Produktbild: Die Entstehung des Patriarchats

Die Entstehung des Patriarchats Mit einem Vorwort von Christine Thomas und einem Nachwort von Alexandra Arnsburg

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Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

05.06.2025

Verlag

Manifest Verlag

Seitenzahl

370

Maße (L/B/H)

20,8/14,5/3,1 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Tanne / Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96156-124-7

Beschreibung

Produktdetails

Einband

Paperback

Erscheinungsdatum

05.06.2025

Verlag

Manifest Verlag

Seitenzahl

370

Maße (L/B/H)

20,8/14,5/3,1 cm

Gewicht

436 g

Farbe

Tanne / Seidengrau

Auflage

4. Auflage

Sprache

Deutsch

ISBN

978-3-96156-124-7

Herstelleradresse

manifest.
Littenstraße 106/107
10179 Berlin
DE

Email: rene.arnsburg@manifest-verlag.de

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Frauen als Handelnde in der Geschichte

Bewertung am 07.01.2024

Bewertungsnummer: 2103807

Bewertet: Buch (Paperback)

Review auf www.solidaritaet.info Manifest-Verlag legt Gerda Lerners “Die Entstehung des Patriarchats” neu auf Als marxistische Feministin griff Lerner in den 1980er Jahren die materialistische Untersuchung zur Entstehung des Privateigentums und der Unterdrückung der Frau wieder auf. von René Arnsburg, Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Diskussionen über die Thesen von Friedrich Engels, die er auf den Erkenntnissen des 19. Jahrhunderts aufbaute. Prominente Vertreter*innen wie Alexandra Kollontai versuchten, bis dahin gewonnene Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Die Bürokratisierung der Sowjetunion in den 1920ern schob dieser Debatte einen Riegel vor. Kritische Untersuchungen des 1884 erschienenen Texts von Friedrich Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ wurden als Kritik am Marxismus und dessen offiziellen Vertreter*innen in den bürokratischen Planwirtschaften des Ostblocks hingestellt. Befördert vom Befreiungskampf der kolonialen Welt und wissenschaftlichen Beiträgen nicht-westlicher Autor*innen nahm die Auseinandersetzung mit dem Thema ab den 1960er Jahren wieder zu. Besonders die starken sozialistischen Bewegungen der 1960er bis 1980er Jahre beförderten einen neuen Blick auf Anthropologie und scheinbar feststehende Erkenntnisse über die Entwicklung der Menschheit. Engels selbst merkte an, dass die Erkenntnisse, auf die er sich stützte, nicht die letzten sind und seine daraus gezogenen Schlussfolgerungen bis zu ihrer Ergänzung Bestand haben. Lerner würdigt ihn dennoch: „Ganz gleich, wie viele Irrtümer und Fehlschlüsse Engels nachzuweisen sind, er war der erste, der uns auf diese Zusammenhänge aufmerksam gemacht und uns den engen Bezug zwischen sozialen und sexuellen Beziehungen gezeigt hat.“ Geschichte schreiben, wie sie wirklich war Ein Hauptfehler der bisherigen Untersuchungen besteht nach Lerner, darin, dass der heutige Ist-Zustand auf vergangene Gesellschaften übertragen wurde. In diesem werden jedoch Frauen unterdrückt und die Geschichtsschreibung von Männern dominiert. Das reicht von Verteidiger*innen der geschlechtsspezifischen Unterdrückung bis zu feministischen Autor*innen, die sich diesen Blick trotz ihrer Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu eigen gemacht haben. Lerner hält es für notwendig, alles einer grundlegenden Kritik zu unterziehen und genau aufzuzeigen, wie die Frauenunterdrückung entstand und sie nicht monokausal, sondern in der Dynamik gesellschaftlicher Entwicklungen zu verstehen. Zudem kritisiert sie, dass Frauen als Objekte, denen die gesellschaftliche Veränderung passierte, behandelt wurden. Eines ihrer Hauptanliegen ist es, die Geschichte dahingehend zu untersuchen, welche Rolle Frauen bei der Gesellschaftsbildung als Handelnde spielten. Weder Frauen, noch Männer waren sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst, als aus einer geschlechterspezifischen Arbeitsteilung eine Abwertung weiblicher Tätigkeiten und ein Ausschluss vom Eigentum folgten. Zu wissen, was warum passierte und wie es mit der Entwicklung der Klassengesellschaft zusammenhängt, ist eine Voraussetzung, um den Zustand der Unterdrückung aufzuheben. Dafür sind vor allem Lerners Betrachtungen über die Gesellschaften im nahen und mittleren Osten ein unschätzbarer Beitrag.

