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Produktbild: Zum Leuchtturm
Band 1
Artikelbild von Zum Leuchtturm
Virginia Woolf

1. Zum Leuchtturm

Zum Leuchtturm

Aus der Reihe Erzählbuch
Gesprochen von
4
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Beschreibung

Produktdetails

Family Sharing

Ja

Gesprochen von

Meike Rötzer

Spieldauer

1 Stunde und 35 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

02.12.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

28

Verlag

Erzählbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783910473089

Beschreibung

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Family Sharing

Ja

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Gesprochen von

Meike Rötzer

Spieldauer

1 Stunde und 35 Minuten

Abo-Fähigkeit

Ja

Erscheinungsdatum

02.12.2022

Hörtyp

Lesung

Fassung

ungekürzt

Medium

MP3

Anzahl Dateien

28

Verlag

Erzählbuchverlag

Sprache

Deutsch

EAN

9783910473089

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Vom inneren Leben der Menschen

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 01.03.2026

Bewertungsnummer: 3061972

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Sommerhaus eines Professors und seiner Familie treffen Menschen unterschiedlichen Intellekts und verschiedener Weltanschauungen aufeinander. Eine geplante Fahrt zum Leuchtturm wird wegen schlechten Wetters verschoben – und bleibt zunächst ein unerfülltes Versprechen. Wie so vieles im Leben dieser Figuren. Auch ihre Lebensentwürfe entwickeln sich nicht so, wie sie es sich wünschen oder vorstellen. Der Roman ist in drei Teile gegliedert: „Das Fenster“, „Zeit vergeht“ und „Zum Leuchtturm“. Im ersten Teil erleben wir einen Nachmittag und Abend im Haus der Familie Ramsay. Äußerlich geschieht wenig, innerlich jedoch alles. Woolf zeichnet psychologisch dichte Porträts, ohne zu erklären, ohne zu werten. Gedanken fließen ineinander, Perspektiven wechseln beinahe unmerklich. Man weiß oft nicht genau, wessen Bewusstsein man gerade folgt – und genau das macht die Intensität aus. Der Mittelteil ist radikal. Während das Haus verfällt, sterben zentrale Figuren – fast beiläufig, in Nebensätzen. Der Krieg wird nicht erzählt, sondern gestreift. Zeit wird hier zur eigentlichen Hauptfigur. Sie kennt kein Pathos, keine Gnade. Im letzten Teil findet die Fahrt zum Leuchtturm schließlich statt. Doch es geht nicht um das Ankommen. Es geht um Verschiebungen: zwischen Vater und Sohn, zwischen Bedürftigkeit und Selbstbehauptung, zwischen Nähe und Mitleid. Besonders die Figur Lily Briscoe hat mich beschäftigt – ihre innere Unsicherheit im Umgang mit Mr. Ramsay, dieses seltsame Gemisch aus Mitgefühl, Widerstand und dem Wunsch, sich nicht vereinnahmen zu lassen. Ihr letzter Pinselstrich ist vielleicht unspektakulär – und doch eine stille Selbstbehauptung. Dieser Roman erzählt keine Geschichte im klassischen Sinn. Er erzählt Wahrnehmung. Bewusstsein. Das, was sonst zwischen Ereignissen verloren geht. Wer einen klaren Plot braucht, wird hier vielleicht ungeduldig. Aber wer bereit ist, sich auf Gedanken einzulassen, erlebt etwas Außergewöhnliches. Woolf schreibt nicht über Ereignisse, sondern über das innere Leben – und über eine privilegierte Gesellschaft, deren Geschlechterrollen und Abhängigkeiten sichtbar werden, ohne je platt kritisiert zu werden. Mich hat dieses Buch tief beeindruckt Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Vom inneren Leben der Menschen

