Brandmal

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Verkaufsrang

759

Format

ePUB

Kopierschutz

Nein

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Ja

Text-to-Speech

Nein

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

Piper

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Verkaufsrang

759

Erscheinungsdatum

26.01.2023

Verlag

Piper

Seitenzahl

576 (Printausgabe)

Dateigröße

9986 KB

Auflage

1. Auflage

Übersetzer

Alena Vogel

Sprache

Deutsch

EAN

9783492603713

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stimmungsvoll aber kein Thriller

mrs-lucky am 09.03.2023

Bewertet: eBook (ePUB)

Elina Backman wird mit ihrem Debüt „Brandmal“ als neue Skandinavische Krimikönigin gehypt, das weckt Erwartungen, die die Geschichte nicht erfüllen kann, eine Thriller-Sensation habe ich nicht gefunden. Im Jahr 1989 wird die 15-Jähre Helena in Hartola ertrunken im Fluss aufgefunden, 30 Jahre später führt eine Serie grausamer Morde die Ermittler aus Helsinki in die kleine Gemeinde, die sich selbst als „Finnlands einziges Königreich“ bezeichnet. Nach ihrer Kündigung verbringt die Journalistin Saana Havas den Sommer wie in ihrer Kindheit bei ihrer Tante in Hartola. Dort hört sie von der Geschichte Helenas, deren Tod nie vollständig aufgeklärt wurde. Nicht alle glauben an einen Unfall oder einen Selbstmord, Saana beginnt über den Fall zu recherchieren und weckt damit den Unmut einiger Bewohner. Kurz darauf wird in Hartola die Leiche eines Mannes entdeckt, der mit dem selben Brandmal gezeichnet ist, das bereits ein paar Tage zuvor bei einer Leiche in Helsinki aufgetaucht ist. Diese Parallele führt Kommissar Jan Leino nach Hartola, und die Suche nach Zusammenhängen zwischen den Fällen bringt auch Verbindungen zu Helena zu Tage. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere den Privatleben von Saana, Jan und dessen Kollegin Heidi wird viel Raum gegeben. In diesem ersten Band einer geplanten Reihe ist es sinnvoll, die Hauptfiguren näher kennenzulernen, doch kommt dadurch wenig Spannung auf, ich hatte eher den Eindruck einen Roman zu lesen, aber keinen Thriller. Insbesondere die Rückblenden aus Helenas Sicht sind stimmungsvoll und vermitteln gut ihre wechselnden Gefühle und zeitweises Unbehagen, in der Gegenwart habe ich die mystischen Elemente als zu gewollt und aufgesetzt empfunden. insgesamt wirkt die Geschichte auf mich zu konstruiert, es gibt ein paar Zufälle zu viel, darunter leidet die Glaubwürdigkeit. Für mich ist „Brandmal“ ein netter und stimmungsvoller Krimi aber nicht mehr. Die Charaktere sind interessant, so wirklich warm werden konnte ich mit keinem von ihnen, Jan Leino ist sehr verschlossen, Saana wirkt eher selbstsüchtig und naiv, Heidi ertränkt ihren Frust in Alkohol. Kann daraus eine reizvolle Krimireihe werden? Potential ist da, wenn die Charaktere den negativen privaten Ballast abwerfen und freier agieren können.

stimmungsvoll aber kein Thriller

mrs-lucky am 09.03.2023
Bewertet: eBook (ePUB)

