Produktbild: Die Geschwister

Die Geschwister Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

22274

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2023

Herausgeber

Angela Drescher + weitere

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,4/13,1/2,4 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2. erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04204-2

Warnhinweis

nicht erforderlich.

Beschreibung

Rezension

»ein ungewöhnliches Stück politischer, persönlicher und ästhetischer Freiheit.« Dr. Tobias Lehmann ("ostdeutschland.info")
»Dies liest sich nicht künstlich abgezirkelt, sondern wie aus dem realen Leben gegriffen.« ("Ostthüringer Zeitung")
»ein beeindruckendes Zeugnis der Spuren, die der Kalte Krieg in den Familien und in den Romanen hinterlassen hat« ("Zeit Magazin Literatur")
»ein hervorragendes Buch, das in seinem historischen Kontext zu den wichtigsten Büchern der Nachkriegsgeschichte zählt« ("buecherwurm_in")
»Der frische Erzählton der jungen Brigitte Reimann und die Authentizität der erzählten Szenen treten in der nun vorliegenden Fassung wieder stärker hervor. Sie macht die ursprüngliche Intention der Autorin sichtbar und offenbart noch einmal, welch kraftvolle Erzählerin sie ist.« ("Neues Deutschland")
»Der Aufbau Verlag trägt hier erneut zur Wiederentdeckung einer großen Autorin bei [...].« ("@elena_liest")
»›Die Geschwister‹ sind mehr als ein Zeitdokument. Die Autorin brachte ›die Tragödie unserer zwei Deutschland‹ in eine lebendige, reflektierte, spannende Erzählung.« ("Berliner Zeitung")

Produktdetails

Verkaufsrang

22274

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

14.02.2023

Herausgeber

Verlag

Aufbau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,4/13,1/2,4 cm

Gewicht

322 g

Farbe

Seidengrau

Auflage

2. erweiterte Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-351-04204-2

Herstelleradresse

Aufbau Verlage GmbH
Prinzenstraße 85
10969 Berlin
DE

Email: info@aufbau-verlag.de

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ungekürzten, politisch ungeschönten Fassung

Bewertung am 17.02.2023

Bewertungsnummer: 1881528

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1961, kurz vor dem Mauerbau, Elisabeths Bruder sieht für sich keine Zukunft in der DDR und will nach Westdeutschland gehen. Elisabeths Enttäuschung ist groß, weil schon Konrad, der ältere Bruder, der DDR vor einigen Jahren den Rücken gekehrt hat. Die Geschwisterliebe steht vor der Zerreißprobe. Mit allen Mitteln versucht sie ihn zum Bleiben zu bewegen. Als sie nicht mehr weiterweiß, wendet sie sich an ihren Freund und verrät Ulis Fluchtpläne. »Das vergesse ich dir nie … Das werde ich dir nie verzeihen.« S.5 Es gibt Bücher, die kann man nicht neutral oder objektiv betrachten. So geht es mir mit »Die Geschwister«, denn das Buch und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit, die ich nicht unterschlagen kann. Ich denke, dass man die Protagonistin Elisabeth besser verstehen kann, wenn man sie im historischen Kontext sieht. Die Teilung Deutschland war noch nicht alt und doch hatte die DDR ein immer größer werdendes Problem mit der Abwanderung von Fachkräften. Wer zu dieser Zeit noch an die proklamierten Werte des Staates glaubte, fühlte sie verraten. So auch Elisabeth, die ihre Zukunft als Malerin in einem Kombinat hat. Sie ist aber keineswegs angepasst. Parteilos und Spross einer bürgerlichen Familie zu sein, steht sie unter Beobachtung der Stasi. Doch sie kämpft um ihre Anerkennung, lässt sich in ihrer Persönlichkeit nicht verbiegen. Daher hat sie keinerlei Verständnis für ihren großen Bruder Konrad, der bereits vor einiger Zeit die DDR verlassen hat. Doch noch trifft sich die Familie in Westberlin, noch steht keine Mauer aus Beton zwischen ihnen, wohl aber eine in ihren Köpfen. Sie hat kein Verständnis für ihn. »… ich sagte mir, dass die ganze Legende von Geschwisterliebe und Stimme des Blutes ein mystischer Unsinn sei und ich einen Überläufer nicht in die Arme schließen werde, nur weil er zufällig mein Bruder ist.« S. 47 Umso bitterer trifft es sie, dass nun auch ihr Bruder Uli gehen will. Er, mit dem sie ein besonders starkes Band verbindet. Uli sieht keine Zukunft in Ostdeutschland, muss mit ansehen, wie weniger qualifizierte Ingenieure auf der Karriereleiter an ihm vorbeiziehen, weil er kein Parteibuch hat. »Für den Brückenbau brauche ich exaktes mathematisches Wissen und keine Sympathien und erst recht kein Parteibuch.« S.47 Im Gegensatz zu seinem Bruder, der sich von materiellen Dingen leiten ließ, sieht er sich ausgebremst in seiner beruflichen Entwicklung. Zwischen Elisabeth und Uli entsteht ein heißer Disput. Beide versuchen, Verständnis für ihre Sichtweise zu erlangen. Doch Elisabeth geht einen Schritt zu weit und verrät ihn – wohl eher aus Verzweiflung. »Mein Bruder hat mich belogen – das war nur ein geringes Gewicht mehr zu dem übrigen, aber es war dieses Gewicht, das die Last auf meinem Herzen unerträglich machte.« S.33 Reimanns Schreibstil ist unverkennbar und sie zog mich allein mit ihren poetischen Sätzen in die Geschichte hinein. Schon auf der ersten Seite habe ich einen Gang runtergeschaltet, weil ich jeden Satz fühlen und genießen wollte. »Charlotte aber schritt auf ihren nadeldünnen Absätzen über unsere Bewunderung hinweg und durch ›dieses enge ärmliche Leben in eurer Republik‹ und über die Sektorengrenze nach Westberlin, zu Leiser und Hirn am Kudamm, und eines Tages schritt sie durch das Tor zum Auffanglager Marienfelde, und Konrad war bei ihr.« S.35 Reimann verarbeitet in dem Buch fiktional ihre eigene Geschichte – ihr Bruder verließ 1960 die DDR – aber auch den tiefen eigenen Konflikt und den einer ganzen Generation. Durch Zufall wurde 2022 das Originalmanuskript wieder aufgefunden, der Zensur zum Opfer gefallene Passagen wurden hier in die Geschichte wieder eingefügt. Es gibt einen mehrseitigen Anhang, der zum besseren Verständnis des Buchs hilfreich ist. Diese Neuauflage wurde erstmals ins Englische übersetzt.

