Rezension
Hochaktuellen musikpädagogischen Themen widmet sich der Sammelband [...]. Zum einen wird das Feld der Musikgeragogik [...] in den Blick genommen, zum anderen wird interkulturelles Musizieren insbesondere in Bezug auf musikalisch-kulturelle Siutationen in Einwanderungsgesellschaften verhandelt. Es steht außer Frage, dass die Notwendigkeit diese beiden theemnfelder wissenschaftlich voranzutreiben, sehr dringlich ist [...]. Das zeichnet diesen Band auch aus. Eine solcherart geleistete Forschungsarbeit in Verknüpfung mit einer sensibel und professionell durchgeführten musikpädagogischen Praxisarbeit wohnt ein großes Potenzial für die Zukunft inne. [...] Insgesamt ist "Vielfalt. Musikgeragogik und interkulturelles Musizieren" ein sehr in die Zukunft gewandter Band, dem viele neue Erkenntnisse abzugewinnen sind. ("Iris Mochar-Kircher, in: Musikpädagogik, Jahrgang 76, Heft 1/Oktober 2023, S. 40-42.")
Die Musikgeragogik ist vertreten durch Berichte einiger Chorleiter bzw. Ausbilder vor allem aus Österreich über ihre intergenerative „good praxis“ [...]. Durchaus anregend für die Praxis, bezogen auf gemeinsames Singen, Instrumentalspiel und Rhythmik. [...] Die zweite Hälfte des Bandes sammelt [...] Beiträge zu Interkulturalität. Einige davon sind ausgesprochen lesenswert, weil sie den Stand der Debatte zusammenfassen [...]. ("Dorothea Kolland, in üben & musizieren, 1/2024, S.58")
Portrait
Heike Henning, Univ.-Prof. Dr.in phil., studierte Kirchen- und Schulmusik und absolvierte ein Erweiterungsstudium im Fach Medienpädagogik sowie ein Promotionsstudium im Fach Musikpädagogik. Nach mehrjähriger Unterrichtstätigkeit an Grund-, Haupt- und Musikschulen ist sie Professorin für Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck sowie Dozentin für Kinderchorleitung und Kinderstimmbildung an der Hochschule für Musik Nürnberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der didaktischen Entwicklungsforschung instrumentalen und vokalen Musizierens, konzert- sowie chorpädagogischer Praxis und inklusiver Musizierpädagogik.
Kai Koch, Univ.-Prof. Dr., ist seit 2024 Leiter des Instituts für Musik an der PH Karlsruhe. Er studierte Schulmusik, Chemie, Chorleitung und Orgel in Detmold, Paderborn, Berlin und Münster. Nach dem Referendariat an der Friedensschule in Münster und der Promotion bei Prof. Dr. Heiner Gembris am IBFM der Universität Paderborn war er mehrere Jahre als Studienrat in Münster und Annweiler tätig, bevor er 2018 als Professor für Musikpädagogik in der Sozialen Arbeit an die KSH München berufen wurde. Seine Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte sind unter anderem musikgeragogische, kirchenmusikbezogene und chorpädagogische Fragestellungen sowie musikdidaktische Themen, z. B. Klassenmusizieren, Profilklassen, Methoden des Musikunterrichts oder Komponieren und Musizieren mit Neuen Medien und Apps.
Hamed Abboud, geboren 1987 in Deir al-Zor in Syrien, studierte in Aleppo Telekommunikationstechnologie. Als in seiner Heimat der zunächst friedliche Aufstand gegen das Regime mit militärischer Gewalt unterdrückt wurde, floh er Ende 2012 nach Ägypten. Über Dubai und die Türkei kam er 2014 nach Österreich, wo er nach zwei Jahren im Burgenland nunmehr in Wien lebt. Auf Deutsch erschienen bisher "Der Tod backt einen Geburtstagskuchen" (übersetzt von Larissa Bender, pudel und pinscher 2017), das für den renommierten Internationalen Literaturpreis nominiert wurde, und "In meinem Bart versteckte Geschichten" (übersetzt von Larissa Bender und Kerstin Wilsch, Edition Korrespondenzen 2020).
