Ein dramatischer Roman über vier Schwestern und ein großes Familiengeheimnis Vor über zwanzig Jahren waren Jenni, Mona, Sonja und Kaja das letzte Mal gemeinsam auf Langeoog. Jetzt kehren sie als erwachsene Frauen zur Beerdigung ihrer Mutter zurück auf die Insel. Zuverlässig wie das Rauschen des Meeres und der Geruch von Salz, sind alle Erinnerungen an ihre Sommer auf der Insel wieder da: Zwischen ausgelassene Strandtage, Mutproben und erste Küsse mischen sich die heftigen Auseinandersetzungen ihrer Eltern und die Frage nach Schuld und Sühne. Denn die Schwestern eint ein dunkles Geheimnis, das sie hat verstummen lassen, das keiner von ihnen Ruhe lässt, bis heute nicht ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.2/5.0
Hoelzchen
aus Bad Oldesloe
5/5
24.05.2023
eBook (ePUB 3)
Kann man seinen Schwestern trauen?
„Das Schweigen meiner Schwestern“ ist der Debütroman von Stine Volkmann.
Die Familie Neumann verbringt bis 1998 regelmäßig die Ferien auf der Nordseeinsel Langeoog. Doch in diesem Jahr ändert sich alles für die Schwestern Jenni (18), Mo (15), Sonja (13) und Kaja (6). Geheimnisse kommen ans Licht und das Verschwinden eines Freundes ändert alles. Nichts ist mehr so wie es war. Zwanzig Jahre später kommt es zu einem Treffen der vier Schwestern auf der Insel, sie wollen die Asche ihrer Mutter beerdigen. Bis zu diesem Zeitpunkt haben die vier Frauen in den vergangenen Jahren nie wieder gemeinsam zueinander gefunden. Auch jetzt ist der Start schwierig und die Kommunikation droht zu scheitern. Doch dann werden die Erinnerungen an 1998 wieder wach und stellt die Schwestern erneut vor einer dramatischen Situation.
Stine Volkmann hat mit ihrem ersten Buch einen tollen psychologischen Spannungsroman geschrieben. In abwechselnden Erzählsträngen der Jahre 1998 und 2018, führt sie uns in die Geschichte ein. Zu Beginn habe ich eine seichte Familienzusammenführung erwartet und die ersten Seiten war ich etwas ratlos und konnte das Gelesene noch nicht richtig einordnen. Doch dann ging es Schlag auf Schlag und das Buch wurde ein regelrechter Pageturner für mich. Das Konstrukt aus Geheimnissen und Beziehungen ist genial aufgebaut. Immer wenn ich dachte, ich bin dem ganzen auf die Schliche gekommen, gab es eine Wendung. So blieb die Spannung bis zum Schluss aufrechterhalten und das Ende und die Auflösung waren völlig anders als erwartet. Positiv anzumerken ist, dass es kein wirkliches happy end gibt und somit bleibt der Roman realistisch. Die Gliederdung hat mir sehr gut gefallen und Stine Volkmann versteht es, die Protagonistinnen tiefgründig zu beschreiben. Ihre Verhaltensweisen sind somit gut nachvollziehbar und haben mich tief berührt. Man merkt dem Roman an, wie gerne die Autorin schreibt und dass ihr dieses Buch sehr am Herzen liegt. Ich freue mich auf weitere Romane von Stine Volkmann und gebe für „Das Schweigen meiner Schwestern“ 5 Sterne.
Bewertung
3/5
13.09.2023
eBook (ePUB 3)
Das Schweigen meiner Schwestern
Inhalt siehe Klappentext.
Ich kannte die Autorin Stine Volkmann bisher nicht, das Titelbild mit der Frau im roten Kleid am Meer fällt auf. Das Buch mit 432 Seiten ist in zwei Zeitebenen (1998 und 2018) geschrieben, die abwechselnd in diesen Jahren und aus Sicht der vier Schwestern Jenni, Mo, Sonja und Kaja geschrieben sind. Was als harmlose Familiengeschichte auf Langeoog beginnt, wird schnell zu größeren Problemen bei allen Beteiligten. Es sind nicht nur die Eltern, die sich heftig streiten, was die Mädchen mitbekommen, auch die Schwestern selbst geraten in Schwierigkeiten, aus denen sie alleine nicht mehr rauskommen. Sie halten nur in dieser einen Sache zusammen, schweigen auch nach 30 Jahren noch, als sie sich zur Beerdigung der Mutter wieder auf der Insel treffen. In den Jahren davor ebbt der Kontakt immer weiter ab, Jede hat andere Ansichten und Vermutungen über die übrigen drei Schwestern, Jede ist sich selbst am nächsten, Keine will den ersten Schritt machen. Das Buch hat sich für mich teilweise ziemlich gezogen, manche Schilderungen waren verwirrend, die Auflösung ist ganz anders, als erwartet. Nach 10 Tagen Lesezeit, weil es zwar spannende Stellen gab, aber eben anders, als vermutet, vergebe ich für "Das Schweigen meiner Schwestern" noch 3 Sterne. Vermutlich hätte es geholfen, wenn sich einmal alle Familienmitglieder komplett ausgesprochen hätten, anstatt jeder sein eigenes Süppchen zu kochen und alles in sich reinzufressen.
Bewertung
aus Saarland
2/5
19.06.2023
eBook (ePUB 3)
Das Schweigen...
