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Produktbild: Firestarter

Firestarter Roman

1

14,99 €

inkl. gesetzl. MwSt.

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

Kopierschutz

Nein

Family Sharing

Ja

Text-to-Speech

Ja

Erscheinungsdatum

23.01.2023

Verlag

Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Seitenzahl

360 (Printausgabe)

Dateigröße

1188 KB

Übersetzt von

Stefanie Schäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783954381616

Beschreibung

Produktdetails

Format

ePUB 3

eBooks im ePUB 3-Format erlauben eine dynamische Anpassung des Inhalts an die jeweilige Display-Größe des Lesegeräts. Das Format eignet sich daher besonders für das Lesen auf mobilen Geräten, wie z.B. Ihrem tolino, Tablets oder Smartphones.

Kopierschutz

Nein

Dieses eBook können Sie uneingeschränkt auf allen Geräten der tolino Familie, allen sonstigen eReadern und am PC lesen. Das eBook ist nicht kopiergeschützt und kann ein personalisiertes Wasserzeichen enthalten. Weitere Hinweise zum Lesen von eBooks mit einem personalisierten Wasserzeichen finden Sie unter Hilfe/Downloads.

Family Sharing

Ja

Mit Family Sharing können Sie eBooks innerhalb Ihrer Familie (max. sechs Mitglieder im gleichen Haushalt) teilen. Sie entscheiden selbst, welches Buch Sie mit welchem Familienmitglied teilen möchten. Auch das parallele Lesen durch verschiedene Familienmitglieder ist durch Family Sharing möglich. Um eBooks zu teilen oder geteilt zu bekommen, muss jedes Familienmitglied ein Konto bei Thalia oder einem anderen tolino-Buchhändler haben. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Family-Sharing.

Text-to-Speech

Ja

Bedeutet Ihnen Stimme mehr als Text? Mit der Funktion Text-to-Speech können Sie sich im tolino webReader und in der aktuellen Thalia – Lesen & Hören App das eBook vorlesen lassen. Weitere Informationen finden Sie unter Hilfe/Text-to-Speech.

Barrierefreiheit

  • keine Information zur Barrierefreiheit bekannt

Erscheinungsdatum

23.01.2023

Verlag

Verlagsbuchhandlung Liebeskind

Seitenzahl

360 (Printausgabe)

Dateigröße

1188 KB

Übersetzt von

Stefanie Schäfer

Sprache

Deutsch

EAN

9783954381616

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Jan Carson beschreibt ein…

Mikka Liest aus Zwischen den Seiten am 18.06.2023

Bewertungsnummer: 2805846

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jan Carson beschreibt ein alternatives Jahr 2014, in dem in Dublin die Spannungsfelder der »Troubles« wieder aufreißen – ein mächtiges metaphorisches Werkzeug. Der Roman löst einige Kernthemen aus dem Kontext des alten Konflikts heraus, der damit vor allem eine symbolische Bedeutung gewinnt und zum Hintergrund für gesellschaftliche Probleme und individuelle Herausforderungen wird. Es geht zum Beispiel um die Spannungen innerhalb von Familien und der Gesellschaft insgesamt. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Auswirkungen von Gewalt und die Konsequenzen ungelöster Konflikte. Jan Carson verbindet all das mit einer Handlungsebene, in der das Magische auf einmal ganz selbstverständlich ist – und sich liest wie eine Allegorie für ganz reale gesellschaftliche Phänomene. Beide Protagonisten befinden sich in einer Situation, die sie als gewaltsam und gefährlich empfinden, und ringen mit ihrem Selbstbild und dem eigenen Gewaltpotential. Sammy Agnew kann sich nur allzu gut an seine Jugend erinnern, als sich sein frustrierter Zorn oft in roher Gewalt entlud. Er spürt diese Gewaltbereitschaft immer noch in sich brodeln, aber vor allem sieht er sie in seinem Sohn, den er nicht vor sich selbst beschützen kann. Dr. Jonathan Murray hingegen hat Angst vor seiner kleinen Tochter, einem hilflosen Baby, weil er dessen Mutter für eine Meerjungfrau hält. Hier entfaltet sich ein Themenkomplex, der auch von Han Kang stammen könnte: Da er glaubt, die Stimme seiner Tochter könne hochgefährlich sein, versucht er, sie möglichst komplett von Sprache fernzuhalten. Ja, hier wird ein weibliches Wesen zum Schweigen gebracht, weil es durch seine bloße Existenz als Bedrohung des Status Quo empfunden wird. Während manchmal ein Element der Überfürsorge anklingt, scheint offensichtlich, dass es hier vor allem um tiefverwurzelte Misogynie und Angst vor Kontrollverlust geht. Jan Carson entwirft ein so aufregend originelles, symbolträchtiges Dublin, dass ich mich eines Nachts um 02:32 zwingen musste, endlich das verflixte Licht auszuschalten. Der Schreibstil ist großartig, die Themen werden mit viel Tiefgang umgesetzt, und das Lesen macht einfach Spaß. Die Geschichte ist mit mystischen Elementen verflochten, die das konventionelle Verständnis von Realität herausfordern. Die Grenzen zwischen dem Alltäglichen und dem Außergewöhnlichen verschwimmen, und dennoch wirken die realistischen Themen vor diesem Hintergrund umso schärfer umrissen.

