Produktbild: Allein gegen Hitler

Allein gegen Hitler Leben und Tat des Johann Georg Elser

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Abbildungen

mit 29 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,9/14,2/2,1 cm

Gewicht

389 g

Auflage

2. durchgesehene Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80061-0

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.01.2024

Abbildungen

mit 29 Abbildungen

Verlag

C.H. Beck

Seitenzahl

224

Maße (L/B/H)

21,9/14,2/2,1 cm

Gewicht

389 g

Auflage

2. durchgesehene Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-406-80061-0

Herstelleradresse

C.H. Beck
Wilhelmstrasse 9
80801 München
DE

Email: produktsicherheit@beck.de

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Bewegende Widerstandsbiografie…

Juti aus HD am 06.04.2023

Bewertungsnummer: 2798616

Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewegende Widerstandsbiografie Gleich am Anfang erschreckte mich der Autor mit den Hinweisen, dass es nur eine spärliche Quellenlage gibt und dass es kaum neue Quellen gibt. Weil ich noch kein Buch über Georg Elser kannte, las ich dennoch weiter. Und so schreibt der Autor im 1. Kapitel allgemein Bekanntes, um im 2. Kapitel einen Reiseführer über die Schwäbische Alb. Dann erst beginnt die Biografie bevor es weiter ein Loblied auf die Demokratie in Württemberg geht. Auch Sätze wie „Das waren einige weniger als der Landesschnitt“ (39) beschleunigten nicht mein Lesetempo. Der Jugendzeit unseres Helden folgt ein Exkurs über den Tyrannenmord. Besser wäre das Kapitel mit der Zusammenfassung aller Anschläge auf Hitler zu überschreiben. Und als ich mich an die ständigen Exkurse gewöhnt hatte, folgen vier Kapitel, die sich weitgehend mit Vorbereitung und Durchführung des Anschlags beschäftigen, allerdings nicht ohne bei der Sudentenfrage weiter Schulstoff zu verbreiten. Erst nach dem Anschlag am 8.11.1939 erfahre ich neues. Hitler wollte den Briten den Anschlag in die Schuhe schieben und so wurden zwei britische Geheimdienstmitarbeiter aus Venlo entführt. Für die SS war die Alleintäterhypothese unbefriedigend, so wurde nicht nur Elser familiäre Umfeld in Haft genommen, auch sein Heimatort Königsbronn geriet unter Generalverdacht. Mag es da verwundern, dass Königsbronn bis in die 90er Jahre brauchte, also bis alle Zeitzeugen unter der Erde lagen, um seinem Helden ein Denkmal zu setzen. Die Familie Elser, insbesondere die Mutter, wurde dagegen auch nach dem Krieg wie Aussätzige behandelt. Sonderbar – und für mich bislang völlig unbekannt – ist, dass dem Gefangenen Elser im KZ Sachsenhausen eine Sonderbehandlung zu Teil wurde. Weil er eine dreimal so große Zelle hatte und Radio hörte, dachten die anderen Insassen, er habe als SS-Mann den Anschlag auf Hitler nur inszeniert, damit der Führer alte, aber unliebsam gewordene Parteimitglieder verhaften konnte. Selbst dem evangelischen Pfarrer Niemöller, dem der Autor natürlich einen ausführlichen Exkurs widmet, konnte auch von Briefen von Mutter Elser nicht von der Wahrheit überzeugt werden. Diese entstehende Gerüchte, denen auch aus der Heimat und Familie nur wenig entgegengesetzt wurde – es gab aber einzelne Lesebriefschreiber und den Journalisten Erwin Roth – trugen dazu bei, dass es bis der Historiker Anton Hoch das Bild Elsers änderte. Die Franzosen schreiben Bücher mit weniger als 100 Seite. Diese Buch ist leider auf über 200 Seiten verlängert worden. Am sinnlosesten ist vielleicht der Exkurs über den Schwaben Christian Friedrich Daniel Schubart, der in der Romantik lebte und mit Elser verglichen wird, weil der Autor ihn nennen wollte. Weil die Geschichte von Elser wertvoll ist – und aus Respekt vor seiner Tat - , gibt es von mir 4 Sterne, aber wegen sinnlosen Exkursen und sprachlichen Mängeln, die mehrfaches Lesen erzwingen, hätte ich einen Stern weniger vergeben sollen. Möge der Nächste dies machen.

