Produktbild: Sünde

Sünde Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

28.06.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4327 KB

Originaltitel

Sin Eater

Übersetzt von

Leena Flegler

Sprache

Deutsch

EAN

9783641283360

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Format

ePUB

eBooks im ePUB-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

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Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt
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Erscheinungsdatum

28.06.2023

Verlag

Penguin Random House

Seitenzahl

320 (Printausgabe)

Dateigröße

4327 KB

Originaltitel

Sin Eater

Übersetzt von

Leena Flegler

Sprache

Deutsch

EAN

9783641283360

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  • Elke

    aus Vaihingen an der Enz

    5/5

    04.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Der etwas andere historische Roman

    Megan Campisis Debüt „Sünde“ nimmt uns mit an den englischen Hof und in die Elendsquartiere Londons, zeigt das Leben Annas, einer jungen Waise aus prekären Verhältnissen, die ums Überleben kämpfen muss. Als sie beim Diebstahl eines Brotlaibs erwischt und ihrer Bestrafung zugeführt wird, wendet sich ihr Schicksal. Allerdings nicht unbedingt zum Besseren, denn die männliche Gerichtsbarkeit kennt keine Gnade mit Frauen, die sich nicht regelkonform verhalten und bestraft diese gnadenlos. Anne entgeht dem Tod, aber sie bekommt ein Halseisen angelegt und ein S in die Zunge gestochen, denn sie wird dazu verurteilt, fortan bis zu ihrem Tod eine Sündenesserin zu sein. Einschub: Die Existenz von Sündenessern ist historisch verbürgt und muss hier im zeitlichen Kontext, dem Elisabethanischen Zeitalter, gesehen werden. Nach der Abkehr Heinrich VIII. von der katholischen Kirche und der anglikanischen Reformation besteht bei den Sterbenden Bedarf, sich von ihren Sünden freisprechen zu lassen. Nun schlägt die Stunde der Sündenesserin. Sie wird von Armen und Reichen an das Sterbebett geholt, lauscht dieser Beichte und ordnet jedem Vergehen eine Speise zu, die nach dem Tod auf den jeweiligen Sarg gestellt werden, bevor sie diese verzehren muss, damit die Sünden der Sterbenden auf sie übergehen. Ihr Einsatz endet mit dem Spruch „Die Sünden sind nun auf mich übergegangen. Stumm trage ich sie zu Grabe.“ (S. 55) Die Sündenesserin macht den Menschen Angst, wird von ihnen gemieden, ist eine Ausgestossene und kann nur dann beichten und freigesprochen werden, wenn sie ein unauffälliges, frommes Leben führt und sich im Sinne der männlichen Obrigkeit wohlverhält. Als nach dem Tod von Corliss ein Hirschherz, das Symbol für Mord, auf dem Sarg liegt, weckt das Annas Misstrauen, denn diese Sünde hat die Hofdame Bethanys (= Elisabeth I.) nicht gebeichtet. Sie besinnt sich auf ihre Stärke und macht sich daran, den dafür Verantwortlichen zu entlarven. Aber wie soll sie das anstellen, wenn sie keine Ahnung hat, wer das Opfer sein könnte? Gerade im Hinblick auf die vielen verfremdeten Namen schadet es nicht, wenn man mit der Geschichte der Tudors ab Heinrich VIII. vertraut ist, erleichtert es doch die Zuordnung der Akteure. Aber „Sünde“ ist nur auf den ersten Blick ein historischer Roman. Gerade wenn man sich die willkürlichen Einschränkungen der Freiheit durch die Kirche und die männliche Obrigkeit und den allmählichen Emanzipationsprozess der Protagonistin anschaut, die alles daransetzt, sich von deren Zwängen zu befreien, werden durchaus die Parallelen zu unserer Gegenwart sichtbar. Atmosphärisch, spannend und sehr empfehlenswert!