Frauen als Handelnde in der Geschichte

Bewertung am 07.01.2024
Bewertungsnummer: 2103807
Bewertet: Buch (Paperback)

Review auf www.solidaritaet.info Manifest-Verlag legt Gerda Lerners “Die Entstehung des Patriarchats” neu auf Als marxistische Feministin griff Lerner in den 1980er Jahren die materialistische Untersuchung zur Entstehung des Privateigentums und der Unterdrückung der Frau wieder auf. von René Arnsburg, Berlin Anfang des 20. Jahrhunderts gab es Diskussionen über die Thesen von Friedrich Engels, die er auf den Erkenntnissen des 19. Jahrhunderts aufbaute. Prominente Vertreter*innen wie Alexandra Kollontai versuchten, bis dahin gewonnene Erkenntnisse weiterzuentwickeln. Die Bürokratisierung der Sowjetunion in den 1920ern schob dieser Debatte einen Riegel vor. Kritische Untersuchungen des 1884 erschienenen Texts von Friedrich Engels „Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats“ wurden als Kritik am Marxismus und dessen offiziellen Vertreter*innen in den bürokratischen Planwirtschaften des Ostblocks hingestellt. Befördert vom Befreiungskampf der kolonialen Welt und wissenschaftlichen Beiträgen nicht-westlicher Autor*innen nahm die Auseinandersetzung mit dem Thema ab den 1960er Jahren wieder zu. Besonders die starken sozialistischen Bewegungen der 1960er bis 1980er Jahre beförderten einen neuen Blick auf Anthropologie und scheinbar feststehende Erkenntnisse über die Entwicklung der Menschheit. Engels selbst merkte an, dass die Erkenntnisse, auf die er sich stützte, nicht die letzten sind und seine daraus gezogenen Schlussfolgerungen bis zu ihrer Ergänzung Bestand haben. Lerner würdigt ihn dennoch: „Ganz gleich, wie viele Irrtümer und Fehlschlüsse Engels nachzuweisen sind, er war der erste, der uns auf diese Zusammenhänge aufmerksam gemacht und uns den engen Bezug zwischen sozialen und sexuellen Beziehungen gezeigt hat.“ Geschichte schreiben, wie sie wirklich war Ein Hauptfehler der bisherigen Untersuchungen besteht nach Lerner, darin, dass der heutige Ist-Zustand auf vergangene Gesellschaften übertragen wurde. In diesem werden jedoch Frauen unterdrückt und die Geschichtsschreibung von Männern dominiert. Das reicht von Verteidiger*innen der geschlechtsspezifischen Unterdrückung bis zu feministischen Autor*innen, die sich diesen Blick trotz ihrer Kritik an den herrschenden Verhältnissen zu eigen gemacht haben. Lerner hält es für notwendig, alles einer grundlegenden Kritik zu unterziehen und genau aufzuzeigen, wie die Frauenunterdrückung entstand und sie nicht monokausal, sondern in der Dynamik gesellschaftlicher Entwicklungen zu verstehen. Zudem kritisiert sie, dass Frauen als Objekte, denen die gesellschaftliche Veränderung passierte, behandelt wurden. Eines ihrer Hauptanliegen ist es, die Geschichte dahingehend zu untersuchen, welche Rolle Frauen bei der Gesellschaftsbildung als Handelnde spielten. Weder Frauen, noch Männer waren sich der Konsequenzen ihres Handelns bewusst, als aus einer geschlechterspezifischen Arbeitsteilung eine Abwertung weiblicher Tätigkeiten und ein Ausschluss vom Eigentum folgten. Zu wissen, was warum passierte und wie es mit der Entwicklung der Klassengesellschaft zusammenhängt, ist eine Voraussetzung, um den Zustand der Unterdrückung aufzuheben. Dafür sind vor allem Lerners Betrachtungen über die Gesellschaften im nahen und mittleren Osten ein unschätzbarer Beitrag.

