Ein bewegender Coming-of-Age-Roman über Sehnsüchte, Identität und Toleranz. Und die großen Fragen des Heranwachsens: Wer bin ich und was sehen die anderen in mir? In Pauls Leben läuft alles schief: Er liebt ein Mädchen, das er nicht bekommen kann, ist Frontmann einer Rock-Band - obwohl er eigentlich gar nicht singen kann und mehr auf Electrobeats steht - und jedes Gespräch mit seinem Vater endet in Streit und mit Geschrei. Als er dann auch noch per Zufall erfährt, dass er nicht der biologische Sohn seiner Mutter ist, beginnt er sein bisheriges Leben und sein Umfeld in Frage zu stellen. Die Suche nach seiner leiblichen Mutter wird gleichzeitig zu einer Suche nach sich selbst. Der Nachwuchsschauspieler Jonathan Berlin übernimmt die Perspektive Pauls und schildert authentisch das Gefühlschaos des 16-jährigen Protagonisten. Unterbrochen wird Pauls (Identitäts-)Suche immer wieder von Briefen von "K", einfühlsam gelesen von Isabel Abedi.
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
fromme Helene
4/5
11.01.2024
Hörbuch-Download
Sensible Coming-of-age-Erzähkung mit queerer Thematik und Überraschungsmoment
Sehr schöne Young-Adult-Geschichte mit sensiblem Umgang mit den queeren Themen. Ich mochte die Charaktere und besonders Pauls starke Innensicht. Manche Beats und Anglizismen waren für mich ein bisschen "too much". Aber was weiß ich schon von Jugendsprache. ;) An einigen Stellen hätte ich mir etwas weniger inneres Drama gewünscht, aber im Hormonchaos durchaus realistisch.
Wunderbar und so typisch für die Autorin: die unerwartete Wendung zum Ende, die den Leser wie ein Raubtier aus dem Hinterhalt anfällt. Klasse!
Ich lese Tania Wittes Jugendbücher immer wieder gerne, obwohl ich schon lange nicht mehr zur Zielgruppe gehöre. Sie hat ein feines Gespür für psychologische Prozesse in jungen und älteren Menschen und eine frische Erzählweise. Dieses Mal als Hörbuch auch klasse umgesetzt und glaubhaft gesprochen.
Julie's Bookhismus
aus Ebstorf
5/5
15.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut wundervoll und zeitgemäß
Anfangs dachte ich noch, dieses Buch geht um einen verwöhnten Teenager, der eben nicht bekommt was er will. Doch mit der Zeit ist es soooo viel mehr als das geworden.
Auf der Suche nach Liebe, Familie Zusammenhalt und sich selbst findet dieser wundervolle, aber auch nervige, Junge nicht nur zu sich selbst. Er findet so viel mehr, seine Familie vereint, seinen Traum ein Stück näher und dann fängt es auch noch an wie wild zu kribbeln.
Unfassbar toll, zeitgemäß und pädagogisch wertvoll. Dieses Buch sollte unbedingt als Schullektüre eingeführt werden. Es enthält so viel Aufklärung, Verständnis, Liebe und Freundschaft. Ich hatte so oft Gänsehaut und es hat mir soviel Emotionen entlockt.
Besonders Kinderund Teenager, die noch in der Findungsphase sind und Eltern, die sie dabei begleiten, sind bei diesem Buch absolut richtig! Totale Leseempfehlung!
JuliesBookhismus
aus Ebstorf
5/5
15.06.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Absolut wundervoll und…
Absolut wundervoll und zeitgemäß Anfangs dachte ich noch, dieses Buch geht um einen verwöhnten Teenager, der eben nicht bekommt was er will. Doch mit der Zeit ist es soooo viel mehr als das geworden. Auf der Suche nach Liebe, Familie Zusammenhalt und sich selbst findet dieser wundervolle, aber auch nervige, Junge nicht nur zu sich selbst. Er findet so viel mehr, seine Familie vereint, seinen Traum ein Stück näher und dann fängt es auch noch an wie wild zu kribbeln. Unfassbar toll, zeitgemäß und pädagogisch wertvoll. Dieses Buch sollte unbedingt als Schullektüre eingeführt werden. Es enthält so viel Aufklärung, Verständnis, Liebe und Freundschaft. Ich hatte so oft Gänsehaut und es hat mir soviel Emotionen entlockt. Besonders Kinderund Teenager, die noch in der Findungsphase sind und Eltern, die sie dabei begleiten, sind bei diesem Buch absolut richtig! Totale Leseempfehlung!
SasaRay
5/5
02.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Suchend. Fragend. Darüberhinausschauend.
Leseerlebnis :
"Einfach nur Paul" wird aus der Perspektive des gleichnamigen Protagonisten in der Ich-Form erzählt. Dazu gibt es nach jedem Kapitel Briefe von K. an das geliebte Kind. Die Zusammenhänge erfährt man nach und nach.
