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Nacht

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

09.03.2023

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/3,1 cm

Gewicht

581 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Franziska Zwerg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-546-7

Beschreibung

Rezension

[…] Seine Sprache, sein Rhythmusgefühl und sein Einfallsreichtum sind überwältigend. […]“
Martin Becker (Deutschlandradio Kultur)

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„[…] ein Glücksfall für die europäische Literatur.“
Moses Fendel (WDR3)

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„[…] Die Literatur aus Weißrussland braucht die Aufmerksamkeit des Westens und wir brauchen mehr Texte und Übersetzungen von dieser Qualität.“
Kristina Pfoser (Ö1)

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»In der Tat versucht Martinowitsch für Weißrussland das zu tun, was zuvor Gabriel Garcia Marquez in Hundert Jahre Einsamkeit gelang, indem er das Dorf Macondo in die Weltliteratur brachte. Und darin, wie in einer Nussschale, ganz Kolumbien, ja ganz Lateinamerika mit seinem mystischen dünnen König, dem Glauben an Gott und gleichzeitig an die Toten sowie seinen endlosen Militärputschen.«
Belarusski Zhurnal

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»In vielerlei Hinsicht ist Nacht ebenso wie Paranoia ein Roman über die Angst. Aber während in Paranoia letztlich der Angstinstinkt siegt, ist Nacht ein Buch über die Überwindung der Angst.«
Darya Kostenko

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»Am Ende lichtet sich das mystische Dunkel, und der verzauberte Leser findet sich unerwartet in einer philosophischen Landschaft voller paradoxer technischer Wunder wieder.«
LiveLib

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„Dieser Roman von Viktor Martinowitsch entführt uns in eine dystopische Welt der ewigen Kälte und Dunkelheit, in der ein einsamer Wanderer mit seinem Hund eine seltsame Entdeckungsreise auf den Spuren von Herodot unternimmt. Eine starke Stimme aus Belarus, der man sich beim Lesen nicht entziehen kann: Martinowitschs erzählerisches Talent ist die Neuentdeckung der letzten Jahre.

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Erscheinungsdatum

09.03.2023

Verlag

Europa Verlage

Seitenzahl

424

Maße (L/B/H)

21,6/14,2/3,1 cm

Gewicht

581 g

Auflage

1. Auflage

Übersetzt von

Franziska Zwerg

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-95890-546-7

Herstelleradresse

Europa Verlage GmbH
Johannisplatz 15
81667 München
Deutschland
Email: info@europa-verlag.com
Url: www.europa-verlag.com
Telephone: +49 89 18947330
Fax: +49 89 189473316

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Dunkles Cover, viel dahinter!

Bewertung am 19.05.2023

Bewertungsnummer: 1944509

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für mich die Überraschung dieses Frühjahrs! Das Buch sieht zugegebenermaßen von außen sehr unspektakulär und ziemlich düster aus, aber irgendwie habe ich es doch mitgenommen und ich kann nur sagen: es hat sich sehr gelohnt! Auch wenn es in Viktor Martinowitschs Zukunftsszenario scheinbar ewig Nacht geworden ist, liest sich sein Buch überhaupt nicht so düster, wie man vermuten würde. Das liegt vor allem am Protagonisten "Antiquar", der seine Geschichte zwar ernsthaft, aber mit einem teilweise wunderbar trocknen Humor und einer Sprachgewandtheit erzählt, dass man ihm einfach immer weiter zuhören möchte. (Außerdem hat er so unglaublich viel gelesen, dass er die beeindruckende Fähigkeit besitzt, auf den ersten Blick die Lesegewohnheiten und Lieblingsbücher eines Menschen zu erkennen) Begleitet wird er von seiner Hündin Gerda, die (dank der Erzählweise des Antiquars) einen genauso liebenswerten Charakter hat und unzählige zu jeder Situation passende Gesichtsausdrücke beherrscht. Aber worum geht es eigentlich: Die Welt ist dunkel geworden, man grüßt nicht mehr mit "Guten Tag", sondern "Gute Nacht", Strom, Elektrizität und sämtliche moderne Technologien funktionieren nicht mehr, Menschen organisieren sich wieder in keinen Clans und das Geld wurde vom Tauschhandel mit "Zink" (Batterien) abgelöst. Der Antiquar ist eigentlich ein wohlhabender Mann, gegen Zink verleiht er Bücher aus seiner großen Privatbibliothek (die meisten Bücher wurden in der ersten Panik vor der Dunkelheit verbrannt), doch eines Tages bricht er mit nichts als seinem Rucksack, einer Stirnlampe und Gerda auf, um seine Geliebte zu finden, die sich kurz vor dem Blackout am anderen Ende der Welt aufhielt. Wir begleiten ihn auf seiner Reise durch die Dunkelheit auf der Suche nach der "Stadt des Lichts", auf der er allerhand merkwürdigen Gestalten über den Weg läuft. Teilweise hatte ich fast das Gefühl, einen Fantasy- oder Science-Fiction Roman zu lesen. Weil man nichts mehr sieht, muss man glauben, was man hört und so fangen die Menschen z.B. an, an "Ziegenfüßige" zu glauben, allem Anschein nach untote, skrupellose Mörder mit Ziegenhufen und Schweinsrüsseln, vor denen sich alle fürchten - aber wirklich gesehen hat sie natürlich niemand. Sehr feinfühlig erzählt Martinowitsch von der Macht der Worte in der Dunkelheit und darüber, wie weit man wortwörtlich geht, für den Menschen, den man liebt.

