Ein gesellschaftskritischer Krimi, der unter die Haut geht.
Der rebellische Teenager ET ist sechzehn, trägt bunte Haare und spielt in einer Rockband. Als seine Mutter von einem angesehenen Zahnarzt gestalkt wird, sucht er die Zuger Detektei Trust Investigation auf. Sara, Natalie und Tom beginnen zu ermitteln, doch kurz darauf wird ETs Mutter erhängt aufgefunden. Der Fall wird zu einem undurchschaubaren psychologischen Terrorspiel, bei dem ET selbst ins Kreuzfeuer gerät. Mehr und mehr stellt sich die Frage, wer hier der eigentliche Stalker ist - und wer im Stillen nach Hilfe ruft.
Kundinnen und Kunden meinen
4.7/5.0
KarinJ
4/5
21.10.2024
eBook (ePUB)
Was ist Wirklichkeit, was ist gelogen? Das muss sich eine Schweizer Detektei fragen, als sie von dem abgedrehten ET gebeten wird, gegen einen Saubermann vorzugehen - Ein Krimi aus der Schweiz, bei dem ein jugendlicher Punk im Mittelpunkt steht
Inhalt:
Der Jugendliche ET lernt Lucy kennen, deren Vater eine Detektei hat. Am nächsten Tag taucht ET in der Detektei auf, um sie mit der Unterstützung gegen einen Stalker zu beauftragen. Seine Mutter ist das Opfer und mittlerweile psychisch am Ende, so dass ET seine Mutter versorgen und den Lebensunterhalt für beide bestreiten muss. Keine Behörde hilft. Nach einer ersten Absage, engagiert sich die Detektei dann widerwillig doch und die Situation eskaliert.
Bewertung:
Die Geschichte hat einen spannenden Einstieg. Gleich vorneweg gibt es ein Verbrechen, das ein düsteres Licht auf die Handlung und einen Verdacht auf eine Figur wirft. Doch die Situation ist sehr widersprüchlich und man weiß nicht, wem man glauben soll.
Die Erzählperspektive wechselt oft und so erfährt der Leser viel über die Gedanken, Gefühle und Lebensumstände aller Handelnden. Teils habe ich dies als uninteressant erlebt. Allerdings mag man das anders sehen, wenn man die Figuren bereits aus den vorausgehenden Bänden der Reihe kennt. Es gibt recht viele Figuren in der Geschichte. Allein die Detektei besteht aus drei Personen, die alle ihren Anhang haben. Man kann sie aber gut im Blick behalten, weil sie sehr verschieden sind. So findet sich immer jemand, mit dem man sich als Leser identifizieren kann und mit dem man besonders mitfiebert. Man kann auch nicht wirklich sagen, wer im Roman die Hauptfigur ist. Es gibt verschiedene Personen, die große Anteile an der Handlung haben.
Ab und an wird es witzig. Die Figur ET tut einiges dafür. Er wird als Charmeur dargestellt, der einen niedlichen Kinderblick manipulativ einzusetzen weiß. Er hat freche Sprüche drauf und weiß sich zu begeistern. Andererseits ist sie eine tragische Figur, die seit einigen Jahren quasi die Elternrolle übernommen hat und sich um sich selbst und die hilflose Mutter kümmert. Kein Amt und keine Behörde hilft ihm, egal, wie sehr er bittet. Obwohl ET viel auf dem Kasten hat, ist in vieler Hinsicht sehr bedürftig.
Die Beschreibung der Personen fand ich teils nicht so gut gelungen. Das ist ein paar mal wie so eine Liste gewesen, die man abarbeitet: Haare, Hose, oben rum und optional noch Schmuck. Es hat mich auch gestört, dass bei den Jugendlichen gefärbte Haare, Piercings, Kleidungsstil so ein Aufreger und negativ behaftet waren. Ich würde meinen, das Ausprobieren gerade auf diese Weise sei für Jugendliche normal, auch wenn nicht jeder ein Punk wird. Ein paar der Info hätte ich nicht gebraucht, ich finde den Schreibstil aber keineswegs mit Details überladen.
Spannend fand ich, wie die Detektivin Sara Jung vorgeht, wie sie die Zielperson beobachtet; ihre Strategie, die Leute direkt anzusprechen, ihnen was vorzulügen, oder einen Brocken Info hinzuwerfen, um die Reaktion zu sehen, war gewagt. Dann aber reagierte sie an manchen Stellen auch störend unerwartet, wenn man ihre Erfahrung als Kommissarin voraussetzt. Andererseits fand ich es sehr sympathisch, wie sie für ET da ist, obwohl sie eigentlich nicht der mütterliche Typ ist.
