Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe
Roman - Der Roman über eine starke und inspirierende Frau im Paris des ausgehenden 19. Jahrhunderts - gefühlvoll und hochdramatisch
Üppig, gefühlvoll, mitreißend: Die inspirierende Geschichte der Tochter des Eiffelturm-Erbauers
Paris 1887: Gustave Eiffel will den höchsten Turm der Welt bauen. Außer ihm glaubt niemand, dass der wahnwitzige Stahlkoloss rechtzeitig zur Weltausstellung fertig wird - bis auf seine mutige Tochter Claire. Zu einer Zeit, als es für Frauen noch als unschicklich gilt, allein spazieren zu gehen, steht sie ihrem Vater als wichtigste Ratgeberin und als Privatsekretärin zur Seite. Doch nicht nur der Wettlauf gegen die Zeit macht den Eiffels zu schaffen: Die Pariser Künstlerszene, allen voran Guy de Maupassant und Alexandre Dumas, formiert sich gegen die angebliche Verschandelung der Stadt. Indes hat Claire auch private Sorgen: Die ständige Angst um ihren Ehemann Adolphe, der als junger Ingenieur für den gefährlichen Bau der Turmspitze verantwortlich ist, bringt ihre Beziehung an den Rand des Abgrunds. Als ein Arbeiter durch einen Sturz vom Gerüst zu Tode kommt und Claire den attraktiven Reporter Gordon Bennett kennenlernt, der ihr ein freies und sorgenloses Leben in Amerika ermöglichen will, muss sie sich entscheiden: Ist der Eiffelturm ihr Schicksal - oder liegt ihre Zukunft in der neuen Welt?
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Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe
AmberStClair aus Dorsten am 23.04.2024
Bewertungsnummer: 2185646
Bewertet: eBook (ePUB)
Meine Meinung:
Ein sehr spannender historischer Roman über der Tochter des Monsieur Eiffel. Als Leser lernen wir die Familie Eiffel kennen und wie der Eiffelturm unter viel Aufwand und Mühsal erbaut worden ist. Nicht überall war der Turm aus Stahl beliebt, allerdings Guy de Maupassant und Alexandre Dumas zetterten gegen den Stahlturm. Trotz alledem wurde das gigantische Bauwerk gebaut und Clair die ältere Tochter Eiffels löst so mache Konflikte. Aber dadurch kriselt es etwas in ihrer Ehe, die sonst glücklich und harmonisch verlief.
Die junge Frau ist sympathisch und kommt gut herüber. Aber auch die anderen Familienmitglieder reihen sich gut mit ein. Der Schreibstil ist flüssig und so konnte man das Buch sehr gut lesen. Man kam schnell rein in dieser Geschichte und fand sich auch gut zurecht. Interessante Einblicke erhält man wie es dazumal gerwesen ist und einige authentische Berühmtheiten tauchen in dieser Geschichte auf.
In allem war es eine fesselnde, spannende Geschichte über „Madmoiselle Eiffel und der Turm der Liebe“. Mir hat das Buch gefallen, da ich sowieso gerne wahre Geschichten lese.
Ich kann diesen historischen Roman empfehlen!
Faszinierende Geschichte über den Bau des Eiffelturms
NiniSte aus Kiel am 06.05.2023
Bewertungsnummer: 1936734
Bewertet: eBook (ePUB)
In ihrem Roman ,, Mademoiselle Eiffel und der Turm der Liebe " hat mich die Autorin Sophie Villard von der ersten bis zur letzten Seite nach Paris in die Jahre von 1886 bis zur Eröffnung des Eiffelturms am 6.Mai 1889 entführt.
Im Prolog steht die Eröffnung des Eiffelturms unmittelbar bevor und Claire ist mit ihrem Sohn Robert auf dem Weg dorthin, aufgeregt, aber auch mit bangen Gefühlen, was auf sie zukommen wird. Auf diesem Weg überreicht Robert ihr einen kleinen Zweig mit Kirschenblüten. Dieser Zweig ist schon auf dem Buchcover zu sehen und auch am Anfang jedes Kapitels befindet sich eine Zeichnung davon.. Ich finde es wunderschön und rieche förmlich den Duft.
