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Aleksandra Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

288

Maße (B/H)

13,5/21,5 cm

Gewicht

503 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

2

Übersetzt von

Birgit Erdmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856805-8-0

Beschreibung

Rezension

»Ein wichtiges Buch, um diesen geschundenen Landstrich und seine Geschichte besser zu verstehen.« Maria-Christina Piwowarski
»In dem beeindruckenden Roman dieser niederländisch-ukrainischen Schriftstellerin taumelt man durch die Zeit, von einem Palast zu einem KGB-Verhörraum, von einer Generation zur nächsten« NRC Handelsblad
Ein »grandioser Debütroman« ZDF aspekte
»Lisa Weeda verwebt Vergangenheit und Gegenwart mit einer berauschenden Klugheit: Aleksandra ist eine magische Geschichte über widerstandsfähige Menschen. Mutig und fesselnd.« Linnaeus Buchhandlung
»Ein mutiges Debüt, getränkt mit erzählerischer Kraft, schwarzem Humor, Melancholie und ja, auch mit einer Wanne voll Wodka. Weeda ist mein Debüt des Jahres.« TV-Sendung Brommer op zee
»Wir haben eine Schriftstellerin gewonnen, die es wagt, hoch hinaus zu wollen. Aleksandra erinnert an das Werk von Günter Grass, dem es gelungen ist, eine persönliche Geschichte mit einer größeren öffentlichen zu verbinden. Das verheißt viel für die Zukunft.« de Leeuwarder Courant
»Weeda zeigt, was Literatur leisten kann. Keine History-Doku kriegt diese Verdichtung hin.«Doris Akrap, taz
»Ein prophetischer Roman, in dem es nicht nur um Aleksandra geht, sondern um die Geschichte und Gegenwart der gesamten Familie und des ukrainischen Volkes.« Michaela Gericke, rbb Kultur
»Ein Jahrhundertroman - Lisa Weeda erzählt mehrdimensional von den zahlreichen Traumata der Ukraina.«NDR Das!
»Nicht nur erzählerisch ist das Romandebüt interessant, es liefert auch einige wichtige Beobachtungen, die die westliche Perspektive auf die Zeitgeschichte der Ukraine zurechtrücken.« Astrid Mayerle, BR

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

24.02.2023

Verlag

Kanon Verlag Berlin

Seitenzahl

288

Maße (B/H)

13,5/21,5 cm

Gewicht

503 g

Farbe

Dunkellila / Messing

Auflage

2

Übersetzt von

Birgit Erdmann

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-9856805-8-0

Herstelleradresse

Kanon Verlag Berlin GmbH
Belziger Str. 35
10823 Berlin
Deutschland
Email: info@kanon-verlag.de
Url: www.kanon-verlag.de
Telephone: +49 30 40045990

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  • Bewertung

    5/5

    05.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie kann der Beitrag von Literatur mitten im Krieg sein?

