Manche Dinge blieben besser begraben ...Als Detective Max Craigie zu einem Leichenfund auf einem Friedhof gerufen wird, muss er fast ein wenig über die Situation schmunzeln. Doch bei der Leiche handelt es sich um das gefürchtete Oberhaupt eines der mächtigsten schottischen Verbrecherclans. Brutal wurde der Mann ermordet und anschließend in ein uraltes Grab mit steinerner Platte verfrachtet. Und nicht nur die kriminelle Familie des Toten erwartet jetzt so einiges von Max, sondern auch seine eigenen Vorgesetzten. Je länger er und seine Kollegin Janie Calder im Fall ermitteln, desto deutlicher wird, dass ein Großteil der schottischen Polizei von der mafiösen Familie geschmiert wird. Die Mordaufklärung wird zu einem wahren Spießrutenlauf, und Max und Janie geraten in Bedrängnis ...
Kundinnen und Kunden meinen
4.0/5.0
chapters_of_biggi
4/5
06.04.2026
Gebrauchtbuch (Taschenbuch)
Volltreffer für alle, die es authentisch und ungeschönt mögen
Neil Lancasters Auftakt der Max Craigie Reihe "Das Gebot Der Rache" ist meiner Meinung nach ein Volltreffer für alle Krimifans, die es authentisch und ungeschönt mögen.
Max Craigie und sein Team sind das Herzstück des Romans. Die Dynamik zwischen Max, Janie Calder und Ross Fraser wirkt erfrischend und ungekünstelt. Es macht Spaß zu lesen, wie sie sich gegen alle Widerstände zusammenraufen.
Neil Lancaster nutzt seine eigene Erfahrung als ehemaliger Detective sichtlich aus. Die Ermittlungsschritte wirken fundiert und greifbar. Ich hatte das Gefühl, dem Ermittlerteam wirklich über die Schulter zu schauen, anstatt nur eine fiktive Story zu lesen.
Das zentrale Thema, die Jagd nach dem Maulwurf und die tiefen, korrupten Strukturen innerhalb der schottischen Polizei sorgt für eine konstante Unterspannung. Ich habe mich ständig gefragt, wer hier eigentlich auf der richtigen Seite steht.
Das Gebot Der Rache ist ein packender Krimi, der durch seine Bodenständigkeit und die düstere Atmosphäre Schottlands überzeugt.
Mir persönlich hat noch der allerletzte, emotionale Paukenschlag gefehlt, aber für Fans von solider, intelligenter Krimikost ist Max Craigie eine absolute Entdeckung.
Ich werde auf jeden Fall den zweiten Band lesen und frage mich seither, ob das Team von Max Craigie erst an der Oberfläche gekratzt hat?
Und ob mein Gefühl richtig ist, dass die Korruption noch viel tiefer in die Führungsebene reicht.
Elke
aus Vaihingen an der Enz
4/5
15.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Vielversprechender Reihenauftakt
Es gibt zahlreiche ehemalige Polizisten, die nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst Kriminalromane schreiben. So auch Neil Lancaster, der nach sieben Jahren bei der Militärpolizei der Royal Air Force 1990 als Spezialist für verdeckte Ermittlungen zur Metropolitan Police wechselte. Seit seinem Ausscheiden 2015 lebt er in den schottischen Highlands und schreibt Kriminalromane.
Mein Interesse geweckt hat zum einen das Zitat „Grabbed me from the first page. Think Jack Reacher fronting Line of Duty“ des von mir sehr geschätzten Ian Rankin, zum anderen lohnt es sich immer, die Nominierten für den McIlvanney-Preis genauer unter die Lupe zu nehmen. Also dann: „Das Gebot der Rache“, Auftakt der DS Max Craigie-Reihe und nominiert als bester schottischer Kriminalroman 2021.
„Der Tote ist ein Gentleman namens Tam Hardie. Er ist vermutlich der größte Gangster Schottlands, und die Sache wird ziemlich hohe Wellen schlagen. Die Leiche eines Verbrecherbosses, versteckt in einem jahrhundertealten Grab – das wird auf der Titelseite jeder Zeitung stehen“ (S. 62).
Wer nun aber glaubt, dieser Krimi würde sich nur um die Tätersuche, die übrigens schnell erledigt ist, eine alte Familienfehde und die Nachfolgekämpfe in Glasgows Unterwelt drehen, täuscht sich. Natürlich spielt das vordergründig eine Rolle, aber das beherrschende Thema ist die Korruption in den Reihen der Polizei, denn je tiefer DS Max Craigie und seine Kollegin, die Anfängerin DC Janie Calder, in den Fall eintauchen, desto offensichtlicher wird es, dass jemand mit großem Einfluss schützend seine Hand über das organisierte Verbrechen hält.
Mit den Glasgow-Krimis von William McIlvanney, Alan Parks oder Denise Mina kann es Lancaster zwar nicht aufnehmen, hat aber mit diesem Reihenauftakt einen soliden Krimi abgeliefert. Die Handlung ist zwar komplex, aber gut nachvollziehbar und mit Tempo erzählt, verliert sich aber glücklicherweise nicht in allzu detaillierten Beschreibungen der einzelnen Ermittlungsschritte. Die Protagonisten sind sympathisch, haben zwar auch ihre persönlichen Probleme, aber diese überlagern glücklicherweise nicht die eigentliche Story. Und ihr Verhältnis ist jederzeit professionell ohne romantisches Geplänkel.
Ein spannender, lesenswerter Einstieg in die Reihe, von der im Original bereits vier Bände erhältlich sind. Ich freue mich auf die Fortsetzung.
J. Kaiser
4/5
15.06.2023
Buch (Taschenbuch)
Spannende Verschwörungsgeschichte
Dies ist der erste Band der Reihe um den schottischen Detective Max Craigie, der einen brutalen Mord an einem Verbrecherboss aufklären muss. Dabei stösst er auf eine Verschwörung, die bis in die höchsten Kreise der Polizei reicht. Mit seiner Kollegin Janie Calder gerät er in ein gefährliches Spiel aus Lügen, Korruption und Gewalt. Tam ist das Oberhaupt einer Verbrecherfamilie als er ermordet wurde. Teil in dieser Geschichte sind auch seine drei Söhne. Sie alle haben eine lange Vergangenheit. Detektiv Max Craig ist Spezialist für organisierte Verbrechen. Hier soll er ermitteln. Im Einsatz hat er einen Kriminellen erschossen und deswegen wird gegen ihn eine Untersuchung eingeleitet. Das Lesen der Krimigeschichte ist fesselnd und spannend. Die Orte in der Geschichte kann man sich alle sehr gut bildlich vorstellen. Beginnt die Geschichte gemächlich, so spitzt sie sich immer mehr zu, je länger man liest. Dies habe ich als seht gut empfunden. Das Buch empfehle ich allen Krimifreunden sehr.
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