Bewertung (Mitglied der Book Circle Community) am 01.03.2026
Bewertungsnummer: 3061972
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Im Sommerhaus eines Professors und seiner Familie treffen Menschen unterschiedlichen Intellekts und verschiedener Weltanschauungen aufeinander. Eine geplante Fahrt zum Leuchtturm wird wegen schlechten Wetters verschoben – und bleibt zunächst ein unerfülltes Versprechen. Wie so vieles im Leben dieser Figuren. Auch ihre Lebensentwürfe entwickeln sich nicht so, wie sie es sich wünschen oder vorstellen. Der Roman ist in drei Teile gegliedert: „Das Fenster“, „Zeit vergeht“ und „Zum Leuchtturm“. Im ersten Teil erleben wir einen Nachmittag und Abend im Haus der Familie Ramsay. Äußerlich geschieht wenig, innerlich jedoch alles. Woolf zeichnet psychologisch dichte Porträts, ohne zu erklären, ohne zu werten. Gedanken fließen ineinander, Perspektiven wechseln beinahe unmerklich. Man weiß oft nicht genau, wessen Bewusstsein man gerade folgt – und genau das macht die Intensität aus. Der Mittelteil ist radikal. Während das Haus verfällt, sterben zentrale Figuren – fast beiläufig, in Nebensätzen. Der Krieg wird nicht erzählt, sondern gestreift. Zeit wird hier zur eigentlichen Hauptfigur. Sie kennt kein Pathos, keine Gnade. Im letzten Teil findet die Fahrt zum Leuchtturm schließlich statt. Doch es geht nicht um das Ankommen. Es geht um Verschiebungen: zwischen Vater und Sohn, zwischen Bedürftigkeit und Selbstbehauptung, zwischen Nähe und Mitleid. Besonders die Figur Lily Briscoe hat mich beschäftigt – ihre innere Unsicherheit im Umgang mit Mr. Ramsay, dieses seltsame Gemisch aus Mitgefühl, Widerstand und dem Wunsch, sich nicht vereinnahmen zu lassen. Ihr letzter Pinselstrich ist vielleicht unspektakulär – und doch eine stille Selbstbehauptung. Dieser Roman erzählt keine Geschichte im klassischen Sinn. Er erzählt Wahrnehmung. Bewusstsein. Das, was sonst zwischen Ereignissen verloren geht. Wer einen klaren Plot braucht, wird hier vielleicht ungeduldig. Aber wer bereit ist, sich auf Gedanken einzulassen, erlebt etwas Außergewöhnliches. Woolf schreibt nicht über Ereignisse, sondern über das innere Leben – und über eine privilegierte Gesellschaft, deren Geschlechterrollen und Abhängigkeiten sichtbar werden, ohne je platt kritisiert zu werden. Mich hat dieses Buch tief beeindruckt Weitere Rezensionen auf Deutsch findest du auf meinem Goodreads- und LovelyBooks-Profil

Wer die besondere Schreibweise von Virginia Woolf mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen!