Gustave Eiffel hat für die Weltausstellung zum 100. Jahrestag der Französischen Revolution den Zuschlag bekommen, seinen Plan eines gigantischen Turms in die Wirklichkeit umzusetzen. Mit sehr großem finanziellen Einsatz und Risiko beginnt der Bau mitten in Paris . Nicht zur Freude aller, denn viele am Montmartre ansässigen Künstler und andere hochrangige Pariser sind gegen dieses ,, hässliche und gefährliche Ungetüm ".
Aus der Sicht seiner ältesten Tochter Claire wird die Geschichte erzählt. Den Leser erwartet eine äußerst fesselnde Geschichte . Perfekt recherchierte historische Fakten über Kosten, Pläne , Anträge, Genehmigungen ,dem gesamten Umfeld der Baustelle, sind mit der persönlichen Geschichte von Claire und ihrer Familie verwoben. Die Autorin beschreibt die Protagonisten so lebendig und authentisch, daß ich mich ganz schnell in ihre Gedanken, ihre Gefühle, ihre Freude , aber auch Sorgen und Ängste hineinversetzen konnte. Claire ist mir auf Anhieb sympathisch und ich habe sie sofort liebgewonnen. Sie ist eine starke Persönlichkeit. Schon in jungen Jahren hat sie sich nach dem Tod ihrer Mutter um ihre jüngeren Geschwister gekümmert und wurde so im Laufe der Zeit auch für ihren Vater Gustave eine wichtige Stütze. Sie interessiert sich für seine Arbeit und Bauwerke , zu denen auch zahlreiche Brücken zählen. Ihr persönliches Glück hat sie in ihrem Mann Adolphe ( Adi ) gefunden, der als Ingenieur bei Eiffel arbeitet . Ihr Sohn Robert ist ihr ganzer Stolz. Zur damaligen Zeit ungewöhnlich ; Frauen ihrer Gesellschaftsschicht waren nicht berufstätig; nimmt sie als Privatsekretärin ihres Vaters großen Anteil an der Lösung den zu bewältigenden Aufgaben , Problemen und Hindernissen. Gerade die italienischen Arbeiter und ihre Familien liegen ihr am Herzen. Die 2jährige Bauzeit fordert viel Einsatz aller , es bleibt nicht viel Zeit für ihre kleine Familie übrig. Als der Journalist Gordon Bennett und die amerikanische Industriellentochter Elisabeth in ihr Leben treten , wird es noch schwieriger für Claire und sie muß um ihr eigenes Glück bangen. Gleichzeitig muß sie sich Sorgen um ihre jüngere Schwester Valentine machen. Wird sie es schaffen, all diese Herausforderungen zu meistern?
Sophie Villard hat einen so fulminanten Roman über diese außergewöhnliche Frau geschrieben, die genauso hätte sein können. Die Beschreibungen der Stadt, der Mode und der einzelnen Bauphasen ließen so exakte Bilder vor meinen Augen entstehen, daß ich das Gefühl hatte mittendrin und ganz nah dabei zu sein. Faszinierend ist auch zu lesen, welche weiteren berühmten Künstler und Erfinder zu dieser Zeit in Paris tätig oder zu Besuch waren . Welche Erfindunen und Werke in diesen Jahren entstanden. . Van Gogh, Edison und Jules Verne sind nur einige davon. Und viele waren miteinander bekannt.
Die bildhafte und flüssig zu lesende Sprache ließen die Seiten nur so fliegen. Ich war so gefesselt und konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil ich unbedingt wissen musste, wie es weitergeht. Am Ende war ich ein wenig traurig, ich hätte am liebsten ewig weitergelesen.
Nach diesem Roman betrachte ich dieses großartige Bauwerk nochmal mit ganz anderen Augen. Sophie Villard hat die Entstehung für mich soviel greifbarer gemacht. Hochachtung vor dieser gewaltigen Leistung , bei der es tatsächlich nur einen einzigen Unglücksfall gab.
Von Sophie Villard war es mein erstes Buch, aber ich werde baldmöglichst ihre anderen Werke lesen.
Von ganzem Herzen empfehle ich diese grandiose Romanbiographie , diese perfekte Kombination aus historischen Fakten und der persönlichen fiktiven Geschichte von Claire Eiffel, an alle weiter, die in die faszinierende Stadt der Liebe eintauchen wollen. Für mich ein absolutes Lesehighlight.
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