ungekürzten, politisch ungeschönten Fassung

Bewertung am 17.02.2023
Bewertungsnummer: 1881528
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

1961, kurz vor dem Mauerbau, Elisabeths Bruder sieht für sich keine Zukunft in der DDR und will nach Westdeutschland gehen. Elisabeths Enttäuschung ist groß, weil schon Konrad, der ältere Bruder, der DDR vor einigen Jahren den Rücken gekehrt hat. Die Geschwisterliebe steht vor der Zerreißprobe. Mit allen Mitteln versucht sie ihn zum Bleiben zu bewegen. Als sie nicht mehr weiterweiß, wendet sie sich an ihren Freund und verrät Ulis Fluchtpläne. »Das vergesse ich dir nie … Das werde ich dir nie verzeihen.« S.5 Es gibt Bücher, die kann man nicht neutral oder objektiv betrachten. So geht es mir mit »Die Geschwister«, denn das Buch und ich haben eine gemeinsame Vergangenheit, die ich nicht unterschlagen kann. Ich denke, dass man die Protagonistin Elisabeth besser verstehen kann, wenn man sie im historischen Kontext sieht. Die Teilung Deutschland war noch nicht alt und doch hatte die DDR ein immer größer werdendes Problem mit der Abwanderung von Fachkräften. Wer zu dieser Zeit noch an die proklamierten Werte des Staates glaubte, fühlte sie verraten. So auch Elisabeth, die ihre Zukunft als Malerin in einem Kombinat hat. Sie ist aber keineswegs angepasst. Parteilos und Spross einer bürgerlichen Familie zu sein, steht sie unter Beobachtung der Stasi. Doch sie kämpft um ihre Anerkennung, lässt sich in ihrer Persönlichkeit nicht verbiegen. Daher hat sie keinerlei Verständnis für ihren großen Bruder Konrad, der bereits vor einiger Zeit die DDR verlassen hat. Doch noch trifft sich die Familie in Westberlin, noch steht keine Mauer aus Beton zwischen ihnen, wohl aber eine in ihren Köpfen. Sie hat kein Verständnis für ihn. »… ich sagte mir, dass die ganze Legende von Geschwisterliebe und Stimme des Blutes ein mystischer Unsinn sei und ich einen Überläufer nicht in die Arme schließen werde, nur weil er zufällig mein Bruder ist.« S. 47 Umso bitterer trifft es sie, dass nun auch ihr Bruder Uli gehen will. Er, mit dem sie ein besonders starkes Band verbindet. Uli sieht keine Zukunft in Ostdeutschland, muss mit ansehen, wie weniger qualifizierte Ingenieure auf der Karriereleiter an ihm vorbeiziehen, weil er kein Parteibuch hat. »Für den Brückenbau brauche ich exaktes mathematisches Wissen und keine Sympathien und erst recht kein Parteibuch.« S.47 Im Gegensatz zu seinem Bruder, der sich von materiellen Dingen leiten ließ, sieht er sich ausgebremst in seiner beruflichen Entwicklung. Zwischen Elisabeth und Uli entsteht ein heißer Disput. Beide versuchen, Verständnis für ihre Sichtweise zu erlangen. Doch Elisabeth geht einen Schritt zu weit und verrät ihn – wohl eher aus Verzweiflung. »Mein Bruder hat mich belogen – das war nur ein geringes Gewicht mehr zu dem übrigen, aber es war dieses Gewicht, das die Last auf meinem Herzen unerträglich machte.« S.33 Reimanns Schreibstil ist unverkennbar und sie zog mich allein mit ihren poetischen Sätzen in die Geschichte hinein. Schon auf der ersten Seite habe ich einen Gang runtergeschaltet, weil ich jeden Satz fühlen und genießen wollte. »Charlotte aber schritt auf ihren nadeldünnen Absätzen über unsere Bewunderung hinweg und durch ›dieses enge ärmliche Leben in eurer Republik‹ und über die Sektorengrenze nach Westberlin, zu Leiser und Hirn am Kudamm, und eines Tages schritt sie durch das Tor zum Auffanglager Marienfelde, und Konrad war bei ihr.« S.35 Reimann verarbeitet in dem Buch fiktional ihre eigene Geschichte – ihr Bruder verließ 1960 die DDR – aber auch den tiefen eigenen Konflikt und den einer ganzen Generation. Durch Zufall wurde 2022 das Originalmanuskript wieder aufgefunden, der Zensur zum Opfer gefallene Passagen wurden hier in die Geschichte wieder eingefügt. Es gibt einen mehrseitigen Anhang, der zum besseren Verständnis des Buchs hilfreich ist. Diese Neuauflage wurde erstmals ins Englische übersetzt.

