Ulm, im Mai 1932: Mit nicht viel mehr als etwas Proviant und dem kühnen Plan, nach Zypern zu paddeln, lässt Oskar Speck sein Faltboot zu Wasser. In sechs Monaten will er zurück sein. Aber alles kommt anders. Gepackt von sportlichem Ehrgeiz, begleitet von Jazzmusik und Mark Twains weisem Witz, gejagt von den Nationalsozialisten, die aus dem Faltbootfahrer einen deutschen Helden machen wollen, fährt der schweigsame Einzelgänger von Zypern aus immer weiter in die Welt. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Gili, die sich, wie er, den Widrigkeiten der Zeit entgegenstellen muss. Doch das Schicksal gibt Oskar eine letzte Chance.»Der Flussregenpfeifer«, Tobias Friedrichs literarisches Debüt, basiert auf der unglaublichen, aber wahren Geschichte des Hamburgers Oskar Speck, der über sieben Jahre lang mit seinem Faltboot 50.000 Kilometer zurücklegte. So erstaunlich wie dessen Reise ist auch dieser humorvolle, dramatisch wie rasant erzählte Roman um wahre Freundschaft und Freiheitsliebe, starke Frauen und den Zufall als Wegweiser des Lebens.
Kundinnen und Kunden meinen
3.5/5.0
Bewertung
aus Kloten
5/5
23.01.2026
Buch (Gebundene Ausgabe)
Wunderbar konzipiert
Wer Abenteuerromane kommt mit dem vorliegenden Buch voll auf seine Kosten.
Zuweilen sind die Kapitel zeitlichen und örtlichen Sprüngen unterworfen, die die Orientierung manchmal etwas erschweren. Aber die präzise Sprache lassen einen in die Geschichte eintauchen und die Situationen und Erdgegenden so intensiv erleben, als wäre man selbst Teil dieser unglaublichen Reise. Gegen Schluss folgen die Handlungen zeitlich enger aufeinander, was die Spannung auf eine Höchststufe katapultiert. Dass es sich im Kern um eine wahre Geschichte handelt, macht sie noch besser. Toll, dass sich Tobias Friedrich ihr angenommen hat.
Bewertung
5/5
16.03.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die völlig unwahrscheinliche,...
Die völlig unwahrscheinliche, aber wahre Geschichte einer Weltreise!!
Ulm -Donau-Österreich-Ungarn-Serbien-Mazedonien-Griechenland-Türkei-Zypern-Syrien-Iran-Irak-Indien...
50 000Km mit dem Faltboot...7 Jahre
Herrlich
Bewertung
4/5
28.02.2023
eBook (ePUB)
Paddeln ist nicht Rudern. Möchte ich nur mal gesagt haben...
Ich gebe zu, ich habe nicht wirklich gewusst, worauf ich mich bei diesem Buch einlasse. Im Kopf hatte ich einen schönen und auch dramatischen Reisebericht zu einer etwas lang geratenen Faltbootfahrt (Ich liebe Faltboote, habe selber eins.) mit ein paar historischen Fakten hier und da. Bekommen habe ich ebendiesen Bericht, aber irgendwie auch nicht. Was völlig logisch ist, denn sieben Jahre sind lang und die Fahrt geschah ganz und gar nicht zu einer politisch und weltgeschichtlich ruhigen Zeit. Es ist verrückt, sich klarzumachen, dass Oskar Speck eine reale Person war und er wirklich diese unglaubliche Strecke hinter sich gebracht hat. Natürlich ist ein gewisses Maß an Fiktion vorhanden, was der Autor im Nachwort auch deutlich sagt. Aber vieles entspricht auch der Wahrheit und es ist interessant, auf diesem Grad zwischen Fantasie und echter Geschichte zu wandern.
Bewertung
aus Hahnenbach
4/5
28.09.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Die abenteuerliche Reise des Oskar Speck
Als ich das Cover dieses Buches sah, war ich schon fasziniert. Der Einband bereitet den Leser auf das Abenteuer vor, welches hier auf über 500 Seiten erzählt wird. Als Grundlage dient die wahre Geschichte des Oskar Speck, der im Jahre 1932 mit seinem Faltboot bis Zypern wollte, da dem Sieger dieses Wettbewerbs eine ordentliche Summe gezahlt werden sollte. Die eigenen, als auch die Schulden seines Freundes Karol waren seine Motivation. Doch es kam alles anders als geplant. Sein Sieg wurde nicht anerkannt und er wollte beweisen, was er kann. Am Ende war er sieben Jahre unterwegs und schaffte es bis nach Australien.
