-8148-0277-0

Herstelleradresse

Edition Q
Asternplatz 3
12203 Berlin
DE

Email: GPSR Kontakt

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  • Bewertung

    5/5

    02.10.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Haus mit Geschichte

    Andreas Ulrich wuchs in der Torstrasse 94 in Berlin auf. Mittlerweile ist er Journalist und hat sich dazu entschlossen, den Geschichten, die sich hinter den Mauern seines früheren Zuhauses zutrugen, auf den Grund zu gehen. Mit Hilfe des früheren Hausbuchs stößt er auf viele der früheren Hausbewohner, von denen jede und jeder eine einzigartige Geschichte zu berichten hat. Mir hat es Spaß gemacht mit Andreas Ulrich in die Vergangenheit der Torstrasse einzutauchen. Dabei ist jedem Hausbewohner ein kurzes Kapitel gewidmet, was die Lektüre sehr abwechslungsreich macht. Oftmals werden die Geschichten ergänzt um anschauliche Bilder der Hausbewohner. Dadurch gelang es mir, so richtig in die Geschichte einzutauchen und ich fühlte mich am Ende der Geschichte fast wie ein Mitglied der Hausgemeinschaft. Beeindruckt haben mich die vielen Facetten der Hausgeschichte, die der Autor aufgedeckt hat: Ob Geburt oder Tod, Model oder Bankräuber, traurige Geschehnisse während der zweiten Weltkriegs oder gemütliches Beisammensein bei leckeren Windbeuteln - all das und noch viel mehr haben die Mauern der Torstrasse 94 miterlebt. Es lohnt sich also definitiv diese Geschichte zu erkunden und man bekommt dabei sogar Lust, im eigenen Wohnumfeld auf Spurensuche zu gehen. Fazit: Andreas Ulrich lässt seine Leser*innen einen Blick hinter die Fassaden eines Hauses werfen, das schon so manche spannende Geschichte miterlebt hat.

  • Bewertung

    5/5

    21.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein wunderbares Zeitdokument

    Die Torstraße 94 in Berlin hatte schon viele Bweohner. Auch der Autor und Journalist Andreas Ulrich hat als Kind einige Jahre in dem Haus gelebt. Jahre später kehrt er zurück und macht sich auf die Suche der Bewohner des Hauses. An Hand des alten "Hausbuches", in das sich die Mieter zu DDR-Zeiten eintragen mussten, spürt er diese auf und läßt sie in kleinen, feinen Kapiteln ihre Geschichte erzählen. Mit dem Blick auf das Wesentliche, behutsame Emotionen und einer guten Portion Humor berichtet er von seinen Begegnungen. Wunderbare Zeitzeugen deutscher Geschichte. Die Gespräche sind authentisch, das Erlebte vielfältig. Besonders berührend sind die Jahre vor und nach dem 2. Weltkrieg. Ein schönes Detail sind die Erinnerungen an die besten Windbeutel von Berlin aus der Konditorei im Haus Nr. 94. Das Buch ist wunderschön gestaltet, ein richtiges Kleinod. Fotos der Bewohner und des Hauses ergänzen die Zeitzeugenberichte. Von mir definitiv 5 * und eine glasklare Leseempfehlung.

  • Kristineellen

    aus Berlin

    5/5

    11.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine Welt in einem Haus

    Nachdem ich das Buch ausgepackt habe, wollte ich kurz reinlesen. Ein paar Stunden später hatte ich das Buch durchgelesen und bin begeistert. Die Vielfalt der verschiedenen Geschichten fasziniert mich. Sicher auch, weil ich viele Orte, die im Buch vorkommen, gut kenne und teilweise zur gleichen Zeit ähnliche Erfahrungen gemacht habe. Aber auch wenn das Buch irgendwoanders spielen würde, wäre es sehr interessant zu lesen. Man merkt, dass der Autor Journalist ist. Ich wüsste gar nicht, wo ich anfangen sollte mit der Suche und was es alles für Behörden gibt, die teils sehr hilfreiche Tipps geben könne. Er kann gut beobachten, lässt die Bewohner oder Ex-Bewohner reden, nimmt sich selbst zurück, streut eigene Erfahrungen und Meinungen ein - super gemacht. Man kann sich gut vorstellen, was für Geschichten noch erzählt werden könnten, wenn wir unsere Häuser fragen könnten.

