Produktbild: Das ferne Feuer

Das ferne Feuer Roman

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23717

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,3 cm

Gewicht

396 g

Originaltitel

A Door in the Earth

Übersetzt von

Brigitte Walitzek

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77244-5

Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

23717

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

496

Maße (L/B/H)

18,5/11,8/3,3 cm

Gewicht

396 g

Originaltitel

A Door in the Earth

Übersetzt von

Brigitte Walitzek

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77244-5

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Isabel (engi)

    aus Bietigheim-Bissingen

    5/5

    28.07.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ich freue mich, dass ich…

    Ich freue mich, dass ich aufgrund einer Lesechallenge zu diesem Buch greifen durfte, denn ich gestehe, das sehr triste Cover – auch wenn es für die sandige Berglandschaft Afghanistans stehen soll – hätte mich eher abgeschreckt. Und genauso trist oder besser gesagt ein wenig schleppend zog sich der erste Eindruck dann auch durch die Anfangskapitel des Buchs. Doch aufgeben stand für mich nicht zur Debatte und so las ich mich immer tiefer in die Geschichte Parvins, die mit sich mit ihrer jugendlichen Naivität, angefeuert durch ein Buch des selbsternannten Gutmenschen Dr. Gideon, auf den Weg nach Afghanistan macht, um dort ihrerseits Gutes zu tun. Da sie selbst afghanische Wurzeln hat und zudem die Sprache beherrscht, fühlt sie sich befähigt, das humanitäre Engagement des Arztes weiterzuführen und zu vertiefen. Vor Ort angekommen ist sie überrascht, wie wenig offen und herzlich sie aufgenommen wird und muss bald feststellen, dass Welten zwischen der Lektüre Dr. Gideons und der Wahrheit liegen. Trägt sie am Ende sogar selbst dazu bei, die Konflikte in dem kriegsgebeutelten Land zu befeuern? Ich sitze hier nun nach beendeter Lektüre und muss sagen WOW! Selten hat mir ein Buch eine solch stimmige Erklärung zu einem Krieg mit Einmischung aus dem Ausland – und hier ist nicht immer nur die USA gemeint – geliefert. Während ich mich während des Lesens immer wieder auf Parvins Seite und dann doch wieder gegen sie stellte … während ich versuchte LTC Trotter und seine Hintergründe zu verstehen, musste ich mir am Ende doch eingestehen, dass keine Einmischung, egal welcher Art, vielleicht besser gewesen wäre. Was hat es nur mit unseren westlichen Kulturen auf sich, dass wir immer meinen, unsere Lebensweise sei das einzig selig machende? Sehr aufschlussreich fand ich auch die Darstellung der Mudschahedin gegenüber der Taliban und musste doch wieder feststellen, wie wenig Ahnung ich von diesem Thema habe und wie ich mich freue, durch dieses Buch ein wenig Licht in dieses Dunkel gebracht zu haben. Alles in allem habe ich aus diesem Buch viel gelernt, die unerwartete Reise nach Afghanistan begrüßt, mit gefiebert, mitgelitten und mitgeweint. Ich denke, ich werde die sogenannten „Erfolge“, die wir westlichen Länder im Ausland erzielen, in Zukunft mit kritischeren Augen betrachten. Trotz oben genannter Schwächen bekommt das Buch von mir mit dicken fünf Sternen die volle Punktzahl und hoffentlich noch viele Leser und Leserinnen. Ein wichtiges Thema, ein „Augenöffner“, dem ich von Herzen noch viel Aufmerksamkeit wünsche!

  • Bewertung

    5/5

    25.04.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Afghanistan und die Welt: Wo es keine einfachen Antworten gibt

    Wahnsinn, was für ein herausragender Roman! In dieser Geschichte, die einige Jahre nach dem 11. September in Afghanistan spielt, geht es ans Eingemachte: Vermeintliche Hilfe aus dem Westen, politisches Engagement, individuelle Eitelkeiten, kulturelle Prägungen, Loyalität, Krieg. Große Fragen, die ganz viel Graubereich aufzeigen und nur wenige Antworten in Schwarz und Weiß. Das ist häufig schmerzhaft in dieser Klarheit und liefert viele Denkanstöße. Eine starke Geschichte, mit Sogwirkung geschrieben, spannend, voller Tragik und mitunter an die Nieren gehend. Der Autorin ist hier etwas ganz Großes gelungen, unbedingte Leseempfehlung!

