Nach einer Englandreise kehrt Fanny, die bezaubernde Tochter des Grafen Wohlleben, zurück nach Wien. Das lang ersehnte Wiedersehen mit ihrer großen Liebe Paul Faber lässt jedoch leider auf sich warten - das mysteriöse Verschwinden des Textilfabrikanten gibt nicht nur ihr Rätsel auf. Um sich abzulenken, stürzt sich Fanny voller Enthusiasmus in die Gestaltung ihres Gartenpalais. Doch als sie bei einem Pferderennen dem charismatischen ungarischen Magnaten Gyula Graf Erdélyi begegnet, wird ihre Liebe zu Paul auf eine harte Probe gestellt. Wird sie seiner Anziehungskraft erliegen?
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Sheilo
aus Bannewitz
5/5
20.02.2023
eBook (ePUB)
Das blühende Wien
Fanny hat einige Zeit während ihres Trauerjahres bei ihrer Schwester Sophie in England verbracht. Da diese ihr Kind in Wien zur Welt bringen möchte, reist Fanny zusammen mit ihr zurück. Sie sehnt sich sehr nach Paul und freut sich auf das Wiedersehen. Zurück in Wien muss sie jedoch feststellen, dass er sich auf einer Reise befindet und niemand weiß wann er zurück kehren wird. Dann lernt Fanny bei einem Pferderennen den ungarischen Grafen Erdélyi kennen. Er ist sehr gutaussehend und charmant, es kommt auch zu einem Kuss, aber was ist mit Paul? Wie werden sich Fannys Gefühle entwickeln und für wen wird sie sich entscheiden?
"Der Blumenkavalier: Sehnsucht im Palais" ist der 3. Roman von Michaela Baumgartner über die Töchter der Familie Wohlleben und kann unabhängig von den vorherigen Bänden gelesen werden. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet und das Buch liest sich sehr flüssig und angenehm. Im Buch werden die Erzählstränge der verschiedenen Charaktere geschickt kombiniert und beim Austausch der Blumenliebhaber lernt der Leser auch einiges über die verschiedenen Pflanzen.
Fanny hat sich charakterlich sehr weiterentwickelt. Von einem wilden jungen Mädchen wurde sie zu einer jungen Dame, die auf eigenen Beinen steht und unabhängig ist. Sie lebt sich bei der Gestaltung ihres Gartens aus und ist eine sehr tierliebe Person. Sie kümmert sich nicht um den Tratsch der guten Gesellschaft und nutzt zu gerne die viel praktischeren Hosen zum Reiten. Mit ihren 18 Jahren ist sie noch sehr jung und lässt sich zu leicht von Gerüchten beeinflussen.
Sophie merkt, wie sie bei ihrer Ankunft in Wien aufblüht, obwohl sie ihren Mann sehr vermisst. Sie beschließt auf Rat ihrer Tante sich mit ihrer Schwiegermutter zu versöhnen und zeigt damit eine große charakterliche Stärke.
Neben Sophie und Fanny erleben auch die anderen Charaktere ein Auf und Ab, Beziehungen zerbrechen oder blühen auf. Es ist wirklich interessant, die Entwicklungen als Leser mitzuerleben.
Zusammenfassend kann ich sagen, dass dieser gelungene Roman ein schönes Abbild der damaligen Wiener Gesellschaft voller Klatsch und kleinen Intrigen darstellt und uns in eine wunderschöne Welt der Blumen entführt. Dabei sind vor allem die tollen Beschreibungen der Gärten und Pflanzen hervorzuheben. Ich kann allen nur empfehlen zusammen mit der Autorin in diese blütenreiche Welt einzutauchen.
Bewertung
aus Bremen
5/5
18.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein gut recherchierter historischer Roman
Der Blumenkavalier aus der Reihe der Familie Wohlleben der Autorin Michaela Baumgartner ist ein historischer Roman, welcher im alten Wien spielt, der im Gmeiner Verlag am 8. Februar erschien, ist.
Inhalt:
Die beiden Töchter des Grafen Wohlleben, Fanny und Sophie, kehren nach einer langen Englandreise aus verschiedenen Gründen zurück ins heimische Wien. Was allerdings viele Fragezeichen aufwirft, ist das mysteriöse Verschwinden des Textilfabrikanten Paul Faber, was dazu führt, dass ein baldiges Wiedersehen lange auf sich warten lässt. Um diese Zeit auszufüllen, stürzt sich die jüngste Tochter des Grafen in die Gestaltung ihres Gartenpalais. Doch Fanny wäre nicht Fanny, wenn nicht noch mehr in ihrem Leben passieren würde bei einem Pferderennen trifft sie auf den ungarischen Magnaten Gyula Graf Erdélyi und von dort an wird ihre Liebe zu Paul auf die Probe gestellt.
