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Vorwärts Roman

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16,00 €

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

33,7/13,4/2,2 cm

Gewicht

297 g

Originaltitel

Voorwaarts

Übersetzt von

Hanni Ehlers

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77328-2

Beschreibung

Rezension

»Ein lebenskluger, psychologisch fein nuancierter Roman, der vor allem durch seine sinnliche Naturpoesie bezaubert.« ("Nicole Strecker, WDR3 Lesestoff")
»Klug und sensibel beschreibt Eva Meijer die Sehnsucht nach einem Leben im Einklang mit der Natur und allen Fallstricken, die uns daran hindern.« ("freundin")
»Wie der Traum vom einfachen Leben und ›gruppendynamischer Entscheidungen‹ an der Realität scheitert, seziert Eva Meijer sehr unterhaltsam, witzig und provokant.« ("Dominique Salcher, Münchner Merkur")
»Ein interessanter und zum Nachdenken anregender Roman über alternative Lebensweisen.« ("Kulturette")

Produktdetails

Einband

Taschenbuch

Erscheinungsdatum

16.08.2023

Verlag

btb

Seitenzahl

256

Maße (L/B/H)

33,7/13,4/2,2 cm

Gewicht

297 g

Originaltitel

Voorwaarts

Übersetzt von

Hanni Ehlers

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-442-77328-2

Herstelleradresse

btb Taschenbuch
Neumarkter Straße 28
81673 München
DE

Email: produktsicherheit@penguinrandomhouse.de

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Ein Leben im Einklang mit der…

YukBook aus München am 25.10.2023

Bewertungsnummer: 2828019

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Leben im Einklang mit der Natur ist in Eva Meijers Romanen ein wiederkehrendes Thema. In „Das Vogelhaus“ erzählte sie die Lebensgeschichte von Len Howard, die in einem abgelegenen Haus in Südengland Vögel erforschte. Diesmal geht es um zwei Kommunen, die eine alternative Lebensform ausprobieren: 1924 zieht eine Gruppe von jungen Parisern auf einen abgeschiedenen Bauernhof in Frankreich, um naturnah und autark zu leben; 100 Jahre später wagen Aussteiger in Holland das gleiche Experiment. Mit ihren Wertvorstellungen und ihrem Lebensstil mögen sie sich von der Gesellschaft unterscheiden, doch man merkt gleich, dass die Gruppendynamik überall gleich ist: Es gibt ein Alphatier wie Louis, der den Ton angibt. Andere versuchen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden wie die Ich-Erzählerin Sophie und ihr Freund Georges und erkennen schnell die Grenzen von freier Liebe und Toleranz. Nach den Idealen eines harmonischen Kollektivs zu leben ist eine Sache – eine andere, mit zwischenmenschlichen Konflikten und nicht kontrollierbaren Gefühlen umzugehen. Wie schwer es ist, beides unter einen Hut zu bringen und woran Kollektive früher wie heute häufig scheitern, beschreibt die Autorin sehr überzeugend. Die seelischen Nöte der Figuren, die sinnliche, poetische Sprache und klugen Gedanken über Lebensentwürfe haben mich stark angesprochen.

Ein Leben im Einklang mit der…

YukBook aus München am 25.10.2023
Bewertungsnummer: 2828019
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Ein Leben im Einklang mit der Natur ist in Eva Meijers Romanen ein wiederkehrendes Thema. In „Das Vogelhaus“ erzählte sie die Lebensgeschichte von Len Howard, die in einem abgelegenen Haus in Südengland Vögel erforschte. Diesmal geht es um zwei Kommunen, die eine alternative Lebensform ausprobieren: 1924 zieht eine Gruppe von jungen Parisern auf einen abgeschiedenen Bauernhof in Frankreich, um naturnah und autark zu leben; 100 Jahre später wagen Aussteiger in Holland das gleiche Experiment. Mit ihren Wertvorstellungen und ihrem Lebensstil mögen sie sich von der Gesellschaft unterscheiden, doch man merkt gleich, dass die Gruppendynamik überall gleich ist: Es gibt ein Alphatier wie Louis, der den Ton angibt. Andere versuchen, ihren Platz in der Gemeinschaft zu finden wie die Ich-Erzählerin Sophie und ihr Freund Georges und erkennen schnell die Grenzen von freier Liebe und Toleranz. Nach den Idealen eines harmonischen Kollektivs zu leben ist eine Sache – eine andere, mit zwischenmenschlichen Konflikten und nicht kontrollierbaren Gefühlen umzugehen. Wie schwer es ist, beides unter einen Hut zu bringen und woran Kollektive früher wie heute häufig scheitern, beschreibt die Autorin sehr überzeugend. Die seelischen Nöte der Figuren, die sinnliche, poetische Sprache und klugen Gedanken über Lebensentwürfe haben mich stark angesprochen.