Bewegende Widerstandsbiografie…

Juti aus HD am 06.04.2023
Bewertungsnummer: 2798616
Bewertet: Buch (Gebundene Ausgabe)

Bewegende Widerstandsbiografie Gleich am Anfang erschreckte mich der Autor mit den Hinweisen, dass es nur eine spärliche Quellenlage gibt und dass es kaum neue Quellen gibt. Weil ich noch kein Buch über Georg Elser kannte, las ich dennoch weiter. Und so schreibt der Autor im 1. Kapitel allgemein Bekanntes, um im 2. Kapitel einen Reiseführer über die Schwäbische Alb. Dann erst beginnt die Biografie bevor es weiter ein Loblied auf die Demokratie in Württemberg geht. Auch Sätze wie „Das waren einige weniger als der Landesschnitt“ (39) beschleunigten nicht mein Lesetempo. Der Jugendzeit unseres Helden folgt ein Exkurs über den Tyrannenmord. Besser wäre das Kapitel mit der Zusammenfassung aller Anschläge auf Hitler zu überschreiben. Und als ich mich an die ständigen Exkurse gewöhnt hatte, folgen vier Kapitel, die sich weitgehend mit Vorbereitung und Durchführung des Anschlags beschäftigen, allerdings nicht ohne bei der Sudentenfrage weiter Schulstoff zu verbreiten. Erst nach dem Anschlag am 8.11.1939 erfahre ich neues. Hitler wollte den Briten den Anschlag in die Schuhe schieben und so wurden zwei britische Geheimdienstmitarbeiter aus Venlo entführt. Für die SS war die Alleintäterhypothese unbefriedigend, so wurde nicht nur Elser familiäre Umfeld in Haft genommen, auch sein Heimatort Königsbronn geriet unter Generalverdacht. Mag es da verwundern, dass Königsbronn bis in die 90er Jahre brauchte, also bis alle Zeitzeugen unter der Erde lagen, um seinem Helden ein Denkmal zu setzen. Die Familie Elser, insbesondere die Mutter, wurde dagegen auch nach dem Krieg wie Aussätzige behandelt. Sonderbar – und für mich bislang völlig unbekannt – ist, dass dem Gefangenen Elser im KZ Sachsenhausen eine Sonderbehandlung zu Teil wurde. Weil er eine dreimal so große Zelle hatte und Radio hörte, dachten die anderen Insassen, er habe als SS-Mann den Anschlag auf Hitler nur inszeniert, damit der Führer alte, aber unliebsam gewordene Parteimitglieder verhaften konnte. Selbst dem evangelischen Pfarrer Niemöller, dem der Autor natürlich einen ausführlichen Exkurs widmet, konnte auch von Briefen von Mutter Elser nicht von der Wahrheit überzeugt werden. Diese entstehende Gerüchte, denen auch aus der Heimat und Familie nur wenig entgegengesetzt wurde – es gab aber einzelne Lesebriefschreiber und den Journalisten Erwin Roth – trugen dazu bei, dass es bis der Historiker Anton Hoch das Bild Elsers änderte. Die Franzosen schreiben Bücher mit weniger als 100 Seite. Diese Buch ist leider auf über 200 Seiten verlängert worden. Am sinnlosesten ist vielleicht der Exkurs über den Schwaben Christian Friedrich Daniel Schubart, der in der Romantik lebte und mit Elser verglichen wird, weil der Autor ihn nennen wollte. Weil die Geschichte von Elser wertvoll ist – und aus Respekt vor seiner Tat - , gibt es von mir 4 Sterne, aber wegen sinnlosen Exkursen und sprachlichen Mängeln, die mehrfaches Lesen erzwingen, hätte ich einen Stern weniger vergeben sollen. Möge der Nächste dies machen.

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Allein gegen Hitler

von Wolfgang Benz

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  • Produktbild: Allein gegen Hitler
  • Vorwort

    1. Acht Tote und 63 Verletzte – aber Hitler lebt. Der Mordanschlag im Münchner Bürgerbräu
    2. Königsbronn: Industriedorf auf der Schwäbischen Alb – Idyll und Rebellen
    3. Kindheit, Jugend, Wanderjahre
    4. Der Aufstieg der NSDAP in Württemberg
    5. Prekäre Existenz in der Heimat
    6. Tyrannenmord: ethische Voraussetzungen und technische Probleme
    7. Entschluss und Obsession
    8. Vorbereitung der Tat
    9. Der historische Augenblick
    10. Verhaftung
    11. «Die Liebe zum Führer ist noch mehr gewachsen». Reaktionen und Wirkungen des Attentats
    12. Verhöre, Terror, Sippenhaft
    13. Einsamkeit und Todesangst
    14. Das Ende
    15. Vergessen, verleugnet, verleumdet
    16. Lichtgestalt des Widerstands

    Anmerkungen
    Quellen, Informationen, Dank
    Literatur
    Bildnachweis
    Personenregister