Rezension
Die informative wie lesenswerte Einleitung der Herausgeber*innen stellt eine rundherum gelungene Einführung in das Buch sowie in in dessen Anschluss geplante Nachfolgeaktivitäten und einen Überblick über den Stand feministischer Politikwissenschaft beziehungsweise politikwissenschaftlicher Frauen- und Geschlechterforschung und deren „(Nicht-)Institutionalisierung“ (S. 15) in Deutschland dar. […] Die Einleitung verdeutlicht, dass feministische Politikwissenschaftler*innen aus dem (Umfeld des) Arbeitskreis(es) und der Sektion „Politik und Geschlecht“ seit den Anfängen ihres diesbezüglichen Wirkens die Institutionalisierung ihrer Anliegen in politikwissenschaftlichen wie politischen Organisationen und die disziplinäre Kanonbildung einschließlich der Revision des bestehenden politik-wissenschaftlichen Kanons betreiben.
Heike Kahlert, OGJ – Open Gender Journal, 23.03.2026
Der Mehrwert des Bandes für die politische Bildung? Als wissenschaftliches Werk ist es nicht seine Aufgabe, praktische Hilfestellung für den Alltag einer politischen Bildnerin zu geben. Aber er liefert jede Menge Wissen, Anregungen und sehr viel Stoff zum Weiterlesen, um sich selbst fortzubilden
und bestehende Angebote weiterzuentwickeln. Mit einem „Abstract“ am Anfang jeden Beitrags, einem „Fazit“ am Ende und viel weiterführenden Literaturhinweisen ist das Buch übersichtlich strukturiert und eine Fundgrube – auch für ein Seminar mit Gleichstellungsbeauftragten, einen Workshop zu Care-Arbeit oder einem Schulprojekt zu nachhaltigem Wirtschaften.
Anja Dargatz, Außerschulische Bildung, Zeitschrift der politischen Jugend- und Erwachsenenbildung, 4-2024
Insgesamt liefert der Band eine wichtige Ergänzung der nach wie vor weitgehend androzentrischen und/oder geschlechterblinden Literaturgattung „Einführung der Politikwissenschaft" um feministische Perspektiven und Analysen, sowie eine willkommene Bereicherung der bisher überwiegend auf Ungleichheiten zwischen als Mann oder Frau gelesenen Personen fokussierten feministischen Einführungen um aktuelle queer-feministische und postkoloniale Beiträge einer neuen Generation von Geschlechterforscher*innen. Angesichts der dynamischen Entwicklung von Politikwissenschaft und Feminismus ist auch das neue Konzept des „(digitalen) peer reviewed Living Handbook Politik und Geschlecht“ zeitgemäß und vielversprechend, und man darf sich auf die Fortschreibung dieses Projekts freuen.
Max Preglau, aep informationen, Feministische Zeitschrift für Politik und Gesellschaft, 2-2024
Portrait
Dr. Christine M. Klapeer, Professor*in für Politikwissenschaft mit Schwerpunkt Gender Studies, Justus-Liebig-Universität Gießen
Dr. Johanna Leinius, wissenschaftliche Geschäftsführerin des Cornelia Goethe Centrums für Frauenstudien und die Erforschung der Geschlechterverhältnisse der Goethe-Universität Frankfurt
Prof. Dr. Franziska Martinsen, Professorin für Politische Theorie an der Universität Duisburg-Essen
Dr. Heike Mauer,
wissenschaftliche Mitarbeiterin der Koordinations- und Forschungsstelle des Netzwerks Frauen- und Geschlechterforschung Nordrhein-Westfalen
Dr. Inga Nüthen, wissenschaftliche Referentin des Zentrums für Gender Studies und feministische Zukunftsforschung der Philipps-Universität Marburg