Zwei junge Ärztinnen, zwei Kontinente und eine große Liebe Berlin und Afrika, 1928. Henny und Antonia sind die Töchter der berühmten Ärztin Ricarda Thomasius. Obwohl sie unterschiedlicher nicht sein könnten, verbindet sie die Liebe zur Medizin. Während Henny sich in Berlin eine Praxis für Onkologie aufbaut und für Furore sorgt, träumt die jüngere Toni davon, an den Ort ihrer Kindheit, Ostafrika, zurückzukehren. Nun, mit 27, ist sie auf dem Schiff, das sie diesem Traum näher bringt – gegen den Willen ihrer Mutter, die lange in Afrika gelebt hat. In Daressalam angekommen, fühlt Toni sich sofort zu Hause. Doch die Liebe zu einem geheimnisvollen Mann und ihre unkonventionelle Hilfe für Einheimische bringen sie in große Gefahr. Als Nachricht aus Afrika kommt, dass Toni verschollen ist, muss Familie Thomasius eine Entscheidung treffen … Von Berlin nach Afrika – Helene Sommerfeld entführt ihre Hörerinnen in eine faszinierende Welt und Zeit.
Kundinnen und Kunden meinen
4.5/5.0
meldsebjon
aus Hattingen
5/5
25.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Familie, Karriere, Geschichte…
Familie, Karriere, Geschichte Diesen dritten Teil einer Familiensage kann man gut lesen und verstehen, auch wenn man die vorhergehenden Bücher nicht gelesen hat. Sehr hilfreich ist dazu der abgebildete Familienstammbaum. Im Mittelpunkt stehen die beiden Schwestern Toni und Henny, beide Ärztinnen. Toni lebt in Berlin und leitet zusammen mit einer Freundin und ihrem zukünftigen Mann eine Praxis. Henny ist mit ihrem Mann Victor in Los Angeles gelandet und arbeitet in einem Krankenhaus. Victor hat als Produzent mehrerer Hollywoodfilme große Verantwortung, was seiner Gesundheit nicht zuträglich ist. Viele Stars der damaligen Zeit gehören dort zu ihrem Leben. Seine eigentliche Liebe gehört der Musik, zu der er später zurückkehrt. Als Hennys Großmutter in Deutschland einen Unfall hat, macht sich die ganze Familie auf den Weg zurück. Was sie in Deutschland antreffen ist geprägt von Konflikten: In der Familie, wo es um das Sorgerecht für ein Kind geht, um Schatten, die Ereignisse aus der Vergangenheit auf die Beziehungen zu den Verwandten werfen und um die allgemeine politische Lage. Trotzdem gibt es einen Zusammenhalt, der letztlich zu Lösungen führen kann. Ein tolles, sehr gut und einfühlsam geschriebenes Buch. Sehr gerne würde ich mehr über die Personen erfahren.
Bewertung
aus Hattingen
5/5
25.11.2024
Buch (Taschenbuch)
Familie, Karriere, Geschichte
Diesen dritten Teil einer Familiensage kann man gut lesen und verstehen, auch wenn man die vorhergehenden Bücher nicht gelesen hat. Sehr hilfreich ist dazu der abgebildete Familienstammbaum.
Im Mittelpunkt dieses Teils, der 1931 beginnt, stehen die beiden Schwestern Toni und Henny, beide Ärztinnen. Toni lebt in Berlin und leitet zusammen mit einer Freundin und ihrem zukünftigen Mann eine Praxis. Henny ist mit ihrem Mann Victor in Los Angeles gelandet und arbeitet in einem Krankenhaus. Victor hat als Produzent mehrerer Hollywoodfilme große Verantwortung, was seiner Gesundheit nicht zuträglich ist. Viele Stars der damaligen Zeit gehören dort zu ihrem Leben. Seine eigentliche Liebe gehört der Musik, zu der er später zurückkehrt. Als Hennys Großmutter in Deutschland einen Unfall hat, macht sich die ganze Familie auf den Weg zurück. Was sie in Deutschland antreffen ist geprägt von Konflikten: In der Familie, wo es um das Sorgerecht für ein Kind geht, um Schatten, die Ereignisse aus der Vergangenheit auf die Beziehungen zu den Verwandten werfen und um die allgemeine politische Lage. Trotzdem gibt es einen Zusammenhalt, der letztlich zu Lösungen führen kann.
Ein tolles, sehr gut und einfühlsam geschriebenes Buch. Sehr gerne würde ich mehr über die Personen erfahren.