Elina Backman wird mit ihrem Debüt „Brandmal“ als neue Skandinavische Krimikönigin gehypt, das weckt Erwartungen, die die Geschichte nicht erfüllen kann, eine Thriller-Sensation habe ich nicht gefunden. Im Jahr 1989 wird die 15-Jähre Helena in Hartola ertrunken im Fluss aufgefunden, 30 Jahre später führt eine Serie grausamer Morde die Ermittler aus Helsinki in die kleine Gemeinde, die sich selbst als „Finnlands einziges Königreich“ bezeichnet. Nach ihrer Kündigung verbringt die Journalistin Saana Havas den Sommer wie in ihrer Kindheit bei ihrer Tante in Hartola. Dort hört sie von der Geschichte Helenas, deren Tod nie vollständig aufgeklärt wurde. Nicht alle glauben an einen Unfall oder einen Selbstmord, Saana beginnt über den Fall zu recherchieren und weckt damit den Unmut einiger Bewohner. Kurz darauf wird in Hartola die Leiche eines Mannes entdeckt, der mit dem selben Brandmal gezeichnet ist, das bereits ein paar Tage zuvor bei einer Leiche in Helsinki aufgetaucht ist. Diese Parallele führt Kommissar Jan Leino nach Hartola, und die Suche nach Zusammenhängen zwischen den Fällen bringt auch Verbindungen zu Helena zu Tage. Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt, insbesondere den Privatleben von Saana, Jan und dessen Kollegin Heidi wird viel Raum gegeben. In diesem ersten Band einer geplanten Reihe ist es sinnvoll, die Hauptfiguren näher kennenzulernen, doch kommt dadurch wenig Spannung auf, ich hatte eher den Eindruck einen Roman zu lesen, aber keinen Thriller. Insbesondere die Rückblenden aus Helenas Sicht sind stimmungsvoll und vermitteln gut ihre wechselnden Gefühle und zeitweises Unbehagen, in der Gegenwart habe ich die mystischen Elemente als zu gewollt und aufgesetzt empfunden. insgesamt wirkt die Geschichte auf mich zu konstruiert, es gibt ein paar Zufälle zu viel, darunter leidet die Glaubwürdigkeit. Für mich ist „Brandmal“ ein netter und stimmungsvoller Krimi aber nicht mehr. Die Charaktere sind interessant, so wirklich warm werden konnte ich mit keinem von ihnen, Jan Leino ist sehr verschlossen, Saana wirkt eher selbstsüchtig und naiv, Heidi ertränkt ihren Frust in Alkohol. Kann daraus eine reizvolle Krimireihe werden? Potential ist da, wenn die Charaktere den negativen privaten Ballast abwerfen und freier agieren können.

Ungewöhnliche, nicht ganz stimmige Kombination aus abgründigem Krimi und an Liebesgeschichten reichem Cozy Crime

Bewertung aus Berlin am 01.03.2023

Bewertet: eBook (ePUB)