Dunkles Cover, viel dahinter!

Bewertung am 19.05.2023
Bewertungsnummer: 1944509
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Für mich die Überraschung dieses Frühjahrs! Das Buch sieht zugegebenermaßen von außen sehr unspektakulär und ziemlich düster aus, aber irgendwie habe ich es doch mitgenommen und ich kann nur sagen: es hat sich sehr gelohnt! Auch wenn es in Viktor Martinowitschs Zukunftsszenario scheinbar ewig Nacht geworden ist, liest sich sein Buch überhaupt nicht so düster, wie man vermuten würde. Das liegt vor allem am Protagonisten "Antiquar", der seine Geschichte zwar ernsthaft, aber mit einem teilweise wunderbar trocknen Humor und einer Sprachgewandtheit erzählt, dass man ihm einfach immer weiter zuhören möchte. (Außerdem hat er so unglaublich viel gelesen, dass er die beeindruckende Fähigkeit besitzt, auf den ersten Blick die Lesegewohnheiten und Lieblingsbücher eines Menschen zu erkennen) Begleitet wird er von seiner Hündin Gerda, die (dank der Erzählweise des Antiquars) einen genauso liebenswerten Charakter hat und unzählige zu jeder Situation passende Gesichtsausdrücke beherrscht. Aber worum geht es eigentlich: Die Welt ist dunkel geworden, man grüßt nicht mehr mit "Guten Tag", sondern "Gute Nacht", Strom, Elektrizität und sämtliche moderne Technologien funktionieren nicht mehr, Menschen organisieren sich wieder in keinen Clans und das Geld wurde vom Tauschhandel mit "Zink" (Batterien) abgelöst. Der Antiquar ist eigentlich ein wohlhabender Mann, gegen Zink verleiht er Bücher aus seiner großen Privatbibliothek (die meisten Bücher wurden in der ersten Panik vor der Dunkelheit verbrannt), doch eines Tages bricht er mit nichts als seinem Rucksack, einer Stirnlampe und Gerda auf, um seine Geliebte zu finden, die sich kurz vor dem Blackout am anderen Ende der Welt aufhielt. Wir begleiten ihn auf seiner Reise durch die Dunkelheit auf der Suche nach der "Stadt des Lichts", auf der er allerhand merkwürdigen Gestalten über den Weg läuft. Teilweise hatte ich fast das Gefühl, einen Fantasy- oder Science-Fiction Roman zu lesen. Weil man nichts mehr sieht, muss man glauben, was man hört und so fangen die Menschen z.B. an, an "Ziegenfüßige" zu glauben, allem Anschein nach untote, skrupellose Mörder mit Ziegenhufen und Schweinsrüsseln, vor denen sich alle fürchten - aber wirklich gesehen hat sie natürlich niemand. Sehr feinfühlig erzählt Martinowitsch von der Macht der Worte in der Dunkelheit und darüber, wie weit man wortwörtlich geht, für den Menschen, den man liebt.

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von Viktor Martinowitsch

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