Vor drei Jahren, als ihre Familie nach einem Weihnachtsbaum in den frostigen Wäldern von Oregon suchte, verschwand Madison Culver. Drei Jahre - und immer noch keine Spur von der damals Fünfjährigen. Ist sie tot? Doch eine Leiche hat man bisher nicht finden können. Madisons Eltern wenden sich in ihrer Verzweiflung an die »Kinderfinderin« Naomi, eine Privatermittlerin mit dem unheimlichen Talent, Vermisste aufzuspüren. Da sie in ihrer Kindheit selbst einmal verschleppt wurde, kann sie sich besonders gut in solche Fälle hineinversetzen. Während Naomi nach und nach die schrecklichen Tatsachen im Fall Madison aufdeckt, durchdringen Scherben eines dunklen Traums ihre Erinnerung ... Ein atemberaubender, literarischer Pageturner, erzählt mit den wechselnden Stimmen von Naomi und einem außergewöhnlich fantasievollen Kind. Publishers Weekly: »Intensiv und einfallsreich, herzzerreißend und überraschend ... Der Schluss raubt den Lesern den letzten Atem.« CrimeReads: »Ein ergreifend schöner, schauriger Roman über eine knallharte, lebensechte Heldin.« Booklist: »Denfelds Roman greift auf Elemente des Horrors, des Krimis, des Märchens und sogar der Liebesgeschichte zurück, um das Erbe der Gewalt und die Widerstandsfähigkeit der Schwächsten unter uns zu erkunden.«
Bevor Rene Denfeld als Autorin arbeitete, war sie als Ermittlerin für eine Pflichtverteidigung tätig und untersuchte Hunderte der schlimmsten Verbrechen - darunter auch der berühmte Fall der »Central Park Five«. In einigen Prozessen bewahrte sie Menschen vor der Todesstrafe.2017 wurde sie von der New York Times als Heldin des Jahres ausgezeichnet.Rene lebt mit ihren Adoptivkindern in Portland, Oregon, und setzt sich auch weiterhin für soziale Gerechtigkeit ein.Sie schrieb die von der Presse hoch gelobten Bestseller The Enchanted, The Child Finder (Das Schneemädchen) und The Butterfly Girl.
Kundinnen und Kunden meinen
4.3/5.0
Isa_He
4/5
27.04.2025
eBook (ePUB)
Das Schneemädchen
Das Buch „Das Schneemädchen“ ist ein Thriller von der Autorin Rene Denfeld und auch mein erstes Buch von ihr. Es geht dabei um die „Kinderfinderin“ Naomi, die sich auf die Suche nach der verschwundenen Madison Culver begab.
Die Geschichte wird von der Autorin eher ruhig erzählt. Spannung baut sich im Laufe der Handlung auf jeden Fall auf, aber insgesamt handelt es sich hier um einen Thriller, bei dem die Ereignisse nicht Knall auf Fall kommen. Man erlebt die Story aus unterschiedlichen Perspektiven, was ich sehr mochte. Zum einen die Sicht von Naomi, die sich auf die Suche nach Madison begibt. Hier gab es immer wieder Passagen in denen man etwas über Naomis Vergangenheit erfährt, wodurch der Charaktere eine sehr gute Tiefe bekam. Ihre Geschichte empfand ich als sehr berührend und durch die Erfahrungen in der Vergangenheit ist Naomi auch so gut in dem was sie tut und kann sich sehr gut in die verschwundenen Kinder hineindenken. Aber die Schatten ihrer Vergangenheit verfolgen sie auch nach wie vor. Mir persönlich gelang es nicht immer sofort gedanklich zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu wechseln, da die Erzählstränge wirklich sehr schnell ineinander übergehen und man zum Teil sehr aufmerksam lesen muss.
Die zweite Perspektive, aus der man die Story erlebt, ist die des Schneemädchens. Hierbei handelt es sich um die Perspektive eines wirklich fantasievollen Kindes, das aus gegebenen Umständen in die Rolle des Schneemädchens schlüpft. Ich fand diese Passagen im Buch sehr gut von der Autorin umgesetzt und auch sie empfand ich als berührend mit einer sehr guten Tiefe. Was es aber mit dem Schneemädchen auf sich hat und ob Naomi Madison schlussendlich findet, das müsst ihr selbst herausfinden.