Bewertung
aus Rüschegg Heubach
5/5
11.03.2024
Buch (Taschenbuch)
Spannung
Spannende Familiengeschichte und ein Einblick in diese historische Zeit, als die Frauen noch darum kämpfen mussten, dass sie einen Beruf ausüben und ihre Wünsche leben können. Sehr gute Beschreibung der damaligen Kolonialzeit in Afrika.
EriSch
Book Circle Community
5/5
04.12.2023
Buch (Taschenbuch)
Mitreissende Familiengeschichte mit der Suche nach seinen Wurzeln
Für Antonia geht schon bald ihr grosser Traum in Erfüllung, dazu muss sie jedoch noch das praktische Jahr absolvieren. Dafür sucht sie sich einen speziellen Ort aus, was ihrer Mutter gar nicht gefällt. Wieso muss es ausgerechnet Afrika sein? Doch Toni, wie Antonia von allen genannt wird, möchte mehr über ihre Wurzeln erfahren und diese liegen nun mal in Afrika. Weder ihre Mutter, die berühmte Ärztin Ricarda Thomasius, noch ihre Schwester Henny bringen sie von ihrem Vorhaben ab. So macht sie sich mit dem Schiff auf zu ihrer neuen Aufgabe. Damit sie die Passage überhaupt bezahlen kann, heuert sie als Krankenschwester an. Dort lernt sie den geheimnisvollen Ben kennen, von dem sie sehr angetan ist. Als er von Bord geht, scheinen sich ihre Wege zu trennen. In Afrika angekommen, tritt Toni in die grossen Fussstapfen ihrer Mutter. Die bestens eingerichtete Klinik behandelt jedoch nicht jeden und so startet Toni ein neues Projekt und baut ein einfaches Spital für die arme Bevölkerung, sowie das ihre Mutter früher bereits gemacht hat. Auch zu Hause in Berlin überschlagen sich die Ereignisse, die Cousine Frieda möchte aus den strengen Vorschriften der Grafschaft ausbrechen und bezahlt dies fast mit ihrem Leben. Henny, Tonis ältere Schwester und ihre Mutter verstehen sich immer besser und Henny scheint endlich ihr grosses Glück gefunden zu haben. Doch als Toni vermisst wird, wird die Familienidylle jäh zerstört.
‘Die Töchter der Ärztin – Zeit der Sehnsucht’ ist ein mitreissender historischer Roman, der den Leser von Beginn weg an sich bindet. Ein spannender Schreibstil machen das Lesen sehr angenehm. Die Geschichte der beiden Schwestern Toni und Henny wird in zwei Erzählsträngen erzählt, was eine gute Abwechslung gibt. Die Hinweise bei den Kapitelüberschriften geben einen guten Hinweis, an welchem Ort und zu welcher Zeit das Kapitel handelt. Auch wenn es sich bei diesem Buch um das erste Band einer Reihe handelt, baut diese auf der Reihe ‘Die Ärztin’ auf. Doch dieses Buch lässt sich unabhängig davon lesen und man findet sich sehr gut zurecht, ohne die vorhergehende Reihe gelesen zu haben.
Die beiden Hauptcharaktere Toni und Henny sind sehr sympathisch. Beide leben ihren Traum und kämpfen auch dafür. Nichts und niemand kann sie davon abbringen. Spannend fand ich, dass beide denselben Beruf wie ihre Mutter gewählt haben. Toni weiss sehr gut, wie sie unangenehmen Situationen begegnen muss. Dieser Doktor Lancaster ist wirklich sehr aufdringlich, aber Toni weiss gut mit ihm umzugehen. Manche Situationen lassen Platz zum Schmunzeln, den auf diese Eingebungen muss man zuerst kommen.
Ein sehr gelungener Auftakt zur Reihe rund um die beiden Schwestern. Der nächste Band hat bereits den Weg auf meine Wunschliste gefunden. Ein mitreissender Reihenauftakt für kurzweilige Lesestunden.
Bewertung
aus Oberursel
5/5
04.08.2023
Buch (Taschenbuch)
spannende Fortsetzung der Ärztin-Saga!
Helene Sommerfeld ist das Pseudonym eines schreibenden Berliner Ehepaars, und ich habe nun schon einige ihrer historischen Romane gelesen und geliebt. Und was ich bei einem Buch, an dem mehrere Autoren schreiben, immer bemerkenswert finde, ist es, dass mir das als Leser gar nicht auffällt. Da ist kein Stilbruch, kein Nix, liest sich wunderbar flüssig und mitreißend.