  • Bewertung

    aus Quickborn

    5/5

    08.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick durchs Schlüsselloch aufs Universum

    Die Idee, die Geschichte der Bewohner eines, hier explizit des eigenen ehemaligen Wohnhauses zu erforschen ist einfach genial. Der Mikrokosmos eines einzigen Berliner Mietshauses birgt die Geschichte der ganzen Stadt, wir schauen mit Andreas Ulrich durch ein Schlüsselloch und sehen ein ganzes Universum. Der Autor, gebürtiger Berliner (wie auch ich), lebte bis zum neunten Lebensjahr in diesem kleinen Kosmos, dem Haus in der Wilhelm-Pieck-Straße 94, die heute wieder Torstraße heißt. Dort war seine Zuflucht, seine wärmende Hülle, sein Gespensterkeller. Wie durch ein Wunder fallen ihm die sogenannten Hausbücher aus der DDR-Zeit in die Hände, man könnte auch meinen, in den Schoß. Hinter jedem Eintrag könnte eine Geschichte stecken, ein Schicksal, eine Überraschung. Der Journalist Ulrich ist angestachelt, so einen Schatz lässt er sich nicht entgehen. Er nimmt dieses Geschenk als inneren Auftrag an und beginnt Stück für Stück, Person für Person die Geheimnisse zu lüften. Rund zwanzig Porträts entstehen von den unterschiedlichsten Menschen, eingebettet auch in die deutsche und DDR-Geschichte mit all ihren Eigenarten und verwoben mit seinen eigenen Erinnerungen und Erfahrungen. Mich erinnert beim atemlosen Lesen diese intensive Suche an meine eigenen Recherchen zu meiner Familie, aus den vielen Puzzleteilen wurden plötzlich auch bei mir ganze Bücher. Besonders gut gefällt mir an Ulrichs Buch der Stil, der den Journalisten im Hintergrund immer erahnen lässt, er schreibt schnörkellos und doch sehr empathisch und emotional. Dass sich in diesem kleinen Buch die Story der Ruth Penser findet und hier ihr Sohn Gilbert, der als Baby nur ganz kurze Zeit in der 94 lebte, heute darüber berichtet, hat mich besonders beeindruckt. Ich kannte Gilbert als Kind, auch damals schon mit Brille, er war der Sohn einer befreundeten Kollegin meiner Mutter. Welch ein Zufall. Denn später hörte ich nie wieder etwas von den beiden, erst jetzt in diesem Buch finde ich sie und staune. Ulrich verbindet die Lebensgeschichten, die er ausfindig gemacht hat, mit einem Trick, am Ende der meisten Porträts leitet er auf wunderbare Weise weiter zum nächsten. Dass mir gerade die letzte Lebensgeschichte der Jüdin Alice besonders nahe geht, liegt vielleicht auch daran, dass nur wenige Straßen weiter meine Großtante Philippine bis zu ihrer Ermordung in der Krausnickstraße wohnte. Egal, ob Piaski oder Sobibor, ihre Leben war unterschiedlich, ihr Tod nicht. Stolpersteine haben sie nun beide. Dann schließt sich der Kreis auch meiner Erinnerungen wieder: Andreas Ulrich zog mit Eltern und Geschwistern zur Fischerinsel in eine Neubauwohnung, wo zu der Zeit auch mein Vater wohnte. Dass es ihn nun wieder nach Mitte gezogen hat, kann ich verstehen. Aber das alte Flair bekommt er wohl nicht mehr zurück, auch wenn die Erinnerungen es manchmal wieder auferstehen lassen. Fazit: auch Nichtberliner werden dieses Buch mögen, die Kurzporträts von rund 20 Bewohnern bzw. Familien aus der Torstraße 94 bringen dem Leser das Berlin-Mitte-Flair und auch die längst vergangene DDR-Zeit sehr nahe. Anschaulicher kann man das kaum beschreiben. Volle fünf Sterne.