Heike Bandner-Wappler, Diplom-Musiklehrerin, Musik-, Kultur- und Rhythmikgeragogin. Sie studierte die Fächer Querflöte, Blockflöte, Klavier, elementare Musikpädagogik und Chordirigieren in Mainz und Mannheim. Sie ist in ihrer Klangwerkstatt selbstständig tätig und zudem Referentin in der Erwachsenenbildung. Außerdem ist sie Initiatorin intergenerativer, inklusiver und interkultureller Musik- und Kulturprojekte in ländlichen Regionen. Sie ist Gründerin und Leiterin eines Senioren-, Kinder- sowie Flüchtlings- und Aphasikerchores. Sie publizierte in den Bereichen Musik- und Kulturgeragogik.
Dorothee Barth, Univ.-Prof.in Dr.in, ist seit 2014 Professorin für Musikpädagogik an der Universität Osnabrück. Sie studierte in Köln und Berlin Musik, Latein, Erziehungswissenschaften und Philosophie sowie Diplom-Musikerziehung. Über zwölf Jahre arbeitete sie als Musik- und Lateinlehrerin an Gymnasien in Berlin, Dresden und Hamburg. Ihre Forschungs- und Interessensschwerpunkte liegen in Theorie und Praxis einer interkulturellen Musikpädagogik, in der Professionalisierung von Musiklehrkräften, der Sprachbildung durch Musik sowie in Wissenstransfer und Wissenschaftskommunikation. Sie ist Mitglied im hochschuldidaktischen Netzwerk Lehren sowie Vorstandsmitglied in der Bundesfachgruppe Musikpädagogik.
Claudia Bauer, Prof.in, ist seit 2001 Professorin am Tiroler Landeskonservatorium und seit 2011 Dozentin an der Universität Mozarteum, Department für Musikpädagogik Innsbruck. Sie studierte Soziale Arbeit und elementare Musik- und Bewegungspädagogik in Innsbruck. Nach zahlreichen Aus- und Weiterbildungen in Österreich und Deutschland eröffnete sie 2021 eine eigene Praxis für psychologische Beratung.
Thade Buchborn, Prof. Dr., ist Professor für Musikpädagogik an der Hochschule für Musik in Freiburg und Studienbereichsleiter Lehramt Musik. Seine Arbeits- und Forschungsschwerpunkte sind Komponieren, Improvisieren und Interkulturalität im Musikunterricht, soziologische Aspekte musikalischer Praxen, Methoden rekonstruktiver Bildungs- und Unterrichtsforschung sowie Formate fachdidaktischer Entwicklungsforschung.
Theo Hartogh: Studium: Klavier, Schulmusik und Biologie für das höhere Lehramt in Hannover und Hamburg, Promotion an der Technischen Universität Chemnitz, Habilitation an der Universität Leipzig; mehrjährige Tätigkeit als Gymnasiallehrer und Lehrbeauftragter; 1993-2005 Professor für Musik an der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland; seit 2005 Professor für Musikpädagogik an der Universität Vechta; Referent in hochschulzertifizierten Weiterbildungen zu den Themen Kultur- und Musikgeragogik; Forschungen und Publikationen zur Musikpädagogik, Musikgeragogik, Demenz und Musik, Musik in der Sozialen Arbeit.
Felix Helpenstein ist wissenschaftlicher Mitarbeiter und Doktorand in der Musikpädagogik an der Bergischen Universität Wuppertal. In seinem Dissertationsprojekt forscht er zu Interpretationen von Religion in musikpädagogischen Texten. Weitere Arbeits- und Forschungsschwerpunkte liegen in der interkulturellen Musikpädagogik sowie in der Didaktik populärer Musik.
Heike Henning, Univ.-Prof. Dr.in phil., studierte Kirchen- und Schulmusik und absolvierte ein Erweiterungsstudium im Fach Medienpädagogik sowie ein Promotionsstudium im Fach Musikpädagogik. Nach mehrjähriger Unterrichtstätigkeit an Grund-, Haupt- und Musikschulen ist sie Professorin für Instrumental- und Gesangspädagogik an der Universität Mozarteum Salzburg, Standort Innsbruck sowie Dozentin für Kinderchorleitung und Kinderstimmbildung an der Hochschule für Musik Nürnberg. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der didaktischen Entwicklungsforschung instrumentalen und vokalen Musizierens, konzert- sowie chorpädagogischer Praxis und inklusiver Musizierpädagogik.