Aber jetzt zurück zu diesem Buch. Hierzu gibt es eine Vorgeschichte namens „Die Ärztin“, einen ebenso episch angelegten Dreiteiler, der sich mit dem Leben von Ricarda Thomasius, Jahrgang 1863, befasst. Ricards wurde als Tochter eines Gärtners und einer Köchin auf einem brandenburgischen Gut geboren, dem Sitz derer von Freystetten, und als eine der ersten deutschen weiblichen Dr. meds hat sie ein sehr interessantes Leben geführt. Oder bzw. sie führt es noch. Und nun geht es explizit um ihre beiden Töchter: Henny, die mittlerweile Ende 30 ist und im feinen Berlin Mitte eine Arztpraxis führt. Sie ist – na klar – ebenfalls Ärztin geworden. Die 10 Jahre jüngere Antonia hat ihr erstes Staatsexamen auch schon abgelegt, und führ ihr praktisches Jahr zieht es sie ins ferne Afrika. Dort ist sie damals geboren, als die ganze Familie Thomasius in der deutschen Kolonie weilte, dort zieht sie es nun wieder hin. Einerseits sucht Toni dort ihre Wurzeln, andererseits ist das Ganze gerade recht praktisch, denn in Berlin lässt sie eine verschmähte Liebe zurück…
Ja, wir sind also mit diesem Buch paralell in Afrika in Daressalam, wo Toni in einem Krankenhaus arbeitet und als weiße Frau einen schweren Stand hat und sich behaupten muss, und in Deutschland im Berlin der Weimarer Republik. Spannende Zeiten, und zwar auf beiden Seiten des Ozeans. Toni kommt voller Träume und Ideale in Ostafrika an, und sieht sich dann mit der nicht ganz so idealen-romantischen Realität vor Ort konfrontiert: der Rassismus lebt, die hygienischen Verhältnisse sind teils grenzwertig und ihr Vorgesetzter stellt ihr nach. Das sind schon ein paar Herausforderungen, und natürlich kommt ihr auch die Liebe ins Spiel….
Henny wiederum ist zwar in Berlin, dem damaligem Nabel der Welt, aber auch sie hat einiges zu stemmen, vor allem, als ihr geschiedener Ex-Mann aus Hollywood wieder hereinschneit, und ihr Leben durcheinanderwirbelt.
Ganz zu schweigen von der hochherrschaftlichen Verwandtschaft auf dem Brandenburger Schloss . Ich zitiere mal den Pressetext: „Wichtiger Schauplatz ist das Schloss in Brandenburg, wo Ricarda geboren wurde. Noch immer sind die Bande eng. Aber die Grafenfamilie war stets recht exzentrisch. Deren hübsche Tochter Frieda hat nichts mit der Tradition im Sinn. Tobt doch das wahre Leben in Berlin!“. Ja, Frieda ist eine Nummer für sich, mit ihr klappern wir wilde Partys in der Hauptstadt ab. Für Frieda waren die 20er die „roaring twenties“ – für sie hätte man sie erfinden müssen. Auch für Frieda ist nicht alles Gold, was glänzt, aber wofür hat man Kusinen wie Henny und Tanten wie Ricarda, die einem am Ende aus der Patsche helfen…..
Also, man ahnt es, das Leben ist prall und bunt. Und die Protagonisten allesamt wunderbar authentisch, bildhaft und glaubwürdig gezeichnet, die Autoren nehmen einen sofort mit ins Geschehen, und man wird als Leser eigentlich von der ersten Seite an mitgenommen. Ein Schwung starker Frauen, die sich durchzusetzen wissen, mit allen ihren Fehlern und Kanten und Selbstzweifeln, die aber am Ende zusammenhalten und ihre Herausforderungen meistern. Fand ich wieder mal richtig gut gemacht. Richtig gut erzählt, und es hat mir viel Spaß gemacht, dabei zu sein.
Ich fand auch die Atmosphäre stimmig. Für mich war das Berlin der späten 20er Jahre präsent. Ebenso das Leben als Deutsche in Ostafrika. Ich konnte Toni so gut nachvollziehen: sie liebt Afrika einerseits, aber es ist auch der Ort, an dem sie sich selbst neu kennenlernt …. Und das kann schmerzhaft sein.
Sehr gut historisch recherchiert, super geschrieben: ich fasse zusammen, ich war bestens unterhalten. Der Nachfolgeband ist vorbestellt , im November geht es weiter.
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