Das Leben in Kommunen hat seine Tücken

Bewertung aus Oberursel am 05.10.2023

Bewertungsnummer: 2037055

Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: in den 1920ern, den Nachkriegsjahren, gründet eine Gruppe junger Pariser auf dem Land eine Art Kommune. Die jungen Leute suchen eine neue Lebensform, die friedlich, gleichberechtigt, und mit einer guten Prise Anarchismus gewürzt, ausprobiert werden soll. Man will sich selbst versorgen, vegetarisch leben, im Einklang mit der Natur sein, und läuft nackt herum. 5 Leute sind es, die dort leben, die Pärchen Sophie und Georges, Clemence und Louis, und Viktor. Sophie schreibt Tagebuch, und nebenbei Artikel und Manifeste, die Zeugnis ablegen von dieser Zeit, und so ist diese erste Hälfte des Romans auch aus Sophies Ich-Perspektive geschrieben. Bevor ich hetzt auf den zweiten Teil des Buches eingehe, der im modernen hier und heute spielt, erst noch mal mein Leseeindruck hierzu. Ich fand es nämlich echt spannend, dass es schon Anfang des letzten Jahrhunderts erste Versuche von derlei Kommunen gab. Für mich war das gefühlt so ein Ding, das in der Hippie-Bewegung der 70er aufkam, aber da lag ich falsch. Das freie Leben, das autarke Leben, die Nackt-Kultur – das kam schon viel früher auf. Die Nachbarn im Dörfchen nebenan fanden Sophie und ihre Freunde allerdings damals schon leicht suspekt, und vermuteten Sodom und Gomorrha ob der FKK-Kultur und dem so völligem Anders-Sein der Truppe. Die 5 Freunde haben hohe und hehre Ideale und Vorstellungen, und wir begleiten sie nun ein knappes Jahr, und schauen, wie sie sich so machen. Und natürlich ist nicht alles Love, Peace and Happiness. Renovierungsarbeiten und Gartenarbeit sind hart, und das vegetarische, selbstangebaute Essen macht nicht wirklich satt – das ist schon mal ein Problem, mit dem die Truppe zurechtkommen muss. Man stellt schnell fest, dass Aussteigen Geld kostet, welches Louis ja freundlicherweise hat. Aber damit hat Louis auch ein bissle mehr Stimmrecht als andere – oder nicht? Es wird schwierig. Und ganz schwierig wird es, als Clemence und Sophie sich ineinander verlieben. Das bringt das soziale Konstrukt noch mal ins Wanken…… 100 Jahre später ist die Philosophiestudentin Sam in den Niederlanden völlig fasziniert von Sophies Tagebuch, und stellt selbst so ein Projekt auf die Beine. Mit ihrer Freundin Jona und dem befreundetem Paar Eline und Thomas zieht sie auf den heruntergekommenen Bauernhof in Friesland von Elines Onkel und man probiert sich ebenfalls im naturalistischen Leben aus. Tja, die Probleme der jungen Leute von heute sehen erstmal etwas anders aus, sind aber doch recht ähnlich denen ihrer französischen Vorbilder. Auch hier ist bald nicht mehr alles eitel Sonnenschein. Auch hier geht es unter anderem ums liebe Geld, und Elines Ideen zum Geld verdienen sind nicht unbedingt kompatibel mit Jonas und Sams Vorstellungen….. Auch die Dynamiken der Pärchen untereinander sind nicht so ohne; mit Jona haben wir hier ein Beispiel für eine Verfechterin der freien Liebe, und mit Sam, hm, eher nicht. Passt nicht so ganz zusammen. Und ich fand es recht gut gemacht, dass wir diesen Konflikt mal anhand eines lesbischen Paares aufgezeigt bekamen, das kam nicht ganz so stereotyp rüber. Wobei, hahaha, die Dynamiken sind ja universell bei solchen emotionalen Konflikten… Ja, ich merke, ich spoilere gerade ein bisschen die die Streitereien der Kommunarden, aber wenn auf dem Klappentext schon steht, dass die hohen Ansprüche der jungen Leute schon bald von der Wirklichkeit eingeholt werden, kann man sich das eigentlich schon in etwa denken. Tja, insgesamt haben sowohl die Franzosen Als auch die Niederländer mit ihren Projekten eine relativ kurze Halbwertszeit. Sam schafft es tatsächlich, ihr Projekt am Ende auf ein ganz neues Level zu heben, das fand ich klasse, die Lady lässt sich nicht kleinkriegen und hält an ihren Ideen fest, aber man muss konstatieren: die Kommunen per se sind gescheitert. Trotz allem hehren Streben nach einer besseren Welt haben die Helden es nicht so hinbekommen, wie erträumt. Die Autorin seziert das brillant, voller Empathie, und trotz allem voller Hoffnung für eine bessere Welt. Ich komme zu einem Fazit: das war eine richtig spannende Lektüre. Wie gesagt, ein paar der anstehenden Probleme konnte man erahnen, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich habe sowohl mit Sophie als auch mit Sam, der Ich-Erzählerin aus dem zweiten Teil, mitgefühlt. Das waren zwei interessante und emotionale Projektberichte. Sehr gut geschrieben, bildhaft, einfach gut gemacht. Ich habe selber schon öfters mal mit dem Gedanken an ein solches autarkes Selbstversorger-Dasein gespielt, aber wenn ich solche Bücher lese, weiß ich wieder, warum ich es nicht tue – wähle deine Weggefährten weise *lol*.

