Was ist bloß los mit unseren Kindern?
Was ist los mit uns Menschen?
In diesem Buch beschäftigen sich die Autoren mit einem aktuellen, gesellschaftsprägenden Phänomen. Immer mehr Kinder gelten als verhaltensauffällig. Immer häufiger erhalten sie psychosoziale Diagnosen. In Jugendämtern steigen die Zahlen von überlasteten Eltern. Menschen weichen also offenbar von der gesellschaftlichen Norm ab. Gelten als gestört, krank oder gar seelisch behindert! In Praxen türmen sich die Fallzahlen von Autisten,
AD(H)S-lern, entwicklungsgestörten Kindern und Jugendlichen. Doch was machen die Familien mit den getroffenen Diagnosen und was machen die Diagnosen mit den Familien?
Welche Erklärungen gibt es für mögliche Ursachen?
Werden Kinder und Familien adäquat unterstützt?
Ist das alles noch "normal"?
Das Leid und die Verzweiflung, die in vielen Familien herrschen, sind unerträglich geworden. Es muss sich etwas verändern. Aber nicht die Menschen sollten sich ändern, sondern der gesellschaftliche Umgang hat ein Umdenken nötig! Das Verständnis und die Erklärungsmodelle müssen auf den Prüfstand. In diesem Buch beschreiben die Autoren ihre Suche nach Erklärungen und Lösungen. Die Entwicklung einer Metapher wurde zur Antwort. Anschaulich ist es ihnen gelungen zu verdeutlichen, warum es in unserem Leben oftmals so schwer ist, Lösungen für die Herausforderungen zu finden. Diese natürliche Metapher macht Mut und gibt Kraft, um einen anderen Blick und eine andere Haltung zu entwickeln. Sie ermöglicht eine Versöhnung mit sich, der Familie, seinen Mitmenschen. Eine enorme Erleichterung wird spürbar.
Kundinnen und Kunden meinen
5.0/5.0
Bewertung
5/5
28.10.2024
Buch (Taschenbuch)
Absolut empfehlenswert!!!
Dieses Buch sollte jeder lesen! Es hilft so sehr dabei, andere Menschen zu verstehen.
Genau hier wird die Hilfe angeboten, die viele verzweifelte Eltern suchen. Wenn man das Buch gelesen hat, entspannt man ein wenig und kann vieles mit anderen Augen sehen. Und das ist schon ein großer Schritt in die richtige Richtung!
Bewertung
5/5
05.09.2024
Buch (Taschenbuch)
Grandios! Absolut lesenswert!
Das Buch von Verena Karl und Eduard Sadzakov ist absolut lesenswert, sowohl für den Laien als auch für den Experten! Ich würde sogar behaupten, dass es eine Pflichtlektüre für alle Studierenden mit den Studiengängen Psychologie, Medizin und Lehramt sowie Erzieher und alle im Gesundheitswesen Arbeitende werden sollte!
Die beiden Autoren führen wunderbar in das Thema "Neurodiversität" ein und erklären ganz unkompliziert und verständlich, warum nicht alle Menschen in ein System gepresst werden können, denn es gibt die "Bären" und die "Wölfe".
Gerade in der Schule wird es vielen Kindern/ Jugendlichen schwer gemacht: Ihnen wird von Anfang an ein Wolfspelz übergezogen, obwohl es Bären sind! Man erwartet, dass sich alle gleich verhalten, wenn auch wir Menschen so unterschiedlich sind.
Die Welt ist bunt! Was für eine Bereicherung! Frau Karl und Herr Sadzakov geben uns mit diesem Buch und ihrer Metapher der Wölfe und Bären einen Einblick, dass Diversität ein großer Gewinn für unsere Gesellschaft ist. Wir müssen nur lernen, wie wir mit den Bären unter uns umgehen... und davon gibt es sehr viele! Vielen herzlichen Dank für dieses grandiose Buch, das hat die Welt gebraucht!
Bewertung
5/5
31.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Meine Vertrautheit mit zwei wundervollen Tieren oder wie dieses Buch den wichtigsten Platz auf meinem Nachttisch eingenommen hat
Beim Betrachten des zweigesichtigen, aber doch einheitlichen Titelbildes des Buchs von Verena Karl und Eduard Sadžakov hatte ich sofort das Gefühl, dass mir der Wolf mit einem Auge und der Bär mit dem anderen Auge direkt ins Herz und gleichzeitig auch ins Gehirn schauen. Dies löste bei mir eine wohltuende Vertrautheit sowie eine angenehme Erleichterung aus. Woher kommen diese Gefühle, bevor ich überhaupt das Buch aufgeschlagen habe und dessen Inhalte kenne?
Beim Lesen der ersten Seiten verspürte ich umgehend eine aufbauende Kraft - und somit eine erste, klare Stärke dieses Buches - nämlich das literarische Arbeiten mit verschiedenen Metaphern der Autor*innen. Einen Meltdown mit einem Vulkanausbruch oder das Kaffeebrühen mit dem Filtersystem mit unserem individuellen Gehirn zu vergleichen, ist für mich als Autistin ein sehr hilfreiches und klar verständliches Bild.
