Kadett 889, genannt Neun, gehört zur nächsten Generation, genetisch verbessert, um auf der verseuchten Erde überleben zu können. Wie alle Kadetten in der militärisch geführten Station träumt auch er von einer Zukunft in der utopischen Großen Stadt. Als ein sadistischer Offizier das Kommando übernimmt und den Kadetten das Leben zur Hölle macht, versuchen Neun und seine Freunde dem Terror zu entkommen und stoßen auf den wahren Zweck ihrer Existenz.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
aus Stuttgart
5/5
24.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Ein Buch, das lange nachhallt
Obwohl ich sonst eher Thriller als Dystopien lese, und hier nur der Autorin wegen gekauft habe, deren "Verschwörung der Raben"-Bände und ander Bücher mich so gefesselt haben, hat mich dieses Buch von der ersten Seite an gepackt. Welch eine düstere Welt, die so authentisch beschrieben ist, als wäre sie real - und trotzdem erlischt beim Lesen nie die Hoffnung, dass es doch noch ein Aufwärts geben wird. Obwohl auch wir momentan schwierige Zeiten in der Realität haben, ist man unwillkürlich dankbar und möchte nicht mit den Charakteren tauschen, die es wirklich schwer haben. Immer wieder gab es neue Wendungen, die mich überrascht haben und dafür gesorgt haben, dass ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte und in einem Rutsch durchgelesen habe. Ich habe mitgefiebert und mitgelitten, und sogar mal ein Tränchen vergossen. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und verdiente fünf Sterne.
Bewertung
5/5
24.11.2022
Buch (Taschenbuch)
Atmosphärische Sci-Fi Dystopie
Eine der größten Stärken in Sylvia Kamls neuem Sci-Fi Roman Adaption - Kadett 889 ist definitiv das atmosphärisch dichte Setting und die eindringlich geschilderte Welt. Es gelingt ihr ohne unnötige Exposition, den Leser sofort in die Geschichte zu ziehen. Alle wichtigen Informationen ergeben sich einfach aus dem Verlauf der Handlung und den Dialogen.
Auch die Figuren sind hervorragend geschrieben. Dabei schafft sie das Kunststück, über eine entmenschlichte Welt zu schreiben und ihre Protagonisten aber dennoch menschlich werden zu lassen. Gemeinsam mit der Hauptfigur Neun lernt der Leser die düstere und beklemmende Welt und die anderen Figuren kennen.
Adaption - Kadett 889 ist Military Sci-Fi, hat aber eher weniger mit Kampf und Krieg zu tun. Vielmehr geht es der Autorin um den menschlichen bzw. entmenschlichenden Faktor solch einer Zukunft und möglichen Gesellschaft.
Wer also auf spannende, aber doch recht düstere Sci-Fi Dystopien steht, die mit starker Atmosphäre, großartigem Weltenbau und überaus sympathischen Protagonisten (mit Ausnahme des absolut unguten Antagonisten natürlich, aber der soll ja auch so böse sein) aufwarten kann, der wird mit diesem Roman seine Freude haben.
Rajets Fantastische Leseseite
aus Grünberg
5/5
25.10.2022
Buch (Taschenbuch)
Eine sehr erschreckende und nachdenklich machende Zukunft die uns erwartet im Roman!
Die Autorin konnte mich schon mit ihren Romanen „Die Verschwörung der Raben“ und „Die Rückkehr der Raben“ überzeugen. Und deshalb war ich ganz gespannt darauf, was mich in ihrem neuen dystopischen Roman erwarten würde.
Wir dürfen die beiden Kadetten Neun und Sieben, die zur nächsten Generation gehören kennenlernen. Sie sind genetisch verbessert und sollen so angepasst auf der verseuchten Erde überleben können. Sie leben wie viele andere Kadetten in der militärisch geführten Station und träumen von einer Zukunft in der für sie utopischen Großen Stadt. Dann übernimmt ein sadistischer Offizier erst die Ausbildung der Kadetten und dann die Führung der ganzen Station. Es ist für die Kadetten die Hölle auf Erden, deshalb versuchen Neun und seine Freunde zu entkommen und stoßen so auf den wahren Zweck ihrer Existenz.
Wir wissen zum Anfang des Romans genauso wenig von dieser Welt wie auch die abgeschirmten Kadetten. Mit ihnen zusammen erfahren wir stückweise immer mehr die Hintergründe, denn sie sind genmanipuliert und mit KI-Implantaten lebendige Versuchsobjekte. Diese Implantate können von dem sadistischen und gierigen Sanders ausgenutzt werden, um die Macht der kompletten Station zu übernehmen. Er entführt die Kadettin Aica doch Neun und Sieben folgen ihnen in die Wüste.
Nam kann sich gut in die Gefühle der Kadetten hineinversetzen, als sie die Torturen von Sanders ertragen müssen, die Angst und Wut. Trotz alledem versuchen sie Freundschaften zu schließen und sich der Wahrheit über sich selbst zu stellen. Die Frage, die sie auch quält, sind sie noch Menschen, die ein Recht auf ein selbstbestimmtes Leben haben?
Auch die düstere dystopische Welt, die wir außerhalb der Station mit ihnen entdecken wirft eine Menge Fragen auf. Wer steckt hinter dem ganzen? Gibt es noch „normale“ Menschen (ohne Gen Veränderung und Implantaten)? Wo sind die? Und wie werden sie auf die überlebenden Kadetten reagieren?
Eine spannende Dystopie, die viel in Frage stellt und den Leser*in nachdenklich zurücklässt. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und die Atmosphäre wird wunderbar eingefangen, von mir 5 Sterne dafür.
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