Ich habe das Buch mit großen Erwartungen gelesen. Leider hat es mich enttäuscht. Langatmig und vollkommen unglaubwürdig. Schade, ich hatte mir mehr erwartet. Über die guten Bewertungen bin ich sehr erstaunt.
sleepwalker
5/5
25.06.2024
Buch (Gebundene Ausgabe)
„Das Schweigen meiner…
„Das Schweigen meiner Schwester“ ist das Debut von Stine Volkmann und ein Buch, das mich auf ganzer Linie überrascht hat. Zugegeben, eine ganze Zeitlang wusste ich nicht, wohin mich die Geschichte führen wurde, nach einer Weile hatte sie mich aber gepackt und nicht mehr losgelassen. Aus dem scheinbar altbekannten Familiendrama wurde nämlich schnell ein Psychothriller und eine wilde Achterbahnfahrt. Aber von vorn. Bis 1998 war die sechsköpfige Detmolder Familie Neumann regelmäßig in den Ferien auf der Nordseeinsel Langeoog. Doch in diesem Jahr ändert sich für die Schwestern Jenni (18), Mo (15), Sonja (13) und Kaja (6) alles. Jenni verliebt sich in den gutaussehenden Alex und macht mit ihm erste zwischenmenschliche Erfahrungen. Mo macht hingegen ihre ersten Erfahrungen mit Alkohol. Für Sonja und Jenni besteht der Urlaub aus Strand, Sand und dem Versuch, von den Älteren akzeptiert zu werden. Vor allem Sonja hat es schwer, denn sie ist mit ihren 13 Jahren kein Kind mehr, wird aber von den Teenagern auch nicht wirklich wahrgenommen. Als Alex plötzlich spurlos verschwindet, bekommt die Urlaubsidylle Risse und auch nach dem Urlaub ist nichts mehr wie zuvor. Alle Familienmitglieder gehen eigene, getrennte Wege, die vorher augenscheinlich harmonische Familie zerbricht. 20 Jahre später treffen sie sich auf der Insel wieder, um gemeinsam ihre nach langer Krankheit verstorbene Mutter beizusetzen. Schon beim ersten Aufeinandertreffen ist die Spannung zwischen den vier inzwischen erwachsenen Frauen greifbar. Ihr Umgang miteinander ist von Sticheleien und unterschwelligen Vorwürfen geprägt. Die Schwestern, zwischen die nie ein Blatt Papier passte und die immer zusammenhielten, sind verfeindet. Eines ist klar: zwischen ihnen steht ein Geheimnis und das muss geklärt werden, sonst werden sie sich nie wieder aneinander annähern können. Aber schaffen die vier es? Und was hat der mysteriöse Fremde mit allem zu tun. Wie gesagt, erst hatte ich das Gefühl, irrtümlich an ein Familiendrama geraten zu sein. Heile Familie mit vier Kindern macht Urlaub auf einer Nordsee-Insel, Familie zerbricht, jeder geht seiner Wege. Aber dann passieren plötzlich Dinge, die das Buch in eine ganz andere Richtung schubsen. Die Mutproben der (prä)pubertären Mädchen werden brutaler, plötzlich scheint die Sommersonne hinter einer stetig präsenten, dunkleren Wolke versteckt zu sein. Dieses ungreifbare, aber persistierende mulmige Gefühl im Magen wurde von der Autorin ganz meisterhaft erarbeitet, das Verschwinden von Alex und die Suche nach ihm bleibt bei weitem nicht das einzige Drama in der Geschichte (mehr möchte ich dazu nicht sagen, ich möchte nichts spoilern). Durch die beiden Zeitebenen und die verschiedenen Perspektiven, die sie gekonnt miteinander verwebt, zeigt sich, dass dieses Gefühl die Protagonistinnen über 20 Jahre lang nicht loslässt. Ihr Leben wurde durch das Geschehen und das damit verbundene Trauma beeinflusst, Misstrauen und Zweifel an ihren eigenen Erinnerungen sind bei allen präsent. Die Charaktere sind gründlich und dreidimensional ausgearbeitet, ich konnte mich tatsächlich in alle gut einfühlen. Auch die dysfunktionale Familie, die die Autorin gekonnt beschreibt, ist mir nicht fremd. Die psychologischen Komponenten des Romans hat sie hervorragend eingeflochten und so aus einem eigentlich einfachen „coming of age“ Roman mit rebellischen Teenagern, die sich ausprobieren wollen, einen Thriller geschaffen. Zwei große Geheimnisse liegen wie Schatten über dem Leben des Schwestern-Quartetts, wirklich glücklich ist keine geworden, egal, wie sehr sie versuchen, es sich einzureden. Für mich war der vielschichtige und vielseitige Roman ein wahrer Lese-Genuss, den ich Freunden von Krimis/Thrillern mit dem gewissen Etwas und etwas psychologischem Tiefgang gerne weiterempfehle. Von mir fünf Sterne.
Bewertung
5/5
25.10.2023
Buch (Gebundene Ausgabe)
Spannende Story, schöne Erzählweise
Ich war selbst bisher zwei Mal auf Langeoog und fand es so schön, beim Lesen wieder auf die Ostfriesische Insel zu reisen. Anschauliche Beschreibungen, die einen von der Couch holen!
Ich hatte mit vielen Punkten und Wendungen der Geschichte nicht gerechnet, es war einfach spannend und die Handlung nicht absehbar.
Auch die Schwestern werden anschaulich beschrieben, man kann mitfühlen, sich teilweise mit verschiedenen Charakterzügen identifizieren. Das ist sowohl bei den Orten und den Ortsbeschreibungen als auch bei den Personen von der Autorin super gut gemacht. Man ist in der Geschichte, man fühlt sie!:)
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