Das Leben in Kommunen hat seine Tücken

Bewertung aus Oberursel am 05.10.2023
Bewertungsnummer: 2037055
Bewertet: Buch (Taschenbuch)

Der Klappentext hat mich neugierig gemacht: in den 1920ern, den Nachkriegsjahren, gründet eine Gruppe junger Pariser auf dem Land eine Art Kommune. Die jungen Leute suchen eine neue Lebensform, die friedlich, gleichberechtigt, und mit einer guten Prise Anarchismus gewürzt, ausprobiert werden soll. Man will sich selbst versorgen, vegetarisch leben, im Einklang mit der Natur sein, und läuft nackt herum. 5 Leute sind es, die dort leben, die Pärchen Sophie und Georges, Clemence und Louis, und Viktor. Sophie schreibt Tagebuch, und nebenbei Artikel und Manifeste, die Zeugnis ablegen von dieser Zeit, und so ist diese erste Hälfte des Romans auch aus Sophies Ich-Perspektive geschrieben. Bevor ich hetzt auf den zweiten Teil des Buches eingehe, der im modernen hier und heute spielt, erst noch mal mein Leseeindruck hierzu. Ich fand es nämlich echt spannend, dass es schon Anfang des letzten Jahrhunderts erste Versuche von derlei Kommunen gab. Für mich war das gefühlt so ein Ding, das in der Hippie-Bewegung der 70er aufkam, aber da lag ich falsch. Das freie Leben, das autarke Leben, die Nackt-Kultur – das kam schon viel früher auf. Die Nachbarn im Dörfchen nebenan fanden Sophie und ihre Freunde allerdings damals schon leicht suspekt, und vermuteten Sodom und Gomorrha ob der FKK-Kultur und dem so völligem Anders-Sein der Truppe. Die 5 Freunde haben hohe und hehre Ideale und Vorstellungen, und wir begleiten sie nun ein knappes Jahr, und schauen, wie sie sich so machen. Und natürlich ist nicht alles Love, Peace and Happiness. Renovierungsarbeiten und Gartenarbeit sind hart, und das vegetarische, selbstangebaute Essen macht nicht wirklich satt – das ist schon mal ein Problem, mit dem die Truppe zurechtkommen muss. Man stellt schnell fest, dass Aussteigen Geld kostet, welches Louis ja freundlicherweise hat. Aber damit hat Louis auch ein bissle mehr Stimmrecht als andere – oder nicht? Es wird schwierig. Und ganz schwierig wird es, als Clemence und Sophie sich ineinander verlieben. Das bringt das soziale Konstrukt noch mal ins Wanken…… 100 Jahre später ist die Philosophiestudentin Sam in den Niederlanden völlig fasziniert von Sophies Tagebuch, und stellt selbst so ein Projekt auf die Beine. Mit ihrer Freundin Jona und dem befreundetem Paar Eline und Thomas zieht sie auf den heruntergekommenen Bauernhof in Friesland