Produktbild: Kasse 19

Kasse 19 „Ein Meisterwerk der autobiografischen Literatur.“ Felix Stephan, Süddeutsche Zeitung

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Beschreibung

Produktdetails

Verkaufsrang

33046

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20/13,2/2,9 cm

Gewicht

425 g

Farbe

Schwarz / Aquamarin

Originaltitel

Checkout 19

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87711-2

Beschreibung

Rezension

»Eine aufregende Wanderung durch das Innenleben einer Erzählerin, die sich nicht an Genre-Regeln hält und die ihr Publikum auf einen kühnen Höhenflug mitnimmt.« ("Michael Hirz / Kölner Stadt-Anzeiger")
»›Kasse 19‹ überrascht in vielen Punkten, vor allem aber in der unvorhersehbaren Intensität der Passagen, die vom ›Frausein‹ erzählen. Kritisch, feministisch und direkt.“« ("Felicia Schätzer / Ö1")
»Bennetts ›Kasse 19‹ ist ein meisterhaftes Buch.« ("Michael Hirz / Emma")

Produktdetails

Verkaufsrang

33046

Einband

Gebundene Ausgabe

Erscheinungsdatum

15.03.2023

Verlag

Luchterhand

Seitenzahl

304

Maße (L/B/H)

20/13,2/2,9 cm

Gewicht

425 g

Farbe

Schwarz / Aquamarin

Originaltitel

Checkout 19

Übersetzt von

Eva Bonne

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-630-87711-2

Herstelleradresse

Luchterhand Literaturvlg.
Neumarkter Str. 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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  • Bewertung

    5/5

    02.09.2024

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Andere autofiktionale Literatur

    Das Versprechen, das ich aus Rezensionen las, war, dass Claire-Louise Bennett uns mit »Kasse 19« eine neue, progressive Form der (in einer Sackgasse steckenden) autofiktionalen Literatur vorlegt. Und dieses Versprechen wurde eingelöst. Es ist ein subtiles Werk, skizzenhaft und nicht mit dem dicken Pinsel aufgetragen. Dadurch aber auch anspruchsvoll und kryptisch. Es erzählt die Geschichte der Autorin, vor allem über ihren literarischen Werdegang. Das könnte stinklangweilig sein – wer liest schon gerne eine Abfolge von Buchtiteln?! –, aber Bennett versteht es meisterhaft, ihre literarische Bildung mit ihrem Werdegang zu verknüpfen. Themen sind Bildung, Freundschaft, Loyalität, Alkoholismus, Klassendenken und viele mehr. Durch alle Episoden zieht sich eine feministische Emanzipation von patriarchalen Strukturen, die mir sehr gefallen hat. Bis hin zu einem erschreckend eindringlich beschriebenen Trauma am Ende, das ich aber nicht vorwegnehmen möchte. Das ist schlicht große Literatur! Ich empfehle das Buch allen Lesenden, die Interesse an anderer autofiktionaler Literatur haben, die über den Massengeschmack hinaus geht.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    15.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr herausfordernd, literaris…