Mir hat das Buch insgesamt gut gefallen. Das Buch ist ein eher ruhiger Thriller mit wenigen großen Überraschungen, dafür aber mit einer sehr guten Tiefe und man muss ihn mit einer gewissen Aufmerksamkeit lesen. Von mir gibt es daher insgesamt vier Sterne und eine klare Leseempfehlung.
Lines Books
aus Nentershausen
5/5
18.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Herzzerreißend, beklemmend und emotional
Auf "Das Schneemädchen" von Rene Denfeld habe ich mich schon sehr gefreut. Ich hatte bisher nur positives gehört und das steigerte natürlich meine Neugierde.
Die Thematik des Buches ist gerade für Eltern ein wahrer Horror.
Kinder sollen beschützt und behütet werden und dafür tun Eltern alles. Doch wie schlimm ist es, wenn das geliebte Kind plötzlich verschwindet?
Vor drei Jahren verschwand Madison spurlos. Die verzweifelte Suche nach ihr brachte nichts. Seither fehlt von ihr jede Spur. Madison realisiert ihre Entführung und den Missbrauch kaum. Sie flüchtet sich in ihre Fantasiewelt und nennt sich nun "Schneemädchen".
Die verzweifelten Eltern wenden sich an Naomi, die eine erfolgreiche Privatermittlerin ist. Sie scheint ein Gespürt für verschwundene Kinder zu haben und hat schon einige retten können.
Der Schreibstil der Autorin ist bildgewaltig und sehr einnehmend. Sie zog mich mühelos in den Bann der Geschichte.
Zum einen erfahren wir hier aus Naomis Sicht wie sie sich auf die Suche nach Madison macht. Gleichzeitig bekommt man mit das Naomi selbst ein ähnliches Trauma überlebt hat, dieses aber noch lange nicht verarbeitet hat.
Naomi ist für mich dennoch eine unglaublich starke Protagonistin.
Madison - "Das Schneemädchen" erzählt auf ihre ganz besondere Weise ihre Geschichte. Sie schildert das erlebte eindringlich und fantasievoll. Das Ganze Grauen bescherte mir Gänsehaut und meine Emotionen fuhren Achterbahn.
Ich war unendlich traurig, ich fühlte mich verloren und hilflos. Gleichzeitig wurde ich wütend. Aber ich gab die Hoffnung nicht auf.
Zum Ende hin zieht die Autorin wirklich alle Register.
Langsam und Stück für Stück setzt sich die ganze Tragödie zusammen. Ich war fassungslos und am Boden zerstört als ich die ganze Wahrheit erfuhr.
Das war verdammt großes Kino! Bitte mehr davon!
Klare Leseempfehlung.
Fazit:
"Das Schneemädchen" von Rene Denfeld ist ein Buch mit einer sehr sensibeln Thematik. Diese wurde unglaublich gut umgesetzt. Ein Thriller der mich noch lange begleiten wird denn dieses Buch regt definitiv zum Nachdenken an.
Eine beklemmende, düstere und herzzerreißende Geschichte.
Blaxy87
aus Hannover
5/5
07.04.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Hart, faszinierend, berührend
Mit "Das Schneemädchen" hat der Festa Verlag wahrlich wieder ein Must Read in die Menge geworfen!
Warum? Das erkläre ich nach und nach. Aber vorab möchte ich eines loswerden:
Dieses Buch ist nichts, was man mal eben weglesen kann. "Das Schneemädchen" tut mitunter weh, aber in keiner zu unangenehmen Art und Weise.
Die Lektüre verhält sich wie ein eingerissener Fingernagel; es schmerzt ein wenig daran zu gehen, aber man kann dennoch nicht davon ablassen. Und letztendlich hallt dieses Gefühl nach.
Kernthematik von Rene Denfelds Thriller ist das Verschwinden der kleinen Madison.
Seit nun mehr drei Jahren ist die damals Fünfjährige nun fort, Hinweise auf einen Verbleib oder eine Leiche wurden nie gefunden - und in einem Akt der letzten Hoffnung wenden sich die Eltern an die Privatermittlerin Naomi.