    Wie kann der Beitrag von Literatur mitten im Krieg sein? Kann sie schnell reagieren auf die Ereignisse? Muss sie reagieren? Was ist ihr Mehrwert gegenüber Nachrichten, Reportagen, Interviews, Gesprächen, Aktionen? Oder ist es gerade die Stärke von Literatur, dass sie sich löst vom Tagesaktuellen, den Bogen weiter spannt, Verbindungen zieht, Geschichte einbezieht und Geschichten erzählt? Wie geht es, dabei verengte Kriegslogiken beiseite zu schieben, die Literatur überprüfen, die schauen, auf welcher Seite stehen Autor:in und Text und wie sind Romane in der aktuellen Situationen überhaupt literarisch zu bewerten? »Aleksandra« zeigt, wie es gehen kann, auch wenn einige Fragen sich erst mit mehr zeitlichem Abstand befriedigend beantworten lassen. Der Krieg in der Ukraine bewegt viele Menschen auf ganz unterschiedliche und oft stark emotionale Weise. In der deutschen Übersetzung ist Weedas Debüt am 24.02.2023 im Kanonverlag erschienen, ein Jahr nach der Russischen Invasion in die Ukraine, mitten im Krieg. In den Niederlanden erschien »Aleksandra« bereits 2021, ein Jahr vor der Invasion. Zehn bis acht Jahre hat die niederländisch-ukrainische Autorin an »Aleksandra« geschrieben, der Krieg war seit 2014 schon da und trotzdem konnte Weeda nicht klar sein, was 2022 passieren würde. »Aleksandra« bezieht sich auf genau das, was viele jetzt suchen oder dankbar annehmen, mit Literatur den Blick weiten als Ergänzung zu Nachrichten, Reportagen, Berichten und Interviews, die sich um neueste Geschehnisse drehen. »Aleksandra« erzählt eine Familiengeschichte aus dem Donbass, aus der feudalen Vorzeit, den Einbruch und der konflikthaften Nachzeit der Sowjetunion. Im Mittelpunkt stehen Aleksandra, die im zweiten Weltkrieg nach Deutschland deportiert wurde, danach in die Niederlande ging und ihre Enkelin Lisa, die die weit verästelten Familienbande, die weder Sprache, noch politische Einschätzung oder Ort eint, versucht zusammenzuhalten. Weeda verarbeitet die Enteignung, die Euphorie, den Holodomor, den zweiten Weltkrieg, die Armut, die Kriege und bezieht sie auch auf die Gegenwart, indem sie immer wieder in die sog. Volksrepublik Luhansk von 2014 bis 2015 springt. Weeda fordert die Lesenden heraus mit einer komplexen historischen Verortung und einer nicht linearen Erzählstruktur. Es gibt zwar einen Stammbaum, der sehr hilfreich ist, doch springt der Text in Orten, Zeiten und erzählenden Personen, in drei Generationen finden wir Nikolaj. Eine weitere Ebene sind surreale Phantasiewelten, mit Bedeutung aufgeladen ein Tuch, Hirsche, ein Palast und es kann vorkommen, dass Verstorbene zu jüngeren Generationen sprechen. Weeda entgeht bewusst der Verführung, Komplexitäten so zu vereinfachen, dass sie für ein westliches Lesepublikum konsumabel sind und geht damit das Risiko ein, es zu verlieren. Wie gut erinnere ich mich an eine ähnliche Gratwanderung, als es ums ehemalige Jugoslawien ging. Gelingt eine Verständigung, schmeckt mir die Botschaft aber sehr, es ist kompliziert, erfordert Anstrengung und trotzdem ist es möglich, notwendig und lohnenswert, sich mit dem Thema und den Menschen in ihrer Komplexität zu beschäftigen. Ja, es war kompliziert, lohnenswert und ein großer Mehrwert in Ergänzung zu Tagesaktuellem »Aleksandra« zu lesen.

  • Kata_____Lović

    aus Bremen

    5/5

    05.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Wie kann der Beitrag von…

    Wie kann der Beitrag von Literatur mitten im Krieg sein? Kann sie schnell reagieren auf die Ereignisse? Muss sie reagieren? Was ist ihr Mehrwert gegenüber Nachrichten, Reportagen, Interviews, Gesprächen, Aktionen? Oder ist es gerade die Stärke von Literatur, dass sie sich löst vom Tagesaktuellen, den Bogen weiter spannt, Verbindungen zieht, Geschichte einbezieht und Geschichten erzählt? Wie geht es, dabei verengte Kriegslogiken beiseite zu schieben, die Literatur überprüfen, die schauen, auf welcher Seite stehen Autor:in und Text und wie sind Romane in der aktuellen Situationen überhaupt literarisch zu bewerten? »Aleksandra« zeigt, wie es gehen kann, auch wenn einige Fragen sich erst mit mehr zeitlichem Abstand befriedigend beantworten lassen. Der Krieg in der Ukraine bewegt viele Menschen auf ganz unterschiedliche und oft stark emotionale Weise. In der deutschen Übersetzung ist Weedas Debüt am 24.02.2023 im Kanonverlag erschienen, ein Jahr nach der Russischen Invasion in die Ukraine, mitten im Krieg. In den Niederlanden erschien »Aleksandra« bereits 2021, ein Jahr vor der Invasion. Zehn bis acht Jahre hat die niederländisch-ukrainische Autorin an »Aleksandra« geschrieben, der Krieg war seit 2014 schon da und trotzdem konnte Weeda nicht klar sein, was 2022 passieren würde. »Aleksandra« bezieht sich auf genau das, was viele jetzt suchen oder dankbar annehmen, mit Literatur den Blick weiten als Ergänzung zu Nachrichten, Reportagen, Berichten und Interviews, die sich um neueste Geschehnisse drehen. »Aleksandra« erzählt eine Familiengeschichte aus dem Donbass, aus der feudalen Vorzeit, den Einbruch und der konflikthaften Nachzeit der Sowjetunion. Im Mittelpunkt stehen Aleksandra, die im zweiten Weltkrieg nach Deutschland deportiert wurde, danach in die Niederlande ging und ihre Enkelin Lisa, die die weit verästelten Familienbande, die weder Sprache, noch politische Einschätzung oder Ort eint, versucht zusammenzuhalten. Weeda verarbeitet die Enteignung, die Euphorie, den Holodomor, den zweiten Weltkrieg, die Armut, die Kriege und bezieht sie auch auf die Gegenwart, indem sie immer wieder in die sog. Volksrepublik Luhansk von 2014 bis 2015 springt. Weeda fordert die Lesenden heraus mit einer komplexen historischen Verortung und einer nicht linearen Erzählstruktur. Es gibt zwar einen Stammbaum, der sehr hilfreich ist, doch springt der Text in Orten, Zeiten und erzählenden Personen, in drei Generationen finden wir Nikolaj. Eine weitere Ebene sind surreale Phantasiewelten, mit Bedeutung aufgeladen ein Tuch, Hirsche, ein Palast und es kann vorkommen, dass Verstorbene zu jüngeren Generationen sprechen. Weeda entgeht bewusst der Verführung, Komplexitäten so zu vereinfachen, dass sie für ein westliches Lesepublikum konsumabel sind und geht damit das Risiko ein, es zu verlieren. Wie gut erinnere ich mich an eine ähnliche Gratwanderung, als es ums ehemalige Jugoslawien ging. Gelingt eine Verständigung, schmeckt mir die Botschaft aber sehr, es ist kompliziert, erfordert Anstrengung und trotzdem ist es möglich, notwendig und lohnenswert, sich mit dem Thema und den Menschen in ihrer Komplexität zu beschäftigen. Ja, es war kompliziert, lohnenswert und ein großer Mehrwert in Ergänzung zu Tagesaktuellem »Aleksandra« zu lesen.