    Sehr herausfordernd, literarisch hochwertig. Intensiv! Großbritannien, in der am schnellsten wachsenden Stadt des Landes. Dieser mehrfach prämierte Roman ist eine Herausforderung. Die in Worten gefasste Gedanken der Autorin wirbeln herum, scheinen sich selten zu setzen, werden von neuen Ideen verdrängt, um irgendwann wieder ihre Ursprünglichkeit zu streifen, nur um wieder von Vorne loszulegen. Müde darf man beim Lesen nicht sein, sonst verliert man sich heillos. Das Erzähltempo ist rasant, man bekommt das Gefühl, in einem Blitzgewitter von Eindrücken zu stehen, und dennoch verharrt der Text oft Seitenweise bei einem einzigen Thema. Es ist mir auch passiert, dass ich manchmal nicht mehr wusste, ob die Ich-Erzählerin von sich berichtet, oder aus der Sicht ihrer fiktiven Protagonistin – manchmal etwas verwirrend, zugegebenermaßen (kann aber auch rein meiner Unaufmerksamkeit geschuldet sein). Die Erzählerin erfindet Geschichten. Zuerst hat sie diese auf die letzten Seiten eines Schulheftes geschrieben. Mit dem Älterwerden, Studium, Job im Supermarkt an Kasse 19, beginnt sie, sich in ihren Geschichten zu verlieren – und reißt die Leser:Innen mit in ihren Gedankenstrudel. Es folgen brillante Verknüpfungen zu Büchern der Weltliteratur – allein dafür ist dieser Roman schon ein Muss. Im Prinzip ist es ein Buch-Buch, denn es dreht sich immer um Bücher. Darum, was sie einem sagen wollen, sagen sollten, und ein wichtiger Bestandteil des ganzen Lebens sind. S.9: Später hatten wir dann oft ein Buch dabei … Als wir endlich ein bisschen größer waren [...] nahmen wir immer Bücher mit. Sehr viele Bücher! Und setzten uns damit ins Gras unter dem Baum. Reale Personen, vornehmlich Männer, welche sich durch den Supermarkt quälen, sind Inspiration für die erfundenen Charaktere. So zum Beispiel die Geschichte von Tarquin Superbus. Zusammen mit seinem Doktor und die Ereignisse rund um seine Bibliothek, ist sie auf ihre Art und Weise spannend, und taucht im Buch immer wieder mal auf. Für mich übt der Roman eine besondere Faszination aus, trotz des vergeblichen Suchens nach einem Handlungsstrang oder geordneter Struktur.

  • MarcoL

    aus Füssen

    5/5

    15.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Sehr herausfordernd, literarisch hochwertig. Intensiv!

    Großbritannien, in der am schnellsten wachsenden Stadt des Landes. Dieser mehrfach prämierte Roman ist eine Herausforderung. Die in Worten gefasste Gedanken der Autorin wirbeln herum, scheinen sich selten zu setzen, werden von neuen Ideen verdrängt, um irgendwann wieder ihre Ursprünglichkeit zu streifen, nur um wieder von Vorne loszulegen. Müde darf man beim Lesen nicht sein, sonst verliert man sich heillos. Das Erzähltempo ist rasant, man bekommt das Gefühl, in einem Blitzgewitter von Eindrücken zu stehen, und dennoch verharrt der Text oft Seitenweise bei einem einzigen Thema. Es ist mir auch passiert, dass ich manchmal nicht mehr wusste, ob die Ich-Erzählerin von sich berichtet, oder aus der Sicht ihrer fiktiven Protagonistin – manchmal etwas verwirrend, zugegebenermaßen (kann aber auch rein meiner Unaufmerksamkeit geschuldet sein). Die Erzählerin erfindet Geschichten. Zuerst hat sie diese auf die letzten Seiten eines Schulheftes geschrieben. Mit dem Älterwerden, Studium, Job im Supermarkt an Kasse 19, beginnt sie, sich in ihren Geschichten zu verlieren – und reißt die Leser:Innen mit in ihren Gedankenstrudel. Es folgen brillante Verknüpfungen zu Büchern der Weltliteratur – allein dafür ist dieser Roman schon ein Muss. Im Prinzip ist es ein Buch-Buch, denn es dreht sich immer um Bücher. Darum, was sie einem sagen wollen, sagen sollten, und ein wichtiger Bestandteil des ganzen Lebens sind. S.9: Später hatten wir dann oft ein Buch dabei … Als wir endlich ein bisschen größer waren [...] nahmen wir immer Bücher mit. Sehr viele Bücher! Und setzten uns damit ins Gras unter dem Baum. Reale Personen, vornehmlich Männer, welche sich durch den Supermarkt quälen, sind Inspiration für die erfundenen Charaktere. So zum Beispiel die Geschichte von Tarquin Superbus. Zusammen mit seinem Doktor und die Ereignisse rund um seine Bibliothek, ist sie auf ihre Art und Weise spannend, und taucht im Buch immer wieder mal auf. Für mich übt der Roman eine besondere Faszination aus, trotz des vergeblichen Suchens nach einem Handlungsstrang oder geordneter Struktur.