Meinung:
Der dritte Band erscheint als Taschenbuch und als E-Book mit 315 Seiten. Dieser 8 Kapitel lange Roman wurde von der Autorin wieder sehr gut recherchiert. In Prinzip kann man den auch lesen, ohne die beiden anderen gelesen zu haben, da man während des Buches grob über die handelnden Menschen aufgeklärt wird. Aber es empfehlt sich dennoch vorher die anderen Bände zu lesen, um besser in den Roman zu kommen. Die Geschichte selbst ist zwar keine leichte Kost, aber es macht mir besonders viel Spaß, sie zu lesen, da sie sehr vielschichtig ist. Durch den Schreibstil kann man sehr gut in das Österreich der damaligen Epoche eintauchen. Ich würde mich allerdings freuen, noch mehr über die Zeit zu erfahren und freue mich schon auf den nächsten Band sollte es einen geben.
Fazit:
Ich kann das Buch nur jeden empfehlen, der gerne historische Romane oder obendrein historische Liebesromane liest. Auch den Fans von Büchern mit dem Handlungsort Wien kann ich die Geschichte wärmstens ans Herz legen.
Bewertung
5/5
06.04.2023
Buch (Taschenbuch)
Ein wundervoller Roman und ein Besuch im alten Wien.
Dieses Buch ist der dritte Teil der vom Leben der Familie Wohlleben handelt. In dieser Familiengeschichte geht es um die drei Kinder des Grafen Wohlleben. Fanny die leider bereits mit 19 Jahren Witwe wurde, kommt nun nach einem langen Englandaufenthalt bei ihrer Schwester Sophie, endlich wieder zurück nach Hause. Hier in Wien zurückgekehrt hofft sie doch auf ein baldiges Wiedersehen mit Paul, ihrer großen Liebe. Aber auch Sophie fühlt sich in England nicht wohl insbesondere wegen ihrer Schwiegermutter. Sophie die derzeit schwanger ist, fühlt dich allein in ihrer neuen Heimat. Und so kommt sie zur Erkenntnis, daß sie ihre restliche Schwangerschaft bei ihrer Familie zuhause in Wien verbringen möchte. Nicht nur die Familie freut sich über das Heimkommen der Schwester sondern auch die Freundin Emilia.Sophie denkt über den Streit mit ihrer Schwiegermutter nach doch Fanny hat jedoch ganz andere Sorgen denn sie möchte nun den Garten des Palais einrichten der ihre vollkommene Aufmerksamkeit benötigt und dies lenkt sie noch zusätzlich von Paul ab. Denn der hatte sich ohne ein Wort der Verabschiedung einfach auf Reisen begeben. Paul Faber's Familie weiß nicht wo er ist. Natürlich ist auch der Bruder der beiden Schwestern im dritten Teil wieder mit dabei. Und dann gibt es ja auch noch Erdely, der ungarische Graf. Denn mit diesem verbindet Fanny anscheinend nicht nur die Liebe zu Pferden. Denn dieser Graf ist gutaussehend und sehr charmant und so wechseln die Gefühle von Fanny zwischen Paul und Erdely.
Wie geht es mit der Familie Wohlleben weiter?
Wie geht es mit der Freundin Emilia weiter? Arbeitet sie weiter als Designerin oder heiratet sie den Baron Artstetten? Oder vielleicht doch Georg?
