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Geradegerückt Vorverurteilt, skandalisiert, verleumdet: Wie die Biografien prominenter Frauen verzerrt werden

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2023

Herausgeber

Beate Hausbichler + weitere

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21/13,3/2,3 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Dunkelbraun / Lichtgrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01372-7

Beschreibung

Portrait

Beate Hausbichler, geboren 1978 in Reith im Alpbachtal (Tirol), lebt in Wien. Sie hat Philosophie an der Universität Wien studiert und ist seit 2008 Redakteurin bei der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD, seit 2014 leitet sie deren frauenpolitisches Ressort dieStandard. 2021 erschien ihr Buch „Der verkaufte Feminismus. Wie aus einer politischen Bewegung ein Label wurde“..
Noura Maan wurde 1989 in Wien geboren und hat dort Geschichte studiert. Seit 2014 arbeitet sie als Redakteurin bei der österreichischen Tageszeitung DER STANDARD, derzeit ist sie im Ressort Außenpolitik und als Chefin vom Dienst tätig. 2019 wurde sie für ihre journalistische Arbeit mit dem Jungjournalistinnenpreis des Frauennetzwerks Medien ausgezeichnet.

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Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

27.02.2023

Herausgeber

Verlag

Kremayr & Scheriau

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21/13,3/2,3 cm

Gewicht

500 g

Farbe

Dunkelbraun / Lichtgrau

Auflage

2

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-218-01372-7

Herstelleradresse

Kremayr und Scheriau
Rotenturmstraße 27/5
1010 Wien
AT

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  • Gertie G.

    aus Wien

    4/5

    03.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Gute Unterhaltung

    In dieses Buch geht Herausgeberin Beate Hausbichler der Frage nach, warum berühmte Männer mit Lügen, Alkohol- oder Gewaltexzessen sowie anderem unmöglichen Verhalten durchkommen, Frauen aber vorverurteilt, skandalisiert und von den Medien verfolgt werden. Dazu hat sie 16 Autorinnen eingeladen, einen Blick auf verzerrte Frauenbiografien zu werfen und diese wieder geradezurücken. Herausgekommen ist eine Sammlung von 28 prominenten Frauen, die in den Medien als schwierig, undankbar und labil dargestellt werden. Darunter befinden sich bereits Verstorbene wie Marie Antoinette oder Jean Seberg und noch Lebende wie Sinead O’Connor, Natascha Kampusch oder Bettina Wulff, die eines gemeinsam haben: Sie entsprechen nicht dem Durchschnitt und lassen sich nicht in Schablonen pressen. Meine Meinung: Dieses Buch weckt Interesse, sich mit den Frauen näher beschäftigen zu wollen. Manche dieser Frauen wie die Physikerin Chien-Shiung Wu sind nicht ganz so bekannt, andere geistern wie ein Perpetuum Mobile mehrmals täglich durch Gazetten und soziale Medien. Man muss einige davon nicht, andere dann doch ein wenig mögen. Das Buch liest sich leicht und locker. Fazit: Dieses Buch weckt Interesse, sich mit den Frauen näher beschäftigen zu wollen. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

  • Lust_auf_literatur

    3/5

    04.03.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Informativ und lesenswert!

    Viel zum Inhalt muss ich nach diesem Untertitel nicht mehr sagen. Es handelt sich bei diesem wundervoll gestalteten Buch um ein Kompendium verschiedenster Autorinnen zum Thema der medialen Rezeption berühmter Frauen, herausgegeben von Beate Hausbichler und Noura Maan. Am Beispielen verschiedenster prominenter Frauen wie z.b. Yoko Ono, Marie Antoinette, Taylor Swift und vieler anderer, zeigen die Autorinnen, wie die Bewertung der Person und ihren Handlungen vom Geschlecht abhängig ist. Während gleiches Verhalten bei Männer oft durchgewunken wird oder sogar gefeiert wird, sorgen festverankerte misogyne Denkmuster und Strukturen bei Frauen für Verurteilung und medialen Spott. Ich finde dieses Thema grundsätzlich sehr interessant und habe mir nach der Beschreibung viel von dem Buch versprochen, was leider nicht ganz eingelöst wurde. Über die Biografien der meisten Frauen hatte ich schon entsprechende Einzeldokumentationen gesehen bzw. Material gelesen, so dass das Buch fast keine neuen Informationen für mich bereithielt. Es wird zwar auf die Misogynie der negativen Aufnahme der Frauen hingewiesen, aber ihr Ursprung nicht besonders tief analysiert. Es gibt immer Parteien und Interessen, die von solchen Strukturen profitieren und dafür sorgen, dass die entsprechenden Mechanismen aufrecht erhalten werden. Da wäre in meinen Augen noch Platz für ein paar (gesellschafts-) kritische Gedanken gewesen. Der Stil ist schön fluffig leicht gehalten und macht viel Lesespaß, wirkt auf mich aber machmal eher wie für Jugendliche konzipiert. Beim Zusammenstellen haben die Autorinnen und Herausgeberinnen eine sehr schöne Auswahl von Prominenten aus verschiedenen Zeiten, Sparten und Nationalitäten gewählt. So wird die Omnipräsenz der misogynen Strukturen sehr deutlich, die uns auch heute und jetzt immer noch fast ungebrochen begegnen. Denn nicht nur prominente Frauen sind davon betroffen, sondern auch im normalen Alltag prägen stereotype Rollenbilder wie unser aller (!) Verhalten bewertet wird. Besonders erwähnen möchte ich hier die wundervolle Graphikgestaltung der vielen Beiträge von Ula Sveikauskait. Erwähnenswert auch das Glossar der einzelnen Autorinnen, von denen ich die meisten noch nicht kannte.

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