Naomi hat während ihrer Laufbahn schon einige Kinder wieder aufgespürt, nicht zuletzt, weil sie in jungen Jahren selbst betroffen war.
Denfeld schenkt mit ihren Worten dem Leser verschiedene Sichtweisen. Hauptsächlich kommen Naomi und Madison - seit ihrem Verschwinden nun mehr "Das Schneemädchen" - zu Wort und lassen es so wunderbar zu, dass man eine Bindung zu den beiden aufbaut.
Beide haben viel zu erzählen, schließlich haben beide etwas erlebt bzw. erleben etwas, was nicht leicht zu verarbeiten ist. Auch für den Leser nicht.
Dabei wird aber nie auf der Stelle getreten: Die Geschichte bleibt Dank Naomis Ermittlungsarbeit und der Tatsache, dass Madisons Geschichte ab ihrem Verschwinden erzählt wird und man bis zum Schluss nicht weiss ob die Handlungsstränge aufeinander zu laufen oder einander aufbauen spannend.
Der Aufnerksame Leser wird zwar recht früh feststellen, was mit Naomi geschah, aber das "Wieso Weshalb Warum" wird erst am Ende aufgedeckt und geht noch zusätzlich unter die Haut.
350 Seiten, die stimmungsvoll sind. Durch die harte Thematik, dank außergewöhnlicher, tragender Protagonisten, gespickt mit fröstelnden Landschaftsbeschreibungen und brillierend mit Nebencharakteren und einem kleinen Handlungsstrang, der mich nochmal fertig gemacht hat und mich zu einer kleinen Lesepause gezwungen hat.
"Das Schneemädchen" ist ein Buch mit einer äußerst sensiblen Thematik, die zum Nachdenken anregt, für Eltern teilweise der wahre Horror ist, und das ganze gekonnt auf Papier bannt.
Eine klare Leseempfehlung!
Alexa K.
aus Bad Oeynhausen
4/5
11.01.2025
Buch (Gebundene Ausgabe)
Leise und zauberhaft wie der Schnee ringsherum...
Zum Buch: Die fünfjährige Madison Culver verschwand vor drei Jahren in den winterlichen Wäldern von Oregon. Niemand hat auch nur eine Spur von ihr gefunden. Die verzweifelten Eltern wenden sich an Naomi, eine Privatermittlerin, die sich auf das Auffinden von verschwundenen Kindern spezialisiert hat. Sie weiß, was in den Kindern vorgeht, denn sie wurde selber damals verschleppt und „gefunden“…
Meine Meinung: Die Geschichte entwickelt sich langsam. Man lernt Naomi kennen und ihre Art, wie sie sich auf die Suche macht, was für sie wichtig ist, was übersehen wird und so weiter. Naomi ist ein wenig anders als die Normalität, was natürlich kein Wunder ist, wenn man ihre Geschichte kennt. Und die wird hier erzählt. Leise wie die winterliche Landschaft um sie herum beschreibt das „Schneemädchen“, wie sie die letzten Jahre verbracht und überlebt hat. Dass sie gefangen gehalten wird unter der Erde, dass sie mit niemandem sprechen kann und dass sie nicht weiß, was richtig oder falsch ist. Aber sie macht intuitiv vieles richtig.
Der Schreibstil ist sehr unaufgeregt und erzählt hier nicht nur die Geschichte vom Schneemädchen, auch mit Märchen wird der Leser hier verzaubert und natürlich mit Naomis Geschichte. Die einen als Leser berührt. Diese langsame Erzählweise muss man vielleicht mögen, ich fand sie etwas in die Länge gezogen und ziehe daher einen Stern ab. Manchmal musste ich mir einen Ruck geben, weiterzulesen, weil mir der Spannungsbogen gefehlt hat.
Mein Fazit: Eine unglaubliche Geschichte, nein, eigentlich sind es zwei Geschichten von wirklich starken Mädchen, die überlebt haben! Mir hat die Geschichte gut gefallen, auch wenn es nicht ganz für die volle Punktzahl gereicht hat!