Mir hat auch dieser Teil der Reihe sehr gut gefallen. Ich liebe die Bücher der Autorin. Sie hat es auch hier wieder geschafft, das ich mittendrin in der Geschichte war. Der Schreibstil ist so wundervoll und ich liebe diese Art der Sprache. Diese spielerischen Worte der alten Zeit angepasst ist einfach nur perfekt. Man lebt mit allen Protagonisten richtig mit und ich war tatsächlich ab der ersten Seite im alten und historischen Wien. Obwohl es sich hier schon um den dritten Teil handelt kommt man schnell in die Geschichte rein und kann es auch unabhängig davon lesen. Ich habe die Familie Wohlleben richtig liebgewonnen und lebe hier auch mittendrin im 19. Jahrhundert meines geliebten Wiens. Die Protagonisten wachsen allen Lesern sicherlich noch mehr ans Herz. Auch das Leben wie es damals zugegangen ist...ist so realistisch aber auch lehrreich geschrieben. Und genau wie es damals mit dem Adel so gewesen ist wurde von der Autorin beschrieben und wie gewohnt sehr gut recherchiert. Ganz genauso wie es eben bei uns in der damaligen Donaumonarchie gewesen ist. Ich habe Seite für Seite wirklich sehr genossen und konnte das Buch gar nicht weglegen. Aber auch das schöne Buchcover passt perfekt zum Buch uns ist wirklich wunderschön. Auch gefällt mir sehr gut die Aufzählung und die Bedeutung der Blumen in dem Buch. Auch hier habe ich viel gelernt und auch das Verzeichnis der historischen Personen finde ich sehr hilfreich. Auf jeden Fall war die Reise ins alte Wien sehr schön und hat mir große Freude bereitet. Ich freue mich jetzt schon auf weitere Bücher der Autorin. Von mir absolut verdiente fünf Sterne und eine klare Weiterempfehlung
Bewertung
5/5
23.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Unterhaltsame Reise in das romantische Wien
Der historische Roman „Der Blumenkavalier“ von Michaela Baumgartner erzählt die Geschichte der adeligen Geschwister Wohlleben im Wien des frühen 19. Jahrhunderts.
Sophie, die nach ihrer Heirat mit dem englischen Aristokraten Edward in England lebt, versteht sich nicht gut mit ihrer Schwiegermutter und ist unglücklich in ihrer neuen Heimat. Als sie schwanger wird, macht sie sich mit ihrer verwitweten jüngeren Schwester Fanny auf den Weg in ihr altes Zuhause nach Wien. Fannys Hoffnung auf ein Wiedersehen mit ihrer großen Liebe Paul Faber wird in Wien enttäuscht, denn der Textilfabrikant ist auf eine lange Reise aufgebrochen und seine Rückkehr ungewiss. Fanny vertreibt sich die Zeit mit der Errichtung ihres eigenen Gartenpalais und ihrer Leidenschaft für Pferde. Dabei lernt sie den ungarischen Magnaten und Pferdezüchter Gyula Graf Erdélyi kennen, der sich in die junge, lebenslustige Fanny verliebt. Wird ihre Liebe zu Paul den Avancen des Grafen standhalten? Auch Sophies und Fannys Bruder Georg sowie die selbstbewusste Emilia, die von einem eigenen Modeatelier träumt, spielen eine Rolle.
„Der Blumenkavalier“ ist bereits der dritte Band der Reihe. Er kann unabhängig gelesen werden; man wird während der Lektüre immer wieder grob über die Geschehnisse der Vorgängerbände informiert. Dennoch würde ich — ich habe das Buch als Neueinsteiger gelesen — empfehlen, zuerst Band 1 und 2 zu lesen, denn ich hatte das Gefühl, doch an einigen Stellen zu wenig über die Vorgeschichte der Figuren zu wissen.
Dennoch hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Der historische Rahmen, in dem die Geschichte spielt, wird authentisch dargestellt. Die Autorin, selbst Historikerin, zeichnet ein interessantes Bild der gesellschaftlichen Verhältnisse beziehungsweise dem Leben des Wiener Adels zu jener Zeit. Die Blumen- und Gartenthematik zieht sich ebenfalls durch den gesamten Roman und an einigen Stellen kann man etwas dazulernen über die Gartenlust des Biedermeier, über die kaiserlichen Gärten Wiens und auch über einzelne Blumenarten. Die Informationen fand ich allesamt sehr interessant und gut in die Geschichte hineingearbeitet. Reale historische Persönlichkeiten, die im Buch auftreten oder Erwähnung finden, werden im Anhang noch einmal mit kurzen Beschreibungen aufgelistet, was mir ebenfalls sehr gut gefiel.
Wie bereits erwähnt, tritt in „Der Blumenkavalier“ neben der jüngsten Wohlleben-Tochter Fanny eine bunte Mischung an Haupt- und Nebenfiguren auf. Alle Figuren haben einen ganz individuellen Charakter, eigene Probleme, Wünsche, Ziele, sodass man mit jedem Protagonisten mitfiebern kann und hofft, dass er zu Ende sein ganz persönliches Glück im Leben und in der Liebe —die natürlich auch nicht zu kurz kommt — findet. Die Geschichte verläuft eher ruhig, dennoch bleibt es immer spannend und man fragt sich, wie es mit den Figuren wohl weitergeht.