Auf Ainos Spaziergang mit ihrem Hund Kramer am Morgen, bei dem sie so früh dran ist, dass außer ihr noch niemand unterwegs ist, führt sie ihr Weg zur Königspforte an die Südspitze der Insel Suomenlinna. Dort macht Aino eine schreckliche Entdeckung, als sie die vom Täter zur Schau gestellte und gebrandmarkte Leiche eines ihr unbekannten Toten findet. Kriminalkommissar Jan Leino vom zentralen Kriminalamt KRP nimmt zusammen mit seiner Kollegin Heidi Nurmi die Ermittlungen in diesem grausamen Mord auf. Zeitgleich zieht sich Saana Havas, die ihren Job verloren hat, für den Sommer in ihr Kindheitsparadies Hartola, der einzigen Königsgemeinde in Finnland, zurück. Während des Besuchs bei ihrer Tante Inkeri wird sie auf einen alten Fall aufmerksam. Vor dreißig Jahren starb die erst fünfzehn Jahre alte Helena Toivio. War das Selbstmord, ein Unfall oder doch Mord? Weil der Fall bis heute ungeklärt ist, macht die nach True-Crime-Podcasts süchtige Saana diesen zu ihrem Projekt. Brandmal wird von Elina Backman abwechslungsreich aus verschiedenen Perspektiven auf zwei Zeitebenen erzählt. Diese umfassen in der Gegenwart, womit Helsinki und Hartola im Jahr 2019 gemeint sind, neben der Sichtweise der Ermittler, zu denen Jan Leino und Heidi Nurmi vom KRP sowie Hobby-Detektivin Saana Havas zählen, auch die von Zeugen wie etwa von Praktikantin Jenna, die einen Absturz bei einer Partynacht mit der Chefetage ihrer Firma erlebt, oder Aino Nieminen, die die Leiche am Strand findet. Ergänzt wird dies von der abgründigen Tätersicht, an der ich durch einen geschickten Schachzug der Autorin ganz nah dran gewesen bin, indem diese im Gegensatz zu den anderen Kapiteln nicht aus der dritten Person geschildert, sondern in der Ich-Form wiedergegeben wird. Zudem sind diese Kapitel nicht wie sonst mit Zeit- und Ortsangabe versehen, sondern nur mit "Ich" überschrieben. Die Vergangenheit, die im Jahr 1989 angesiedelt ist, nimmt im Vergleich zu den im Jahr 2019 spielenden Teilen zwar weniger Raum ein, umfasst aber ebenfalls unterschiedliche Sichtweisen. Diese beschreiben die Gedankengänge von Opfer Helena, aber auch die Sicht von Zeugen beispielsweise vom leidenschaftlichen Angler Harri Valkama, der eines Tages eine Tote aus dem Fluss fischt. Aufgrund des eher komplexen Ansatzes der Autorin ihre Geschichte zu erzählen, ergibt sich deren Gesamtbild erst nach und nach. Brandmal lässt sich Zeit damit seine Figuren vorzustellen. Dabei konzentriert sich der Krimi nicht nur auf die Ermittlungen in den Mordfällen, sondern widmet sich auch dem Drama in deren Leben. Saana ringt mit der Leere in ihrem Alltag, als sie arbeitslos geworden ist, nachdem sie die Jahre zuvor stets zu viel gearbeitet hat. Glaubwürdig schildert die Autorin das Loch, in das Saana ohne ihren Job fällt, als sie nichts mit sich anzufangen weiß, außer sich in ihrem Bett zu verkriechen, Pizza zu essen und ihrer Leidenschaft für Krimis zu frönen. Das schöne Hartola, ihre Tante Inkeri und das Rätsel um den Tod von Helena holen Saana aber wieder ins Leben zurück. Auch die Nacht, in der Jenna bei der Party mit dem Chef ihrer Firma so abstürzt, was den darauf folgenden Missbrauch erst ermöglicht, wird in ebenso unangenehmer Intensität wie Jennas Erkenntnisse am Morgen danach beschrieben. Jennas Reaktion, die das in ihren Cousin Elias gesetzte Vertrauen, das enttäuscht wurde, mit einschließt, ist für mich nachvollziehbar gewesen. Denn Elias möchte Partner in der Werbefirma Fire werden, bei der er Jenna das Praktikum besorgt hat, was ihm wichtiger als seine Verwandtschaft gewesen ist. Die schwerste Last jedoch hat Jan zu tragen, seit seine Mutter ins Terhokoti-Hospiz verlegt wurde. Da ist seine Welt zusammengebrochen. Er kann kaum noch schlafen, nur die Arbeit lenkt ihn ab. So stark das Brandmal als ruhig erzählter Krimi beginnt, dessen Intensität durch die Dramen im Leben der verschiedenen Figuren erzeugt wird, habe ich dessen Entwicklung als wenig überzeugend empfunden. Denn in seinem weiteren Verlauf rücken unterschiedliche Liebesgeschichten (u.a. von Saana) immer mehr in dessen Fokus und lassen diesen Krimi dabei seine durch dessen düstere Intensität gewonnene Spannung verlieren. Auch harmonieren die gegensätzlichen Teile dieses Krimis, der sich nicht entscheiden kann, ob er düsterer skandinavischer Thriller oder an Lokalkolorit aus der finnischen Provinz reicher Cozy Crime sein möchte, nicht gut miteinander. Stärker wäre dieser Auftakt der Saana Havas-Reihe ausgefallen, wenn Elina Backman auf die Cozy Crime-Elemente verzichtet, die Liebesgeschichten auf ein absolutes Minimum reduziert und stattdessen die eigentliche Handlung ihres abgründigen Krimis konsequent zu Ende erzählt hätte. Die Auflösung des Brandmals isr zwar überraschend für mich gewesen, da ich einen der beiden letztlich enthüllten Täter erst kurz vor Schluss habe kommen sehen. Doch auch an dieser Stelle wäre weniger mehr gewesen. Denn die ersten Verdächtigen, die die Autorin einführt, bis sich diese dann als falsche Fährten entpuppen, sind für mich schlüssiger als der eigentliche Mörder gewesen. Um diesem Krimi aber noch die ein oder andere unerwartete Wendung zu geben, mussten nach und nach weitere Verdächtige aus dem Hut gezaubert werden. Zum Ende hin ist mir das insgesamt too much gewesen, wer denn da alles zufällig am letzten Abend von Helenas Leben in den entscheidenden Momenten vorbeigekommen ist und so die ganze Zeit um ihr Schicksal wusste. Ab einem gewissen Punkt habe ich das als unglaubwürdig empfunden. Ebenso wie den actiongeladenen Showdown, der spannend ausgefallen ist, aber auch nur dadurch ermöglicht wurde, dass sich die daran beteiligten Figuren konträr zu ihrer bisherigen Charakterisierung verhalten haben. Insgesamt hat das bei mir den Eindruck hinterlassen, dass die Autorin in ihrem ambitionierten Krimi Debüt zu viel auf einmal gewollt hat.