von Elines Onkel und man probiert sich ebenfalls im naturalistischen Leben aus. Tja, die Probleme der jungen Leute von heute sehen erstmal etwas anders aus, sind aber doch recht ähnlich denen ihrer französischen Vorbilder. Auch hier ist bald nicht mehr alles eitel Sonnenschein. Auch hier geht es unter anderem ums liebe Geld, und Elines Ideen zum Geld verdienen sind nicht unbedingt kompatibel mit Jonas und Sams Vorstellungen….. Auch die Dynamiken der Pärchen untereinander sind nicht so ohne; mit Jona haben wir hier ein Beispiel für eine Verfechterin der freien Liebe, und mit Sam, hm, eher nicht. Passt nicht so ganz zusammen. Und ich fand es recht gut gemacht, dass wir diesen Konflikt mal anhand eines lesbischen Paares aufgezeigt bekamen, das kam nicht ganz so stereotyp rüber. Wobei, hahaha, die Dynamiken sind ja universell bei solchen emotionalen Konflikten… Ja, ich merke, ich spoilere gerade ein bisschen die die Streitereien der Kommunarden, aber wenn auf dem Klappentext schon steht, dass die hohen Ansprüche der jungen Leute schon bald von der Wirklichkeit eingeholt werden, kann man sich das eigentlich schon in etwa denken. Tja, insgesamt haben sowohl die Franzosen Als auch die Niederländer mit ihren Projekten eine relativ kurze Halbwertszeit. Sam schafft es tatsächlich, ihr Projekt am Ende auf ein ganz neues Level zu heben, das fand ich klasse, die Lady lässt sich nicht kleinkriegen und hält an ihren Ideen fest, aber man muss konstatieren: die Kommunen per se sind gescheitert. Trotz allem hehren Streben nach einer besseren Welt haben die Helden es nicht so hinbekommen, wie erträumt. Die Autorin seziert das brillant, voller Empathie, und trotz allem voller Hoffnung für eine bessere Welt. Ich komme zu einem Fazit: das war eine richtig spannende Lektüre. Wie gesagt, ein paar der anstehenden Probleme konnte man erahnen, aber das hat meinem Lesevergnügen keinen Abbruch getan. Ich habe sowohl mit Sophie als auch mit Sam, der Ich-Erzählerin aus dem zweiten Teil, mitgefühlt. Das waren zwei interessante und emotionale Projektberichte. Sehr gut geschrieben, bildhaft, einfach gut gemacht. Ich habe selber schon öfters mal mit dem Gedanken an ein solches autarkes Selbstversorger-Dasein gespielt, aber wenn ich solche Bücher lese, weiß ich wieder, warum ich es nicht tue – wähle deine Weggefährten weise *lol*.

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Vorwärts

von Eva Meijer

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