Zusammen mit seiner Horde von Verbrechern, genannt »The Wild Bunch«, terrorisiert Butch Cassidy ganze Landstriche. Dutzende Überfälle gehen auf sein Konto. 3.500 Dollar sind inzwischen auf Cassidys Kopf ausgesetzt, tot oder lebendig. Das lockt eine ganze Reihe Kopfgeldjäger auf den Plan, einer verschlagener als der andere. Und eines Nachts stolpern zwei von ihnen über einen Teil von Cassidys Bande. Hat die letzte Stunde des Gesetzlosen geschlagen?
Jean-Luc Istin, das Mastermind hinter Genre-Bestsellern wie »Elfen« und »Conquest«, lädt für seine neue Konzeptserie die besten Szenaristen und Zeichner Frankreichs ein, ihren Versionen der größten Legenden des Wilden Westens Leben einzuhauchen. Denn hinter jeder Legende steht ein Mensch. Und jeder Mensch hat eine Geschichte.
Abgeschlossener Einzelband, Abschlussband der Reihe
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
Endlose Seiten
4/5
21.05.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
zeigt wie furchtlos und freiheitsliebend, aber auch gewalttätig und gefährlich der Wilde Westen war
In dem Abschlussband der »Western Legenden«-Reihe geht es um den Gesetzlosen Butch Cassidy, der mit bürgerlichem Namen Robert Leroy Parker hieß. Der amerikanische Outlaw war Mitglied der »Wild Bunch«, einer der bekanntesten Banden des Wilden Westens. Dass Cassidy zu einer Legende der damaligen Zeit wurde, ist also wenig verwunderlich. Auf dem Cover ist der Revolverheld auf einem Pferd zu sehen. Im Hintergrund blicken wir auf ein Dorf.
Die Story spielt im Jahr 1899, als Butch und seine Bande auf der Suche nach einem ruhigen Ort sind, an dem sie einige Zeit ausharren können, da sie verfolgt werden. Der Comic beinhaltet neun Kapitel, die es wirklich in sich haben. Meiner Meinung nach hat Christophe Bec viele Elemente, die ein spannender Western-Comic haben sollte, berücksichtigt. Es gibt Schießereien, einen Zugüberfall und Explosionen. Wir sehen sowohl einen Saloon als auch ein verlassenes Dorf. Ab und an gibt Butch Cassidy aus dem Off ein Kommentar ab. Außerdem wird es actionreich und brutal.
Außer Butch Cassidy lernen wir andere berühmt-berüchtigte Mitglieder der »Wild Bunch«, die damals den Wilden Westen unsicher gemacht haben. In dem Comic begegnen uns aber nicht nur Banditen. Wir treffen auf Sheriff Josiah Hazen, der Cassidy und seinen Männern an den Kragen will, und somit den Part des Gesetzeshüters übernimmt. Es war mitreißend zu sehen, wie Hazen Cassidys Spur gefolgt ist und wie das Katz-und-Maus-Spiel ausgegangen ist.
Die Zeichnungen von Michel Suro sind nicht ganz mein Fall, da sie an manchen Stellen skizzenhaft sind. Manchmal wurden Details weggelassen, wie zum Beispiel, Gesichtsteile bei Figuren (Seite 16). Lobenswert sind die Zeichnungen von Butch Cassidy, da sie dem Original sehr ähnlichsehen. Cool fand ich, die zwei Totalen, die den oberen Teil einer Doppelseite belegen. Hamiltons Farben sind kräftig und dunkel.
Fazit: Nach sechs Bänden ist die »Western Legenden«-Reihe nun zu Ende. Die Geschichte von Butch Cassidy hat mir nochmal vor Augen geführt, wie furchtlos und freiheitsliebend, aber auch gewalttätig und gefährlich der Wilde Westen war.
Ich bin froh, dass der Splitter Verlag die »Western Legenden«-Reihe herausgebracht hat und ich auf sie aufmerksam geworden bin. Ich empfehle sie Fans des Western-Genres, Historisch-Interessierten und allen, die Lust haben, in ein anderes Comic-Genre reinzuschnuppern.
Bewertung
4/5
26.12.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein irrer Trip in den GANZ wilden Westen!
Weihnachten ist bei mir immer auch die Zeit, ganz klassisch ein paar Western zu schauen und dazu passende Comics zu lesen... und, Oh Jeez, was ist mir da auf den Tisch geflattert? Was als vermeintlich "normaler" Western rund um den legendären Butch Cassidy beginnt, entwickelt sich mehr und mehr zu einem abgründigen Horrortrip, als er und seine Bande auf der Flucht vor Sheriffs und Kopfgeldjägern in den zerklüfteten Bighorn Mountains auf einen ziemlich gruselig wirkenden Pastor und dessen Gemeinde treffen! Mehr will ich gar nicht verraten, es lohnt sich definitiv diesen Band zu lesen, man bekommt Spannung pur, Action ohne Ende und vielschichtige Charaktermomente. Jedoch für empfindliche Gemüter könnte es teilweise etwas zu viel sein, es gibt einige sehr heftige Szenen! Somit wende ich mich nun gut unterhalten und leicht verstört wieder einem harmlosen Karl May Film zu... :D
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