  • BücherBummler

    3/5

    29.08.2025

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Kleines Puzzleteil

    Aleksandra ist noch jung, als sie während des Zweiten Weltkrieges als Zwangsarbeiter aus ihrer Heimat in der Ost-Ukraine nach Deutschland verfrachtet wird. Nach Kriegsende kehrt sie nicht zurück, sondern zieht in die Niederlande, heiratet zweimal, bekommt Kinder. Mit ihrer Familie in der Ukraine bleibt der Kontakt bestehen. 2018 ist Aleksandra 94 und beauftragt ihre Enkelin Lisa, nach Lugansk zu fahren, um das Grab ihres 2015 verschollenen Onkels Koljas zu finden. Sie soll ihm ein Tuch bringen, das mit den Lebens- und Todeslinien der Familie bestickt ist, damit Kolja im Jenseits seinen Seelenfrieden finden kann. In Lugansk angekommen, gerät Lisa sofort in den Palast der Erinnerungen, eine Art magischen Ort der verlorenen Don Kosaken, die nicht in Frieden gestorben sind. Hier trifft sie ihren vor langem verstorbenen Urgroßvater und beginnt mit ihm eine Reise durch die Geschichte dieses Teils des Landes und ihrer Familie. Ich habe „Aleksandra“ von Lisa Weeda dreimal angefangen, bevor ich mich dazu durchringen konnte, es ganz zu lesen. Für mich war die Lektüre in erster Linie Chaos. Dabei bin ich gar keine Gegnerin von Wechseln in der Zeitebene und Erzählperspektive. Im Gegenteil, es ist meistens eine Bereicherung, wenn eine Geschichte aus mehreren Winkeln beleuchtet wird. Aber Weedas Strukturierung konnte ich nicht folgen. Die Vielzahl an Personen, die ungünstiger Weise auch ab und an ihre Vornamen teilen (was man natürlich schlecht ändern kann, wenn man von der eigenen Familie berichtet) hat mich überfordert. Und das, trotzdem man zu Beginn vorgewarnt wird und auch einen Stammbaum zu Rate ziehen kann. Dass die Perspektive dazu noch oft etwas unvermittelt zwischen „ich“, „er“, „sie“ und „wir“ springt, tut ihr Übriges. Für mich war das zu viel des Guten und hat keinen Lesestrom entstehen lassen. Und dann ist da noch die – ja, wie soll ich es nennen? Die surreale oder mythische Ebene. Und hier muss ich erwähnen, dass ich nur sehr, sehr selten Zugang zu diesem Kunstgriff habe. Der Palast der verlorenen Don Kosaken und die weißen Hirsche haben mich überhaupt nicht abgeholt. Allerdings kann man Kommentare finden, dass gerade dieser Punkt für einige Leser das Buch besonders lesenswert gemacht hat. Wie man dazu auch stehen mag, eine originelle, wenn vielleicht auch nicht einzigartige, Idee hatte Weeda hier auf jeden Fall. Auf der anderen Seite hat dieser Roman auch starke Komponenten. Es gibt Passagen, die mich völlig gefesselt und in die Geschichte hineingezogen haben, insbesondere jene, in denen Nikolai von dem erzählt, was die Familie durchmachen musste. Wäre das Buch in dieser Perspektive geblieben, hätte es weniger mit Symbolik um sich geworfen, wäre ich womöglich ein Fan geworden. Mit ihrem Debüt wollte Lisa Weeda ihrer eigenen Aussage nach einen Beitrag zum Krieg in der Ukraine leisten und ihren Vorfahren ein Denkmal setzen. Das ist ihr auf ihre Art sicherlich gelungen und eigentlich ist das ja das einzige, was zählt. Würde man mich aber nach Büchern fragen, die mir die Ukraine inklusive ihrer historischen Problematik näher gebracht haben, würde mir „Aleksandra“ wohl nicht als Erstes einfallen. Aber ein weiteres Puzzleteil kann dieser Roman durchaus liefern.