Sehr eindrückliches Buch

J. Kaiser am 08.02.2023

Bewertungsnummer: 1875467

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Cover bildet die zwei Geschwister ab, welche sich zu einem Zeitpunkt in einer Krise befunden haben. Dieses Buch wurde als eines der meistbeachteten Bücher der DDR-Literatur angesehen. Diese Ausgabe enthält die ungekürzte Beschreibung der Autorin. 1961 erfährt Elisabeth, dass ihr Bruder beabsichtigt in den Westen zu gehen. Er sieht in diesem Land für sich keine Zukunft mehr. Sie weiss, dass sie nur noch wenig Zeit hat, um mit Uli zu reden. Man liest eine Geschichte von einem Geschwisterpaar, welches sich über den Verbleib in der DDR und den Weggang in den Westen, einigen muss. Elisabeth ist mehr für den Verbleib in der DDR. Ihr Bruder fühlt sich eingeengt. Die Geschichte spielt kurz vor dem Mauerbau, bei dem die DDR viele ihrer Bürger verlor. Beim Lesen spürt man, wie sich die Bevormundung der Bürger sich entwickelt. Es ist eine sehr emotionale Geschichte entstanden. Das Lesen dieses Buches kann ich nur empfehlen. Eines ist sicher, das Lesen lohnt sich sehr.

Sehr eindrückliches Buch

J. Kaiser am 08.02.2023
Bewertungsnummer: 1875467
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Das Cover bildet die zwei Geschwister ab, welche sich zu einem Zeitpunkt in einer Krise befunden haben. Dieses Buch wurde als eines der meistbeachteten Bücher der DDR-Literatur angesehen. Diese Ausgabe enthält die ungekürzte Beschreibung der Autorin. 1961 erfährt Elisabeth, dass ihr Bruder beabsichtigt in den Westen zu gehen. Er sieht in diesem Land für sich keine Zukunft mehr. Sie weiss, dass sie nur noch wenig Zeit hat, um mit Uli zu reden. Man liest eine Geschichte von einem Geschwisterpaar, welches sich über den Verbleib in der DDR und den Weggang in den Westen, einigen muss. Elisabeth ist mehr für den Verbleib in der DDR. Ihr Bruder fühlt sich eingeengt. Die Geschichte spielt kurz vor dem Mauerbau, bei dem die DDR viele ihrer Bürger verlor. Beim Lesen spürt man, wie sich die Bevormundung der Bürger sich entwickelt. Es ist eine sehr emotionale Geschichte entstanden. Das Lesen dieses Buches kann ich nur empfehlen. Eines ist sicher, das Lesen lohnt sich sehr.

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Die Geschwister

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