  • Edith Berger

    aus Graz

    5/5

    01.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    spannendes, historisches Leseerlebnis

    England im 16 Jahrhundert. Anna ist ein Waisenkind. Es ist der pure Hunger der sie durch die Straßen treibt. Vor einem Bäckerstand nützt Anna eine kurze Unaufmerksamkeit des Bäckers um ein Brot zu stehlen. Und dann rennt sie, so schnell sie kann. Das noch warme, duftende Brot eng unter ihre Kleider geklemmt. Doch der Sohn des Bäckers ist schneller. Anna wird verhaftet und eingesperrt. Der Rechtsprecher verurteilt sie zur schlimmsten Strafe die man sich vorstellen kann. Sie wird aus der Gesellschaft ausgeschlossen und zur Geächteten. Sie wird zur Sündenesserin.

  • Bewertung

    4/5

    23.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Seit langem mal wieder ein historischer...

    Seit langem mal wieder ein historischer Roman, der mich sofort gepackt hat. Er entwickelt sofort ein Sog, die Sprache ist manchmal derber, die Geschichte fesselnd, die Personen sind so beschrieben, dass ich sie vor mir sah.

  • Recensio

    aus Datteln

    3/5

    18.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Potenzial nicht gänzlich ausgeschöpft

    Das Mädchen Anna Owen wird bei dem Diebstahl eines Brotes erwischt und ins Gefängnis gesteckt. Täglich wird sie mit den anderen Insassinnen zum Richteherr geführt und geht ohne Bestrafung zurück in die Zelle. Bis sie eines Tages ihre Strafe erhält und zu einer Sündenesserin erklärt wird. Eine Sündenesserin nimmt Sterbenden die Beichte ab. Für jede Sünde gibt es eine Speise, beginnend mit der Sünde der Geburt, dafür steht Brot. Nach dem Tode Desjenigen liegen die jeweiligen Speisen bereit und werden von der Sündenesserin gegessen. Sie ist eine Aussätzige, die mit niemandem sprechen darf. Und das hat sie als Figur so verdammt faszinierend gemacht. Weil sie sich von der Masse abhebt und kein 08/15-Charakter ist, dem man in jedem zweiten Buch begegnet. Ich habe mich zuvor noch nie mit diesen Themen befasst, die die Autorin in ihrem Werk aufgegriffen hat. Oder habt ihr schon mal eine Sündenesserin getroffen? Eben. Ab etwa der Mitte des Buches wurde es für mich zunehmend verwirrender. Anna, unsere Sündenesserin, gibt den Menschen Spitznamen, und es erscheinen immer mehr von ihnen, bis ich irgendwann kaum noch durchstieg. Dazu mischen sich die Intrigen am Hof mit Annas eigener Herkunft, deren Strang irgendwann im Sande verlief. Die Sprache ist rauh und deftig, absolut der damaligen Zeit angemessen. Ansiedeln würde ich es, wenn man einen Vergleich möchte und anhand der Figuren urteilt, zur Zeit Elisabeths der Ersten. Hat mir gut gefallen, denn das habe ich bisher seltener gelesen. Fazit: Ein solider, historischer Roman über einen der ungewöhnlichsten Berufe, der tatsächlich in England bis zum 19. Jahrhundert praktiziert wurde. Leider haben mich die Verwirrung am Königshof und die Vielzahl an Protagonisten etwas Lesespaß gekostet, sodass ich SÜNDE nur bedingt weiterempfehle. (Würde ich sündigen, würde ich drei von fünf Sünden begehen.)