Gedankenlabor am 07.11.2022

Bewertungsnummer: 1821021

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

>>...Es war sonderbar, dachte sie, wie man, war man allein, sich zu Dingen hingezogen fühlte, unbelebten Dingen, Bäumen, Flüssen, Blumen; das Gefühl hatte, dass man in ihnen zum Ausdruck kam; das Gefühl hatte, dass sie zu einem selbst wurden; das Gefühl hatte, dass sie einen kannten, in gewisser Weise man selbst waren, eine irrationale Zärtlichkeit für sie empfand...<< "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf war für mich wieder einmal eine ganz besondere Lektüre aus ihrer Feder, die für mich mitunter an der ein oder anderen Stelle die Zeit angehalten, mich innehalten lassen hat. Während wir die Familie Ramsay und ihre Gäste bei der Planung und Verschiebung der Reise zum Leuchtturm auf einer schottischen Insel begleiten (was sich über gute 10 Jahre erstreckt), erfahren wir gleichzeitig aus verschiedenen Sichtweisen, und dennoch hauptsächlich aus der Sicht von Lily Briscoe, die uns Lesern mitunter Nähe, aber auch für manches die nötige Distanz bietet um den Blick über die Familie und letztlich jeden einzelnen schweifen zu lassen. Tatsächlich passiert innerhalb dieser Geschichte nicht übermäßig viel, für mich standen wieder einmal die Details im Vordergrund, die Virginia Woolf teilweise mit wunderbaren Formulierungen und aus ihrer Seele heraus beschreibt. Für mich war auch in dieser Geschichte wieder einiges autobiografisches zu erkennen, was sie wie schon in MRS: Dalloway liebevoll und mit viel Melancholie eingeflochten hat. Für mich persönlich war diese Geschichte wieder ein ganz besonderer Lesegenuss mit vielen Punkten zum Nachdenken, gleichzeitig ein Abtauchen in eine andere Zeit, in Persönlichkeiten, die in der Tiefe so vieles bereit halten ... einfach wundervoll, dennoch auch tragisch und kritisch innerhalb familiärer und gesellschaftlicher Hinsicht. Wer die besondere Schreibweise von Virginia Woolf mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen! >>...Es war, als ob das Wasser hinausströmte und Gedankensegel setzte, die auf dem trockenen Land ins Stocken geraten waren,...<<

Wer die besondere Schreibweise von Virginia Woolf mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen!

Gedankenlabor am 07.11.2022
Bewertungsnummer: 1821021
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

>>...Es war sonderbar, dachte sie, wie man, war man allein, sich zu Dingen hingezogen fühlte, unbelebten Dingen, Bäumen, Flüssen, Blumen; das Gefühl hatte, dass man in ihnen zum Ausdruck kam; das Gefühl hatte, dass sie zu einem selbst wurden; das Gefühl hatte, dass sie einen kannten, in gewisser Weise man selbst waren, eine irrationale Zärtlichkeit für sie empfand...<< "Zum Leuchtturm" von Virginia Woolf war für mich wieder einmal eine ganz besondere Lektüre aus ihrer Feder, die für mich mitunter an der ein oder anderen Stelle die Zeit angehalten, mich innehalten lassen hat. Während wir die Familie Ramsay und ihre Gäste bei der Planung und Verschiebung der Reise zum Leuchtturm auf einer schottischen Insel begleiten (was sich über gute 10 Jahre erstreckt), erfahren wir gleichzeitig aus verschiedenen Sichtweisen, und dennoch hauptsächlich aus der Sicht von Lily Briscoe, die uns Lesern mitunter Nähe, aber auch für manches die nötige Distanz bietet um den Blick über die Familie und letztlich jeden einzelnen schweifen zu lassen. Tatsächlich passiert innerhalb dieser Geschichte nicht übermäßig viel, für mich standen wieder einmal die Details im Vordergrund, die Virginia Woolf teilweise mit wunderbaren Formulierungen und aus ihrer Seele heraus beschreibt. Für mich war auch in dieser Geschichte wieder einiges autobiografisches zu erkennen, was sie wie schon in MRS: Dalloway liebevoll und mit viel Melancholie eingeflochten hat. Für mich persönlich war diese Geschichte wieder ein ganz besonderer Lesegenuss mit vielen Punkten zum Nachdenken, gleichzeitig ein Abtauchen in eine andere Zeit, in Persönlichkeiten, die in der Tiefe so vieles bereit halten ... einfach wundervoll, dennoch auch tragisch und kritisch innerhalb familiärer und gesellschaftlicher Hinsicht. Wer die besondere Schreibweise von Virginia Woolf mag, dem kann ich dieses Buch sehr ans Herz legen! >>...Es war, als ob das Wasser hinausströmte und Gedankensegel setzte, die auf dem trockenen Land ins Stocken geraten waren,...<<

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Zum Leuchtturm. Roman

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