  • Philiene

    aus Süsel

    3/5

    24.02.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Eine ganz andere Geschichte

    Auf dieses Buch muss man sich einlassen, um darin zu versinken. Ich muss gestehen daß ich ein paar Schwierigen mit den vielen Namen und Zeitsprüngen hatte und eine Zeit gebraucht habe, um in den Roman hineinzukommen. Der Roman beginnt mit der jungen Lisa die für ihre Großmutter nach Luhansk reist um das Grab ihres Onkels zu suchen. Doch sie darf nicht in das Kriegsgebiet einreisen. In einem unbeobachteten Moment läuft sie in einen Minenfeld, stolpert und erwacht im Palast der verlorenen Donkosaken. Mit ihr und ihrer Familie erleben wir die Geschichte der Ukraine der letzten Hundert Jahre.... Es war wirklich interessant zu erfahren, wie die Menschen in diesem Land immer wieder gelitten haben wie sich immer wieder durchgekämpft haben. Ein Land und seine Menschen im Spiegel der Geschichte. Die Idee des Romanes hat mir sehr gut gefallen, Lisa erlebt die Geschichte im Palast und durch Erzählungen und nicht wie sonst anhand von Briefen und Tagebüchern. Das hat mir sehr gut gefallen. Nur müsste ich mich wirklich an die vielen Namen gewöhnen.

  • US

    aus Berlin

    5/5

    24.02.2023

    eBook (ePUB 3)

    Im Palast der Albträume Die…

    Im Palast der Albträume Die Großmutter der Autorin, Aleksandra, stammt aus der Ostukraine. Ihre Enkelin Lisa Weeda, hat einen beeindruckenden Roman über ihre, aus dem Donbass stammende Familie großmütterlicherseits, geschrieben. Die Ukraine ist der zweitgrößte Staat Europas, der unteranderem für orthodoxe Kirchen, die Schwarzmeerküste und bewaldete Gebirge bekannt ist. Aber auch ein Land, das seit Jahrzehnten gebeutelt wird, In der teils fiktiven Geschichte reist die junge Lisa für ihre Großmutter nach Luhansk, um das Grab ihres Onkels zu suchen. Doch sie darf nicht in das Kriegsgebiet einreisen. Als sie in ein Minenfeld stolpert und hinfällt, erwacht sie im Palast der verlorenen Donkosaken. Es ist der Palast, den Stalin zu seinen Lebzeiten als „Zentrale der Weltrevolution“ erbauen lassen wollte. Der zum Glück nie errichtet wurde. In ihrem Fiebertraum aber ist er real. Gemeinsam mit ihrem längst verstorbenen Urgroßvater wandert sie durch den Palast. Und das macht diese Geschichte so einzigartig. Auf jeder Etage öffnen sich Türen und Fenster, hinter denen sich Familienmitglieder und deren Schicksale verbergen. Die Autorin erweckt alle zum Leben, lässt die Geschichte des Landes lebendig werden. Ein Roman über ein Land dessen Schicksal fest verwoben ist mit dem der Familie, den Nachfahren der Donkosaken. Ich hätte gerne noch weitergelesen.

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