  • Michael Sterzik

    aus Wallenhorst

    3/5

    13.07.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Übertragung der Sünden

    Die Sünden auf sich nehmen – klingt irgendwie merkwürdig, dass vor dem Tod eines Menschen deren Sünden von jemand anderen aufgenommen werden kann!? Der Begriff „Sündenfresser“ oder „Sündenesserin“ war mir gänzlich fremd. Die Recherche verschiedener Quellen erklärt es dann mit der Einnahme einer rituellen Mahlzeit um die Sünden einer sterbenden, oder verstorbenen Personen spirituell auf sich zu nehmen. Das würde damit also die Seele der verstorbenen Person reinigen und von der Sünde freisprechen. Diese Rituale wurden am häufigsten in Wales, oder an deren Grenzen praktiziert. Dieses Ritual verfügt aber auch über ein spezielles System. Je nach Sünde – präsentiert sich dann auch die jeweilige Speise. Das kann ein Brot sein, Gemüse, oder Obst, aber auch ein deftiger Braten steht hier auf dem Speiseplan. Der vorliegende, historische Roman von Megan Campisi – „Sünde“ verarbeitet das Thema in einer spannenden und sprachlich ausdrucksstarken Geschichte. England, 16. Jahrhundert: Als Anna Owens beim Stehlen eines Brotlaibs erwischt und verhaftet wird, ahnt sie nicht, dass die Suche nach der nächsten Mahlzeit künftig ihre geringste Sorge sein wird. Die Waise wird dazu verurteilt, eine Sündenesserin zu werden. Von der Gesellschaft geächtet und zum Schweigen verdammt, ist es fortan Annas Aufgabe, Sterbenden die letzte Beichte abzunehmen und deren Sünden so in sich aufzunehmen. Als ausgerechnet die Zofe der Königin schwer erkrankt, wird Anna an deren Sterbebett gerufen. Dabei kommt ihr ein Gerücht zu Ohren – ein Gerücht über ein ungeheuerliches Verbrechen, das bald weitere Tode fordert und auch für Anna zur Gefahr wird …(Verlagsinfo) „Sünde“ kann für viele Leser eine sprachliche Herausforderung sein. Megan Campisi hat ihren ganz eigenen erzählerischen Stil, an dem man sich erstmal gewöhnen muss. Atmosphärisch zeigt sich der Roman insgesamt von einer sehr düsteren Seite. Die Einleitung kann man vielleicht auch mit dem Wort „Hoffnungslos“ beschreiben. Die Welt und die Zukunft der jungen Waise Anna Owens verflucht sie zu einem Leben der Stigmatisierten, ähnlich wie der eines Henkers, Abdeckers usw. wird sie zu einer Ausgestoßenen. Hunger wird Ihre kleinste Sorge sein – die soziale Ausgrenzung ihre größte. Sie geht nach ihrer Verurteilung zur „Sündenesserin“ in die praxisnahe Ausbildung bei Ruth, die das gleiche Schicksal hat. Spannend wird „Sünde“ durch das Schicksal der Hauptfigur, nicht unbedingt durch das verhängnisvolle Geheimnis, mit dem sie konfrontiert wird. Ihre Welt spiegelt ihr alles an Neid, Angst, Misstrauen, Gier und tiefen Augenglauben wieder – und sie steht mitten drin, ohne einen Ausweg zu finden. Durch ihren „Fluch“ sieht sie viel Leid, viel Angst, sie lernt viele kleinere und größere Geheimnisse kennen. Zugleich lernt sie gezwungenermaßen auch, das Leben und dessen begrenzte Zeit zu schätzen. Ihre Figur trägt die ganze Story auf ihren schmalen, jungen Schultern und das macht sie wirklich gut. Erzählt wird ihre Geschichte aus ihrer eigenen „Ich-Perspektive“, sodass der Leser unmittelbar in ihrem Kopf und in ihren Gedanken steckt. Megan Campisi`s Debüt ist gelungen. Erzählerisch ist Ihre Sprache und der Fokus auf nur eine Person etwas befremdlich. Ebenso gibt es keine Nebengeschichten, oder Personen, die die Story mittragen. Etwas eindimensional und ausbaubar in jedem Fall. Ich bin gespannt auf die nächsten Bücher der Schriftstellerin. Fazit „Sünde“ ist damit ein kleiner Geheimtipp. Eine dunkle Welt des Aberglaubens, der Negativität – aber alles in einer spannenden, persönlichen Atmosphäre. Michael Sterzik

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