Positiv fand ich, dass Manches nicht künstlich in die Länge gezogen wurde. Gerade bei Dingen, die mir nicht gefielen, war es dann wie eine Erlösung, wenn kurz danach die Revision erfolgte.
Am Ende gibt es dann ein spannendes Finale. Da passiert recht viel. Man erhält viele Informationen. Es gibt Rückblenden, die für Spannung sorgen. Und zum Schluss ein Happy End, über das nicht mehr verraten wird.
Interessant bis witzig fand ich die Unterschiede zum Deutsch, wie man es in Deutschland verwendet. Man versteht alles sehr gut, weil so viele Unterschiede gibt es nicht im Buch. Aber beispielsweise "parkieren" kennt man gar nicht. Und "dufte" sagt in Deutschland keiner mehr. Aber vermutlich ist das entstanden durch die Übersetzung der Schweizer Jugendsprache ins Hochdeutsche, die, wie man aus der Danksagung erfährt, gemacht wurde.
Insgesamt war der Krimi gut zu lesen und hat mit gut unterhalten.
Joolte_hoert
5/5
21.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Highlight
Lorzentobel • Monika Mansour
"Ein gesellschaftskritischer Krimi,der unter die Haut geht. Gnadenlos zornig und hoffnungsvoll zärtlich." (Zitat vom Klappentext)
HIGHLIGHT!
Elias Tanner- der von der Gesellschaft lieber ET genannt werden möchte- ist ein rebellischer sechzehnjähriger Teenager mit bunten Haaren und Mitglied einer Rockband. Er sucht die Privatdetektei "Trust Investigation" auf,weil seine Mutter gestalkt wird. Doch niemand will ihm so wirklich glauben und alles spricht erst gegen den vermeintlichen Stalker: ein angesehener Zahnarzt.
Ich bin total geplättet von dieser Hammer Story! Das Cover hat mich direkt neugierig gemacht und ich wurde nicht enttäuscht! Ein Wechselbad der Gefühle,von Trauer über Mitleid zu Wut und Freude. Alles war mal dabei. Die Mitglieder der Trust Investigation waren mir allesamt sofort sympathisch obwohl dies der aktuellste Teil einer Reihe ist. Trotzdem hatte ich nicht das Gefühl irgendwas verpasst zu haben oder das mir etwas an Vorwissen fehlt. Monika Mansour hat einen rasanten Schreibstil der immer in einer Art Cliffhanger endet. So konnte ich das Buch innerhalb weniger Tage auslesen. Ab der Hälfte habe ich es regelrecht durchgesuchtet. Der Wechsel zwischen Gut und Böse hat sich minütlich geändert und irgendwann wusste ich gar nicht mehr was ich noch glauben soll Es war fantastisch!
Stalking ist kein leichtes Thema, deswegen spreche ich das hier nochmal explizit an. Gerade die Hintergründe die zum Stalking führten und was noch alles damit zusammenhängt wurden toll herausgearbeitet und geschildert.
Eine absolute Leseempfehlung!!
Bewertung
aus Enger
5/5
13.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Hochspannung aus der Schweiz
Monika Mansour hat mit dem Roman „Lorzentobel“ den neusten Teil ihrer Zuger-Krimireihe veröffentlicht.
Diesmal bekommt es die Zuger Detektei Trust Investigation mit dem sechzehnjährigen Teenager Elias Tanner, genannt ET, zu tun. Dieser möchte die Ermittler engagieren, da seine Mutter von ihrem ehemaligen Chef über einen längeren Zeitraum gestalkt wird und somit in ihrem Leben total eingeschränkt wird.
Nach einem Schicksalsschlag in den eigenen Reihen gerät ET zunehmend ins Kreuzfeuer der Behörden. Nichts scheint so zu sein wie es ist. Sara, Natalie und Tom von Trust Investigation müssen all ihr Können aufbringen, um Licht ins Dunkel zu bringen.
Schon das mysteriöse Cover in Zusammenhang mit dem tollen Titel lassen richtig Spannung aufkommen ohne auch nur eine Zeile gelesen zu haben. Und was die Verpackung verspricht, das hält der Inhalt. Die Autorin versteht es sehr gut mit Worten umzugehen und auch der Einzug der Schweizer Sprache in die Geschichte erweist sich als sehr gelungene Idee.
Die Geschichte ist nachvollziehbar und die Charaktere authentisch. Gesellschaftskritische Themen werden dabei ebenso angesprochen wie zum Beispiel der Umgang mit jugendlichen Erwachsenen. Als Leser/in ergreift man Partei für das Handeln einiger Personen, um dann im weiteren Verlauf festzustellen, dass die Sachlage doch vielleicht eine ganz andere sein könnte.