Ungewöhnliche, nicht ganz stimmige Kombination aus abgründigem Krimi und an Liebesgeschichten reichem Cozy Crime

Bewertung aus Berlin am 01.03.2023
Bewertet: eBook (ePUB)

Auf Ainos Spaziergang mit ihrem Hund Kramer am Morgen, bei dem sie so früh dran ist, dass außer ihr noch niemand unterwegs ist, führt sie ihr Weg zur Königspforte an die Südspitze der Insel Suomenlinna. Dort macht Aino eine schreckliche Entdeckung, als sie die vom Täter zur Schau gestellte und gebrandmarkte Leiche eines ihr unbekannten Toten findet. Kriminalkommissar Jan Leino vom zentralen Kriminalamt KRP nimmt zusammen mit seiner Kollegin Heidi Nurmi die Ermittlungen in diesem grausamen Mord auf. Zeitgleich zieht sich Saana Havas, die ihren Job verloren hat, für den Sommer in ihr Kindheitsparadies Hartola, der einzigen Königsgemeinde in Finnland, zurück. Während des Besuchs bei ihrer Tante Inkeri wird sie auf einen alten Fall aufmerksam. Vor dreißig Jahren starb die erst fünfzehn Jahre alte Helena Toivio. War das Selbstmord, ein Unfall oder doch Mord? Weil der Fall bis heute ungeklärt ist, macht die nach True-Crime-Podcasts süchtige Saana diesen zu ihrem Projekt. Brandmal wird von Elina Backman abwechslungsreich aus verschiedenen Perspektiven auf zwei Zeitebenen erzählt. Diese umfassen in der Gegenwart, womit Helsinki und Hartola im Jahr 2019 gemeint sind, neben der Sichtweise der Ermittler, zu denen Jan Leino und Heidi Nurmi vom KRP sowie Hobby-Detektivin Saana Havas zählen, auch die von Zeugen wie etwa von Praktikantin Jenna, die einen Absturz bei einer Partynacht mit der Chefetage ihrer Firma erlebt, oder Aino Nieminen, die die Leiche am Strand findet. Ergänzt wird dies von der abgründigen Tätersicht, an der ich durch einen geschickten Schachzug der Autorin ganz nah dran gewesen bin, indem diese im Gegensatz zu den anderen Kapiteln nicht aus der dritten Person geschildert, sondern in der Ich-Form wiedergegeben wird. Zudem sind diese Kapitel nicht wie sonst mit Zeit- und Ortsangabe versehen, sondern nur mit "Ich" überschrieben. Die Vergangenheit, die im Jahr 1989 angesiedelt ist, nimmt im Vergleich zu den im Jahr 2019 spielenden Teilen zwar weniger Raum ein, umfasst aber ebenfalls unterschiedliche Sichtweisen. Diese beschreiben die Gedankengänge von Opfer Helena, aber auch die Sicht von Zeugen beispielsweise vom leidenschaftlichen Angler Harri Valkama, der eines Tages eine Tote aus dem Fluss fischt. Aufgrund des eher komplexen Ansatzes der Autorin ihre Geschichte zu erzählen, ergibt sich deren Gesamtbild erst nach und nach. Brandmal lässt sich Zeit damit seine Figuren vorzustellen. Dabei konzentriert sich der Krimi nicht nur auf die Ermittlungen in den Mordfällen, sondern widmet sich auch dem Drama in deren Leben. Saana ringt mit der Leere in ihrem Alltag, als sie arbeitslos geworden ist, nachdem sie die Jahre zuvor stets zu viel gearbeitet hat. Glaubwürdig schildert die Autorin das Loch, in das Saana ohne ihren Job fällt, als sie nichts mit sich anzufangen weiß, außer sich in ihrem Bett zu verkriechen, Pizza