  • Bewertung

    5/5

    14.05.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Bücher, Leben, Überleben

    Welche Wirkung entfalten Bücher im Leben eines Menschen? Wie tauchen wir als Leser:in in die Handlungen ein und verbinden sie später mit unserem Alltag? Dieser Roman erinnert an Virginia Woolf in einigen seiner Reflexionen und Ideen. Die Autorin entwickelt im Laufe der Handlung eine eigene Dynamik und so verfolgt man das Leben in all seinen Facetten und ist fasziniert. Hier wird nichts romantisiert und immer steht der Wunsch nach einem Leben für die Literatur im Mittelpunkt. Claire-Louise Bennett schreibt hoffentlich weiter und zeigt uns damit ihre Wahrnehmung der Welt.

  • Im_Lesehimmel

    aus Berlin

    4/5

    02.08.2023

    Buch (Gebundene Ausgabe)

    Schöne Sprache

    Ich gebe zu, dass ich sehr neugierig auf „Kasse 19“, den autobiographischen Roman, von Claire-Louis Bennett war, weil es von der New York Times zu einem der zehn besten Bücher 2022 gekürt wurde und auf der Shortlist des renommierten Goldsmiths Prize stand. Gelobte Bücher üben eine immense Anziehungskraft auf mich aus. Das Buch ist bei Luchterhand erschienen. In einer Arbeiterstadt in England kritzelt ein junges Mädchen Geschichten auf die letzten Seiten ihres Schulheftes, berauscht von den ersten Funken ihrer Fantasie. Mit den Jahren werden alles und jeder, dem sie begegnet, zu Brennstoff für ihre Geschichten - ihr Job an Kasse 19 im Supermarkt. Die Männer, auf die sie sich einlässt. Die Bücher, in denen sie sich verliert. Sie liest und schreibt, getrieben von dem Wunsch, aus den einfachen Verhältnissen auszubrechen, etwas Besonderes zu sein. Den Klappentext habe ich ehrlicherweise kaum wiedererkannt und wenn dort nicht gestanden hätte, dass sie im Supermarkt an Kasse 19 arbeitet und aus einfachen Verhältnissen stammt, wäre ich nie darauf gekommen. Kasse 19 wird nur einmal kurz erwähnt. Zwar macht der Text ihre Affinität zu Büchern und zur Literatur mehr als deutlich und es gibt wunderbare Formulierungen, wenn sie z.B. Ideen mit dem fransigen Zipfel ihrer Vorstellungskraft poliert, aber es ist kein leicht lesbares Werk. Durch viele Wiederholungen verstärkt sie einzelne Wörter oder kurze Sätze. Sie spielt mit der Sprache, was meinen Lesefluss leider mehrfach unterbrochen hat und kann sich über etliche Seiten über rechte und linke Seiten von Büchern auslassen. Sie erzählt von ihrer Reise durch die Literatur. Welche Autorinnen und Autoren und welche Werke sie wann gelesen hat, was aber grösstenteils in Aufzählungen mündet ohne weitere Details zu nennen, so dass man nicht genau weiß, wie sie zu ihnen steht. Nur auf Henry Miller und Anais Nin stimmt sie ein Loblied an und vergleicht die miteinander. Eine Storyline im eigentlichen Sinne habe ich vermisst und war auch oft orientierungslos, in welchem Lebensabschnitt ich mich gerade befinde. Zwischendurch gab es immer mal wieder Passagen, die flüssig lesbar waren und mir gefallen haben, Ihr Umgang mit Sprache hat durchaus seinen Reiz, aber ich denke es ist eher ein Buch für LeserInnen, die sich mit anspruchsvollen Texten auseinandersetzen möchten. Vielleicht muss ich es auch einfach nochmals lesen, um es zu verstehen. Wer sprachliche Schönheit sucht, wird sicherlich fündig.

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