Die Autorin versteht es, das Publikum auf die falsche Fährte zu locken.
Fazit: „Lorzentobel“ ist ein starker Krimi, der durchgehend spannend unterhält. Vergnügliche und fesselnde Lesestunden stehen auf dem Programm. Leseempfehlung!
Martin Schult
aus Borken
5/5
10.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender Kriminalroman mit Tiefgang
Elias Tanner genannt ET ist verzweifelt. Seine Mutter leidet an einer schweren Depression und niemand glaubt ihm, dass der ehemalige Arbeitgeber seiner Mutter, der Zahnarzt Dr. Wagner, sie ununterbrochen stalkt. In seiner Not wendet er sich an die Kanzlei Trust Investigations, mit der Bitte, einen Beweis für seine Behauptungen zu finden. Bei ihren Ermittlungen stoßen Sara, Natalie und Tom aber nur auf viel Lob für den angesehen Zahnarzt, von einem schweren Fehlverhalten gibt es keine Spur. Als allerdings Elias Mutter einen Suizid begeht, übernimmt das Team von Trust Investigations offiziell, um der Sache auf den Grund zu gehen...
Ich habe bereits einige Kriminalromane aus der Feder der schweizerischen Autorin Monika Mansour gelesen und sie konnte mich bisher immer in den Bann ziehen und begeistern. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in den neuen Fall für das Team der Trust Investgations eingestiegen und nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Der Spannungsbogen wird um das angebliche Stalking gekonnt aufgebaut und über den tragischen Todesfall, sowie den weiteren Entwicklungen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer verstricktere Geschichte, bei der der Leser nachher nicht mehr weiß, wem er nun noch glauben kann und wem nicht. Eine für mich überraschende Auflösung rundet das Ganze sehr gelungen ab. Gerade die Thematik des Stalkings verleiht der Geschichte einen besonderen Tiefgang, da es der Autorin Monika Mansour gelingt sie einfühlsam in Szene zu setzen und somit durchaus auch gesellschaftskritische Sicht zu erzeugen.
Insgesamt ist "Lorenztobel" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener Regional-Krimi, der mit interessant gezeichneten Protagonisten, einer berührenden aber zugleich auch spannenden Geschichte, sowie dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
Bewertung
aus Borken
5/5
10.07.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannender Kriminalroman mit…
Spannender Kriminalroman mit Tiefgang Elias Tanner genannt ET ist verzweifelt. Seine Mutter leidet an einer schweren Depression und niemand glaubt ihm, dass der ehemalige Arbeitgeber seiner Mutter, der Zahnarzt Dr. Wagner, sie ununterbrochen stalkt. In seiner Not wendet er sich an die Kanzlei Trust Investigations, mit der Bitte, einen Beweis für seine Behauptungen zu finden. Bei ihren Ermittlungen stoßen Sara, Natalie und Tom aber nur auf viel Lob für den angesehen Zahnarzt, von einem schweren Fehlverhalten gibt es keine Spur. Als allerdings Elias Mutter einen Suizid begeht, übernimmt das Team von Trust Investigations offiziell, um der Sache auf den Grund zu gehen... Ich habe bereits einige Kriminalromane aus der Feder der schweizerischen Autorin Monika Mansour gelesen und sie konnte mich bisher immer in den Bann ziehen und begeistern. Ich bin daher mit viel Vorfreude und einer gewissen Erwartungshaltung in den neuen Fall für das Team der Trust Investgations eingestiegen und nach wenigen Seiten war mir klar, dass ich nicht enttäuscht werden würde. Der Spannungsbogen wird um das angebliche Stalking gekonnt aufgebaut und über den tragischen Todesfall, sowie den weiteren Entwicklungen auf einem aus meiner Sicht hohen Niveau gehalten. Es entwickelt sich eine immer verstricktere Geschichte, bei der der Leser nachher nicht mehr weiß, wem er nun noch glauben kann und wem nicht. Eine für mich überraschende Auflösung rundet das Ganze sehr gelungen ab. Gerade die Thematik des Stalkings verleiht der Geschichte einen besonderen Tiefgang, da es der Autorin Monika Mansour gelingt sie einfühlsam in Szene zu setzen und somit durchaus auch gesellschaftskritische Sicht zu erzeugen. Insgesamt ist "Lorenztobel" aus meiner Sicht ein mehr als gelungener Regional-Krimi, der mit interessant gezeichneten Protagonisten, einer berührenden aber zugleich auch spannenden Geschichte, sowie dem Erzähltalent der Autorin zu überzeugen weiß. Ich empfehle das Buch daher sehr gerne weiter und bewerte es mit den vollen fünf von fünf Sternen.
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