Jan Carson beschreibt ein…

Mikka Liest aus Zwischen den Seiten am 18.06.2023
Bewertungsnummer: 2805846
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Jan Carson beschreibt ein alternatives Jahr 2014, in dem in Dublin die Spannungsfelder der »Troubles« wieder aufreißen – ein mächtiges metaphorisches Werkzeug. Der Roman löst einige Kernthemen aus dem Kontext des alten Konflikts heraus, der damit vor allem eine symbolische Bedeutung gewinnt und zum Hintergrund für gesellschaftliche Probleme und individuelle Herausforderungen wird. Es geht zum Beispiel um die Spannungen innerhalb von Familien und der Gesellschaft insgesamt. Es geht um Identität und Zugehörigkeit. Es geht um die Auswirkungen von Gewalt und die Konsequenzen ungelöster Konflikte. Jan Carson verbindet all das mit einer Handlungsebene, in der das Magische auf einmal ganz selbstverständlich ist – und sich liest wie eine Allegorie für ganz reale gesellschaftliche Phänomene. Beide Protagonisten befinden sich in einer Situation, die sie als gewaltsam und gefährlich empfinden, und ringen mit ihrem Selbstbild und dem eigenen Gewaltpotential. Sammy Agnew kann sich nur allzu gut an seine Jugend erinnern, als sich sein frustrierter Zorn oft in roher Gewalt entlud. Er spürt diese Gewaltbereitschaft immer noch in sich brodeln, aber vor allem sieht er sie in seinem Sohn, den er nicht vor sich selbst beschützen kann. Dr. Jonathan Murray hingegen hat Angst vor seiner kleinen Tochter, einem hilflosen Baby, weil er dessen Mutter für eine Meerjungfrau hält. Hier entfaltet sich ein Themenkomplex, der auch von Han Kang stammen könnte: Da er glaubt, die Stimme seiner Tochter könne hochgefährlich sein, versucht er, sie möglichst komplett von Sprache fernzuhalten. Ja, hier wird ein weibliches Wesen zum Schweigen gebracht, weil es durch seine bloße Existenz als Bedrohung des Status Quo empfunden wird. Während manchmal ein Element der Überfürsorge anklingt, scheint offensichtlich, dass es hier vor allem um tiefverwurzelte Misogynie und Angst vor Kontrollverlust geht. Jan Carson entwirft ein so aufregend originelles, symbolträchtiges Dublin, dass ich mich eines Nachts um 02:32 zwingen musste, endlich das verflixte Licht auszuschalten. Der Schreibstil ist großartig, die Themen werden mit viel Tiefgang umgesetzt, und das Lesen macht einfach Spaß. Die Geschichte ist mit mystischen Elementen verflochten, die das konventionelle Verständnis von Realität herausfordern. Die Grenzen zwischen dem Alltäglichen und dem Außergewöhnlichen verschwimmen, und dennoch wirken die realistischen Themen vor diesem Hintergrund umso schärfer umrissen.

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von Jan Carson

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