zu essen und ihrer Leidenschaft für Krimis zu frönen. Das schöne Hartola, ihre Tante Inkeri und das Rätsel um den Tod von Helena holen Saana aber wieder ins Leben zurück. Auch die Nacht, in der Jenna bei der Party mit dem Chef ihrer Firma so abstürzt, was den darauf folgenden Missbrauch erst ermöglicht, wird in ebenso unangenehmer Intensität wie Jennas Erkenntnisse am Morgen danach beschrieben. Jennas Reaktion, die das in ihren Cousin Elias gesetzte Vertrauen, das enttäuscht wurde, mit einschließt, ist für mich nachvollziehbar gewesen. Denn Elias möchte Partner in der Werbefirma Fire werden, bei der er Jenna das Praktikum besorgt hat, was ihm wichtiger als seine Verwandtschaft gewesen ist. Die schwerste Last jedoch hat Jan zu tragen, seit seine Mutter ins Terhokoti-Hospiz verlegt wurde. Da ist seine Welt zusammengebrochen. Er kann kaum noch schlafen, nur die Arbeit lenkt ihn ab. So stark das Brandmal als ruhig erzählter Krimi beginnt, dessen Intensität durch die Dramen im Leben der verschiedenen Figuren erzeugt wird, habe ich dessen Entwicklung als wenig überzeugend empfunden. Denn in seinem weiteren Verlauf rücken unterschiedliche Liebesgeschichten (u.a. von Saana) immer mehr in dessen Fokus und lassen diesen Krimi dabei seine durch dessen düstere Intensität gewonnene Spannung verlieren. Auch harmonieren die gegensätzlichen Teile dieses Krimis, der sich nicht entscheiden kann, ob er düsterer skandinavischer Thriller oder an Lokalkolorit aus der finnischen Provinz reicher Cozy Crime sein möchte, nicht gut miteinander. Stärker wäre dieser Auftakt der Saana Havas-Reihe ausgefallen, wenn Elina Backman auf die Cozy Crime-Elemente verzichtet, die Liebesgeschichten auf ein absolutes Minimum reduziert und stattdessen die eigentliche Handlung ihres abgründigen Krimis konsequent zu Ende erzählt hätte. Die Auflösung des Brandmals isr zwar überraschend für mich gewesen, da ich einen der beiden letztlich enthüllten Täter erst kurz vor Schluss habe kommen sehen. Doch auch an dieser Stelle wäre weniger mehr gewesen. Denn die ersten Verdächtigen, die die Autorin einführt, bis sich diese dann als falsche Fährten entpuppen, sind für mich schlüssiger als der eigentliche Mörder gewesen. Um diesem Krimi aber noch die ein oder andere unerwartete Wendung zu geben, mussten nach und nach weitere Verdächtige aus dem Hut gezaubert werden. Zum Ende hin ist mir das insgesamt too much gewesen, wer denn da alles zufällig am letzten Abend von Helenas Leben in den entscheidenden Momenten vorbeigekommen ist und so die ganze Zeit um ihr Schicksal wusste. Ab einem gewissen Punkt habe ich das als unglaubwürdig empfunden. Ebenso wie den actiongeladenen Showdown, der spannend ausgefallen ist, aber auch nur dadurch ermöglicht wurde, dass sich die daran beteiligten Figuren konträr zu ihrer bisherigen Charakterisierung verhalten haben. Insgesamt hat das bei mir den Eindruck hinterlassen, dass die Autorin in ihrem ambitionierten Krimi Debüt zu viel auf einmal gewollt hat.

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