  • Arizona

    5/5

    28.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Die Anthropologie-Studentin…

    Die Anthropologie-Studentin Parvin ist fasziniert von dem Bestseller „Mutter Afghanistan“ von Gideon Crane. Der amerikanische Arzt hat Afghanistan bereist und berichtet über seine Erlebnisse in einem kleinen Bergdorf. Dort ist die Todesrate bei schwangeren Frauen sehr hoch. Mit Hilfe von Spendengeldern kann er im Dorf eine Klinik für Frauen bauen. Parvin stammt selbst aus Afghanistan, ihre Eltern sind jedoch mit ihr im Alter von einem Jahr in die USA ausgewandert. Durch ihr Studium beschäftigt sie sich damit, wie Menschen in anderen Kulturen leben und wie sie mit medizinischen Problemen umgehen. Sie beschließt, Cranes Projekt vor Ort zu unterstützen. Die junge Frau steckt nach dem Tod ihrer Mutter auch in einer Selbstfindungsphase, daher scheint ihr diese Reise in die Heimat ihrer Eltern sehr reizvoll zu sein. Aber es ist auch ein Land im Krieg. Sie reist in das abgelegene Bergdorf, um dort für einige Monate in der Familie wohnen, über die Crane in seinem Buch berichtet hat. Die Mutter Fereschta ist damals bei der Geburt ihres siebten Kindes verstorben. Dort trifft sie auf ihren Mann Wahid, der inzwischen neu verheiratet ist, sowie seine neun Kinder. Wir erfahren, wie Parvin sich im Dorf einlebt und wie sie versucht sich nützlich zu machen. In den ersten Kapiteln sind auch einige Auszüge aus dem Crane-Buch abgedruckt. Hier erfährt man dann, dass die Inhalte des Buches doch sehr von der Realität vor Ort abweichen, und Parvin, die zuerst noch recht naiv und blauäugig erscheint, kommen die ersten Zweifel an Cranes Erzählungen. Der Buchtitel zielt darauf ab, dass im Land Krieg herrscht. Die USA sind seit Jahren gegen die Taliban aktiv. Dies betrifft jedoch andere, entferntere Regionen des Landes. Die Leute im Dorf haben nur das Radio als Quelle für Nachrichten, die Berichte kommen „wie Asche von einem fernen Feuer“. Das Dorf wird landschaftlich schön beschrieben, so abgelegen, es ist eine andere Welt dort, ohne Mobilfunk, ohne Autos, ohne Lärm. Aber es herrschen dort auch patriarchalische Strukturen, und die strenge Religion beherrscht das Leben. Also wie wird es Parvin dort im Dorf ergehen? Das Buch erzählt davon, auf welche Hürden humanitäre Hilfe vor Ort trifft. Und auch davon, welche Kehrseiten es gibt, wenn man missionarisch tätig wird. Was verändert ein Hilfsprojekt, was brauchen die Menschen vor Ort wirklich? Die Autorin macht deutlich, dass es keine wohlwollende Besatzung eines Landes durch fremde Nationen gibt, sondern dass es sich dabei um eine Form des modernen Imperialismus handelt. Besonders gut fand ich, dass es viele verschiedene Perspektiven gibt, dass man die Beweggründe der Leute nachvollziehen kann. Es geht um Macht, um persönliche Vorteile, um Publicity, oder einfach ums Überleben. Es geht um Fragen der Loyalität, um Ideologien. Das alles ist sehr erleuchtend und das Buch wirft viele Fragen auf und regt zum Nachdenken an. Die Autorin hat das Buch sehr klug aufgebaut, und es gibt auch einige überraschende Ereignisse, die es auch spannend machen weiterzulesen.

  • Wauwuschel

    5/5

    25.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Ein detaillierter Roman mit einem wichtigen Thema, welches in einem spannenden Plot gut umgesetzt wurde!

