Opferdramaturgie nach dem bürgerlichen Trauerspiel Band I: Zur Viktimologie der Geschlechter in Drama, Libretto und Prosa
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Sprache:Deutsch
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Auflage:1. Auflage
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Beschreibung
Produktdetails
Einband
Taschenbuch
Erscheinungsdatum
18.06.2024
Herausgeber
Uwe C. Steiner + weitereVerlag
Königshausen u. NeumannSeitenzahl
276
Maße (L/B/H)
23,4/15,4/1,4 cm
Gewicht
380 g
Auflage
1. Auflage
Sprache
Deutsch
ISBN
978-3-8260-7631-2
Opferdiskurse gelegt. Seit dem bürgerlichen Trauerspiel besetzt in einer
expliziten Engführung zwischen Geschlecht und tragischer Funktion
meist das weibliche Opfer die tragische, männliche Täterschaft
komplementär die antagonistische Position: Die Dramen überhöhen
die ›Victimae‹ zu ›Sacrificia‹ und bringen das Opfer mit der seinerzeit
akuten Geschlechteranthropologie in Verbindung.
Lessings Emilia Galotti hatte ein wirkmächtiges Schema geprägt, das
die nachfolgende Dramatik von Lenz, Caroline Schlegel, Schiller oder
Goethe, über Kleist, Werner und Grillparzer bis hin zu Hebbel, Hauptmann
oder Hofmannsthal in mimetischer Anknüpfung und Absetzung
fortschreibt. Oft beobachten auch Romane das enge Band zwischen
Gender, Tragödie und Opfer. Bis hin zu Elfriede Jelinek, Botho
Strauß oder Lars von Trier wirkt der Zwiespalt zwischen aufgeklärter
Opferkritik und ästhetischem Opferkult nach. Ob die Darstellung des
Opfers den Darstellungscharakter schon des realen Opfers erhellt, und
damit auch die Darstellungsfunktion von Geschlecht, oder ob sie vom
Opfer entfachte Leidenschaften nährt, bleibt bis heute fraglich.
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