Insgesamt ein interessanter, unterhaltsamer historischer Roman, mit dem man in die Welt des romantischen Wien abtauchen und die Figuren auf ihrem Weg begleiten kann. Am besten sollte man die beiden Vorgängerbände zuerst lesen.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
14.03.2023
Buch (Taschenbuch)
Noblesse oblige in Wien
Die österreichische Autorin Michaela Baumgartner ist mir auf Instagram aufgefallen, und sie sagt von sich selbst, dass sie das traditionsreiche Genre des englischen Regency-Romans um eine österreichische Variante bereichern möchte. Ich lese hin und wieder ganz gerne Regency-Romane, Noblesse oblige , und fand die Idee sehr nett, mal in Wien unterwegs zu sein. Regency-Romane definiert der Cora-Verlag (ja, die Herausgeber der Heftchenromane, hahaha, das Klischee lebt !) wie folgt: „Diese besonderen Romanreihen entführen Sie mit zauberhaften Liebesgeschichten in die Welt des Adels zu Beginn des 19. Jahrhunderts, in denen unsere Helden und Heldinnen sich auf eleganten Bällen bewegen.“ Aber sowas muss man auch erstmal schreiben können, und das kann die Autorin: ich war auf 300 Seiten bestens unterhalten. Wunderbar bildhaft und flüssig geschrieben, mit glaubhaften Charakteren, ja, mit erwähnten zauberhaften Liebesgeschichten, und mehr oder weniger vielen Bällen und Vergnügungen , war ich mit den Schwestern Fanny und Sophie in den Adelskreisen rund um den Wiener Hof unterwegs gewesen.
Was ich nicht so im Blick hatte: das hier ist der dritte Band rund um die adligen Schwestern, und der setzt anscheinend nahtlos da an, wo der zweite Teil aufgehört haben muss. Die Personen werden nicht mehr groß eingeführt, das hat mich das erste Kapitel etwas angestrengt, aber dann bekommt der geneigte Neueinsteiger in die Serie glücklicherweise auch alles Relevante noch erzählt. Da gibt es nämlich einiges, was vorher passiert ist, die aktuell 17jährige Fanny befindet sich nämlich gerade im Witwen-Trauerjahr, und wartet ungeduldig darauf, dass das endlich vorbei ist, und ihre Schwester Sophie, verheiratete englische Lady, erwartet gerade ihr erstes Kind. Und irgendwie läuft es bei Sophie nicht wirklich rund, sie hat Zoff mit der Schwiegermama, und in der neuen Heimat in Kent ist sie nicht wirklich angekommen. Also beschließen die Schwestern, zurück nach Wien nach Hause zur österreichischen Familie zu fahren. Hier will Sophie ihr Kind zur Welt bringen, und Fanny vertreibt sich die Zeit bis zum Ende des Trauerjahrs mit dem Einrichten ihres Blumenpalais. Und während Fanny darauf wartet, dass ihr im Ausland weilender Galan Paul wieder zurückkehrt, tritt der charismatische ungarische Magnat Graf Erdelyi in ihr Leben…..
Das sind so die Ausgangspunkte, und wir haben hier, wie sagt es der Klappentext so schön, „historischen Charme, amouröse Begegnungen und unerhörte Skandale“ – und lernen nebenbei so einiges über Blumenkunde und Botanik. Es geht hier schließlich auch um den Blumenkavalier.
Ich bin durch den Roman geflogen. Es war so schön locker-leicht geschrieben, und trotz aller Klischees, die dieses Genre halt zwangsweise mit sich bringt, gab es hier auch eine interessante Rahmenhandlung und mit Fanny und ihrer Freundin Emilia auch zumindest zwei weibliche Protagonistinnen, die nicht nur sehr sympathisch waren, sondern durchaus auch als moderne Vorbilder taugen: beides unabhängige Geister, die ein unabhängiges Leben führen wollen, und das auch durchsetzen. Ohne jetzt völligst aus dem gesellschaftlichen Rahmen ihrer Zeit zu fallen und damit ihre Glaubwürdigkeit einzubüßen.
Historisch gut recherchiert (die Autorin hat unter anderem Geschichte studiert, also war das eigentlich auch so zu erwarten) war das ein wunderbarer Ausflug ins Wien des Anfangs des 19. Jahrhunderts.
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