Der Autor Tobias Friedrich hat viel und ausführlich recherchiert. Meist wird rückblickend aus der Sicht von Oskar Speck erzählt, der nach dem Ende dieser abenteuerlichen Reise von einer jungen Journalistin interviewt wurde. Wäre es in diesem Buch nur um diese Reise gegangen, es hätte mich nicht mehr losgelassen und ich hätte diesen Roman in einem Rutsch nur so verschlungen.
Doch der Autor verlegte sich auf mehrere Handlungsstränge, die optisch ineinander übergingen und ich als Leser nicht immer voneinander trennen konnte. Die einzelnen Abschnitte sind recht kurz gehalten, was zur Folge hatte, dass immer dann, wenn ich mich wieder in einem Handlungsstrang zurecht fand, die Perspektive, bzw. die handelnden Personen wechselten und ich laufend wieder zurückblättern musste, da ich den Faden verloren hatte. Dadurch gestaltete sich das Lesen recht anstrengend.
Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich nach den Covid-Impfungen immer für einige Wochen mit Konzentrationsstörungen zu kämpfen hatte. Dazu eine große Müdigkeit, dass mir während des Lesens oftmals die Augen zufielen. Nicht gerade die besten Voraussetzungen, einen Roman zu lesen, bei dem man seine Gedanken zusammenhalten muss, wenn man der teilweise verwirrenden Handlung folgen wollte.
Sprachlich ist dieser Roman recht einfach zu lesen. Keine tiefgehenden Gedankenanstöße, über die man längere Zeit nachdenken müsste. Überhaupt, Tiefgang ist nicht so die Stärke des Autors. Es ereignet sich alles mehr oder weniger an der Oberfläche. Auch was es mit dem Titel auf sich hat, erschloss sich mir nur ungenau. Vielleicht habe ich es aber auch überlesen, da es unspektakulär war.
Trotzdem hat dieses Buch was. Der Mut von Oskar Speck soviel Unabwägbarkeiten zu wagen, als auch seine abenteuerlich Reise selbst, hielten mich bei der Stange. Dies ist ein Buch für Weltengänger, die vielleicht selbst mal auf der See die Weite unseres Erdballs erkundeten. Also für Menschen, die wissen wollen, was sich jenseits ihres Tellerrandes abspielt und die in Fremdem nicht zuerst die Gefahr sehen, sondern die Möglichkeit Neues kennenzulernen. Ich glaube solche Leser werden sich auch von den kleinen Mängeln dieses Buches nicht die Freude am Lesen verderben lassen.
Im Grunde gebe ich 3,75 Sternchen.
kopfimbuch
aus Braunschweig
4/5
08.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Es ist wirklich unglaublich, dass diese Geschichte auf einem wahren Leben basiert!
Wow, was für eine unglaubliche Geschichte. Da hat der Klappentext nicht zu viel versprochen. In einem Faltboot von Deutschland über Zypern nach Australien, immer weiter und weiter bis sich der Protagonist Oskar Speck sieben Jahre später am anderen Ende der Welt wiederfindet. Es ist wirklich unglaublich, dass diese Geschichte auf seinem wahren Leben basiert! Das Cover stimmte mich schon beim Auspacken des Buches auf diese abenteuerliche Reise ein, das ist wirklich großartig gelungen. Das Buch wird (besonders zu Beginn) in vielen (manchmal etwas zu verwirrenden) Zeitsprüngen zwischen Punkten in der Reise an sich, den Hintergründen und Erlebnissen anderer Nebencharaktere. Es ist ein Stil, an den ich mich erst heran tasten musste und mich hat es doch eine ganze Weile gebraucht um das (recht dicke) Buch zu beenden, aber es hat sich gelohnt. Aufgelockert wurde das Buch immer wieder durch Tagebucheinträge, Briefe, Zeitungsartikel, etc. und ich bin sehr froh, dass sich der Autor Tobias Friedrich so gut recherchiert an diese Lebensgeschichte herangewagt hat, eine Geschichte, bei der es wirklich schade gewesen wäre, wenn sie unerzählt geblieben wäre. Immer wieder habe ich während des Lesens den Laptop zur Hand genommen und einzelne Ereignisse nachgeschaut, was dem Verfolgen der Geschichte noch mehr Freude bereitet hat, weil ich so den Bezug zur Realität/zum Wahren für mich herstellen könnte.
Zusammenfassend, eine unglaublich spannende Geschichte, aus der man sehr viel historisches lernt und auf eine Reise um die Welt mitgenommen wird. Aber man muss sich an manchen Stellen darauf gefasst machen, dass man vielleicht zweimal überlegen muss, wer genau der Charakter nun war oder wie der Zeitsprung in die Geschichte passt. Trotzdem auf jeden Fall eine Empfehlung!
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