Paul und auch die anderen Charaktere werden sehr gut gezeichnet, wobei ihm eindeutig die größte Aufmerksamkeit zufällt und er dadurch sehr facettenreich porträtiert wird. "Ich suche mich, ich finde mich" ist definitiv der zentrale Schwerpunkt.
Der Schreibstil von Tania Witte ist sehr einnehmend und schafft es problemlos einen an das Buch zu fesseln. Die Fragen häufen sich innerhalb der Erzählung und mit jeder Antwort kommen gefühlt drei neue Fragen hinzu.
Der Handlungsverlauf hat mir sehr gut gefallen und der Wechsel zwischen Kapiteln und Briefen schuf mir eine sehr gute Lesedynamik.
Es hat mir viel Freude gemacht nach und nach hinter das Geheimnis um Pauls Mutter zu kommen und dieses zu lösen. Allerdings war mir persönlich das Ende einfach ein wenig zu kurz und ich hätte Paul gerne noch ein wenig begleitet.
Fazit :
"Einfach nur Paul" ist ein ganz besonderer Coming-of-Age-Roman, der die Problematik des Heranwachsens zum einen sehr gut erfasst und zum anderen den Leser dazu bringt über den Tellerrand hinaus zu schauen.
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Bewertet mit 4,5 von 5 Sternen
CorniHolmes
5/5
24.10.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Bewegend, tiefgründig, unterhaltsam. Ein wunderbares Buch!
Endlich gibt es neues Lesefutter von der deutschen Autorin Tania Witte! Sowohl ihre zwei vorherigen Jugendbücher „Die Stille zwischen den Sekunden“ und „Marilu“ als auch der Roman „Wild – Sie hören dich denken“, den sie gemeinsam mit Antje Wagner unter dem Pseudonym Ella Blix geschrieben hat, waren echte Highlights für mich. Auf „Einfach nur Paul“ war ich daher wahnsinnig gespannt.
Paul ist 16 Jahre alt und nicht so wirklich glücklich mit seinem Leben: Er ist Mitglied in einer Band, in der er eigentlich gar nicht sein möchte, und verliebt in ein Mädchen, das er nicht bekommen kann. Obwohl er viel mehr auf elektronische Musik steht, heimlich davon träumt, ein erfolgreicher DJ zu werden und kein Talent fürs Singen hat, verlässt er die Band nicht und macht weiter den Frontmann. Amira zuliebe. Amira, seine allerbeste Freundin, die die Band damals gegründet hat und für die Paul schon seit langem deutlich mehr empfindet als nur Freundschaft. Amira erwidert seine Gefühle jedoch nicht, was Paul auch weiß. Dennoch ist er gerne mit ihr zusammen. Vor allem in der letzten Zeit kann er ihre Nähe gut gebrauchen. Paul gerät ständig mit seinem Vater aneinander, gefühlt kann er ihm nichts recht machen, jedes Gespräch mit ihm endet in einem lautstarken Streit. Als seine kleine Schwester für ihren Biologieunterricht etwas Unglaubliches herausfindet, gerät Pauls Welt komplett aus den Fugen. Bei einem Blutgruppentest kommt raus, dass er nicht der biologische Sohn seiner Eltern sein kann. Auf einmal sind da lauter Fragen in seinem Kopf. Wer ist seine richtige Mutter? Warum hat sie ihn verlassen? Wer ist er eigentlich? Eine Suche voller Herausforderungen beginnt. Ob Paul die Antworten auf seine Fragen finden wird?
Da mir die bisherigen Jugendromane von Tania Witte so gut gefallen haben, habe ich mir von ihrem neuen Werk nun natürlich sehr viel erhofft und um es kurz zu machen: Meine Erwartungen konnten auch dieses Mal gänzlich erfüllt werden! Tania Witte ist es in meinen Augen erneut hervorragend gelungen, wichtigen Stoff einfühlsam und leicht und mit einer genau richtigen Portion Humor zu verpacken. „Einfach nur Paul“ erzählt eine berührende und tiefgründige Geschichte über viele aktuelle und sensible Themen wie die Frage nach der eigenen Herkunft und dem Finden zu sich selbst, über Freundschaft, Familie, unerfüllte Liebe, Glenderklischees und Toleranz. Das Buch besitzt eine Menge Tiefgang und bewegt und stimmt nachdenklich, zugleich enthält es aber auch eine wunderbare Leichtigkeit und zaubert einem des öfteren ein Schmunzeln auf die Lippen. Ich hatte dank des flüssigen und jugendlichen Schreibstils einen mühelosen Einstieg in die Geschichte und da mich die Handlung von Beginn an packen und fesseln konnte, habe ich die gut 272 Seiten innerhalb kurzer Zeit verschlungen.