  • Juma

    5/5

    08.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein Blick durchs Schlüsselloch…

    Ein Blick durchs Schlüsselloch aufs Universum Die Idee, die Geschichte der Bewohner eines, hier explizit des eigenen ehemaligen Wohnhauses zu erforschen ist einfach genial. Der Mikrokosmos eines einzigen Berliner Mietshauses birgt die Geschichte der ganzen Stadt, wir schauen mit Andreas Ulrich durch ein Schlüsselloch und sehen ein ganzes Universum. Der Autor, gebürtiger Berliner (wie auch ich), lebte bis zum neunten Lebensjahr in diesem kleinen Kosmos, dem Haus in der Wilhelm-Pieck-Straße 94, die heute wieder Torstraße heißt. Dort war seine Zuflucht, seine wärmende Hülle, sein Gespensterkeller. Wie durch ein Wunder fallen ihm die sogenannten Hausbücher aus der DDR-Zeit in die Hände, man könnte auch meinen, in den Schoß. Hinter jedem Eintrag könnte eine Geschichte stecken, ein Schicksal, eine Überraschung. Der Journalist Ulrich ist angestachelt, so einen Schatz lässt er sich nicht entgehen. Er nimmt dieses Geschenk als inneren Auftrag an und beginnt Stück für Stück, Person für Person die Geheimnisse zu lüften. Rund zwanzig Porträts entstehen von den unterschiedlichsten Menschen, eingebettet auch in die deutsche und DDR-Geschichte mit all ihren Eigenarten und verwoben mit seinen eigenen Erinnerungen und Erfahrungen. Mich erinnert beim atemlosen Lesen diese intensive Suche an meine eigenen Recherchen zu meiner Familie, aus den vielen Puzzleteilen wurden plötzlich auch bei mir ganze Bücher. Besonders gut gefällt mir an Ulrichs Buch der Stil, der den Journalisten im Hintergrund immer erahnen lässt, er schreibt schnörkellos und doch sehr empathisch und emotional. Dass sich in diesem kleinen Buch die Story der Ruth Penser findet und hier ihr Sohn Gilbert, der als Baby nur ganz kurze Zeit in der 94 lebte, heute darüber berichtet, hat mich besonders beeindruckt. Ich kannte Gilbert als Kind, auch damals schon mit Brille, er war der Sohn einer befreundeten Kollegin meiner Mutter. Welch ein Zufall. Denn später hörte ich nie wieder etwas von den beiden, erst jetzt in diesem Buch finde ich sie und staune. Ulrich verbindet die Lebensgeschichten, die er ausfindig gemacht hat, mit einem Trick, am Ende der meisten Porträts leitet er auf wunderbare Weise weiter zum nächsten. Dass mir gerade die letzte Lebensgeschichte der Jüdin Alice besonders nahe geht, liegt vielleicht auch daran, dass nur wenige Straßen weiter meine Großtante Philippine bis zu ihrer Ermordung in der Krausnickstraße wohnte. Egal, ob Piaski oder Sobibor, ihre Leben war unterschiedlich, ihr Tod nicht. Stolpersteine haben sie nun beide. Dann schließt sich der Kreis auch meiner Erinnerungen wieder: Andreas Ulrich zog mit Eltern und Geschwistern zur Fischerinsel in eine Neubauwohnung, wo zu der Zeit auch mein Vater wohnte. Dass es ihn nun wieder nach Mitte gezogen hat, kann ich verstehen. Aber das alte Flair bekommt er wohl nicht mehr zurück, auch wenn die Erinnerungen es manchmal wieder auferstehen lassen. Fazit: auch Nichtberliner werden dieses Buch mögen, die Kurzporträts von rund 20 Bewohnern bzw. Familien aus der Torstraße 94 bringen dem Leser das Berlin-Mitte-Flair und auch die längst vergangene DDR-Zeit sehr nahe. Anschaulicher kann man das kaum beschreiben. Volle fünf Sterne.

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