Tolles Buch, leider in einer miesen Neu-Edition die dem Werk spottet.

Bewertung am 10.08.2024

Bewertungsnummer: 2264399

Bewertet: Buch (Paperback)

Diese Edition will nichts als ein Nachdruck der Edition des Campus-Verlags aus den 1990ern sein, ist jedoch völlig misslungen. Ich weiß nicht, was der Hergang der Textbearbeitung war, aber das fertige Produkt beim Manifest-Verlag strotzt von Formfehlern. Vermutlich wurde das Campus-Buch irgendwann durch ein schlechtes OCR-Scan-Programm geschickt: So wird (Kontext: Wissenschaftshistorie) aus einer "Schule Jungscher Analytiker" eine "Schult Jungseher Analytiker" (S. 50/54) oder einem ganz normalen "uns" ein okskures "uris" (?!) auf S. 204 / 226. "Männer" werden "Märiner" (S. 79 bzw. 86) und vieles mehr. Manchmal kann man es ja mit Humor nehmen. Dass wiederum sehr oft, wenn eine Abkürzung innerhalb eines Satzes mit einem Punkt endet (z.B. die in einem derartigen historischen Buch sehr häufige Wendung "v. Chr."), das folgende Wort mit einem Großbuchstaben beginnt,muss an einem irgendwann mit brachialer Gewalt durchgejagten "Alles ersetzen"-Algorithmus liegen. Ich nenne nur wenige Beispiele. Ein flüssiges Lesen ist leider nicht möglich. Laut Interview (verlinkt auf Verlags-Seite) hat die Lektorin des Manifest-Verlags gratis gearbeitet. Das merkt man hier nur zu deutlich. Das Lesen ist für mich eine Qual und ich leihe mir 100 mal lieber eine vergilbte und unsaubere Bibliotheksversion aus, als diesen Regalhüter durchzuackern, dessen eklatante Mängel die Aufmerksamkeit vom wichtigen Inhalt ablenken.

Tolles Buch, leider in einer miesen Neu-Edition die dem Werk spottet.

Bewertung am 10.08.2024
Bewertungsnummer: 2264399
Bewertet: Buch (Paperback)

Diese Edition will nichts als ein Nachdruck der Edition des Campus-Verlags aus den 1990ern sein, ist jedoch völlig misslungen. Ich weiß nicht, was der Hergang der Textbearbeitung war, aber das fertige Produkt beim Manifest-Verlag strotzt von Formfehlern. Vermutlich wurde das Campus-Buch irgendwann durch ein schlechtes OCR-Scan-Programm geschickt: So wird (Kontext: Wissenschaftshistorie) aus einer "Schule Jungscher Analytiker" eine "Schult Jungseher Analytiker" (S. 50/54) oder einem ganz normalen "uns" ein okskures "uris" (?!) auf S. 204 / 226. "Männer" werden "Märiner" (S. 79 bzw. 86) und vieles mehr. Manchmal kann man es ja mit Humor nehmen. Dass wiederum sehr oft, wenn eine Abkürzung innerhalb eines Satzes mit einem Punkt endet (z.B. die in einem derartigen historischen Buch sehr häufige Wendung "v. Chr."), das folgende Wort mit einem Großbuchstaben beginnt,muss an einem irgendwann mit brachialer Gewalt durchgejagten "Alles ersetzen"-Algorithmus liegen. Ich nenne nur wenige Beispiele. Ein flüssiges Lesen ist leider nicht möglich. Laut Interview (verlinkt auf Verlags-Seite) hat die Lektorin des Manifest-Verlags gratis gearbeitet. Das merkt man hier nur zu deutlich. Das Lesen ist für mich eine Qual und ich leihe mir 100 mal lieber eine vergilbte und unsaubere Bibliotheksversion aus, als diesen Regalhüter durchzuackern, dessen eklatante Mängel die Aufmerksamkeit vom wichtigen Inhalt ablenken.

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