Susi Aly
4/5
11.06.2022
Buch (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr feinfühliger, atmosphärischer und beklemmender Thriller,der beeindruckt
"Das Schneemädchen “ von Rene Denfeld ist kein Buch, das man so mal eben nebenbei lesen kann.
Dafür ist es viel zu bedrückend und beklemmend.
Kein Thriller der mit rasantem Tempo punktet, dafür mit einer großen Stille, Verzweiflung und Leere aufzuwarten weiß.
Der Schreibstil der Autorin ist absolut einnehmend und sehr atmosphärisch.
Sie webt ein Setting, das nicht nur mit den Beschreibungen eine riesige Beklemmung auslöst, sondern es intensiviert und untermauert die eigentliche Handlung noch.
Denn geprägt wird es im Schnee.
Ich hätte nie gedacht, wozu Schnee in der Lage ist.
Er bringt Hoffnung, bietet aber gleichzeitig eine große Machtlosigkeit. Er ist wunderschön und grausam zugleich.
Er lässt dich verzweifeln, aber auch nach Atem schöpfen.
Die kleine Madison und Naomie stehen hier im Fokus, wobei man abwechselnd ihre Perspektiven erfährt.
Aber eigentlich ist das nicht ganz richtig. Denn eigentlich gibt es noch eine Person, die das Ganze noch bedrohlicher ,noch einsamer, noch verlorener erscheinen lässt.
Wenn ich sage, dass wir es hier mit verlorenen Seelen zutun haben, dann trifft es das genau auf den Punkt.
Ich mochte die Charaktere sehr gern, auch wenn es für mich schwer war, zu Ihnen einen Zugang zu finden.
Das heißt nicht, dass ich keine tieferen Emotionen verspürt habe. Es war nur anders.
Vielschichtiger, tiefgreifender, auswegloser.
Dabei sind sie sehr tiefgründig und ausdrucksstark. Und konnten mich mit ihrem Hintergrund immer mehr in den Bann ziehen.
Der Einstieg in die Story gefiel mir sehr gut.
Die Autorin schreibt sehr eindringlich und intensiv. Weniger durch Gewalt geprägt, als vielmehr durch psychologische Aspekte.
Dabei dringt sie auch immer tiefer in die Hintergründe ein.
Dadurch wird die Handlung auch sehr viel komplexer.
Die Autorin befasst sich hier mit einer sehr sensiblen Thematik und hat es in meinen Augen großartig umgesetzt.
Dabei fokussiert sie sich nicht nur auf eine Person, sondern macht es viel großflächiger und tiefgreifender. Das hat mir richtig gut gefallen.
Weil man dadurch die herannahende Tragödie und die Dimension schon früh kommen sieht.
Aber nichts konnte mich darauf vorbereiten, was dann kam.
Das war wirklich überraschend und menschlich gesehen kaum zu ertragen.
All das Grauen, die Dimension dessen, die Schwere und Hoffnungslosigkeit brachen wie Wellen über mich herein.
Das war so viel und gleichzeitig hat man das Gefühl, unter all der Trauer und Tragik zusammenzubrechen.
Mich konnte Rene Denfeld mit dem Start ihrer Reihe um die „Kinderfinderin“ Naomie Cottle beeindrucken.
Mit viel Feingefühl und Fantasie, zeigt sie auf, was ein solches Geschehen alles verändern und prägen kann.
Ich bin gespannt wie es mit Naomie weitergeht.
Fazit:
Der Start der Naomie Cottle Reihe ,findet mit „Das Schneemädchen “ von Rene Denfeld ihren Anfang.
Ein sehr feinfühliger, atmosphärischer und beklemmender Thriller, der nicht nur mit außergewöhnlichen Protagonisten zu beeindrucken weiß, sondern auch mit einer ausweglosen Stille, Leere und tiefen Einsamkeit .
Kein Thriller, der vor Tempo nur so strotzt.
Aber einer, der dir das wahre Grauen hinter der Tragödie offenbart.
Keine leichte Thematik, aber eine die es sich zu lesen lohnt.
Ich bin gespannt, wie es mit Naomie weitergeht.
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