Das Heranführen der neurotypischen oder neurodivergenten Lesenden an ein gemeinsames Verständnis der Neurodiversität erachte ich als eine zweite Stärke dieses Buches (Neurodiversität wird als neurologische Diversität bezüglich neurobiologischer und neurophysiologischer Unterschiede der menschlichen Disposition beschrieben). Ein grundlegender Unterschied ist der bereits erwähnte (Kaffee-)Filter unseres individuellen Gehirns, welcher zu einer anderen Wahrnehmung, einer anderen Kognition und Kommunikation, zu anderen Lernprozessen und einem anderen Verhalten von neurotypischen und neurodivergenten Individuen führt. Diese unterschiedliche Filterung ist ein Grund dafür, warum zum Beispiel neurodivergente Autist*innen über einen ganz eigenen, sensitiven Energiehaushalt verfügen. Diese Sensitivität und somit Angreifbarkeit können in der Bildung, im Beruf sowie im Alltag infolge des gegenseitigen Unverständnisses zu unnötigen Konflikten führen. Davon sind Angehörige, Mitarbeitende, Lehrpersonen und Freunde betroffen. Sie benötigen Übersetzungshilfen für eine gemeinsame Sprache und ein glückendes Zusammenleben. Solche Übersetzende würde auch ich mir ab und zu für meine eigene Familie wünschen, weil es für mich als autistische Mutter und Ehefrau manchmal eine große Herausforderung ist, eine adäquate Sprache und somit eine neurodivers-sensible Kommunikation in der Familie zu finden.
Wie kommt es nun zu meiner Vertrautheit mit Wolf und Bär? Plötzlich erinnerte ich mich beim Lesen dieser wohl wichtigsten Metaphern an meine bisherigen Begegnungen mit dem Wolf und dem Bären. Meine erste Krafttierkarte, die ich bei einer Therapeutin vor 3 Jahren gezogen habe, war der Bär. Er steht für Schutz und Geborgenheit und braucht wie ich viel Zeit für Entspannung, um den eigenen Energiespeicher immer wieder auffüllen zu können. Dem Wolf begegnete ich ebenfalls bei einer Therapeutin, vor 5 Jahren, als ich im Rahmen des Zürcher Ressourcen Modells (ZRM) für ein besseres Selbstmanagement 1 Bild aussuchen musste. Unter sehr vielen Bildern zog mich sofort eine Karte mit dem Wolf an. Die Bewältigung des Alltags forderte mich damals sehr heraus, oft konnte ich keine adäquate Führung in meinem Leben übernehmen. Der Wolf diente also als visueller Unterstützer und verhalf mir zu mehr Führungskraft und Vertrauen in meine geistigen Fähigkeiten.
Wolf und Bär werden in dieser Geschichte als Metaphern für neurodiverse Individuen mit einer sanften und präzisen Sprache als zwei wundervolle Tiere beschrieben, welche über ganz unterschiedliche Merkmale, Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten verfügen. Diese Übertragung auf uns Menschen mit ganz individuellen Filtern und Energiesystemen finde ich beeindruckend. Wie der Bär und der Wolf begleitet werden können für ein gesundes und zufriedenes Leben, für ein gemeinsames Stark-Sein und für ein gut dosiertes Wohlfühlen in der Gemeinschaft, wird sehr passend beschrieben: Der Wolf darf sich in seinem Rudel wohlfühlen, der Bär sich in seine Höhle in der Wildnis verkriechen und sich dort entspannen. Tiere wie der Wolf und der Bär brauchen für dieses gegenseitige Verständnis keine Sprache und keine Übersetzungshilfen, weil sie intuitiv handeln und weniger mit dem Verstand.
Ich hoffe, dass die Leser*innen diese Klarheit und diese angenehmen und vertrauten Gefühle beim Lesen des für mich aktuell besten Sachbuches zum Thema Neurodiversität, im Speziellen Autismus, auch entdecken! Danke Verena und Eduard, dass ihr Familien, Kinder und Erwachsene mit der systemischen Therapie unterstützt und so einen sehr wichtigen Beitrag dazu leistet, dass neurotypische und neurodivergente Familienmitglieder eine gemeinsame Sprache für mehr gegenseitiges Verständnis erlernen dürfen. Dieses Buch gehört definitiv in jedes Bücherregal von privaten und öffentlichen Bibliotheken. Denn wir alle haben, bewusst oder unbewusst, Berührungspunkte mit Hochsensibilität, Autismus, AD(H)S & Co.
Bewertung
5/5
11.10.2023
Buch (Taschenbuch)
Große Empfehlung
Ein Buch über Vielfalt, Neurodiversität, Filter-Fähigkeiten, mit praxisnahen Beispielen, wie unterschiedlich wir auch innen sind. Unter bestimmten Bedingungen und Anforderungen haben wir je nach Typus eine Überforderung durch all die Reize -- oder wir können Rahmenbedingungen schaffen, in denen Entfaltung besser möglich ist. Jeder ist einzigartig und am Beispiel von Wolf und Bär wird deutlich, warum wir nicht alle gleich sind, obwohl wir den gleichen Lebensraum teilen. Sehr lohnenswert für Familien, für Pädagogen und generell Menschen, die mit Menschen arbeiten.
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