Erzählt wird die Geschichte meist aus der Sicht von Paul in der Ich-Perspektive. Mir hat unser 16-jähriger Hauptprotagonist auf Anhieb gefallen. Er ist ein supersympathischer Typ und lebensnah gezeichnet, er denkt viel nach und verliert sich öfters in seinem Kopfchaos, er liebt Musik und steckt voller großer Lebensträume, er eckt an und fällt gerne auf (zumindest manchmal) und hält überhaupt nichts davon, sich in eine Schublade stecken zu lassen. Paul trägt gerne Nagellack und Make-up – was andere davon halten, kümmert ihn nicht groß. Diesbezüglich macht Paul einfach sein Ding, wofür ich ihn sehr bewundert habe, es gibt aber auch einiges in seinem Leben, das er nicht so selbstbewusst durchzieht. So möchte er eigentlich gar nicht in der Band sein, die seine beste Freundin Amira gegründet hat, traut sich aber nicht, Amira die Wahrheit zu sagen und macht ihr zuliebe mit. Also ich fand Paul einfach nur toll. Ich habe sein Fühlen, Denken und Handeln jederzeit nachvollziehen und mich auch als Erwachsenen ohne Probleme in ihn hineinversetzen können.
Auch die Nebencharaktere mochte ich sehr. Sie wurden wie Paul vielschichtig ausgearbeitet und wirken wie Personen aus dem echten Leben. Da hätten wir zum Beispiel die bereits von mir genannte Amira, in die Paul schon seit langem verliebt ist (sie aber leider nicht in ihn); und Em, die eigentlich nicht Em heißt und blaue Haare hat und auf die Paul während seiner Suche nach der Wahrheit treffen wird. Und dann wäre da natürlich noch Pauls jüngere 14-jährige Schwester Linn, die er immer liebevoll Keks nennt und die sich mit ihrer bezaubernden und pfiffigen Art sofort in mein Herz geschlichen hat.
Neben den Figuren konnte das Buch auch mit der Erzählweise bei mir punkten. Wie oben schon erwähnt, wird der größte Teil aus dem Blickwinkel von Paul geschildert, es gibt aber auch immer mal wieder kurze Einschübe in einer anderen Schriftart, bei denen es sich um Briefe an Paul von einer Person namens K. handelt. Wer K. ist und was es mit den Briefen auf sich hat, werde ich euch hier jedoch nicht verraten, das müsst ihr schon selbst herausfinden.
Auch sonst möchte ich hinsichtlich der Handlung gar nicht weiter groß was sagen. Stellt euch einfach mal darauf ein, dass euch das Buch auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitnehmen wird und ihr es am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen mögt. Bei mir zumindest war es so, ich habe insgesamt eine sehr emotionale Zeit mit „Einfach nur Paul“ verbracht. Und wie ich es von Tania Witte gewohnt bin, hat sie mich auch dieses Mal mit einer für mich völlig unvorhersehbaren Wende zum Ende hin ziemlich aus den Socken hauen können. Was diesen Plottwist angeht, werde ich hier aber definitiv nicht weiter ins Detail gehen, da ich ansonsten ziemlich spoilern würde.
Der Ausgang der Erzählung hat mich ebenfalls zufriedenstellen können. Er ist passend und schließt den Roman rundum gelungen ab.
Fazit: Mitreißend, bewegend, authentisch und ehrlich. Eine wundervolle Coming-of-Age-Geschichte über die Suche nach der eigenen Identität und dem richtigen Platz im Leben.
Dies war mein viertes Werk aus der Feder von Tania Witte und auch mit diesem hat mich die deutsche Autorin vollauf begeistern können. Das Buch greift viele wichtige Themen auf und steckt voller Emotionen und Tiefgang, es ist ernst und unterhaltsam zugleich, großartig geschrieben und nicht nur ein Roman für Jugendliche ab 12 Jahren, sondern auch für erwachsene Leser*innen. Ich habe Paul nur zu gerne auf seinem Weg zu sich selbst begleitet und kann jedem nur empfehlen es mir gleichzutun. Von mir gibt es 5 von 5 Sternen!
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5/5
03.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die Hürden des Erwachsenwerdens.
Der Jugendliche Paul steckt fest. Er ist unglücklich verliebt in seine beste Freundin, hat große Träume vom Musikmachen, singt aber in einer Band, in der er sich nicht wohlfühlt und seine Ideen nicht umsetzen kann. Als er noch erfährt, dass er nicht das leibliche Kind seiner Eltern ist, ist das Leben für ihn nur noch kompliziert. Doch trotz allem versucht er seine Welt zu verstehen und herauszufinden, wer er wirklich ist und wo er hingehört. Ein toller Jugendroman, der auch für Erwachsene lesenswert ist.
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