    Die Protagonistin Parvin reist wegen des Buches „Mutter Afghanistan“ von Crane nach Afghanistan, um mehr über die Frauen, deren Geburtsprobleme angesprochen werden, herauszufinden. Doch mit der Zeit merkt sie, dass nicht alles so ist, wie im Buch beschrieben. Zuerst möchte ich den außergewöhnlich flüssigen und professionellen Schreibstil anmerken. Es kommen sehr viele Details vor und die meisten Gespräche werden indirekt von Parvin wiedergegeben, sodass man den Roman einfach runter lesen kann. Es sind komplexe Sätze und schon beim Lesen merkt man, dass es kein einfacher Roman zum Unterhalten ist, sondern eine bestimmte Botschaft hat. Durch den detaillierten Schreibstil konnte ich mir auch die neue Umgebung und die verschiedenen Personen gut vorstellen und man bekommt ein gutes Verständnis für das schwierige Thema, das angesprochen wird. Parvin ist eine naive junge Frau, die aus Idealismus handelt und genauso wie Crane als Heldin gefeiert werden möchte. Dafür reist sie in das selbe Dorf, in welchem Crane auch war und möchte die „Misshandlung“ bzw. „Unterdrückung“ der Frauen näher untersuchen. An sich eine gute Idee, aber sie bezieht sich viel zu oft auf das Buch und spielt sich vor allem zu Anfang auf. Es war zu Beginn schwierig mit ihr, weil sie überhaupt nicht sympathisch, sondern egoistisch und fremd rüber kommt und halt eine typische Amerikanerin in einem fremden Land ist, auch wenn sie die Landessprache beherrscht. Aber genau um diese Charakterentwicklung geht es, auch wenn es nicht jedem gefällt, wie sich Parvin benimmt. Man merkt, dass das Buch und Cranes Vorlesungen und Interviews sie geprägt haben und sie auf deren Grundlagen handelt. Das Thema der Medienbeeinflussung wird angesprochen und was für einen großen Einfluss diesen auf eine einzelne Person haben. Crane schreibt als Nichtafghane einen Roman über seine Geschichte und was er alles tragisches miterlebt hat und die ganze Welt glaubt ihm und hinterfragt nichts. Erst als Parvin ins Dorf kommt und mit Fragen an Menschen wie Wahid oder den Dolmetscher die echte Wahrheit herausfindet. Weiterhin wird auch der Missbrauch von Medien und vertraulichem Material thematisiert, da Parvins Professorin ihre Briefe, in denen die ganzen Fehler und Lügen drin stehen, veröffentlicht und Parvin damit in den Mittelpunkt stellt. Das Thema des Buches ist wichtig und am besten sollte es jeder kennen, aber vor allem wurde es gut in eine Geschichte verpackt. Der Roman ist vor allem lehrreich und die Medien wurden perfekt getroffen und wahrheitsgetreu dargestellt. Außerdem beeinflusst das Buch ja auch das Dorf, da das Militär, welches zum besagten Dorf kommt, nur wegen dem Roman eine Straße baut oder aber einen Mann verhaftet. Nur wegen dem Autor blickt gefühlt die ganze Welt auf das Dorf, welches nur eines von vielen ist und an sich überhaupt nichts besonderes oder einzigartiges ist. Menschen reisen dorthin oder spenden nur wegen dem Bestseller, was die Reichweite eines solchen Romans verdeutlicht. Auch wie sehr es Leben verändert, wie das von Wahid, welcher von einem armen unbeachteten Bauer zu einem wohlhabenden und beinahe wichtigen Mann aufsteigt, wird angesprochen. Wichtig, interessant und dazu noch abwechslungsreich. Zudem wird die Gefahr für Frauen während und nach der Schwangerschaft behandelt und wie schwer es Frauen in diesen Ländern haben. Sie sollen am besten einfach nur Kinder zeugen, bevorzugt Jungen, und den Haushalt führen und wenn sie währenddessen sterben, dann war es Gottes Wille. Es war auch interessant, speziell für Frauen, die sicher Kinder auf die Welt bringen, und nahegehend, da es ein reales Problem in vielen Ländern ist, schließlich ist Afghanistan nichts das einzige Land, vor allem nicht das, mit den schwersten Bedingungen. Aber auch der Plot an sich kam nicht zu kurz. Während Parvins Reise wurde es nie langweilig und man lernt das Dorf langsam richtig kennen und das von beiden Seiten: Einmal als Amerikaner und damit als Eindringling, ein anderes mal als Einwohner mit der selben Kultur und als Frau. Nach und nach lernt man die Personen und deren Tätigkeiten kennen, wie die Ärztin, das Oberhaupt des Dorfes, Wahids Familie oder den Übersetzer. Auch das echte Leben begegnet einem und ich kann mit erhobenem Haupt sagen, dass ich keine der beinahe 500 Seiten bereue gelesen zu haben. Mit der Zeit deckt Parvin die Ungereimtheiten auf und kommt mit verschiedenen Leuten in Kontakt. Das war auch spannend, da ich als Leser die Geschichte nochmal neu definieren kann und die Veränderung sozusagen live mitbekomme. Vorurteile werden beseitigt und Gefahr gebannt. So zieht einen das Buch auch emotional und mit relativem Spannungsbogen in den Bann. Insgesamt ein Roman, aus dem man viel mitnehmen kann, den man aber auch einfach genießen und entspannt lesen kann. Wichtige Themen werden angesprochen, aber auch der gigantische Plot kam nicht von irgendwoher, sondern war gut durchdacht. Ich kann es wirklich jedem empfehlen!

  • Bewertung

    5/5

    15.03.2021

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Endlich ein neuer Roman von Amy...

    Endlich ein neuer Roman von Amy Waldman. Ich habe schon vor vielen Jahren ihren vorherigen Roman "Der amerikanische Architekt" mit großer Begeisterung gelesen und wurde auch von diesem Roman nicht enttäuscht. Eine starke Geschichte die lange nachhallt.

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